Ralph Hasenhüttl

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Ralph Hasenhüttl
Ralph Hasenhüttl 2012 1.jpg
Ralph Hasenhüttl (2012)
Spielerinformationen
Geburtstag 9. August 1967
Geburtsort GrazÖsterreich
Größe 191 cm
Position Stürmer
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1989
1989–1994
1994–1996
1996–1997
1997–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2004
Grazer AK
FK Austria Wien
SV Austria Salzburg
KV Mechelen
Lierse SK
1. FC Köln
SpVgg Greuther Fürth
FC Bayern München Amateure
65 (20)
146 (45)
53 (13)
27 0(8)
22 0(4)
41 0(3)
52 (13)
57 (14)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1988
1988–1994
Österreich OT
Österreich
2 0(0)
8 0(3)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2004–2005
2007
2007
2007–2010
2011–2013
2013–2016
2016–
SpVgg Unterhaching (A2-Junioren)
SpVgg Unterhaching (Interim)
SpVgg Unterhaching (Co-Trainer)
SpVgg Unterhaching
VfR Aalen
FC Ingolstadt 04
RB Leipzig
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ralph Hasenhüttl (* 9. August 1967 in Graz) ist ein österreichischer ehemaliger Fußballspieler und heutiger -trainer. Während seiner aktiven Laufbahn spielte der 1,91 m große Stürmer in acht Partien für die österreichische Nationalmannschaft.

Spielerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralph Hasenhüttl begann seine professionelle Karriere im Fußball 1985 beim Grazer AK. 1989 wechselte er zum FK Austria Wien, mit dem er dreimal in Folge Österreichischer Meister wurde. 1994 wurde er vom SV Austria Salzburg verpflichtet. Ein Jahr später gewann er mit der Mannschaft die Meisterschaft.

Ab 1996 war er für zwei Jahre in Belgien aktiv, jeweils ein Jahr beim KV Mechelen und ein Jahr bei Lierse SK. Zur Saison 1998/99 wechselte der Stürmer zum deutschen Zweitligisten 1. FC Köln. Mit dem FC stieg er im Jahre 2000 in die Bundesliga auf. Im gleichen Jahr wechselte er zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Hier blieb er zwei Jahre und erzielte in 52 Spielen 13 Tore.

Zwischen 2002 und 2004 spielte er für die Amateure des FC Bayern München in der Regionalliga Süd, bei denen er auch seine Karriere beendete.[1]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasenhüttl absolvierte als Einwechselspieler sein Debüt für die österreichische Nationalmannschaft am 15. Mai 1988 in einem Freundschaftsspiel gegen Ungarn und erzielte zehn Minuten nach seiner Einwechslung seinen ersten Länderspieltreffer. Insgesamt absolvierte er zwischen 1988 und 1994 acht Spiele für die Nationalmannschaft und erzielte dabei drei Tore.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SpVgg Unterhaching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2004 bis 2005 betreute Hasenhüttl die A2-Junioren der SpVgg Unterhaching. Nach der Entlassung von Harry Deutinger im März 2007 war er bis zur Verpflichtung von Werner Lorant als Trainer der ersten Mannschaft tätig und arbeitete danach als Co-Trainer unter Lorant. Nach dessen Rücktritt wurde Hasenhüttl am 4. Oktober 2007 zum neuen Cheftrainer ernannt. Mit der Mannschaft beendete er die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz. In der folgenden Saison 2008/09 belegte die Mannschaft in der neu gegründeten 3. Liga unter seiner Führung den vierten Tabellenplatz mit lediglich einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und zwei Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge. In der neuen Saison stand die Mannschaft nach 24 absolvierten Partien mit 31 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz; Hasenhüttl wurde am 22. Februar 2010 als Cheftrainer bei der Spielvereinigung freigestellt.

VfR Aalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Jänner 2011 wurde Hasenhüttl beim Drittligisten VfR Aalen Nachfolger von Rainer Scharinger. Zu diesem Zeitpunkt stand der Verein - mit nur einem Punkt Abstand auf die Abstiegsplätze - auf dem 16. Platz. Nach Ablauf der Rückrunde belegte Hasenhüttl mit dem Verein ebenfalls den 16. Tabellenplatz; durch das Erreichen des Klassenerhalts verlängerte sich seine Vertragslaufzeit um ein Jahr. Zur folgenden Saison wurde der Kader mit insgesamt 14 Abgängen und acht Neuzugängen verkleinert und um den verbleibenden Kern der Mannschaft herum nach seinen Vorstellungen umgestaltet; als Saisonziel wurde ein Platz im Mittelfeld der Tabelle ausgegeben. Tatsächlich erreichte die Mannschaft nach einem zunächst eher schwachen Saisonstart zur Winterpause in einer relativ ausgeglichenen Liga den sechsten Tabellenplatz mit lediglich einem Punkt Rückstand auf den Relegationsrang. Dieser Trend konnte in der Rückrunde unter anderem in Form einer Serie von acht Siegen in Folge fortgesetzt werden, sodass Hasenhüttl, dessen Vertrag bereits im November 2011 vorzeitig um zwei Jahre verlängert worden war, mit der Mannschaft am Saisonende den zweiten Tabellenplatz belegte und damit den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga erreichte.

Statt wie in der Aufstiegssaison vornehmlich ein 4-4-2-System, pflegte Hasenhüttl in der neuen Saison mit dem VfR hauptsächlich ein auf schnelles Umschalt- und Konterspiel abgestimmtes 4-5-1-System, mit dem die Mannschaft die Saison erfolgreich bestritt: Man erreichte zur Winterpause den fünften Tabellenplatz. Wegen einiger glückloser Spiele nach der Winterpause standen die Aalener am Saisonende, nach wie vor als bester Aufsteiger, auf dem neunten Tabellenplatz.

Nach zweieinhalb Jahren in Aalen bat Hasenhüttl im Juni 2013 – nach Unstimmigkeiten mit Sportdirektor Markus Schupp und nachdem sich der Verein für die neue Saison einen Sparkurs auferlegt hatte – um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages.[2]

FC Ingolstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Oktober 2013 wurde Hasenhüttl als Cheftrainer des damaligen Zweitligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt, nachdem Marco Kurz wegen Erfolglosigkeit entlassen worden war.[3] Hasenhüttl übernahm die Ingolstädter von seinem Vorgänger als Tabellenschlusslicht mit sieben Niederlagen in neun Runden und führte die Mannschaft auf den zehnten Platz in der Endabrechnung. Der Vertrag des Trainers wurde von den Ingolstädtern bis 2016 verlängert.[4] Am Ende der Saison 2014/15 stieg Hasenhüttl mit dem FC Ingolstadt erstmals in die Fußball-Bundesliga auf und gewann außerdem die Meisterschaft in der 2. Bundesliga.

Eine Verlängerung seiner Vertragslaufzeit über 2017 hinaus lehnte er im April 2016 ab.[5]

RB Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2016/17 ist Hasenhüttl Cheftrainer bei RB Leipzig.[6] Nach 13 Spieltagen stand die von ihm trainierte Mannschaft ungeschlagen auf Platz Eins. Am 14. Spieltag verlor RB Leipzig erstmals ein Spiel in der Bundesliga gegen Hasenhüttls früheren Verein FC Ingolstadt. RB Leipzig erreichte am Ende der Saison 2016/17 den zweiten Rang in der Bundesliga.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Österreichischer Meister: 1991, 1992, 1993 mit Austria Wien; 1995 mit Austria Salzburg
  • Österreichischer Pokalsieger: 1990, 1992, 1994 mit Austria Wien
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga: 2000 mit dem 1. FC Köln

als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufstieg in die 2. Bundesliga: 2012 mit dem VfR Aalen
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga: 2015 mit dem FC Ingolstadt 04
  • Deutsche Vizemeisterschaft und damit direkte Qualifikation für die Champions League: 2017 mit RB Leipzig

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralph Hasenhüttl ist verheiratet und hat einen Sohn, der ebenfalls Fußballspieler ist und in der Jugend des FC Ingolstadt 04 spielt.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ralph Hasenhüttl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Kristandl: Prägende letzte Jahre in Deutschland. Laola1.at, 1. März 2016, abgerufen am 16. November 2016.
  2. Hasenhüttl verlässt den VfR Aalen. schwaebische-post.de, 1. Juni 2013, abgerufen am 16. November 2016.
  3. Ralph Hasenhüttl trainiert die Schanzer ab Montag. FC Ingolstadt, 4. Oktober 2013, archiviert vom Original am 4. Oktober 2013, abgerufen am 16. November 2016.
  4. 2.Bundesliga: Trainer Ralph Hasenhüttl verlängert beim FC Ingolstadt. Spiegel Online, 26. Februar 2014, abgerufen am 16. November 2016.
  5. Vertragsverlängerung abgelehnt: Ralph Hasenhüttl möchte die Schanzer verlassen. FC Ingolstadt, 26. April 2016, abgerufen am 29. April 2016.
  6. Ralph Hasenhüttl wird neuer Trainer bei den Roten Bullen. RB Leipzig, 6. Mai 2016, abgerufen am 16. November 2016.
  7. Patrick Hasenhüttl. FC Ingolstadt, abgerufen am 16. November 2016.