Tizac-de-Curton

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Tizac-de-Curton
Tisac de Curton
Tizac-de-Curton (Frankreich)
Tizac-de-Curton
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Gironde
Arrondissement Libourne
Kanton Les Coteaux de Dordogne
Gemeindeverband Communauté de communes du Brannais
Koordinaten 44° 49′ N, 0° 15′ WKoordinaten: 44° 49′ N, 0° 15′ W
Höhe 9–77 m
Fläche 3,97 km2
Einwohner 313 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 79 Einw./km2
Postleitzahl 33420
INSEE-Code

Kirche Notre-Dame

Tizac-de-Curton (okzitanisch Tisac de Curton) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 313 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Tizac-de-Curton ist etwa 16 Kilometer (Fahrtstrecke) in südlicher Richtung von Libourne und etwa 15 Kilometer in südwestlicher Richtung von Saint-Émilion entfernt; er liegt in einer Höhe von etwa 60 Metern ü. d. M. Die Großstadt Bordeaux befindet sich ca. 30 Kilometer westlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 228 201 219 261 309 297 282

Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde meist zwischen 250 und 350 Einwohner. Die Reblauskrise sowie die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führten in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem allmählichen Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in den 1880er Jahren. Wegen der relativen Nähe zur Großstadt Bordeaux und den auf dem Lande deutlich niedrigeren Immobilienpreisen ist in den letzten Jahrzehnten wieder ein leichter Anstieg der Bevölkerungszahlen zu verzeichnen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tizac-de-Curton lebte jahrhundertelang von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau gehörte, der heute die größten Anbauflächen der Gemeinde einnimmt und über die Appellationen Bordeaux (AOC), Bordeaux Supérieur (AOC) und Entre-deux-mers (AOC) vermarktet wird. Aber auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) trägt zu den Einnahmen der Gemeinde bei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Heimatforscher sehen den Ursprung des Ortsnamens in der lateinischen Ortsbezeichnung Titiacum, die auf den römischen oder gallorömischen Namen Titus zurückzuführen ist. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grundherrschaft (seigneurie) des gut einen Kilometer südlich gelegenen Château de Curton.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Gironde. Flohic Éditions, 2 Bände, Paris 2001, ISBN 2-84234-125-2, S. 788–789.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tizac-de-Curton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tizac-de-Curton, Église Notre-Dame in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)