Stubenberg (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stubenberg
Stubenberg (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stubenberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Ering
Höhe: 425 m ü. NHN
Fläche: 18,18 km2
Einwohner: 1385 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94166
Vorwahl: 08571
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 147
Gemeindegliederung: 73 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmark 14
94166 Stubenberg
Webpräsenz: www.stubenberg.de
Bürgermeister: Willibald Galleitner (UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft Rottal-Inn))
Lage der Gemeinde Stubenberg im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Pfarrkirche von Stubenberg
Rathaus von Stubenberg

Stubenberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ering.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stubenberg liegt im Landkreis Rottal-Inn, Bezirk Niederbayern, in einem kleinen Seitental des Inns etwa 8 km nordöstlich von Simbach bzw. 9 km von Braunau, 21 km südwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen und 25 km südwestlich von Pocking. Die jetzige am Ort vorbeiführende B 12 soll zur A 94 ausgebaut werden, welche Passau (50 km) mit der Landeshauptstadt München (130 km) verbinden wird. Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich in Simbach am Inn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stubenberg hat 73 Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Stubenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Inhaber der Ortschaft Stubenberg waren die Closen, von denen sich nachweisbar ein Zweig im Jahre 1401 nach Stubenberg benannte. Im Jahre 1512 verkauften die Closen die geschlossene Hofmark Stubenberg an die Baumgarten, die im Jahre 1560 auch die Hofmark Prienbach besaßen. Der Ort war aber Teil des Kurfürstentums Bayern. Ab 1722 blühte in Stubenberg vorübergehend eine Marienwallfahrt. Die Burg wurde 1743 im Österreichischen Erbfolgekrieg zerstört und im Jahr 1800 ganz abgebrochen. Lediglich ein Turmreststück, das in ein Bauernhaus eingebaut wurde, blieb erhalten. Um 1800 entstanden die Stubenberger Liederbücher mit geistlichen und weltlichen Gesängen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern wurde mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde geschaffen.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungsgemeinschaft mit Ering ist eine Folge der Gebietsreform in den Jahren 1970 bis 1972.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 0828 Einwohner
  • 1871: 1004 Einwohner
  • 1900: 1073 Einwohner
  • 1925: 1181 Einwohner
  • 1950: 1591 Einwohner
  • 1961: 1270 Einwohner
  • 1970: 1191 Einwohner
  • 1987: 1307 Einwohner
  • 1991: 1340 Einwohner
  • 1995: 1323 Einwohner
  • 2000: 1402 Einwohner
  • 2005: 1454 Einwohner
  • 2010: 1418 Einwohner
  • 2015: 1373 Einwohner

(Quelle unter[3])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Willibald Galleitner (UWG). Der Gemeinderat besteht aus insgesamt zwölf Sitzen: 8 (Bürgerliste Stubenberg), 4 UWG (unabhängige Wählergemeinschaft Rottal-Inn).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt auf blauem Grund einen Löwen in Silber, darunter einen roten Ochsenkopf vor einem silbernen Flechtwerksaum. Der Löwe steht für das bayrische Wappentier, das Silbergeflecht für die Grenze zu Österreich, den Inn. Der rote Ochsenkopf steht für das Gemeindegebiet, deren Bürger überwiegend aus der Landwirtschaft und Rinderzucht ihren Lebensunterhalt verdienten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittelalterliche Pfarrkirche St. Georg und Urban aus der Zeit um 1470 wurde nach dem Brand von 1743 im Inneren barockisiert. Dabei baute man als nördliches Seitenschiff die Frauenkapelle an. Der barocke Hochaltar wurde 1978 aufgestellt.[4] Er enthält eine gotische Figur des hl. Georg. Die Seitenaltäre sowie die Kanzel entstanden um 1770. Die Fresken aus dem Jahr 1773 stammen von Carl Johann Gasteiger.

In der Frauenkapelle befindet sich das Gnadenbild, eine Marienstatue mit Kind aus der Zeit um 1600. Die Wallfahrt, an die ein Mirakelbuch aus dem 18. Jahrhundert erinnert, ist weitgehend eingeschlafen. Sehenswert sind auch die 16 Grabdenkmäler aus rotem Marmor aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die Pfarrkirche St. Stephan in Prienbach dürfte im späten 15. Jahrhundert errichtet worden sein. Sie besitzt ein Netzrippengewölbe und einen um 1680 entstandenen barocken Hochaltar mit Viersäulenaufbau.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 57 und im Bereich Handel und Verkehr 86 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 415. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1205 ha, davon waren 834 ha Ackerfläche und 369 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 32 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 111 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adalbert Braun (* 19. April 1843 in Vorderlexenau; † 17. Januar 1915 in Erlach), Landwirt und Politiker, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • Josef Braun (* 11. März 1892 in Maierhof; † 6. April 1971 in Rossbach), Politiker, Bürgermeister von Stubenberg, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • Gottfried Loher (* 7. Juni 1914 in Maierhof; † 2. Dezember 1995 in Stubenberg), Landwirt und Politiker, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • Rudolf Schlögl (* 6. Juni 1955 in Geitenöd), Historiker und Hochschullehrer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Stubenberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Statistik kommunal 2013. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für die Gemeinde Stubenberg. München. 2014.
  4. Genannt werden als früherer Standort dieses Altares die Portenkirche von Kloster Aldersbach [1], die Portenkirche Fürstenzell (Die deutschen Wallfahrtsorte, Pattloch Verlag, 2. Aufl. 1991) und Heining[2].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stubenberg (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien