Dürmentingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dürmentingen
Dürmentingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dürmentingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 7′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 575 m ü. NHN
Fläche: 24,09 km2
Einwohner: 2595 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88525
Vorwahl: 07371
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 035
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 20
88525 Dürmentingen
Webpräsenz: www.duermentingen.de
Bürgermeister: Dietmar Holstein
Lage der Gemeinde Dürmentingen im Landkreis Biberach
BayernAlb-Donau-KreisLandkreis RavensburgLandkreis ReutlingenLandkreis SigmaringenUlmAchstettenAlleshausenAllmannsweilerAltheim (bei Riedlingen)AttenweilerBad BuchauBad SchussenriedBerkheimBetzenweilerUmmendorf (bei Biberach)Biberach an der RißBurgriedenDettingen an der IllerDürmentingenDürnau (Landkreis Biberach)EberhardzellErlenmoosErolzheimRiedlingenErtingenGutenzell-HürbelHochdorf (Riß)IngoldingenKanzachKirchberg an der IllerKirchdorf an der IllerKirchdorf an der IllerLangenenslingenLaupheimLaupheimMaselheimMietingenMittelbiberachMoosburg (Federsee)OchsenhausenOggelshausenRiedlingenRiedlingenRiedlingenRot an der RotSchemmerhofenSchwendiSeekirchSteinhausen an der RottumTannheim (Württemberg)Tiefenbach (Federsee)Ummendorf (bei Biberach)UnlingenUnlingenUttenweilerWainWarthausenKarte
Über dieses Bild

Dürmentingen [ˈdʏrməntɪŋən] ist eine Gemeinde im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg, direkt beim Hausberg Oberschwabens, dem Bussen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Dürmentingen (1693 Einwohner), Hailtingen (455), Heudorf (439) und Burgau (52).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürmentingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Dürmentingen wurde erstmals 811 urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Schwaben. 1290 kam der Ort unter die Herrschaft der Habsburger, die es 1386 an die Truchsessen von Waldburg zunächst verpfändeten und 1452 verkauften. Der dreißigjährige Krieg hat den Ort fast vollständig entvölkert. 1786 fiel Dürmentingen an die Fürsten von Thurn und Taxis, um jedoch aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses schon 1806 an das Königreich Württemberg zu gelangen, wo es zum Oberamt Riedlingen gehört. 1911 wurde der Ort elektrifiziert. 1915 erhält die Gemeinde einen Haltepunkt an der Federseebahn (Kanzachtalbahn), die 1960 stillgelegt wird. 1935 verursachte ein starkes Erdbeben Gebäudeschäden. 1938 kommt der Ort im Zuge der damaligen Kreisreform zum Landkreis Saulgau. Gegen 16:15 des 19. Juli 1943 verursachte ein starkes Hagelschlag eine Missernte, bei dem fast 90 % der Agrarfläche zerstört wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurden am 18. März 1944 mehrere amerikanische Bomber über Dürmentingen abgeschossen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs marschierten am 23. April 1945 französische Truppen in Dürmentingen ein. Seit 1973 gehört Dürmentingen zum Landkreis Biberach. 1993 stellte man das Baugebiet Maierwiesen II fertig. 1995 folgte das Baugebiet Ziegelei; zwischen 1997 und 1998 das Baugebiet Hinterer Bohlen und zwischen 1998 und 2000 das Gewerbegebiet Dautenhau.[2]

Heudorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Oswald in Heudorf

An der bekannten Heerstraße (Römerstraße) bei Heudorf im Donautal sind in den Jahren 1984/85 bei Luftbildaufnahmen zwei Grundrisse von Gebäuden sichtbar geworden, wobei eines davon mit sehr starken Grundmauern versehen ist. Laut Regierungspräsidium Stuttgart handelt es sich vermutlich um eine römische Tempelanlage mit rechteckiger Cella.[3] 1911 wurde der Ort elektrifiziert. 1935 verursachte ein starkes Erdbeben Gebäudeschäden. Von 1994 bis 2000 erweiterte man das Baugebiet Breite III, das ab 2010 um Breite IV erweitert wurde.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgau
  • 1934: Burgau (württembergischer Teil)
  • 1. Januar 1969: Burgau (hohenzollerscher Teil)
Hailtingen
  • 1. Oktober 1974: Hailtingen[5]
Heudorf
  • 1. Oktober 1974: Heudorf am Bussen[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1693: 400 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dürmentingen hat 14 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt[6]. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,6 % (2009: 54,4 %).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 wurde der Bankbetriebswirt Dietmar Holstein (parteilos) im zweiten Wahlgang zum neuen Bürgermeister gewählt.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1916 wurde die Federseebahn Bad SchussenriedRiedlingen als letzte Schmalspurstrecke Baden-Württembergs mit dem Reststück von Dürmentingen bis Riedlingen eröffnet. Die Bahn hatte zwei Haltepunkte auf dem Gemeindegebiet (Dürmentingen und Hailtingen). 1960 wurde der Gesamtverkehr auf diesem Streckenteil eingestellt und die Strecke abgebaut.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürmentingen verfügt über eine Grundschule in kommunaler Trägerschaft, die in ihrer Historie auf das Jahr 1585 zurückgeht, und mit der Edith-Stein-Schule über eine Grund-, Haupt-, Förder- und Berufsschule in der Trägerschaft der Immakulataschwestern vom Seraphischen Apostolat vom Kloster Brandenburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes von Nepomuk

Der Ortsteil Heudorf liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße, die an vielen Kulturgütern vorbeiführt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Hailtingen findet sich die abgegangene Burg Hailtingen, im Ortsteil Heudorf das Schloss Heudorf.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Daniel Georg v. Memminger: Gemeinde Dürmentingen, aus Beschreibung des Oberamts Riedlingen. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1827 (Volltext bei Wikisource)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. http://www.duermentingen.de/index.php?id=305 Geschichte Dürmentingens
  3. Rolf Gensheimer:Luftbildarchäologie in Baden-Württemberg in den Jahren 1984/85. In: Dieter Planck (Hrsg.): Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1985. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1986, S. 17f., ISBN 3-8062-0465-9
  4. http://www.duermentingen.de/index.php?id=305 Geschichte Heudorfs
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 545.
  6. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/duermentingen/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dürmentingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien