Kanzach

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Kanzach. Für den gleichnamigen Fluss, siehe Kanzach (Fluss).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kanzach
Kanzach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kanzach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 5′ N, 9° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 585 m ü. NHN
Fläche: 11,2 km2
Einwohner: 495 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88422
Vorwahl: 07582
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 064
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausweg 6
88422 Kanzach
Webpräsenz: www.gemeinde-kanzach.de
Bürgermeister: Erwin Hölz
Lage der Gemeinde Kanzach im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild

Kanzach ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Biberach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa fünf Kilometer westlich des Federsees und nordwestlich von Bad Buchau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Kanzach gehören das gleichnamige Dorf, der Weiler Seelenhof, das Gehöft Vollochhof (Obervolloch) und die Häuser Bahnhof Seelenwald und Vollochmühlen (Untervolloch).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanzach wurde 1169 erstmals urkundlich erwähnt als „Canca“. Um 1230 baute Ortolf von Pflummern eine Bachritterburg in der Bauweise einer Turmhügelburg auf dem „Schlößlesberg“. Von 1442 bis 1803 gehörte Kanzach zum Damenstift Buchau. Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses fiel es an die Fürsten von Thurn und Taxis, ehe es nach dem Preßburger Frieden 1806 zum Königreich Württemberg kam. Dort gehörte es zum Oberamt Riedlingen und ab 1938 zum Landkreis Saulgau. 1973 kam Kanzach im Zuge der Kreisreform zum Landkreis Biberach und schloss sich gleichzeitig dem Gemeindeverwaltungsverband Bad Buchau an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf gelbem Grund ein blaues Mühlrad, das die örtlichen Mühlen symbolisiert, und darauf ein rotes Adelindiskreuz, das an die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum Stift Buchau erinnert.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984–2007: Rudolf Obert
  • seit Januar 2008: Erwin Hölz

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit dem französischen Segonzac (Charente), einem Ort in der Weinbauregion zur Herstellung von Cognac.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Schmalspurstrecke Baden-Württembergs, die Federseebahn von Bad Schussenried über Bad Buchau nach Riedlingen, wurde 1915 bis Dürmentingen verlängert. 1916 wurde das letzte Stück bis Riedlingen fertiggestellt. 1960 wurde die Strecke, die Haltestellen in Kanzach und Seelenwald hatte, stillgelegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Kulturdenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Kulturdenkmale in Kanzach verzeichnet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Daniel Georg v. Memminger: Gemeinde Kanzach, aus Beschreibung des Oberamts Riedlingen. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1827 (Volltext bei Wikisource)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kanzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).