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Hopman Cup

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Hopman Cup
International Tennis Federation
Austragungsort Bari
Italien Italien
Erste Austragung 1989
Turnierart Freiplatzturnier
Spieloberfläche Sand
Auslosung 2 Gruppen mit je 3 Mannschaften
Website Offizielle Website
Stand: 12. Januar 2026
Der Burswood Dome war von 1989 bis 2012 Austragungsort
Die Perth Arena, 2013 bis 2019 Veranstaltungsort des Turniers
Der Nice Lawn Tennis Club (Court Central), der 2023 Spielort war

Beim Hopman Cup, einem Nationenvergleich im Tennis mit dem Schwerpunkt auf dem Mixedturnier, treten Nationalmannschaften an. Gespielt werden ein Herren- und ein Dameneinzel sowie ein Mixed. Benannt wurde die Veranstaltung nach dem australischen Tennisspieler Harry Hopman, der an der Seite seiner Ehefrau Nell Mixed spielte. Veranstalter dieses reinen Einladungsturniers ist die International Tennis Federation (ITF).

Der Hopman Cup stand ursprünglich gleichberechtigt neben dem Davis Cup und dem Billie Jean King Cup. Er wurde nach der Austragung 2019 zunächst eingestellt und im Turnierkalender der Männer durch den ATP Cup ersetzt.[1] In Australien wurde er als Nationalmannschaftswettbewerb 2023 vom United Cup abgelöst.

Die Idee für die Veranstaltung wurde erstmals 1984 diskutiert. Es dauerte jedoch bis zum Jahr 1988, dass der Wettbewerb tatsächlich durchgeführt wurde. Seither wird er jedes Jahr kurz vor oder nach dem Jahreswechsel im australischen Perth ausgetragen.

Der Wettkampfmodus wurde im Laufe der Jahre öfters verändert. Die Anzahl der teilnehmenden Nationen wechselte zwischen acht (bei der ersten Austragung 1988/89) und zwölf (zweite bis siebente Austragung), mit der achten Auflage des Hopman Cups kehrte man zu acht Teilnehmernationen zurück. Die Reihenfolge der Matches änderte sich nach zwei Jahren von Dameneinzel, Mixed, Herreneinzel zu Dameneinzel, Herreneinzel, Mixed, um dem Mixed zu einem attraktiveren, mitunter spielentscheidenden Stellenwert zu verhelfen. Seit der achten Veranstaltung wird auch nicht mehr das bei Tennisturnieren übliche K.-o.-System angewandt, sondern es wurde ein Round-Robin-System mit zwei Gruppen zu je vier Teilnehmern eingeführt, womit man vor allem den Zuschauern entgegenkam. Auch der Qualifikationsmodus für das Turnier sowie die Anzahl der gesetzten Nationen und deren Platzierung in der Setzliste wurden mehrfach verändert.

Rekordsieger sind die USA, die das Turnier bisher sechsmal (zuletzt 2011) gewonnen haben. Die USA und die Schweiz sind die einzigen Nationen, die den Titel erfolgreich verteidigen konnten. Roger Federer gewann das Turnier bisher als einziger Spieler dreimal (2001, 2018 und 2019).

Der erste Sieg eines deutschen Paares gelang im Jahr 1993, als Steffi Graf und Michael Stich gegen das spanische Team den Titel gewannen, wobei Graf trotz einer Knöchelverletzung im Finale spielte. Sie war schon bei der ersten Austragung des Hopman Cup als Spielerin und zusätzlich als Werbeträgerin dabei, obwohl sie sonst kaum Mixed spielte. Zwei Jahre später konnten auch Boris Becker und Anke Huber mit einem hartumkämpften Sieg über die ukrainische Paarung einen Erfolg verbuchen.

Für die Zuschauer ist das Turnier vor allem deswegen interessant, weil häufig die beiden bestplatzierten Spieler (Damen und Herren) eines Landes antreten und im Mixed dann sogar zusammen auf dem Platz stehen. So hatte man beim Hopman Cup unter anderem die Gelegenheit, die eher seltene Kombination Becker/Graf auf dem Platz zu sehen. 2019 trafen erstmals in einem offiziellen Match Serena Williams und Roger Federer, von vielen als die größten ihrer Zunft bezeichnet, aufeinander.[2]

Bis 2012 war der Burswood Dome Veranstaltungsort des Turniers, von 2013 bis 2019 fand es in der Perth Arena statt. 2016 nahm mit Australien erstmals ein Land mit zwei Teams teil, so dass nur sechs andere Länder eingeladen wurden. Ab 2017 wurde das Mixed-Doppel im Fast4 Tennis gespielt.[3]

Die Ausgabe 2020 wurde zugunsten des neu in den Turnierplan aufgenommenen ATP Cup nicht ausgetragen. Am 6. Dezember 2022 gab die International Tennis Federation bekannt, dass der Hopman Cup von 2023 bis 2027 an den neuen Standort im französischen Nizza wechselt. Mit dem Austragungsort ändere sich auch der Termin im Tourplan, während der Modus beibehalten werde. Die erste Ausgabe fand vom 19. bis 23. Juli 2023 statt und wurde mit sechs Mannschaften geplant. Gespielt wurde auf Sand im Nice Lawn Tennis Club. Zu jeder Mannschaft gehörte eine Spielerin und ein Spieler.[4] Aufgrund der Olympischen Spiele 2024 wurde der Hopman Cup im folgenden Jahr ausgesetzt. Im April 2025 gab die ITF bekannt, dass der kommende Hopman Cup im italienischen Bari ausgetragen werde. Dort fand er vom 16. bis 20. Juli in der Fiera di Levante statt.[5]

Jahr Sieger Finalist Ergebnis Spieler des Siegerteams
1989  Tschechoslowakei  Australien 2:0 Miloslav Mečíř, Helena Suková
1990  Spanien  Vereinigte Staaten 2:1 Emilio Sánchez, Arantxa Sánchez Vicario
1991  Jugoslawien  Frankreich 3:0 Goran Prpić, Monica Seles
1992  Schweiz  Tschechoslowakei 2:1 Jakob Hlasek, Manuela Maleeva-Fragnière
1993  Deutschland  Spanien 2:1 Michael Stich, Steffi Graf
1994  Tschechien  Deutschland 2:1 Petr Korda, Jana Novotná
1995  Deutschland Ukraine 2:1 Boris Becker, Anke Huber
1996  Kroatien  Schweiz 2:1 Goran Ivanišević, Iva Majoli
1997  Vereinigte Staaten  Südafrika 2:1 Justin Gimelstob, Chanda Rubin
1998  Slowakei  Frankreich 2:1 Karol Kučera, Karina Habšudová
1999  Australien  Schweden 2:1 Mark Philippoussis, Jelena Dokić
2000  Südafrika  Thailand 3:0 Wayne Ferreira, Amanda Coetzer
2001  Schweiz  Vereinigte Staaten 2:1 Roger Federer, Martina Hingis
2002  Spanien  Vereinigte Staaten 2:1 Tommy Robredo, Arantxa Sánchez Vicario
2003  Vereinigte Staaten  Australien 3:0 James Blake, Serena Williams
2004  Vereinigte Staaten  Slowakei 2:1 James Blake, Lindsay Davenport
2005  Slowakei  Argentinien 3:0 Dominik Hrbatý, Daniela Hantuchová
2006  Vereinigte Staaten  Niederlande 2:1 Taylor Dent, Lisa Raymond
2007 Russland  Spanien 2:0 Dmitri Tursunow, Nadja Petrowa
2008  Vereinigte Staaten  Serbien 2:1 Mardy Fish, Serena Williams
2009  Slowakei Russland 2:0 Dominik Hrbatý, Dominika Cibulková
2010  Spanien  Vereinigtes Königreich 2:1 Tommy Robredo, María José Martínez Sánchez
2011  Vereinigte Staaten  Belgien 2:1 John Isner, Bethanie Mattek-Sands
2012  Tschechien  Frankreich 2:0 Tomáš Berdych, Petra Kvitová
2013  Spanien  Serbien 2:1 Fernando Verdasco, Anabel Medina Garrigues
2014  Frankreich  Polen 2:1 Jo-Wilfried Tsonga, Alizé Cornet
2015  Polen  Vereinigte Staaten 2:1 Jerzy Janowicz, Agnieszka Radwańska
2016  Australien Team Grün Ukraine 2:0 Nick Kyrgios, Darja Gawrilowa
2017  Frankreich  Vereinigte Staaten 2:1 Richard Gasquet, Kristina Mladenovic
2018  Schweiz  Deutschland 2:1 Roger Federer, Belinda Bencic
2019  Schweiz  Deutschland 2:1 Roger Federer, Belinda Bencic
2020–2022 keine Austragung – ab 2023 United Cup
2023  Kroatien  Schweiz 2:0 Borna Ćorić, Donna Vekić
2024 keine Austragung
2025  Kanada  Italien 2:1 Félix Auger-Aliassime, Bianca Andreescu

Als einzige Nation konnten die USA den Hopman Cup bereits sechsmal gewinnen. Insgesamt haben sich bisher 15 Nationen in die Siegerliste eingetragen.[6]

Anzahl Nation Siegerjahre
6  Vereinigte Staaten 1997, 2003, 2004, 2006, 2008, 2011
4  Spanien 1990, 2002, 2010, 2013
4  Schweiz 1992, 2001, 2018, 2019
3  Slowakei 1998, 2005, 2009
2  Deutschland 1993, 1995
2  Tschechien 1994, 2012
2  Australien 1999, 2016
2  Frankreich 2014, 2017
2  Kroatien 1996, 2023
1  Kanada 2025
1  Polen 2015
1 Russland 2007
1  Südafrika 2000
1  Tschechoslowakei 1989
1  Jugoslawien 1991

Stand: Januar 2026

Rekordteilnehmer

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Gastgeber Australien war bis 2019 bei allen 31 Turnieren dabei.[7]

Die folgenden Nationen haben mindestens fünf Mal teilgenommen:

Anzahl Nation Teilnahmen
31 Australien1989–2019[Anm. 1]
30 Vereinigte Staaten1990–2019
26 Frankreich1989–1999, 2002, 2004, 2007–2009, 2011–2017, 2019, 2023, 2025
16 Tschechien (12)
 Tschechoslowakei (4)
1993–1995, 2004, 2005, 2007, 2008, 2012, 2014–2017
1989–1992
19 Spanien1990–1995, 1998, 1999, 2002, 2003, 2007, 2010, 2012–2014, 2017, 2019, 2023, 2025
18 Deutschland1989, 1991–1998, 2005, 2006, 2009, 2010, 2013, 2016–2019
13 Schweiz1991–1994, 1996, 1997, 1999, 2001, 2002, 2017–2019, 2023
11 Italien1990, 1991, 2002, 2003, 2005, 2009, 2011, 2013–2015, 2025
11 Russland (8)
GUS (1)
 Sowjetunion (2)
2001, 2004–2007, 2009, 2010, 2018
1992
1990–1991
10 Südafrika1993–2001, 2013
9 Schweden1989, 1990, 1992, 1994, 1995, 1998–2000, 2006
9 Vereinigtes Königreich1989, 1991, 1992, 2010, 2011, 2015–2017, 2019
8 Belgien2000–2004, 2011, 2018, 2023
8 Niederlande1990–1992, 1994–1996, 2005, 2006
8 Slowakei1998–2001, 2003–2005, 2009
5 Argentinien1995, 2002, 2005, 2006, 2008
5 Kroatien1996, 1997, 2007, 2023, 2025
5 Österreich1990, 1993–1995, 2000

Stand: April 2026

  1. 2016 nahm Australien mit zwei Teams teil

Am häufigsten teilgenommen (mindestens fünf Teilnahmen) haben:[8]

Das Geschwisterpaar Arantxa und Emilio Sánchez trat viermal (1990–1993) zusammen an.

Stand: April 2026

Commons: Hopman Cup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Neues Turnier ersetzt Hopman-Cup. sport1.de, 28. März 2019, abgerufen am 7. August 2020.
  2. Federer besiegt Williams. In: sport1.de. Sport1, 1. Januar 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.
  3. How the draw works. In: hopmancup.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2019; abgerufen am 1. Januar 2018 (englisch).
  4. Traditionsveranstaltung zieht nach Frankreich um – Hopman Cup findet 2023 wieder statt. In: kicker.de. 6. Dezember 2022, abgerufen am 7. Dezember 2022.
  5. Italian city Bari to host 2025 Hopman Cup. In: itftennis.com. 3. April 2025, abgerufen am 12. Januar 2026 (englisch).
  6. Honour Roll. In: HopmanCup.com. Abgerufen am 17. Februar 2016 (englisch).
  7. Past Results. In: HopmanCup.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2016; abgerufen am 17. Februar 2016 (englisch).
  8. Player Listing (alphabetical). In: HopmanCup.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2016; abgerufen am 17. Februar 2016 (englisch).