Adelzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Adelzhausen
Adelzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Adelzhausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 22′ N, 11° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Dasing
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 16,96 km2
Einwohner: 1726 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86559
Vorwahlen: 08258, 08208
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 111
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstr. 7
86453 Dasing
Website: www.adelzhausen.de
Bürgermeister: Lorenz Braun (Parteilose Wählergemeinschaft[2])
Lage der Gemeinde Adelzhausen im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Adelzhausen von Süden
Pfarrhof in Adelzhausen

Adelzhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Ecknach in der Region Augsburg im östlichen Teil des Landkreises Aichach-Friedberg, rund 15 Kilometer östlich der Stadt Augsburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dasing (Landkreis Aichach-Friedberg) Sielenbach (Landkreis Aichach-Friedberg)
Nachbargemeinden Altomünster (Landkreis Dachau)
Eurasburg (Landkreis Aichach-Friedberg)

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht seit der Gemeindegebietsreform aus drei Gemarkungen und neun amtlich benannten Gemeindeteilen:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Landmannsdorf befand sich zur Römerzeit ausweislich archäologischer Befunde eine Ziegelei.[4]

Der Ort wurde erstmals im Jahr 782 in einer Schenkungsurkunde an das Bistum Freising als „Adalhelmshusir“ erwähnt. Adelzhausen gehörte später zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

In und nahe Adelzhausen existieren, wenn auch nur noch als Bodendenkmäler, die Reste verschiedener mittelalterlicher Bauwerke (siehe: Burgstall Adelzhausen und Burgstall Bäckerberg).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Heretshausen eingemeindet.[5] Am 1. Juli 1976 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burgadelzhausen hinzu.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0853 Einwohner[6]
  • 1970: 0862 Einwohner[6]
  • 1987: 1084 Einwohner
  • 1991: 1173 Einwohner
  • 1995: 1257 Einwohner
  • 2000: 1431 Einwohner
  • 2005: 1535 Einwohner
  • 2010: 1608 Einwohner
  • 2015: 1680 Einwohner
  • 2019: 1726 Einwohner

Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1117 auf 1726 um 609 Einwohner bzw. um 54,5 % – nach Mering der stärkste prozentuale Zuwachs einer Gemeinde im Landkreis im genannten Zeitraum.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern. Seit Mai 2014 waren neun Mitglieder der „Parteilosen Wählergemeinschaft“ und drei Mitglieder der „Alternative Adelzhausen“ vertreten. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde nur der gemeinsame Wahlvorschlag der „Parteilosen Wählergemeinschaft“ eingereicht, die alle zwölf Sitze der Amtszeit 2020 bis 2026 erreichte.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Lorenz Braun (Parteilose Wählergemeinschaft); er wurde bei der Wahl am 15. März 2020 für weitere sechs Jahre bis April 2026 im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Adelzhausen.svg
Blasonierung: „In Rot über einem waagrecht gelegten silbernen Mühleisen ein halber silberner Adler mit goldenem Schnabel.“[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Adelzhausen und Liste der Bodendenkmäler in Adelzhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2013 insgesamt 210 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort Adelzhausen gab es insgesamt 688. Damit hatte die Gemeinde um 478 Personen mehr Aus- als Einpendler.

Im Jahre 2010 existierten 34 landwirtschaftliche Betriebe. Im Jahre 2013 waren 1085 Hektar (64,0 %) der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, 383 Hektar (22,6 %) waren Wald. Die Siedlungsfläche betrug 204 Hektar (12,0 %).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelzhausen liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 8 und ist über die gleichnamige Anschlussstelle leicht zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 existierten folgende Einrichtungen:

  • 70 Kindergartenplätze in einer Kindertageseinrichtung mit 60 Kindern (davon neun Krippenkinder unter drei Jahren)
  • Eine Grundschule mit acht Lehrern und 100 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adelzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Adelzhausen: Bürgerservice & Politik. Abgerufen am 4. Mai 2020.
  3. Gemeinde Adelzhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. August 2019.
  4. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.
  7. Eintrag zum Wappen von Adelzhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte