Steindorf (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steindorf
Steindorf (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steindorf hervorgehoben

Koordinaten: 48° 13′ N, 11° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Mering
Höhe: 538 m ü. NHN
Fläche: 16,2 km2
Einwohner: 976 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82297
Vorwahl: 08202
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 168
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchplatz 4
86415 Mering
Website: www.steindorf.eu
Erster Bürgermeister: Paul Wecker (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Steindorf im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Steindorf von Südosten

Steindorf ist eine Gemeinde am südöstlichen Rand des schwäbischen Landkreises Aichach-Friedberg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mering.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 20 Kilometer südöstlich von Augsburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt fünf amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steindorf gehörte den Grafen Dux von Hegnenberg. Der Ort war ein Teil der geschlossenen Hofmark Hofhegnenberg des Kurfürstentums Bayern. Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Steindorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der kommunalen Neuordnung Bayerns gehörte die Gemeinde zum Landkreis Fürstenfeldbruck. Am 1. Juli 1972 wechselte sie in den Landkreis Aichach-Friedberg. Die vorher selbständigen Gemeinden Eresried, Hausen bei Hofhegnenberg und Hofhegnenberg wurden am 1. Mai 1978 nach Steindorf eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 788 auf 976 um 188 Einwohner bzw. um 23,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2008 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

Die Kommunalwahlen 2014 und 2020 ergaben keine Änderung der Sitzverteilung.

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2002 Paul Wecker; dieser wurde zuletzt am 15. März 2020 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Steindorf COA.svg
Blasonierung: „Gespalten von Silber und Schwarz, vorne eine rote Buche mit vier Wurzeln, hinten ein rot gekrönter und bewehrter goldener Löwenrumpf.“[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Bauwerken der Gemeinde gehören das vierflügelige Schloss Hofhegnenberg sowie die barocke Pfarrkirche St. Stephan in Steindorf.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Steindorf (Schwaben)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort Steindorf führt die Kreisstraße AIC 18, die im Westen des Gemeindegebietes in die Staatsstraße 2052 mündet. Knapp nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 2.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Buslinie der DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB) verbindet Steindorf mit Mering.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Steindorf verläuft seit dem 30. Juni 1898 die eingleisige Ammerseebahn von Mering über Geltendorf nach Weilheim. Sie wird von der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 985 geführt. An der Ammerseebahn befindet sich in der Mitte zwischen Steindorf und der Nachbargemeinde Schmiechen der Bahnhof Schmiechen (Schwab), der heute nur noch ein Haltepunkt ist. Der Bahnhof wird im Stundentakt durch die Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) von Augsburg-Oberhausen nach Schongau bedient. In der Hauptverkehrszeit fahren einzelne Verstärkerzüge zwischen Augsburg und Geltendorf.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Steindorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Steindorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.
  4. Eintrag zum Wappen von Steindorf (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. Andreas Janikowski: Die Ammerseebahn. Verkehrsentwicklung im westlichen Oberbayern. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71033-8, S. 39.
  6. Beschreibung des Bahnhofs Schmiechen (Memento vom 19. Juli 2013 im Internet Archive) auf Ammerseebahn.de