Schilda (Brandenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schilda
Schilda (Brandenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schilda hervorgehoben
Koordinaten: 51° 36′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Elsterland
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 8,69 km²
Einwohner: 484 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03253
Vorwahl: 035326
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 440
Adresse der Amtsverwaltung: Kindergartenstraße 2a
03253 Schönborn
Webpräsenz: www.elsterland.de
Bürgermeister: Lothar Benning (Wählergruppe Schilda)
Lage der Gemeinde Schilda im Landkreis Elbe-Elster
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Über dieses Bild

Schilda ist eine Gemeinde im Süden von Brandenburg im Landkreis Elbe-Elster. Die Gemeinde gehört dem Amt Elsterland an. Der Verwaltungssitz des Amtes ist in der Gemeinde Schönborn.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einem landwirtschaftlich geprägten Teil der westlichen Niederlausitz. Sie wird von den Gemeinden Doberlug-Kirchhain, Tröbitz und Uebigau-Wahrenbrück umgeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schilda in der Herrschaft Dobrilug als Schilde

Schilda wurde im Jahr 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort befand sich von Dezember 1300 bis 1335 im Besitz der de Ileburg. Im Jahre 1335 verkauften diese das Dorf dem Kloster Dobrilugk, und Schilda wurde mit deutschen Siedlern besetzt. Bis 1541 blieb es in Besitz des Klosters. 1335 begann vom Kloster aus ein ergiebiger Weinbau und Kelterbetrieb. An das damalige Vorhandensein eines Weinbergs erinnert noch das "Kellerhaus" am Wege von Schilda nach Langennaundorf. In der Folgezeit fielen die Weinpflanzungen weg und verschwanden im 19. Jahrhundert gänzlich.

Auch wenn der Ort wohl kaum das historische Schilda sein dürfte, offenbaren alte Überlieferungen die besondere Lebensweise der Leute. So sagt man, dass sie auf die unnütze Ausgabe von Fenstern auf der Kirchennordseite verzichteten. Um 1800 brachte der Raseneisenstein einen kleinen zusätzlichen Verdienst. Er wurde in das Eisenwerk Lauchhammer geliefert. Im April 1856 brannte der südlich der Kirche gelegene Teil des Dorfes komplett nieder.

Auf dem Territorium der Gemeinde existierten in früheren Zeiten insgesamt drei Ziegeleien. Die Ziegelherstellung wurde in den vergangenen Jahrhunderten sehr arbeitsintensiv betrieben. An der Bevölkerungsentwicklung von 1900 bis 1910 ist zu erkennen, dass die Braunkohleindustrie für viele Bewohner die Haupterwerbsquelle wurde. Eine Blütezeit erlebt die Kohleindustrie noch einmal nach 1945. Aus dem Braunkohlewerk wurde später ein Betrieb des Landmaschinenbaus. Einen großen Umbruch im Erwerbsleben der Bewohner brachte die politische Wende 1989. Die Arbeitgeber in der nahen Umgebung, wie der Landmaschinenbau und Brikettfabriken, waren nicht rentabel genug und wurden geschlossen.

Schilda gehörte bis 1945 zum Landkreis Luckau in der preußischen Provinz Brandenburg, von 1952 bis 1990 zum Kreis Finsterwalde im DDR-Bezirk Cottbus.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 324
1890 387
1910 648
1925 703
1933 741
1939 815
1946 932
1950 973
1964 833
1971 793
Jahr Einwohner
1981 758
1985 748
1989 718
1990 723
1991 697
1992 687
1993 674
1994 672
1995 667
1996 678
Jahr Einwohner
1997 672
1998 655
1999 638
2000 629
2001 620
2002 606
2003 583
2004 569
2005 547
2006 530
Jahr Einwohner
2007 527
2008 516
2009 513
2010 490
2011 507
2012 498
2013 496
2014 482

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2][3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Schilda besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[4]

  • Wählergruppe Schilda 8 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lothar Benning (Wählergruppe Schilda) wurde in der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 mit 94,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[5] gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 1. Juni 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün ein gehendes silbernes Pferd.“[7]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Schilda (Brandenburg) und in der Liste der Bodendenkmale in Schilda (Brandenburg) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmäler.

Mehrere Orte, darunter auch Schilda, nehmen für sich in Anspruch, die Verhältnisse in ihrer Stadt seien die Vorlage für die Geschichten über die Schildbürger gewesen. Einen historischen Beweis für diese Verknüpfung gibt es jedoch nicht. Auch das ungewöhnlich erscheinende Fehlen von Fenstern in der Nordseite der Schildaer Kirche sollte keinen hinreichenden Beweis für das Schildbürgertum in Schilda darstellen.

Die Kirche (erbaut 1450) ist ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut.

Besonders aktiv in Schilda sind der Jugendclub und die Freiwillige Feuerwehr mit ihren zahlreichen Veranstaltungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 22–25
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  5. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schilda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien