Hünfelden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hünfelden
Hünfelden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hünfelden hervorgehoben
Koordinaten: 50° 19′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 238 m ü. NHN
Fläche: 62,7 km²
Einwohner: 9717 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65597
Vorwahlen: 06438, 06431 (Mensfelden)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 008
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Le-Thillay-Platz
65597 Hünfelden
Webpräsenz: www.huenfelden.de
Bürgermeisterin: Silvia Scheu-Menzer (parteilos)
Lage der Gemeinde Hünfelden im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild

Hünfelden ist eine Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen. Hünfelden liegt an der Hühnerstraße (Bundesstraße 417).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünfelden liegt im Taunus nördlich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Hünfelden grenzt im Norden an die Stadt Limburg und die Gemeinde Brechen, im Osten an die Gemeinde Selters und die Stadt Bad Camberg (alle im Landkreis Limburg-Weilburg), im Süden an die Gemeinden Hünstetten und Aarbergen (beide im Rheingau-Taunus-Kreis), sowie im Westen an die Verbandsgemeinden Hahnstätten und Diez (beide im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hünfelden entstand im Rahmen der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Dauborn, Heringen, Kirberg, Mensfelden, Nauheim, Neesbach und Ohren.[2] Der Namen „Hünfelden“ wurde damals wegen der zahlreichen Hünengräber aus der Hallstattzeit rund um die Ortsteile Heringen und Ohren gewählt. Die Gemeinde hatte bei ihrer Gründung 6952 Einwohner.

Auf die früheste urkundliche Erwähnung kann Mensfelden mit dem Jahr 775 verweisen. Dauborn, Heringen und das zwischenzeitlich untergegangene Dorf Bubenheim auf dem Gebiet des heutigen Kirberg folgten 790 im goldenen Buch der Abtei Prüm. Durch das heutige Hünfeldener Gebiet zogen sich die Via Publica sowie die Hühnerstraße (heutige Bundesstraße 417). 1355 wurde in Kirberg eine Burg errichtet.

1235 wurde das Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal gegründet, das 1590 mit einem großen Äbtissinnenhaus ausgestattet wurde. Nach der Reformation wurde die Anlage zur nassauischen Staatsdomäne, seit 1969 besteht dort die christliche Kommunität Jesus-Bruderschaft.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden sieben Ortsteilen (in Klammern ihre Einwohnerzahlen [3]), die ehemals selbstständig waren:

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 31 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 12
  • CDU: 11
  • FBH : 8
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,3 12 42,4 13 40,8 15 39,5 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 36,3 11 34,5 11 40,5 15 35,9 13
FBH Freie Bürgerliste Hünfelden 25,4 8 17,1 5 16,1 6 19,9 7
ALH Alternative Liste für Hünfelden 5,4 2
LINKE Die Linke 0,5 0
FDP Freie Demokratische Partei 2,5 1 1,6 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,1 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,9 48,5 45,6 51,4
Rathaus der Gemeinde Hünfelden in Kirberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgruine in Kirberg
Ehemaliges Rathaus von Kirberg
  • Ruine der Burg Kirberg
  • restaurierte Fachwerkbauten und das ehemalige Rathaus im Ortsteil Kirberg
  • Stein'sches Haus in Kirberg
  • ehemaliges Kloster Gnadenthal

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Heimatmuseum in Kirberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünfelden hat sich zu einer beliebten Wohngemeinde mit ländlichem Charakter entwickelt. Mit der Bundesstraße 417 nach Wiesbaden und Limburg verfügt sie über eine gute Verkehrsanbindung. Auch befinden sich in kurzer Entfernung die beiden Anschlussstellen Limburg-Süd und Bad Camberg der Bundesautobahn 3, über die das Rhein-Main-Gebiet schnell zu erreichen ist. Nächstgelegener Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist eine Grund-, Haupt- und Realschule mit einem gymnasialen Zweig.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten Kirberg
  • Kindergarten Dauborn
  • Kindergarten Heringen
  • Kindergarten Mensfelden
  • Kindergarten Nauheim
  • Kindergarten Neesbach
  • Kindergarten Ohren
  • Freiwillige Feuerwehr Kirberg, gegr. 1905 (seit 25. Oktober 1970 mit Jugendfeuerwehr und ab 15. August 2010 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Dauborn, gegr. 1906 (seit 10. August 1975 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Heringen, gegr. 1909 (seit 12. Januar 1974 mit Jugendfeuerwehr und ab 5. April 2008 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Mensfelden, gegr. 1935 (seit 16. März 1993 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Nauheim, gegr. 1934 (seit 1. März 1973 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Neesbach, gegr. 1934 (seit 1. April 1972 mit Jugendfeuerwehr und seit 30. Oktober 2009 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Ohren, gegr. 1934 (seit 1. April 1972 mit Jugendfeuerwehr)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 369.
  3. Quelle: Statistik der Gemeinde Hünfelden (Stand: 1. Januar 2016)
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hünfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien