Universität Panthéon-Assas

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Universität Panthéon-Assas
Logo
Gründung 1970
Trägerschaft staatlich
Ort Paris, Frankreich
Präsident Guilaume Leyte
Studenten 18.300 (2012)
Website www.u-paris2.fr

Die Universität Panthéon-Assas (französisch Université Panthéon-Assas [ynivɛʁsite pɑ̃teɔ̃asas], bekannt als „Assas“ [asas] oder „Paris II“ [paʁi dø]) ist eine öffentliche Universität in Paris. Die Hochschule wurde 1970 gegründet und ist eine der 13 Nachfolgeinstitutionen der Sorbonne, besonders von deren Rechts- und Wirtschaftsfakultät. Entsprechend hat sich vor allem das Jura- und Wirtschaftsstudium an der Universität Panthéon-Assas einen Namen gemacht, ihre rechtswissenschaftliche Fakultät gilt als Frankreichs angesehenste.[1][2] Es werden allerdings auch Verwaltungswissenschaften sowie Politik und Sozialwissenschaften angeboten.

Die meisten der 19 Standorte der Universität befinden sich im Quartier Latin. Namensgeber der Hochschule ist das nahe gelegene Panthéon sowie das Hauptgebäude in der Rue d'Assas westlich des Jardin du Luxembourg. Jedes Jahr immatrikulieren sich an der Panthéon-Assas rund 8.000 französische Studenten, 9.000 Doktoranden und 3.000 ausländische Studierende.

Seit ihrer Gründung hat die Universität mehrere Ministerpräsidenten und höhere Ministerialbeamte hervorgebracht. 38 Alumni sind Abgeordnete in verschiedenen Parlamenten gewesen. Zu den Lehrkräften gehören angesehene Juristen und Politiker.

Hauptgebäude der Universität, unweit des Panthéon.

Campus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität besitzt 18 Standorte in Paris und einen in Melun. Die Universitätsleitung befindet sich in einem Gebäude, das Jacques-Germain Soufflot entwarf und im späten 18. Jahrhundert für die Juristische Fakultät der Universität Paris am Platz des Pantheon errichtet worden ist; das Gebäude ist jetzt mit der Universität Panthéon-Sorbonne geteilt. Es ist Teil des nationalen Erbes Frankreichs. Dort sind auch Unterrichtsräume für das Aufbaustudium untergebracht.[3]

Der größte Standort der Universität liegt an der Rue d'Assas und dient der Ausbildung der Jurastudenten im zweiten und dritten Studienjahr; er ist von Charles Lemaresquier, Alain le Normand und François Carpentier entworfen worden, um die Universität Paris von den immer größer werdenden Zahl an Absolventen zu entlasten.[4][5] Die Gebäude wurden zwischen 1959 und 1963 auf dem ehemaligen Grundstück der Société Marinoni errichtet.[6][7] Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung war das dortige Audimax mit 1.700 Sitzen das größte in Frankreich; dort fanden außerdem mehrere Konzerte mit internationalen Künstlern statt.[8][9][10]

Ein Gebäude der Universität an der rue de Vaugirard.

Der Standort an der Rue de Vaugirard dient dem Erstsemestern. Er befindet sich im Kapellentrakt eines ehemaligen Jesuitenkollegs, in dem auch Charles de Gaulle Schüler war.[11] Die Kapelle, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, ist in den 1980er Jahren in einen Hörsaal umgewandelt worden.[12] Das Gebäude ist ebenfalls Teil des nationalen Erbes Frankreichs. Der Standort an der Rue Charcot dient den Wirtschaftswissenschaften im dritten Jahr und während des Masterstudiengangs. In Melun, südöstlich von Paris arbeiten über 1000 Studenten im Grundstudium.[13]

Hochschulfakultäten und Forschungszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pariser Institut für Rechtsvergleichung gehört ebenfalls zur Universität.

Eine der Universitätsbibliotheken, an der Rue d'Assas.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Professoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. D'Agostino, Salvatore (1988). Università e territorio: squilibri e strategie di superamento. Guida Editori. S. 71.
  2. Nadeau, Jean-Benoît; Barlow, Julie (2005). Pas si fous, ces Français ! Seuil. S. 180.
  3. Desmons, Gilles (2008). Walking Paris. New Holland Publishers. S. 49.
  4. Hottin, Christian (1999). Universités et grandes écoles à Paris : les palais de la science. Action artistique de la ville de Paris. S. 206.
  5. Maus, Didier; Bougrab, Jeannette (2005). François Luchaire, un républicain au service de la République. Publications de la Sorbonne. S. 170.
  6. Hottin, Christian (1999). Universités et grandes écoles à Paris : les palais de la science. Action artistique de la ville de Paris. S. 206.
  7. Le Ray, Éric (2009). Marinoni: le fondateur de la presse moderne (1823–1904). Éditions L'Harmattan. S. 24.
  8. Hottin, Christian (1999). Universités et grandes écoles à Paris : les palais de la science. Action artistique de la ville de Paris. S. 188.
  9. L'Express (1971). 1017. S. 43.
  10. De Brancovan, Mihaï (April 1973). "Les concerts à Paris". Revue des deux mondes.
  11. Adams, Geoffrey (2006). Political Ecumenism: Catholics, Jews and Protestants in de Gaulle's Free France, 1940–1945. McGill-Queen's University Press. S. 34.
  12. Maus, Didier; Bougrab, Jeannette (2005). François Luchaire, un républicain au service de la République. Publications de la Sorbonne. S. 190.
  13. Bordier, Sophie (2. Oktober 2006). "Mention bien à la fac de Melun". Le Parisien.

Koordinaten: 48° 50′ 54″ N, 2° 20′ 39″ O