Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Haselhorst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Denkmallisten Berlin Logo.svg Diese Liste ist Teil des WikiProjekts Listen der Kulturdenkmale in Berlin. Ihr fehlen noch zahlreiche Fotos und Beschreibungen zu den einzelnen Denkmälern.

Falls Du mithelfen möchtest, den Artikel auszubauen, schau bitte auf der entsprechenden Projektseite vorbei.

Lage von Haselhorst in Berlin

In der Liste der Kulturdenkmale von Haselhorst sind die Kulturdenkmale des Berliner Ortsteils Haselhorst im Bezirk Spandau aufgeführt. Sonstige Denkmäler (künstlerisch gestaltete Monumente bzw. Bauwerke zur Erinnerung) finden sich in der Liste Denkmäler in Spandau.

Denkmalbereiche (Gesamtanlagen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild
09085439 Am Juliusturm
(Lage)
Zitadelle Spandau um 1200, Zinnenkranz 1838 von Karl Friedrich Schinkel erneuert
Juliusturm Berlin. Spandau. Citadel 035.JPG
Palas, 1521–23 Palas zitadelle version2.jpg
Zitadelle mit Bastionen, Kurtinen, Ravelin und Glacis mit Freiflächen, 1557–97 von C. Römer, Francesco Chiaramella de Gandino, Rochus Guerini Graf zu Lynar Bastion Koenig.jpg
Torbau (nach 1578 und 1839) Berlin. Spandau. Citadel 003.JPG
Magazin der Ostkurtine, 16.-17. Jh.
Kaserne der Nordkurtine, 1860–61, 1959 verändert
Zeughaus der Südkurtine, 1857 von Carl Ferdinand Busse Zitadelle Spandau.jpg
Offiziantenhaus, 1886–88
Nordbau, 1860–61
Exerzierschuppen, um 1890
Denkmal Albrecht der Bär, 1898 an der Siegesallee enthüllt, 1979 hier aufgestellt
Denkmal Kaiser Wilhelm I., 1897 von Ernst Wenck
Lynar-Büste, 1901
09085440 Am Juliusturm 14/38
(Lage)
Fabrikgebäude der Gewehrfabrik Verwaltungsgebäude (Etagenfabrik), wohl 1914–18 Bln-Spandau Am Juliusturm 14 38.JPG
Fertigungshalle, wohl 1914–18, 1937 von Hans Hertlein erweitert
Personalgebäude von Hans Hertlein 1937
09085552 Feldzeugmeisterstraße 1–2
Gorgasring 1–2 Riensbergstraße 39–42
(Lage)
Arbeiter-Kolonie des Militär-Fiskus 4 Arbeiterhäuser, ab 1895–96 Bln-Spandau Feldzeugmeisterstraße.JPG
Wohnhaus
Schuppen
09080018 Haselhorster Damm 1–25, 29/65, 42/48
Burscheider Weg 1, 3–6H, 8–8H, 10–11G, 14–14H, 16–16H, 18–18G, 23–23C, 24–24G, 3030E, 38–38C, 39–39C, 41–41C, 48–48C, 54–54C, 58–58C, 60–60C, 13/61 Daumstraße 2–2A, 4–4C, 6/10, 18/26B, 28–28F Gartenfelder Straße 106–106F, 110–110I, 114–114H, 118–118H, 122–122H, 124–124I, 128128I, 132–132I, 134–134I, 136–136C, 138–138A, 140 Kanalstraße 4/6 Küsterstraße 9/59 Lüdenscheider Weg 1–12A, 14/28 Lünette 1/5 Riensbergstraße 61–78A Saatwinkler Damm 333/349 Schwerter Weg 3–36
(Lage)
Reichsforschungssiedlung Haselhorst 1930–35 von Fred Forbát, Paul Emmerich und Paul Mebes mit Freiflächen, ab 1930 (?) von Gustav Allinger Haselhorst Reichsforschungssiedlung 020.jpgHaselhorst Reichsforschungssiedlung 012.jpgHaselhorst Burscheider6e Blumen.jpg
Kleinhaussiedlung von Peter Jürgensen Schwerter Weg (Berlin-Haselhorst).jpg
Apartmenthaus von Peter Jürgensen Kanalstraße (Berlin-Haselhorst).jpg
09012509 Zitadellenweg 20/34
(Lage)
Teil der ehem. Munitionsfabrik (Boschwerke) Fabrikgebäude 600, nach 1913
Halle 601, 602 und Kopfbau 606, um 1918 Bln-Spandau Zitadellenweg 20 34.JPG
Halle 603 mit Anbauten, um 1918
Gebäude 604, um 1900, mit Halle 605, um 1918
Gebäude 607, vor 1897
Stahlbrücke
Teil des westlichen Abzugsgrabens mit Brücken mit Wehranlagen und gerinne für Wasseraustausch, vor 1900


Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild
noch unbekannt Am Juliusturm
(Lage)
U-Bahnhof Zitadelle 1984 von Rainer G. Rümmler [1] U-Bahn Berlin U7 Zitadelle 1.JPG
09085458 Am Juliusturm 2/8
(Lage)
Umspannwerk „Uklei“, Abspannwerk und Wohnhaus Das Abspannwerk Uklei wurde im Zuge der Umstellung des Berliner Stromnetzes von 6 kV auf 30 kV, in den 1920er Jahren, gebaut. Zwischen 1924 und 1933 entstanden in Berlin 24 dieser 30/6 kV-Abspannwerke[2], deren Aufgabe es war, den Strom aus den Kraftwerken und 30 kV-Fernleitungen auf das 6 kV-Versorgungsnetz zu verteilen. Der größte Teil von ihnen wurde von Hans Heinrich Müller entworfen, dem damaligen Leiter der Bewag-Baubteilung. Die Bauausführung des Abspannwerks Uklei übernahm die Bauabteilung der Siemens-Schuckertwerke. Es wurde lediglich der erste Bauabschnitt fertiggestellt, im östlichen Bereich war eine Erweiterung des Schalthauses geplant, die allerdings nicht mehr durchgeführt wurde.

Das Werksgebäude gliedert sich in ein fünfgeschossiges Wartengebäude, flankiert von zwei symmetrischen Treppenhäusern, die zusammen den westlichen Kopf des Gebäudes bilden; daran schließt sich Richtung Osten das Schalthaus mit den Schaltzellen an, beiderseits eingefasst von Erschließungsgängen, die von den Treppentürmen ausgehen. Im hinteren Bereich, etwas versetzt befindet sich das Maschinenhaus und das Reglergebäude. Eine Innovation bei diesem Abspannwerk war, dass die Transformatoren als Freiluftanlage ausgeführt waren. Das Werksgebäude ist in Stahlskelettbauweise errichtet und besitzt eine schlichte Fassade, verblendet mit roten Ziegeln. Die betont einfache Gestaltungsweise ist zum einen durch das Abklingen expressionistischer Einflüsse begründet, zum anderen aber auch durch die Lage in einem Industriegebiet mit allgemein niedrigeren Gestaltungsansprüchen.[3]

Das Abspannwerk blieb bis 1992 in Betrieb. In den 1980er Jahren wurde das 30/6 kV-Verteilernetz durch ein leistungsstärkeres 110/10 kV-Netz abgelöst und in diesem Zuge die alten Abspannwerke durch moderne, wesentlich kompaktere Umspannwerke ersetzt, die oftmals, wie auch beim Abspannwerk Uklei, direkt neben dem alten Werk errichtet wurden. Da sich die Bausubstanz des Abspannwerkes noch in einem guten Zustand befand, strebte die Bewag eine Nachnutzung der Gebäude an. Zunächst war die Unterbringung eines Heizwerkes für den in den 1990er Jahren dort geplanten Bürokomplex (Spandauer Tor) angedacht, was nach dem Scheitern des Entwicklungsprojekts jedoch nicht gelang. Heute wird das Gebäude teilweise gewerblich durch eine Autoverleihfirma genutzt. [4]

Abspannwerk, 1928–29 von Hans Heinrich Müller Wartengebäude, Treppenhäuser und rechts anschließendes Schalthaus
Wohnhaus: seitwärts, abgesetzt wurde ein ebenfalls schlichtes, dreigeschossiges Backsteingebäude als Wohnhaus für Betriebsangehörige gebaut Wohnhaus zum Abspannwerk Uklei
09085441 Am Juliusturm 51/53
(Lage)
Geschoßfabrik der Königlichen Wehrfabriken 1901–03 Bln-Spandau Am Juliusturm 51 53.JPG
09085530 Daumstraße 25–25A
(Lage)
Gebäude der Pulverfabrik Teil eines Speisesaales, 1888 Bln-Spandau Daumstraße 25-25A.JPG
Wohnhaus, um 1917
Daumstraße 23 Denkmalverlust: Wachtgebäude der Königlichen Pulverfabrik zu Spandau Wachtgebäude um 1875 vom Militär Fiskus erbaut,

Abriss erfolgte in den 1990er Jahren

09085786 Daumstraße 85
(Lage)
Fabrikhalle der ehem. Pulverfabrik Spandau 1914–18 Bln-Spandau Daumstraße 85.JPG
noch unbekannt Ferdinand-Friedensburg-Platz
(Lage)
U-Bahnhof Haselhorst 1984 von Rainer G. Rümmler [1] U-Bahn Berlin Haselhorst.JPG
09085585 Grützmachergraben
(Lage)
Teil des Retranchements der Pulverfabrik 1832–37 Spandau Grützmachergraben.JPG
09085595 Haselhorster Damm 54/58
(Lage)
Weihnachtskirche Kirche, 1934–35 von Erich Bohne Berlin-Spandau Haselhorster Damm 54 58 LDL 09085595.JPG
Pfarrhaus und Gemeindesaal, 1960–62 von Georg Lichtfuss
09085825 Kleine Eiswerderstraße
(Lage)
Kleine Eiswerderbrücke 1890er Jahre Spandau Kleine Eiswerderbrücke.JPG
09085826 Kleine Eiswerderstraße 14
(Lage)
Erweiterung der Königlichen Pulverfabrik Spandau mit Wasserturm Verwaltungstrakt, um 1890
Bln-Spandau Pulverfabrik.JPG
Elektrischer Zentrale, um 1910
09085704 (Lage) Östlicher Abzugsgraben der ehem. Königlichen Pulverfabrik Spandau 1832–37 Bln-Spandau Abzugsgraben ösltlicher.JPG
09085752 Rhenaniastraße 35
(Lage)
Maschinenhaus und Siebwerk 2 der ehem. Pulverfabrik Maschinenhaus, um 1890 Bln-Spandau Rhenaniastraße 35.JPG
Siebwerk, um 1890
09085817 Telegrafenweg 21
(Lage)
Verkohlungsgebäude der ehem. Königlichen Pulverfabrik Spandau vor 1859 Bln-Spandau Telegrafenweg 5.JPG
09085839 (Lage) Westlicher Abzugsgraben 1559–83, vor 1897 Berlin-Spandau Zitadellenweg Westlicher Abzugsgraben.JPG
09012508 Zitadellenweg 15 & 17
(Lage)
Patronenfabrik (?) um 1890 Am Juliusturm Bln-Spandau Zitadellenweg 15-17.JPG
09085845 Zitadellenweg 16
(Lage)
Offiziers- und Beamtenwohnhaus der Königlichen Gewehrfabrik 1872–73 Bln-Spandau Zitadellenweg 16.JPG
09085846 Zitadellenweg 18F
(Lage)
Produktionsgebäude der Gewehrfabrik um 1915, ab 1924 Flugzeugmotorenwerk Bln-Spandau Zitadellenweg 18F.JPG
09085847 Zitadellenweg 20E
(Lage)
Produktionsgebäude der Gewehrfabrik Fabrikgebäude 1914–15; Wiederaufbau und Aufstockung für Fa. Klüssendorf, 1957–61 z.T. von Emil Fangmeyer
Pförtnerhaus, um 1930 Bln-Spandau Zitadellenweg 20E.JPG
09085848 Zitadellenweg 20G
(Lage)
Produktionsbauten der Gewehrfabrik Werkhof, um 1900 und vor 1918 Bln-Spandau Zitadellenweg 20G.JPG
Produktionshalle
Maschinenhaus
09085849 Zitadellenweg 23/27
(Lage)
Produktionsgebäude der Patronenfabrik 1914–18, 1930 zur Großbäckerei umgebaut Bln-Spandau Zitadellenweg 23-27.JPG

Ehemalige Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Lage Offizielle Bezeichnung Beschreibung Bild
unbekannt Gemarkung Zitadelle, Flur 2, Flurstück 6-7
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Reste der Befestigungsanlagen 17. Jahrhundert; Enwidmung nach 2001 [5]
unbekannt Salzhof 17/19?????
Pulverfabrik, Verwaltungsgebäude, Beamtenwohnhaus, Fabrik- und Nebengebäude [5] Verwaltung um 1870; Beamtenwohnhaus, nach 1897;
09085844 Zitadellenweg 6
(Lage)
Dienst- und Arbeiterwohnhaus der Pulverfabrik Das Gebäude, das aus den 1890er Jahren stammte, wurde Anfang 2013 nach Aufhebung des Denkmalschutzes abgerissen. Bln-Spandau Zitadellenweg 6.JPG

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Ribbe, Wolfgang Schäche: Die Siemensstadt. Geschichte und Architektur eines Industriestandortes. 1985, ISBN 3-433-01023-4.
  • Günther Jahn: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin, Stadt und Bezirk Spandau. 1971, ISBN 3-7861-4076-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Berlin-Haselhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Berlin.de: U7-Bahnhöfe stehen unter Denkmalschutz Pressemitteilung vom 28. März 2017
  2. Conrad Matschoß: 50 Jahre Berliner Elektrizitäts Werke 1884–1934. 1934, S. 201.
  3. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten. Teil X, A (2) Stadttechnik, 2006, S. 267.
  4. Hans A. Grube: Renaissance der E-Werke. Historische Industriearchitektur im Wandel. 2003, ISBN 978-3-936314-02-1, S. 118–119.
  5. a b Denkmalliste Berlin 2000, Stand: 17. Januar 2001 (spreeinsel.de, PDF)