Betzenweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Betzenweiler
Betzenweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Betzenweiler hervorgehoben
Koordinaten: 48° 7′ N, 9° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 579 m ü. NHN
Fläche: 9,7 km2
Einwohner: 742 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88422
Vorwahl: 07374
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 020
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Riedlinger Straße 2
88422 Betzenweiler
Webpräsenz: www.betzenweiler.de
Bürgermeister: Dietmar Rehm
Lage der Gemeinde Betzenweiler im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild

Betzenweiler ist eine Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenweiler liegt in 556 bis 616 Meter Höhe genau zwischen dem „Heiligen Berg Oberschwabens“ – dem Bussen – und dem Federsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Erste Erwähnung fand Betzenweiler vermutlich bereits 817, als es als „Perahtramnilvillare“ in den Besitz des Klosters St. Gallen ging. Eine urkundliche Erwähnung von Betzenweiler gab es aber erst 1275. Ortsherren waren zunächst die die Grafen von Veringen. Durch eine Heirat gelangte der Ort nach 1250 an die Grafen von Grüningen-Landau.[2] 1340 gelangte es an die Grafen von Württemberg. Über die Herren von Hornstein kam Betzenweiler 1472 an Dietrich von Speth zu Neidlingen. 1510 kaufte das Stift Buchau den Ort.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde praktisch die gesamte Bevölkerung durch Kriegseinwirkung und Pest vernichtet. Die Neubesiedlung erfolgte durch Einwanderer aus der Schweiz. Dies ist auch der Grund, weshalb die Einwohner Betzenweilers auch heute noch im Umland als "Stoischweizer" bekannt sind und auch die Narrenzunft diesen Namen trägt.

Mit der Auflösung des Stifts Buchau 1803 fiel Betzenweiler an die Fürsten von Thurn und Taxis, die es dem Reichsfürstentum Buchau eingliederten. Mit der Mediatisierung dieses Fürstentums fiel der Ort 1806 an das Königreich Württemberg und wurde dort dem Oberamt Riedlingen zugelegt. 1873 wurde Moosburg mit Brackenhofen ausgemeindet.

Die Kreisreform 1938 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Saulgau, mit dessen Auflösung 1973 kam Betzenweiler zum Landkreis Biberach. Durch die Gründung des Verwaltungsverbandes Federsee 1978, welchem Betzenweiler angehört, konnte die Selbständigkeit der Gemeinde bis heute erhalten bleiben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1392 703
1606 ca. 400
1670 ca. 120
1693 ca. 200
1803 335
1828 395
1834 470
1861 575
1895 710
1939 590
1961 622
1970 667
1972 672
1986 624
1991 626
1995 655
2005 722
2010 698
2015 742

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Clemens in Betzenweiler

Öffentliche Gebäude und Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenweiler besitzt eine Vielzahl von öffentlichen Einrichtungen, die den Bewohnern und den Vereinen zugänglich sind. Dazu zählen das Dorfgemeinschaftshaus (Alte Schule), das Feuerwehrhaus, die Eier-Mohn-Arena und die neue Turn-und-Festhalle. Auch für die Grüngutabfuhr steht ein moderner Grünschnittplatz zur Verfügung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenweiler hat für seine Größe ein hohes Gewerbesteuereinkommen. Im Jahr 2015 betrugen die gesamten Einnahmen 1,84 Mio. Euro, was einer Gewerbesteuer von 2520 Euro pro Kopf entspricht. Allein bei den zwei größten Firmen May Gerätebau GmbH und Reck Technik GmbH & Co. KG sind zusammen mehr als 360 Mitarbeiter beschäftigt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenweiler liegt an der L270, der K7536 sowie an der K7537. Die Kreisstadt Biberach an der Riß kann innerhalb von 25 Minuten mit dem Automobil erreicht werden. Die hohe Zahl an Pendlern und der zunehmende Güterverkehr führen zu einer verstärkten Verkehrsbelastung des Ortes.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Anton Reck, Unternehmer (1933–2014)

[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Daniel Georg v. Memminger: Gemeinde Betzenweiler, aus Beschreibung des Oberamts Riedlingen. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1827 (Volltext bei Wikisource)
  • Walter Schubert: Dorf und Pfarrei Betzenweiler. hrsg. v. Gemeinde Betzenweiler, 1. Aufl., Betzenweiler 2001, ISBN 3-00-008468-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Betzenweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Stälin, Paul Friedrich: Geschichte Wirttembergs.
  3. http://www.motomed.com/de/meldungen-aktuelles/anton-reck-2014.html