Lauterach (Alb-Donau-Kreis)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauterach
Lauterach (Alb-Donau-Kreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauterach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 15′ N, 9° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 518 m ü. NHN
Fläche: 13,78 km2
Einwohner: 581 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89584
Vorwahl: 07375
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 073
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lautertalstraße 16
89584 Lauterach
Website: www.gemeinde-lauterach.de
Bürgermeister: Bernhard Ritzler
Lage der Gemeinde Lauterach im Alb-Donau-Kreis
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Lauterach ist eine kleine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen. Lauterach ist mit einem Großteil seiner Gemarkung (92,2 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterach liegt am südlichen Rand der Schwäbischen Alb an der Mündung der Großen Lauter in die Donau, etwa 35 Kilometer südwestlich von Ulm.

Zur Gemeinde gehören neben Lauterach die Ortsteile Neuburg, Talheim und Reichenstein.

Die Gemeinde grenzt im Norden und Osten an Ehingen, im Süden an Untermarchtal und Obermarchtal, sowie im Westen an Rechtenstein und Emeringen.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtenstein hat Anteil am Naturschutzgebiet Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen. Weitere Landschaftsteile auf dem Gemeindegebiet wurden als Landschaftsschutzgebiet Lauterach ausgewiesen. Im Norden der Gemeinde liegt der Schonwald Lautertal-Wolfstal. Die Gemeinde hat zudem Anteile an den FFH-Gebieten Donau zwischen Munderkingen und Riedlingen und Großes Lautertal und Landgericht sowie am Vogelschutzgebiet Täler der Mittleren Flächenalb. Lauterach liegt größtenteils im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, auf der Gemeindefläche wurden aber keine Kernzonen ausgewiesen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterach, dessen Name sich vom Flussnamen Lauter ableitet, wurde erstmals 1229 urkundlich erwähnt. Nach verschiedenen wechselnden Herrschaften kam das Gebiet 1803 (außer Talheim, das erst 1806 folgte) endgültig an Württemberg. Mit Einrichtung des Oberamts Zwiefalten 1809 wurde das heutige Gemeindegebiet diesem zugeordnet, kam aber bereits 1810 zum Oberamt Ehingen. Seit der kommunalen Neugliederung 1938 gehörte Lauterach zum Landkreis Ehingen, der am 1. Januar 1973 im Alb-Donau-Kreis aufging. 1973 schloss sich die Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an und konnte so ihre Selbständigkeit erhalten.

Neuburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuburg

Neuburg wurde erstmals urkundlich in den 1260er-Jahren erwähnt. Es wurde 1803 nach Lauterach eingemeindet.

Reichenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenstein wurde erstmals 1276 urkundlich erwähnt. Es entstand als Weiler um die gleichnamige Burg herum. Die dort gelegene Laufenmühle wurde erstmals 1492 unter der Bezeichnung Lauffen die mulin erwähnt. Reichenstein wurde 1812 nach Lauterach eingemeindet.

Talheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Talheim ist der älteste Teilort Lauterachs, es wurde bereits 776 urkundlich erwähnt. Seit 1743 gehörte es den Grafen von Fugier, bevor es 1806 an Württemberg fiel und dort dem Oberamt Ehingen zugeordnet wurde. 1815 wurde Talheim nach Lauterach eingemeindet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1803: Neuburg
  • 1812: Reichenstein
  • 1815: Talheim

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Maria Himmelfahrt

Lauterach ist vorwiegend katholisch geprägt. Neben der Pfarrkirche im Ortsteil Neuburg bestehen auch Kapellen in den übrigen Ortsteilen. Die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal betreiben im Ortsteil Talheim ein Erholungsheim für Ordensschwestern.

Die wenigen evangelischen Bewohner Lauterachs gehören zur Kirchengemeinde in Mundingen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. November 2020 wurde Bernhard Ritzler mit 63,5 % der Stimmen erneut als Burgermeister gewählt.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen

Bildung

  • Lauterach verfügt über eine Grundschule für die ersten und zweiten Klassen. Dritt- und Viertklässler besuchen die Schule in Untermarchtal, deren Erst- und Zweitklässler im Gegenzug in Lauterach zur Schule gehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgruine Reichenstein
  • Mühlenweiler Laufenmühle im Lautertal mit kleinem Freilicht-Museum. Die erhaltene Tuffstein-Sägemaschine erinnert an den Kalksinter-Abbau im Lautertal.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tiberius Fundel (1897–1982), geboren in Neuburg, Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter
  • Xaver Mönch (1843–1907), geboren in Reichenstein, Orgelbauer und Begründer der bekannten Orgelbauanstalt in Überlingen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lauterach mit Laufenmühle, Neuburg, Reichenstein und Thalheim. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ehingen (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 3). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, 1826, S. 148–153, hier S. 148–151 (Volltext [Wikisource] – a. Lauterach).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lauterach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2020 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Daten- und Kartendienst der LUBW
  3. Südwest Presse swp.de