Gorden-Staupitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gorden-Staupitz führt kein Wappen
Gorden-Staupitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gorden-Staupitz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 32′ N, 13° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Plessa
Höhe: 103 m ü. NHN
Fläche: 28,51 km²
Einwohner: 957 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03238
Vorwahl: 035325
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 177
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Steinweg 6
04928 Plessa
Bürgermeister: Fred Wickfeld (SPD)
Lage der Gemeinde Gorden-Staupitz im Landkreis Elbe-Elster
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Gorden-Staupitz ist eine Gemeinde im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Der Ort befindet sich etwa 13 Kilometer nordöstlich von Elsterwerda sowie 12 Kilometer südlich von Finsterwalde im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die Gemeinde gehört dem Amt Plessa an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Gorden

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Gorden und Staupitz.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorden-Staupitz liegt mit seinem humiden Klima in der kühl-gemäßigten Klimazone, jedoch ist ein Übergang zum Kontinentalklima spürbar.[2] Die nächsten Wetterstationen befinden sich in Richtung Norden in Doberlug-Kirchhain, südwestlich des Ortes in Torgau sowie südlich in Oschatz und Dresden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorden-Staupitz entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Gorden und Staupitz.[3]

Ortsteil Gorden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Gorden

Gorden wurde 1297 in einer Urkunde des Klosters Dobrilugk unter dem Namen Gordan erstmals urkundlich erwähnt. Die erste massive Kirche wurde 1749 errichtet.[4]

Ortsteil Staupitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Staupitz

Im Jahre 1955 wurden in Staupitz zwei gut erhaltene Gräber aus der Bronzezeit entdeckt. Umrandet wurden diese Gräber von kreisförmig angeordneten Findlingen. Eines der Gräber enthielt 14 Urnen (teilweise Buckelurnen), deren Größe bis zu einer Höhe von ca. 30 cm und einem Durchmesser von ca. 40 cm reichte. Ihrer Gestaltung nach gehörten diese zur Lausitzer Kultur und stammten etwa aus dem Jahre 1200 vor unserer Zeitrechnung (Bronzezeit).

Im Jahr 1231 wurde Staupitz im „Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk und seiner Besitzungen“ erstmals unter dem Namen „Stupozke“ [5] urkundlich erwähnt. „Die Dorfbewohner des Dobrilugker Klostergebietes nach dem Urbar von 1546“ beinhaltet vermutlich das älteste Einwohnerverzeichnis des Ortes, worin zur damaligen Zeit 19 Bauern und sechs Gärtner verzeichnet sind.

Im Jahre 1643, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wird von der Niederbrennung von sechs Bauernhöfen im Ort berichtet. Die Staupitzer Kirche wurde im Jahre 1685 des Alters wegen von Grund auf erneuert. Im Jahre 1723 zählte die Gemeinde 16 Hüfner, sechs Gärtner und sechs Häusler. Am 9. Juni 1759 kam es zu einem Großbrand im Ort, bei dem unter anderem auch die Kirche und das Wirtshaus zerstört wurden. Der Wiederaufbau der Kirche fand 1786 statt. Der Grundstein für den separat stehenden Kirchturm wurde am 29. Juli 1889 gelegt und am 14. Oktober 1889 wurde dessen Richtfest gefeiert.

Am 22. April 1945 wurde Staupitz von Truppen der Roten Armee besetzt. In den Mittagsstunden des folgenden Tages kam es zu Gefechten, da vereinzelte Truppenteile der Wehrmacht auf ihrem Weg nach Westen durch den Ort kamen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gorden-
Staupitz
Gorden Staupitz
1875 - 600 331
1910 - 700 496
1939 - 813 616
1946 - 1 119 731
1950 - 1 034 751
1971 - 873 647
1990 - 720 591
1995 - 675 573
2000 - 650 564
2001 1 209
2005 1 148
2010 1 059
2011 1 044
2012 1 016
2013 987
2014 972

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gorden-Staupitz besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

  • Freiwillige Feuerwehr Staupitz 2 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft Gorden 2 Sitze
  • Dorfclub Gorden 1 Sitz
  • Sportverein Schwarz-Weiß Staupitz 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz
  • Freiwillige Feuerwehr Gorden 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Name
2001 bis 2008: Cornelia Thor
seit 2008: Fred Wickfeld

Fred Wickfeld (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 80,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[9] bestätigt.[10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Gorden-Staupitz und in der Liste der Bodendenkmale in Gorden-Staupitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Eine Grabstätte mit Gedenktafel auf dem Friedhof des Ortsteils Staupitz erinnert an einen Wehrmachtssoldaten, der im April 1945 öffentlich hingerichtet wurde, weil er den weiteren Kriegsdienst verweigert hatte.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorden-Straupitz liegt an den Landesstraßen L 62 zwischen Elsterwerda und Finsterwalde und L 63 zwischen Staupitz und Lauchhammer.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[11] 687 685 681 683 688 685 687
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 624 631 631 645 659 674 696

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gorden-Staupitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Geoklima 2.1
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Die Geschichte des Dorfes Gorden auf der Website des Dorfclub Gorden e. V. Archiviert vom Original am 16. März 2010, abgerufen am 13. April 2009.
  5. Quelle: R. Lehmann: Urkundenbuch des Klosters Dobrilugk und seiner Besitzungen, erster Teil. Leipzig: Teubner-Verlag 1941.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 18–21
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  9. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3