Hohenahr

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Hohenahr in Hessen. Für die namensgebende Landschaft siehe Niederweidbacher Becken.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenahr
Hohenahr
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenahr hervorgehoben
Koordinaten: 50° 40′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 45,67 km2
Einwohner: 4810 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35644
Vorwahlen: 06444, 06446
Kfz-Kennzeichen: LDK, DIL
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 6
35644 Hohenahr
Webpräsenz: www.hohenahr.de
Bürgermeister: Armin Frink (parteilos)
Lage der Gemeinde Hohenahr im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild

Hohenahr ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenahr liegt im Gladenbacher Bergland auf einer Höhe zwischen 260 und 435 Metern über dem Meeresspiegel. Mit den Ortsteilen Ahrdt und Mudersbach grenzt die Gemeinde an den Aartalsee.

Bischoffen
6,5 km
Mittenaar
9,7 km
Nachbargemeinden Biebertal
6,4 km
Aßlar
9,9 km
Wetzlar
12,1 km

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenahr grenzt im Norden an die Gemeinde Bischoffen (Lahn-Dill-Kreis), im Osten an die Gemeinde Biebertal (Landkreis Gießen), im Süden an die Stadt Wetzlar, im Südwesten an die Stadt Aßlar sowie im Westen an die Gemeinde Mittenaar (alle im Lahn-Dill-Kreis).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die sechs Ortsteile Hohensolms, Altenkirchen, Erda (Sitz der Gemeindeverwaltung), Großaltenstädten, Ahrdt und Mudersbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Erda wurde bereits im Jahre 771 erstmals urkundlich erwähnt, es ist jedoch zu vermuten, dass der Ortsteil Altenkirchen mit seiner weit älteren Kirche einige Jahre älter ist als Erda und nur wegen seiner Größe nicht früher erwähnt wurde. Im 14. Jahrhundert erbauten die Grafen von Solms die Burg Hohensolms.

Die Gemeinde Hohenahr entstand am 1. April 1972 im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Erda, Hohensolms und Ahrdt. Am 1. Juli 1972 wurde Großaltenstädten ebenfalls auf freiwilliger Basis nach Hohenahr eingegliedert.[2] Am 1. Januar 1977 wurden die Gemeinden Altenkirchen und Mudersbach per Landesgesetz eingegliedert.[3][4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 47,7 9 45,7 11 48,0 11 49,5 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,8 7 34,9 8 41,6 10 32,7 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,5 3 19,4 4 10,3 2 7,4 2
FWG Freie Wählergemeinschaft Hohenahr 10,4 2
Gesamt 100,0 19 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 51,4 45,4 44,3 52,7

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hohenahr neben dem Bürgermeister sechs ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 2004 der parteilose Armin Frink.[8] Frink wurde 2010 und 2016 im Amt bestätigt.[9]

Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • 1998 bis 2004 Wilhelm Netz (SPD)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Januar 1988 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Gold einen blauen Eichenast mit 6 Blättern und 3 roten Eicheln, wachsend aus einer verkürzten und eingebogenen roten, mit einem goldenen Löwenkopf belegten Spitze.“'[10]

Die waldreiche Gemeinde liegt im Gebiet der ehemaligen Solmser Grafschaften (Farbkombination gold (gelb)/blau). Die sechs Eichenblätter stehen für die Ortsteile der Gemeinde.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 23. März 1988 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

„Die Flagge der Gemeinde Hohenahr zeigt auf der vom Blau und Gelb längsgeteilten Flaggenbahn in der oberen Hälfte das aufgelegte Gemeindewappen.“[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler in Hohenahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Hohenahr

Naturdenkmäler in Hohenahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Naturdenkmäler in Hohenahr

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände des ehemaligen NATO-Tanklagers Erda wurde 2011 ein Solarpark errichtet, der im Dezember des Jahres seinen Betrieb aufnahm. Der Solarpark umfasst eine Fläche von 16,2 ha und besteht aus 17.040 Modulen mit einer Gesamtnennleistung von 3,91 MW.[12] Weiterhin entstand zwischen 2012 und 2013 nahe dem Altenberg bei Hohensolms ein Windpark, bestehend aus sieben 198,5 Metern hohen Windkraftanlagen des Typs Nordex N117/2400. Diese sollen pro Jahr ca. 44 Millionen kWh Strom erzeugen, was dem Verbrauch von rund 12.500 Haushalten entspricht.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Erda befindet sich die Dünsbergschule[13], eine Grund- und Förderstufenschule für die Klassen 1–6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 380.
  3. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  4. K.-H. Gerstenmeier (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 297
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Hohenahr
  9. https://www.hohenahr.de/buergermeisterwahl-2016/
  10. Genehmigung eines Wappens durch das Hessische Ministerium des Innern vom 7. Januar 1988 (StAnz. S. 242) Seite 2 der PDF-Datei 9,52 MB
  11. Staatsanzeiger für das Land Hessen 1988 Amtsblatt Nr. 15 Seite 787
  12. Dank guter Bedingungen schon deutlich früher am Netz (Memento vom 20. Juli 2013 im Internet Archive). In: Gießener Anzeiger, 22. Dezember 2011. Abgerufen am 26. Juli 2012
  13. Homepage der Dünsbergschule in Erda

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenahr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien