Dietersburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dietersburg
Dietersburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dietersburg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 30′ N, 12° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 55,05 km2
Einwohner: 3156 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84378
Vorwahlen: 08564, 08726, 08565, 08561
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 114
Gemeindegliederung: 135 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgstr. 12
84378 Dietersburg
Website: www.dietersburg.de
Erster Bürgermeister: Stefan Hanner
Lage der Gemeinde Dietersburg im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Ortsprospekt von der Staatsstraße St2608 (Westen) aus
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Dietersburg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Streusiedlungs-Gemeinde liegt in der Region Landshut etwa sieben Kilometer nördlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, 28 Kilometer südwestlich von Vilshofen, 32 Kilometer südöstlich von Landau und 21 Kilometer von Eggenfelden entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 135 Ortsteile:[2]

Gemarkungen sind Baumgarten, Dietersburg und Nöham.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietrichspurch wurde um 1130 erstmals erwähnt und hieß später Jedersburg, ab 1886 endgültig Dietersburg. Es gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Pfarrkirchen des Kurfürstentums Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrei Dietersburg wurde 1829 errichtet. Am 4. April 1886 wurde der damalige Gemeindename Jedersburg amtlich in Dietersburg geändert.[3]

Gebietsreform der 1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Nöham eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam Baumgarten hinzu.[3]

Im Jahr 1975 verfügte die bayerische Regierung entsprechend ihren Plänen zur Gebietsreform die Auflösung der Gemeinde Dietersburg und die Eingliederung der Gebietsteile in drei verschiedene Nachbargemeinden. Mit einem Normenkontrollantrag beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof konnte die Gemeinde dieses Vorhaben stoppen. Es wurde lediglich zum 1. Mai 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Johanniskirchen und Egglham gebildet, die aber bereits zum 1. Januar 1980 wieder aufgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2769 auf 3173 Einwohner bzw. um 14,6 %.

  • 1880: 2455 Einwohner
  • 1961: 2861 Einwohner
  • 1970: 2811 Einwohner
  • 1975: 2654 Einwohner
  • 1987: 2749 Einwohner
  • 1991: 2829 Einwohner
  • 1995: 3001 Einwohner
  • 2000: 3124 Einwohner
  • 2005: 3192 Einwohner
  • 2010: 3124 Einwohner
  • 2015: 3128 Einwohner

Der Hauptort hatte im Jahr 1970 lediglich 242 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Stefan Hanner (CSU/Freie Wähler Baumgarten, Freie Wählergemeinschaft Dietersburg, Wählergruppe Nöham-Furth). Er ist seit 1. Mai 2014 im Amt. Bei der Bürgermeisterwahl 2020 wurde er im ersten Wahlgang bei einer Wahlbeteiligung von 62,3 % mit einem Stimmenanteil von 92,9 % wieder gewählt.[4]

Für den Gemeinderat verteilen sich die Sitze und Stimmenanteile folgendermaßen:[5]

  • FWG Dietersburg: 6 Sitze (34,80 %)
  • CSU-FW Baumgarten: 5 Sitze (32,60 %)
  • Wählergruppe Nöham-Furth: 5 Sitze (32,60 %)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Dietersburg.svg
Blasonierung: „In Blau über gesenktem silbernem Balken ein gestürzter goldener Sparren, daraus wachsend ein silberner heraldischer Lilienstängel.[6][7]

Wappengeschichte: Dieses Wappen wird seit 1975 geführt.[8]

Wappenbegründung: Der gestürzte Sparren ist das Wappenzeichen der Herren von Baumgarten, da Dietrich von Baumgarten als Bauherr der Dietrichsburg zählt. als Keimzelle des Gemeindehauptortes. Der silberne Balken ist vom Wappen der Grafen von Hals übernommen, der Lilienstängel als Mariensymbol erinnert an die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 330 und im Bereich Handel und Verkehr 30 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 74 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1026. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 187 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3366 ha, davon waren 2121 ha Ackerfläche und 1226 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten mit 75 Kindergartenplätzen und 96 Kindern
  • Zwei Volksschulen mit 16 Lehrern und 248 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Bauer (1880–1954), Reichstagsabgeordneter aus Matzöd

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dietersburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Dietersburg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 26. November 2017.
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 552.
  4. Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 20. Juni 2020.
  5. wahl.info: Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Dietersburg 2020 - Kandidaten & Ergebnisse. Abgerufen am 8. November 2020.
  6. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  7. Eintrag zum Wappen von Dietersburg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Eintrag zum Wappen von Dietersburg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.