Nick Kyrgios

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Nick Kyrgios Tennisspieler
Nick Kyrgios
Nick Kyrgios 2015 im Queen’s Club
Nation: AustralienAustralien Australien
Geburtstag: 27. April 1995
Größe: 193 cm
Gewicht: 85 kg
1. Profisaison: 2013
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 3.225.304 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 69:43
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 15 (12. September 2016)
Aktuelle Platzierung: 15
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 8:17
Höchste Platzierung: 135 (18. April 2016)
Aktuelle Platzierung: 203
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 12. September 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Nicholas „Nick“ Hilmy Kyrgios (* 27. April 1995 in Canberra) ist ein australischer Tennisspieler.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nick Kyrgios wurde 1995 in Canberra geboren. Er ist der Sohn eines griechischen Vaters sowie einer halb-malaysischen Mutter und das jüngste von drei Geschwistern. Bis zu seinem achten Lebensjahr besuchte er das Radford College in Canberra. Bis er vierzehn war, betrieb er sowohl Basketball als auch Tennis. Er entschied sich für das Tennisspielen, da er sich selbst in dieser Sportart besser beurteilte.[1] Mit 17 Jahren, im Januar 2013, gewann er das Juniorenturnier der Australian Open; er besiegte im Finale seinen Landsmann und Freund Thanasi Kokkinakis.[2] Im Doppel hatte er bereits im Jahr davor die Juniorenkonkurrenzen der French Open und in Wimbledon gewonnen, jeweils an der Seite von Andrew Harris. 2013 verteidigte er mit Kokkinakis seinen Wimbledontitel im Doppel.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn der Profikarriere (2012–2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal auf der großen Bühne in Erscheinung trat Kyrgios 2012 bei der Qualifikation für die Australian Open, als er seine Erstrundenbegegnung gegen den Franzosen Mathieu Rodrigues in drei Sätzen verlor. Das restliche Jahr nahm er an diversen Turnieren der ITF Future Tour teil, wobei er einmal ein Halbfinale erreichte und einige Punkte für die Weltrangliste sammeln konnte. Am Ende des Jahres stand er im Einzel auf Position 843.

Das Jahr 2013 begann er wieder mit Qualifikationen für Turniere der ATP World Tour, konnte jedoch weder in Brisbane noch bei den Australian Open seine Auftaktpartien gewinnen. Im Doppel erhielt er zusammen mit Thanasi Kokkinakis eine Wildcard für das Hauptfeld. Sie verloren ihr Match gegen das Duo Rohan Bopanna und Rajeev Ram in zwei Sätzen. Danach trat er zum ersten Mal bei einem Turnier der ATP Challenger Tour an und erreichte im australischen Adelaide auf Anhieb das Halbfinale. Dank dieser Punkte machte er in der Rangliste knapp 270 Positionen gut. Bei seinem zweiten Challenger-Turnier in Sydney erreichte Kyrgios das Finale und stand dort seinem Landsmann Matt Reid gegenüber, den er in zwei Sätzen besiegen konnte. Damit feierte er den ersten großen Erfolg in seiner Profikarriere.

Bei den French Open stand er erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier im Hauptfeld, da er von der Turnierleitung eine Wildcard erhalten hatte. Er überraschte mit einem Erstrundensieg gegen den deutlich besser klassierten Radek Štěpánek, den er in drei Sätzen besiegte.[3] In der zweiten Runde ließ ihm Marin Čilić keine Chance und so verlor Kyrgios deutlich in drei Sätzen. Bei den US Open schaffte er über die Qualifikation den Sprung ins Hauptfeld, schied dort jedoch in der ersten Runde gegen David Ferrer aus. Am Ende des Jahres stand er auf Position 182 der Tennis-Weltrangliste, womit er über 650 Plätze gut gemacht hatte.

Sieg gegen den Weltranglistenersten und Einzug in die Top 100 (2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2014 begann Kyrgios dank einer Wildcard bei den Australian Open[4], wo er in der ersten Runde den Deutschen Benjamin Becker in vier Sätzen besiegte. In der zweiten Runde lieferte er sich mit der damaligen Nummer 28 der Welt, Benoît Paire, einen Fünsatz-Krimi, der nach 3 Stunden und 20 Minuten zugunsten des Franzosen zu Ende ging. Dennoch konnte er in der Weltrangliste einige Plätze gut machen. Im Februar erhielt er in Memphis von der Turnierleitung eine Wildcard, schied jedoch bereits in der ersten Runde aus.[5] Danach trat er wieder bei Challenger-Turnieren in Sarasota und Savannah an, die er beide hintereinander gewinnen konnte.[6] Bei den French Open nutzte er wieder eine Wildcard, verlor jedoch sein Auftaktspiel gegen Milos Raonic in drei Sätzen. Beim Challenger-Turnier in Nottingham schaffte er über die Qualifikationsrunden den Sprung ins Hauptfeld. Er spielte sich bis ins Finale, das er gegen seinen Landsmann Samuel Groth in zwei Sätzen gewann. Damit feierte er seinen vierten Titel auf der ATP Challenger Tour.

Am 1. Juli 2014 besiegte er im Achtelfinale des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon den Weltranglistenersten Rafael Nadal in vier Sätzen mit 7:6 (7:5), 5:7, 7:6 (7:5) und 6:3. Kyrgios war damit der erste Spieler nach Andrei Olchowski (gegen Jim Courier in Wimbledon 1992) und der erste Teenager seit Rafael Nadal (gegen Roger Federer bei den French Open 2005), der als Spieler außerhalb der Top 100 die Nummer eins der Welt bei einer Grand-Slam-Veranstaltung besiegte.[7] Im Viertelfinale scheiterte Kyrgios an Milos Raonic in vier Sätzen.

Davis Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 gab Kyrgios beim Relegationsspiel gegen Polen sein Debüt für die australische Davis-Cup-Mannschaft.[8] Beim 4:1-Sieg verlor er das Doppel an der Seite von Chris Guccione in fünf Sätzen. Beim bedeutungslosen fünften Spiel stand er im Einzel Michał Przysiężny gegenüber, der beim Stand von 4:1 im ersten Satz das Spiel verletzungsbedingt aufgab.[9] Bei der Erstrundenbegegnung des Davis Cup 2014 gegen Frankreich verlor er seine beiden Einzelspiele gegen Gaël Monfils und Richard Gasquet. Am Ende gewannen die Franzosen mit 5:0 und zogen ins Viertelfinale ein.

Verhalten auf dem Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kyrgios erhielt für sein undiszipliniertes und temperamentvolles Verhalten auf dem Platz bereits mehrfach Verwarnungen und Geldstrafen.[10][11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (2)
ATP Challenger Tour (4)
Titel nach Belag
Hartplatz (2)
Sand (0)
Rasen (0)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 21. Februar 2016 FrankreichFrankreich Marseille Hartplatz (i) KroatienKroatien Marin Čilić 6:2, 7:63
2. 7. August 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Isner 7:63, 7:64
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 3. März 2013 AustralienAustralien Sydney Hartplatz AustralienAustralien Matt Reid 6:3, 6:2
2. 20. April 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarasota Sand SerbienSerbien Filip Krajinović 7:610, 6:4
3. 27. April 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Savannah Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Sock 2:6, 7:64, 6:4
4. 14. Juni 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Rasen AustralienAustralien Samuel Groth 7:63, 7:67

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 3. Mai 2015 PortugalPortugal Estoril Sand FrankreichFrankreich Richard Gasquet 3:6, 2:6

Leistungsbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier1 2016 2015 2014 2013 2012 Gesamt
Australian Open 3R VF 2R VF
French Open 3R 3R 1R 2R 3R
Wimbledon AF AF VF VF
US Open 3R 1R 3R 1R 3R
Gewonnene Einzel-Titel   0 0 0 0 0
Gesamt-Siege/-Niederlagen2   24:19 10:9 2:2 0:0 33:27
Jahresendposition 30 53 186 828 N/A

1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat; es zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nachdem der Spieler das Turnier beendet hat, wird die Klammer entfernt.
2 Stand: 22. Februar 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nick Kyrgios – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Newly crowned No.1 reaps reward of choosing right court, smh.com, 25. Januar 2013
  2. Nick Kyrgios wins Australian Open boys' singles title, news.com.au, abgerufen am 26. Januar 2013
  3. Nick Kyrgios upsets Radek Stepanek in opening round of French Open, abc.net.au, 28. Mai 2013
  4. Eight Australians handed final wildcard entries into Australian Open main draw, abc.net.au, 8. Januar 2014
  5. Marinko Matosevic and Nick Kyrgios lose first round at the US National Indoor Championships in Memphis, abc.net.au, 11. Februar 2014
  6. Canberra tennis ace Nick Kyrgios wins Sarasota Open in injury comeback, Port Stephens Examiner, 21. April 2014
  7. Achtelfinale von Wimbledon: Nadal scheidet sensationell gegen 19-Jährigen aus, Spiegel Online, 1. Juli 2014
  8. Nick Kyrgios drafted into Australia's Davis Cup squad as Jerzy Janowicz ruled out for Poland, abc.net.au, 12. September 2013
  9. Tomic makes it sixth time lucky for Australia, Daviscup.com, 15. September 2013
  10. Nick Kyrgios muss 3000 Dollar blechen – gesperrt wird er dennoch nicht, tennisnet.com vom 21. Januar 2016. Abgerufen am 1. April 2016.
  11. Nick Kyrgios rastet erneut aus – „Tennis ist parteiisch und verdorben“, tennisnet.com vom 30. März 2016. Abgerufen am 1. April 2016.