Neuville-sur-Touques

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Neuville-sur-Touques
Neuville-sur-Touques (Frankreich)
Neuville-sur-Touques
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Mortagne-au-Perche
Kanton Vimoutiers
Gemeindeverband Vallées d’Auge et Merlerault
Koordinaten 48° 51′ N, 0° 17′ OKoordinaten: 48° 51′ N, 0° 17′ O
Höhe 153–260 m
Fläche 15,35 km2
Einwohner 226 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 61120
INSEE-Code

ehemaliger Bahnhof Neuville

Neuville-sur-Touques ist eine französische Gemeinde mit 226 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Orne in der Region Normandie (bis 2015 Basse-Normandie). Sie gehört zum Arrondissement Mortagne-au-Perche und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Vallées d’Auge et Merlerault.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Touques in der Landschaft Pays d’Auge, 24 Kilometer nordöstlich von Argentan und etwa 58 Kilometer südwestlich von Caen. Neuville hat keinen gewachsenen Dorfkern, sondern ist eine Zusammenfassung mehrerer verstreut liegender Weiler und Einzelhöfe. Mairie und Kirche liegen etwa in der Mitte des 15,35 km² umfassenden Gemeindegebietes, das von einem Wechsel von Wiesen, kleinen Wäldern und den typischen Hecken (bocages) geprägt ist. Die größten der zahlreichen Ortsteile sind Les Moulins, La Halte (mit den ehemaligen Bahnhofsgebäuden), La Berrière, La Piroudière, La Bersotière, La Cotillière, La Jaunière und Les Mares Hary. Begrenzt wird Neuville-sur-Touques von den Nachbargemeinden Sap-en-Auge im Norden und Osten, Chaumont im Südosten, Mardilly im Süden, Aubry-le-Panthou im Westen sowie Roiville im Nordwesten.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Neuville bezeichnet in seiner ursprünglichen Bedeutung neun Landgüter, hervorgegangen aus der lateinischen Villa rustica.[1] Zur Zeit der Gemeindegründung 1793 hieß der Ort Neuville sur Tongue, seit 1801 gilt der Name Neuville-sur-Touques.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2016
326 277 214 200 208 191 251 226
Quellen: Cassini[3] und INSEE[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Saint-Germain-d’Auxerre beherbergt ein Altarbild, ein Adlerpult und einen geschnitzten hölzernen Christus. Die genannten Inventarien sind als Monuments historiques ausgewiesen.[5] Im Ortsteil La Jaunière befinden sich noch Überreste des 1952 eingestürzten unterirdischen Refugiums Bove des Chevaliers. Den erhaltenen Aufzeichnungen nach handelte es sich um ein kreuzförmiges Kellergewölbe mit zwei großen Räumen, die „Kapelle“ und „Ritter“ genannt wurden.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist bäuerlich geprägt. In der Gemeinde Neuville-sur-Touques sind 25 Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreideanbau, Milchviehhaltung, Rinder- Ziegen- und Schafzucht, zwei Obstplantagen).[7]

An der südlichen Gemeindegrenze von Neuville-sur-Touques verläuft die Fernstraße D 979 von Lisieux nach Gacé. Im zehn Kilometer entfernten Gacé besteht ein Anschluss an die Autoroute A28.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. René Lepelley: Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie, Condé-sur-Noireau, Edition Charles Corlet, 1996 (ISBN 2-905461-80-2, notice BnF no FRBNF36174448), S. 187
  2. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  3. Neuville-sur-Touques auf cassini.ehess.fr
  4. Neuville-sur-Touques auf insee.fr
  5. thomaslemousquetaire.free.fr. Abgerufen am 21. Mai 2019 (französisch).
  6. Jérôme und Laurent Triolet: Souterrains et croyances, Rennes, Éditions Ouest-France, coll. «Mémoires de l'histoire», Februar 2002, 124 S. (ISBN 978-2-7373-2872-5)
  7. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuville-sur-Touques – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien