Pueblo Mágico

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Ein Pueblo Mágico (Magischer Ort) ist eine Ortschaft in Mexiko, die wegen ihres typischen und gepflegten Charakters als besonders sehenswert ausgezeichnet wurde.

Die Auszeichnung[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Die Auszeichnung Pueblo Mágico wird vom SECTUR (Sekretariat für Tourismus in Mexiko) seit 2001 verliehen. Das Programm Pueblos Mágicos in Mexiko war ursprünglich eine Strategie, um das historische Mexiko zu erhalten und touristische Infrastruktur zu errichten, bzw. auszubauen. Es wird den ausgezeichneten Orten zudem Hilfestellung bei der Werbung und Modernisierung gegeben. Heute wird das Programm vor allem dazu benutzt kleinen unbekannteren Ortschaften zu größerer touristischer Bekanntheit zu verhelfen. So sind die meisten Ortschaften, die als Pueblo Mágico ausgezeichnet sind, nicht besonders groß, aber nicht minder sehenswert. Per Juni 2009 dürfen sich 35 Ortschaften Pueblo Mágico nennen.

Kriterien[Bearbeiten]

Die Minimalanforderungen an den Ort für eine Auszeichnung sind:

  • geographische Nähe zu bedeutsamen touristischen Zielen oder großen Städten
  • eine ausreichend gute Verkehrsanbindung
  • eine religiöse oder historische Bedeutung
  • die Bereitschaft der Stadtverwaltung und der Bevölkerung am Programm teilzunehmen

Ortschaften nach Eintrittsjahr[Bearbeiten]

2001[Bearbeiten]

Huasca de Ocampo[Bearbeiten]

Huasca de Ocampo liegt in Hidalgo.

Mexcaltitán[Bearbeiten]

Mexcaltitán liegt in Nayarit.

Real de Catorce[Bearbeiten]

Real de Catorce liegt in San Luis Potosí. Nach der mexikanischen Revolution galt der Ort, der nebenbei nur durch einen Tunnel erreichbar ist, lange Zeit als Geisterstadt. Erst in den letzten Jahren wurde der Ort durch den Tourismus wiederbelebt. Der Film The Mexican mit Brad Pitt wurde teilweise in Real de Catorce gedreht.

2002[Bearbeiten]

Comala[Bearbeiten]

Pfarrei San Miguel del Espíritu Santo in Comala

Comala liegt in Colima und ist wegen der weißgetünchten Häuser als „der weiße Ort“ bekannt. Er liegt am Fuße des gleichnamigen Vulkans.

Dolores Hidalgo[Bearbeiten]

Dolores Hidalgo liegt in Guanajuato.

Taxco[Bearbeiten]

Taxco

Taxco liegt in Guerrero. Der Name Taxco stammt von dem indianischen Wort Tlachco ab, welches „Ort des Ballspiels“ bedeutet. Der heutige Name Taxco de Alarcón erinnert außerdem an den berühmten mexikanisch-spanischen Schriftsteller Ruiz de Alarcon y Mendez (1581-1639), der wahrscheinlich in Mexiko-Stadt geboren, in Taxco gelebt und gearbeitet hat, bevor er in Spanien lebte und dort starb. Im 18. Jahrhundert verdiente Don José de la Borda mit dem Silber Taxcos ein großes Vermögen und dankte es der Stadt mit dem Bau der Kirche der Heiligen Santa Prisca, die aufgrund ihrer Architektur im Stil des Kolonialbarock (siehe Kolonialstil) eine der bekanntesten Kirchen Amerikas ist.

Tapalpa[Bearbeiten]

Tapalpa liegt in Jalisco.

Tepotzotlán[Bearbeiten]

Tepotzotlán liegt im Estado de México.

Pátzcuaro[Bearbeiten]

Pátzcuaro

Pátzcuaro liegt in Michoacán. Der ursprüngliche Name war Tzacapu-ansucutin-patzcuaro: Tor zum Himmel oder auch Ort wo man die Schwärze macht. Der heutige verkürzte Name Pátzcuaro dagegen heißt Ort der Steine oder auch Ort der Freude. Als die spanischen Eroberer unter Nuño Beltrán de Guzmán diese Gegend auf der Suche nach Gold ausplünderten und der damalige Purépecha-König die Goldverstecke nicht verraten wolle oder konnte, wurde er lebendig verbrannt. Diese Gewalttaten gegen die indigenen Ureinwohner führten dazu, dass er durch den Priester und Rechtsgelehrten Don Vasco de Quiroga ersetzt wurde. Don Vasco de Quiroga half den Purépechas mit der Errichtung von Schulen und Krankenhäusern. Er wird bis heute von den indigenen Menschen in Pátzcuaro verehrt und liebevoll Tata Vasco genannt.

Tepoztlán[Bearbeiten]

Tepoztlán

Tepoztlán liegt in Morelos und verdankt seinem Namen der berühmten vorkolumbianischen Pyramide: der Tepozteco, einer zwischen 1150 und 1350 erbauten, auf 2.000 m Höhe liegenden Pyramide, die von aus ganz Mexiko herkommenden Pilgern auf einem mühsam gefährlichen Aufstieg über 430 m Höhenunterschied besucht wird. Diese Pyramide ist das Symbol für die nie vollendete Unterwerfung der Mexica-Stämme durch die spanischen Eroberer.

Cuetzalan[Bearbeiten]

Cuetzalan liegt in Puebla.

Izamal[Bearbeiten]

Izamal liegt in Yucatán.

2003[Bearbeiten]

Die Kathedrale von San Cristobal

San Cristóbal de las Casas[Bearbeiten]

San Cristóbal de las Casas liegt in Chiapas. Die Stadt hieß ursprünglich nur San Cristóbal; die Ergänzung de las Casas wurde später angefügt, um an Bartolomé de Las Casas zu erinnern, einen spanischen Dominikanermönch, der als Bischof von Chiapas in der Kolonialzeit für die Rechte der indianischen Bevölkerung eintrat. Die Stadt ist weltberühmt für ihrer Kolonialarchitektur und ist eines der wichtigsten touristischen Ziele in Chiapas. Der Ort wurde international durch die Besetzung durch Zapatisten bekannt.

Tequila[Bearbeiten]

Tequila liegt in Jalisco. Aus dem Ort kommt das gleichnamige alkoholische Getränk. Nicht zuletzt deshalb ist dieser Ort ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Kultur.

2004[Bearbeiten]

Parras de la Fuente[Bearbeiten]

Parras de la Fuente liegt in Coahuila.

Real del Monte[Bearbeiten]

Real del Monte liegt in Hidalgo.

2005[Bearbeiten]

Mazamitla[Bearbeiten]

Mazamitla liegt in Jalisco. Der Ort ist für seine Kiefernwälder und das Kunsthandwerk aus Holz berühmt.

Valle de Bravo[Bearbeiten]

Valle de Bravo liegt im Estado de México. Hier fanden im Jahre 2009 die 11. Gleitschirm-Weltmeisterschaften statt.

Tlalpujahuan[Bearbeiten]

Tlalpujahua liegt in Michoacán.

Bernal mit der Peña de Bernal im Hintergrund

Bernal[Bearbeiten]

Bernal liegt im Bundesstaat Querétaro. Bekannt ist der Ort für seinen drittgrössten Monolithen der Welt (360m hoch), die Peña de Bernal.

Cosalá[Bearbeiten]

Cosalá liegt in Sinaloa.

Álamos en Sonora[Bearbeiten]

Plaza de Álamos

Álamos liegt in Sonora.

2006[Bearbeiten]

Real de Asientos[Bearbeiten]

Real de Asientos liegt im Bundesstaat Aguascalientes.

Todos Santos[Bearbeiten]

Todos Santos liegt in Baja California Sur.

Cuitzeo[Bearbeiten]

Kirche San Jerónimo in Coatepec

Cuitzeo liegt in Michoacán inmitten einer Lagune.

Santiago[Bearbeiten]

Santiago liegt in Nuevo León.

Bacalar[Bearbeiten]

Bacalar liegt in Quintana Roo.

Coatepec[Bearbeiten]

Coatepec (aus dem Náhuatl: der Hügel der Schlangen) liegt im Bundesstaat Veracruz und ist bekannt für seine hübschen Kirchen und den Park im Zentrum des Städtchens. Coatepec ist innerhalb Mexikos auch als Hauptstadt des Kaffees bekannt. Rund um Coatepec befinden sich zahlreiche Kaffeeplantagen, kleine Büsche entlang gepflasterter Strässchen.

Papantla[Bearbeiten]

Papantla liegt ebenfalls in Veracruz in unmittelbarer Nähe zu den Ruinen des Tajíns. Bekannt ist der Ort außerdem für sein Zentrum mit dem Park, der Kirche und dem großen Wandbild. Über der Stadt befindet sich eine Statue des flötenspielenden Volador von Papantla.

2007[Bearbeiten]

Creel[Bearbeiten]

Creel befindet sich in Chihuahua direkt an der Bahnstrecke des CHEPE, der nebenbei auch durch El Fuerte führt. Creel ist klimatisch sehr interessant: im Winter kann es auch schneien und das Thermometer knackt an manchen Wintertagen nicht die Nullgradgrenze.

Capulalpam de Méndez[Bearbeiten]

Capulalpam de Méndez liegt in Oaxaca.

Mier[Bearbeiten]

Ciudad Mier liegt in Tamaulipas. Durch diese Stadt schmuggelte Fidel Castro mithilfe mexikanischer Schmuggler Waffen für die kubanische Revolution.

Huamantla[Bearbeiten]

Huamantla liegt im Bundesstaat Tlaxcala und war 1847 Schauplatz einer Schlacht zwischen den Amerikanern und den Mexikanern im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg.

Jerez de García Salinas[Bearbeiten]

Jerez de García Salinas liegt in Zacatecas.

El Fuerte

2008[Bearbeiten]

In diesem Jahr wurden keine Ortschaften zu Pueblos Mágicos ernannt.

2009[Bearbeiten]

El Fuerte[Bearbeiten]

Die Bahnstadt El Fuerte liegt in Sinaloa, direkt an der Bahnstrecke des CHEPE.

2010[Bearbeiten]

Santa Clara del Cobre[Bearbeiten]

Santa Clara del Cobre gehört zum Bundesstaat von Michoacán. Das Dörfchen ist ein typisches Landdorf im Stile von Michoacán und bekannt für das Kupferhandwerk.

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Ehemalige[Bearbeiten]

San Miguel de Allende liegt in Guanajuato. 2002 wurde die Stadt in die Liste des SECTUR als Pueblo Mágico aufgenommen. Mittelweile steht aber die Stadt nicht mehr in der besagten Liste.

Quelle[Bearbeiten]

Übersichtskarte[Bearbeiten]

alle mexikanischen Pueblos Mágicos (Stand der Karte: Juni 2009)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pueblos Mágicos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien