Padirac

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Padirac
Padirac (Frankreich)
Padirac
Region Okzitanien
Département Lot
Arrondissement Gourdon
Kanton Gramat
Gemeindeverband Causses et Vallée de la Dordogne
Koordinaten 44° 51′ N, 1° 45′ OKoordinaten: 44° 51′ N, 1° 45′ O
Höhe 318–426 m
Fläche 8,86 km2
Einwohner 159 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 46500
INSEE-Code

Mairie Padirac

Padirac ist eine französische Gemeinde mit 159 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Lot in der Région Okzitanien (bis 2015 Midi-Pyrénées). Sie gehört zum Arrondissement Gourdon und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Causses et Vallée de la Dordogne. Die Bewohner werden Padiracois genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Causse de Gramat, einem Teilbereich der Landschaft Haut Quercy im Regionalen Naturpark Causses du Quercy. Der kalkhaltige Boden lässt keine oberirdischen Fließgewässer zu. Die Landschaft wird durch weite Trockenrasenflächen und kleinere Waldgebiete geprägt. Im höher gelegenen Nordosten der Gemeinde finden sich mehrere Dolmen und fünf Schachthöhlen, von denen der Gouffre de Padirac (Schlund von Padirac) überregional bekannt ist. Umgeben wird Padirac von den Nachbargemeinden Gintrac im Norden, Loubressac im Osten, Thégra im Süden sowie Miers im Westen. Die größten Ortsteile der Gemeinde Padirac sind Le Ratier, Latreille, Bord, Rigal, Lacoste, Bagou, Panot, Bascoul, Calcas, Le Salvage, Mathieu, Teilié und Sayssac.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Padirac basiert auf dem lateinischen Anthroponym Palerius. Die Endung -ac ist ein typischer gallischer Suffix. Die Gemeinde Padirac wurde 1828 durch Herauslösung von Teilen der Gemeinde Miers gegründet.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 224 177 162 148 160 168 185 159
Quellen: Annuaire-mairie[2] und INSEE[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhle Gouffre de Padirac
  • Kirche Saint-Julien
  • Château de Padirac
  • mehrere Flurkreuze
  • Scheunen
  • Insectopia, ein Insekten-Museum
  • 13 Steintische, erfasst und erforscht von Armand Viré im Jahr 1930; die größten davon:
    • Dolmen d’Andrieu appelé, auch Dolmen du Champ de Monsieur genannt
    • Dolmen d’Escurettes
    • Dolmen de Bougoulat
    • Dolmen des Calcas appelé, auch Dolmen de Penot genannt
    • Dolmen des Claouzelles
    • Dolmens des Pendus: (2 Dolmen)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Padirac gibt es einen Bäcker, einen Metzger und ein Frisörgeschäft sowie kleinere Handwerksbetriebe. Neben dem Tourismus spielt auch die Landwirtschaft in der Gemeinde eine wichtige Rolle. In Padirac sind 15 Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreide- und Gemüseanbau, Milchviehhaltung, Pferde-, Ziegen-, Schaf-, Rinder- und Geflügelzucht).[4]

Durch die Gemeinde Padirac führt die Fernstraße D673 von Rocamadour nach Saint-Céré. Im 18 Kilometer nordwestlich gelegenen Souillac besteht ein Anschluss an die (Autoroute A20). Der acht Kilometer westlich gelegene Bahnhof Rocamadour-Padirac liegt an der Bahnstrecke von Brive-la-Gaillarde über Capdenac nach Toulouse (Ligne de Brive-la-Gaillarde à Toulouse-Matabiau via Capdenac).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gaston Bazalgues, Les noms des communes du Parc, Les cahiers scientifiques du Parc naturel régional des Causses du Quercy, Band 1, 2014, S. 115 (pdf-Datei, französisch)
  2. Padirac auf annuaire-mairie.fr
  3. Padirac auf insee.fr
  4. Landwirte in Padirac auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Padirac – Sammlung von Bildern