Hollenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hollenbach
Hollenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hollenbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 29′ N, 11° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Höhe: 456 m ü. NHN
Fläche: 26,1 km2
Einwohner: 2401 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86568
Vorwahl: 08257
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 140
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 93
86568 Hollenbach
Website: www.gemeinde-hollenbach.de
Bürgermeister: Franz Xaver Ziegler
Lage der Gemeinde Hollenbach im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Hollenbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hollebach befindet sich im Städtedreieck München – Augsburg – Ingolstadt und ist Teil des Wittelsbacher Landes. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt westlich von Schönbach in der Nähe des Fernmeldeturms mit 540 m.ü. NHN und der tiefste am Krebsbach (Paar) östlich von Motzenhofen mit 445 m.ü. NHN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 7 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren die folgenden Gemarkungen: Hollenbach, Igenhausen, Mainbach, Motzenhofen, Schönbach. Diese Orte mit ihren Ortsteilen Hirschbach und St. Georg waren bis zu ihrer Eingemeindung im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1971 selbständige Gemeinden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollenbach wurde erstmals in einer Schenkung Kaiser Heinrichs II. vor 1024 urkundlich erwähnt. Etwa in der Zeit von 1130 und 1194 werden Angehörige eines Adelsgeschlechts de Holenpach/Holenbach/Holmbach genannt. Sie waren vermutlich Anhänger der Wittelsbacher.[3] Hollenbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die gleichnamige Vorgängergemeinde.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Hollenbach entstand am 1. Januar 1971 durch Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Igenhausen, Mainbach, Motzenhofen und Schönbach mit der Gemeinde Hollenbach.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1443 Einwohner
  • 1970: 1681 Einwohner
  • 1987: 1996 Einwohner
  • 1991: 2113 Einwohner
  • 1995: 2216 Einwohner
  • 2000: 2303 Einwohner
  • 2005: 2376 Einwohner
  • 2010: 2328 Einwohner
  • 2015: 2402 Einwohner
  • 2018: 2374 Einwohner
  • 2019: 2401 Einwohner[5]

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 2.056 auf 2.401 um 345 Einwohner bzw. um 16,8 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Xaver Ziegler;[6] dieser wurde als einziger Bewerber bei der Wahl am 15. März 2020 mit 97,9 % im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 69,2 %.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 14 Gemeinderäten zusammen. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 legten CSU, Freie Wählergemeinschaft, Bürgerwille 90 und Aktive Bürger eine gemeinsame Bewerberliste vor, die in der Amtszeit 2020 bis 2026 damit alle 14 Sitze im Gemeinderat innehat.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Steuereinnahmen der Gemeinde betrugen 2017 insgesamt 2.342.000 Euro, davon waren 611.000 Euro Gewerbesteuern (netto) und 1.390.000 Euro Anteil an der Einkommensteuer.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hollenbach
Blasonierung: „Zweimal geteilt von Rot, Silber und Blau; 1: schräg gekreuzt ein silbernes Schwert und ein silberner Schlüssel; 2 und 3: drei zwei zu eins gestellte Ringe in verwechselten Farben.“[7]

Der Schlüssel und das Schwert im Gemeindewappen verweisen auf die Patrone der Kirche von Hollenbach St. Peter und Paul.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1991 verbindet Hollenbach mit der französischen Gemeinde Contest eine Partnerschaft.[8]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik gab es 2017 in der Gemeinde 556 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1113 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Auspendler waren damit um 557 mehr als die Einpendler. 20 Einwohner waren arbeitslos.

2016 bestanden 49 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 1639 ha landwirtschaftlich genutzt, davon 1352 ha Ackerfläche und 258 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • Eine Kindertagesstätte mit 100 Plätzen und 76 Kindern, davon 12 unter drei Jahren
  • Zwei Volksschulen mit zusammen 12 Lehrern, 9 Klassen und 169 Schülern

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernmeldeturm bei Schönbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hollenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [ Kommunalverwaltung]
  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hollenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 21. August 2019.
  3. Raab, Gabriele und Hubert: Pilgerwege im Wittelsbacher Land : rund um bekannte und vergessene Wallfahrtsstätten. Wissner, Augsburg 2010, ISBN 978-3-89639-795-9.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  5. https://okvote.osrz-akdb.de/OK.VOTE_SW/Wahl-2020-03-15/09771114/inhouse/137/index.html
  6. Der Gemeinderat 2020 - 2026. Gemeinde Hollenbach, abgerufen am 22. August 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Hollenbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Unsere gelebte Partnerschaft Hollenbach - Contest. Gemeinde Hollenbach, abgerufen am 22. August 2020.