Val-au-Perche

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Val-au-Perche
Val-au-Perche (Frankreich)
Val-au-Perche
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Mortagne-au-Perche
Kanton Ceton
Gemeindeverband Collines du Perche Normand
Koordinaten 48° 16′ N, 0° 41′ OKoordinaten: 48° 16′ N, 0° 41′ O
Höhe 90–211 m
Fläche 63,26 km2
Einwohner 3.716 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 59 Einw./km2
Postleitzahl 61130, 61260, 61340
INSEE-Code
Website Val-au-Perche

Le Theil – Kirche

Val-au-Perche ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 3.716 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Orne, im äußersten Süden der Region Normandie. Sie entstand mit Wirkung vom 1. Januar 2016 als Commune nouvelle durch die Fusion von sechs ehemals selbstständigen Gemeinden, die seither über den Status einer Commune déléguée verfügen. Das Verwaltungszentrum der Großgemeinde ist der Ort Le Theil[1]. Die Gemeinde besteht überdies aus etlichen Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten der sechs Ortsteile der Gemeinde Val-au-Perche liegen im Einzugsbereich des Flüsschens Huisne und im Regionalen Naturpark Perche ungefähr 35 km (Fahrtstrecke) südlich von Mortagne-au-Perche bzw. ca. 10 bis 20 km südwestlich von Nogent-le-Rotrou in Höhen um die 100 bis 150 m.[2] Das Klima ist in hohem Maße vom Meer beeinflusst und deshalb nahezu frostfrei; Regen (ca. 660 mm/Jahr) fällt verteilt übers ganze Jahr.[3]

Orte ehem. INSEE-Code Fläche (km²) Höhe (m) Einw.
1851
Einw.
1901
Einw.
1954
Einw.
2014
Le Theil 61484 9.53 100 763 1.012 925 1.736
Gémages 61185 6.47 125 484 334 180 125
L’Hermitière 61204 8.34 145 588 432 243 259
Mâle 61246 21.90 115 1.285 920 657 759
La Rouge 61356 11.74 105 650 600 522 723
Saint-Agnan-sur-Erre 61359 5.28 115 526 330 202 150

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1851 1901 1954 2013
Einwohner 4.296 3.628 2.729 3.752

Der Hauptgrund für die Entstehung von neuen Großgemeinden in den verschiedenen Regionen Frankreichs ist der kontinuierliche und in vielen Fällen immer noch anhaltende Bevölkerungsrückgang in den Landgemeinden seit der Mitte des 19. oder seit Beginn des 20. Jahrhunderts; dieser ist im Wesentlichen auf die Schließung von bäuerlichen Kleinbetrieben sowie auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dörfer der Gemeinde waren seit jeher landwirtschaftlich orientiert, wobei die Weidewirtschaft eine wichtige Rolle spielte. In früheren Zeiten waren der Viehhandel sowie die Herstellung und der Verkauf von Käse und Holzkohle oft die einzigen Einnahmequellen der Menschen. Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienhäusern (gîtes) eine immer wichtiger werdende Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet lag seit Jahrhunderten weitgehend abseits aller historischen Konflikte und Ereignisse; lediglich aus der Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) sind Übergriffe bekannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Ortsartikel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Val-au-Perche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erlass der Präfektur NOR: 1303-15-0030 über die Bildung der Commune nouvelle Val-au-Perche vom 25.9.2015
  2. Val-au-Perche – Karte mit Höhenangaben.
  3. Val-au-Perche – Klimatabellen