Seekirch

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seekirch
Seekirch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seekirch hervorgehoben
Koordinaten: 48° 6′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 595 m ü. NHN
Fläche: 5,77 km2
Einwohner: 295 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88422
Vorwahl: 07582
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 109
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bürgermeisteramt
88422 Seekirch
Webpräsenz: www.seekirch.de
Bürgermeister: Stefan Koch
Lage der Gemeinde Seekirch im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild

Seekirch ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Biberach in Oberschwaben, direkt am Federsee gelegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2012 gefundene Einbaum von Seekirch stammt aus der Jungsteinzeit. Seekirch wurde erstmals 805 urkundlich erwähnt. 1373 sind die Herren von Seekirch genannt, die die Burg Seekirch erbauten.

Die Krenkinger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pfarrer und Heimatforscher Johann Evangelist Schöttle der seinen Lebensabend in Seekirch verbrachte, weist in seinen Schriften zur Geschichte des Klettgaus darauf hin, dass die Krenkinger als ein Dynastengeschlecht in Seekirch am Federsee eigene Ministerialen einsetzten. Urkunden des Klosters Marchtal würden das über einen Zeitraum von 100 Jahren belegen.[2]

Die Krenkinger besaßen in Seekirch Burg- und Burggesäß, im Jahr 1373 confimirt Johann von Krenkingen als Lehenherr die Widerlegung Heinrichs von Pflummern für die Heimsteuer und Morgengabe seiner Hausfrau Ursula Grätterin (von Stafflangen) mit der Burg zu Seekirch zu 500 Pfund gelber Heller. 1390 verkauft Johann von Krenkingen als Lehnsherr den Widumhof da die Kirche und der Kirchensatz ingehörendt mit Iren zugehörden, kleinen und grossen zehenden, der von mir undt allen minen vordran Lehen gewesen ist und den Kirchensatz der kirchen ze Sitzkirch, dem Dorf am Buchoer See gelegen gegen den Widemhof, die Kirchen und den Kirchensatz des Dorfs Nüffra wie sie Ludwig von Hornstein und seine Vorfahren bisher innegehabt. Gegeben am Montag nach St. Margretentag 1390, gesiegelt von Diethalmen Schiltar von Konstanz und Cunradt von Marzburg, Bürger zu Prag.[3] Seekirch kam 1806 unter württembergische Landeshoheit.

Nach dem Oberamt Zwiefalten fiel die Gemeinde erst dem Oberamt Riedlingen, 1938 dann dem Landkreis Saulgau zu. 1973 kam Seekirch im Zuge der Kreisreform vom Landkreis Saulgau zum Landkreis Biberach (BC). Wie acht weitere Gemeinden trat auch Seekirch dem Gemeindeverwaltungsverband Bad Buchau bei.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seekirch ist an der Einwohnerzahl gemessen die kleinste und von der Altersstruktur hergesehen die jüngste Gemeinde im Landkreis Biberach.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seekirch ist römisch-katholisch geprägt und Sitz einer Pfarrgemeinde.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl vom 25. Mai 2014 hat der Gemeinderat acht Mitglieder, sieben Männer und eine Frau, alle Mitglieder sind fraktionslos.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2011 wurde Stefan Koch mit 100 % der Stimmen zum Nachfolger von Anton Daiber gewählt. Koch trat sein Amt im Januar 2012 an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Seekirch gibt es einen Kindergarten.

Die Gemeinde unterhält gemeinsam mit der Gemeinde Alleshausen eine Grundschule in Alleshausen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Mariae Himmelfahrt
  • Forum Seekirch

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Kopf: 1200 Jahre Seekirch. Bedenkenswertes aus der Geschichte. In: BC. Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach, 28. Jahrgang (2005), Heft 1, S. 3–24
  • Paul Kopf: Seekirch, Alleshausen-Brasenberg, Tiefenbach. Federsee-Verlag, Bad Buchau 2007, ISBN 978-3-925171-69-7 (Inhaltsverzeichnis)
  • Johann Daniel Georg v. Memminger: Gemeinde Alleshausen., aus Beschreibung des Oberamts Riedlingen. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1827 (Volltext bei Wikisource)
  • Johann Evangelist Schöttle: Beschreibung und Geschichte der Pfarrei Seekirch mit ihren Filialen Alleshausen, Grafenberg und Tiefenbach. Mit einem Anhang: Oedenahlen und Bischmannshausen. In: Freiburger Diöcesan-Archiv. Band 2, S. 91–128, Freiburg 1866 (Digitalisat, PDF, 33,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seekirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Paul Beck (Hrsg.); Engelbert Hofele (Hrsg.); Diözese Rottenburg (Hrsg.), Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete. Uni Heidelberg: Heidelberger Historische Bestände online
  3. Johann Evangelist Schöttle: Beschreibung und Geschichte der Pfarrei Seekirch mit ihren Filialen Alleshausen, Grafenberg und Tiefenbach. Mit einem Anhang: Oedenahlen und Bischmannshausen. In: Freiburger Diöcesan-Archiv. Band 2, S. 91–128, Freiburg 1866 (Digitalisat, PDF, 33,5 MB)