Varenne-l’Arconce

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Varenne-l’Arconce
Varenne-l’Arconce (Frankreich)
Varenne-l’Arconce
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Charolles
Kanton Chauffailles
Gemeindeverband Canton de Semur-en-Brionnais
Koordinaten 46° 20′ N, 4° 10′ OKoordinaten: 46° 20′ N, 4° 10′ O
Höhe 258–372 m
Fläche 8,30 km2
Einwohner 119 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 71110
INSEE-Code

Kirche Saint-Pierre aux Liens

Varenne-l’Arconce ist eine französische Gemeinde mit 119 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Varenne-l’Arconce liegt etwa zwei Kilometer vom Fluss Arconce entfernt in einer Höhe von etwa 330 Metern ü. d. M. in der alten Kulturlandschaft des Brionnais. Der Ort befindet sich etwa 15 Kilometer (Fahrtstrecke) südlich von Paray-le-Monial bzw. etwa 45 Kilometer nördlich von Roanne. Die sehenswerten Orte Iguerande, Marcigny, Saint-Julien-de-Jonzy und Charlieu liegen im Umkreis von etwa 10–25 Kilometern.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 116 151 135 137 134 143 131

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort zeitweise über 500 Einwohner. Die Reblauskrise und die Mechanisierung der Landwirtschaft sorgten seitdem für einen deutlichen Bevölkerungsrückgang.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hügelige Umgebung von Varenne-l’Arconce war schon immer landwirtschaftlich geprägt, wobei bis ins 19. Jahrhundert hinein auch Weinbau betrieben wurde. Inzwischen spielt die Viehzucht (Charolais-Rinder) eine große Rolle. Der Ort selbst fungierte bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum für die Weiler und Einzelgehöfte in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 976 erwähnt. Pfarrei und Ort gehörten seit 1094 bis um 1130 als Unterpriorat zum cluniazensischen Priorat von Marcigny. Ab etwa 1130 bis zu seiner teilweisen Zerstörung stand das Kloster in direkter Abhängigkeit von der Abtei Cluny.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-Pierre-aux-Liens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Prioratskirche Saint-Pierre-aux-Liens stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die angrenzenden Klausurgebäude wurden im Hundertjährigen Krieg (1337–1453) oder in der Zeit der Religionskriege (1562–1598) zerstört. Der als Pfarrkirche weiter genutzte Bau wurde bereits im Jahr 1889 als Monument historique unter Denkmalschutz gestellt.[1]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großes rundes Taubenhaus (colombier oder pigeonnier) mit kegelförmigen Dach steht in unmittelbarer Nachbarschaft eines Gutshofs.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Varenne-l'Arconce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Pierre-aux-liens, Varenne-l’Arconce in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)