Andechs
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Starnberg | |
| Höhe: | 690 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,44 km² | |
| Einwohner: |
3298 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82346 | |
| Vorwahl: | 08152 | |
| Kfz-Kennzeichen: | STA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 88 117 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Andechser Str. 16 82346 Andechs |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Anna Elisabeth Neppel | |
| Lage der Gemeinde Andechs im Landkreis Starnberg | ||
Andechs ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg und ein Wallfahrtsort. Berühmt ist Andechs für das gleichnamige Benediktinerkloster, das auch dank seines unter der Marke Andechser vermarkteten Bieres seit alters her vielbesucht ist, wie auch durch die Milchprodukte der Andechser Molkerei Scheitz, der größten deutschen Bio-Molkerei.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Gemeinde Andechs liegt auf einem Höhenrücken zwischen dem Ammersee im Westen und dem Starnberger See im Osten. Der Rücken entstand durch Gletscherablagerungen zwischen den beiden Haupt-Gletscherzungen des Isar-Loisach-Gletschers, die für die beiden Zungenbeckenseen verantwortlich war und weist auf seiner Oberfläche Strukturen von Endmoränen auf. Innerhalb des Gemeindegebiets variiert die Geländehöhe um mehr als 200 m, von 533 m ü. NN am Ufer des Ammersees bis zu 740 m ü. NN im Kerschlacher Forst[2].
Der Ort liegt im Zentrum des Fünfseenlandes und ist in die vier Ortsteile Erling, Frieding, Machtlfing und das Gewerbegebiet Rothenfeld untergliedert.
Durch den Ortsteil Erling fließt der Kienbach.
Geschichte[Bearbeiten]
Andechs war Stammsitz der europaweit bedeutenden Grafen von Andechs und Herzöge von Meranien, die in direkter Linie 1248 ausstarben. Nach einer sagenumwobenen Wiederauffindung des verlorenen Reliquienschatzes der Grafen von Andechs im Jahre 1388 lebte Andechs als Wallfahrtsort wieder auf und erlebte eine neue Blüte. 1455 erfolgte die Klostergründung auf dem Heiligen Berg. Bis zur Säkularisation war das Gebiet ein Teil der geschlossenen Hofmark Erling.
1803 wurde das Kloster aufgelöst. Der Ort Erling unterhalb des Klosters wurde 1818 eine selbstständige politische Gemeinde. 1850 wurde das Kloster Andechs als Pfründe für die Abtei St. Bonifaz (München) unter Ludwig I. von Bayern neu gegründet.
Die Gemeinde Erling wurde am 30. April 1956 amtlich in Erling-Andechs umbenannt.[3]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Machtlfing in die Gemeinde Erling-Andechs eingegliedert. Am 1. Januar 1978 kam Frieding hinzu. Am 2. Januar 1978, also nur einen Tag später, wurde der Gemeindename Erling-Andechs amtlich in Andechs geändert.[4]
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
| Jahr | CSU | SPD | Grüne | BG | gesamt | Wahlbeteiligung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 7 | 2 | 1 | 6 | 16 | 67,5 % | |
| 2002 | 8 | 4 | 0 | 4 | 16 | 71,5 % |
BG = Bürgergruppe
Bürgermeister[Bearbeiten]
Seit 2008 ist Anna Neppel von der Bürgergruppe Frieding amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde Andechs. Zuvor hatte der derzeitige Landrat des Landkreises Starnberg, Karl Roth (CSU), das Amt inne.
Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]
Mit Kamnik in Slowenien besteht eine Gemeindepartnerschaft.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Andechs
Die spätgotische Klosterkirche Andechs wurde von 1751 bis 1755 von Johann Baptist Zimmermann im Stile des Rokokos umgestaltet.
Die Festspiele Orff in Andechs, bei denen in den Sommermonaten im Florian-Stadl des Klosters Andechs alljährlich Werke von Carl Orff aufgeführt werden, sind weltweit die bedeutendste Spielstätte, die sich der Pflege der Orffschen Werke verpflichtet hat. Carl Orff liegt auf seinen Wunsch hin in einer Seitenkapelle der Klosterkirche begraben.
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich die Überreste der Abschnittsbefestigung Andechs aus dem frühen Mittelalter, heute ein Bodendenkmal.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Der Andechser Ortsteil Erling ist Sitz der Andechser Molkerei. Im Andechser Gewerbegebiet „Rothenfeld“ sind einige mittelständische Unternehmen (Industrie, Software, Handwerk) angesiedelt. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist das Kloster Andechs mit der eingegliederten Brauerei und der Gastronomie.
Kindergärten[Bearbeiten]
Es gibt vier Kindergärten in der Gemeinde:
- Katholischer Kindergarten St. Elisabeth (Erling)
- BRK Kinderhaus „Sternschnuppe“ (Frieding)
- Heilpädagogische Tagesstätte (Erling)
- Kindergarten der Elterninitiative „Bärenhöhle“ (Erling)
Schulen[Bearbeiten]
In der Gemeinde Andechs befindet sich die Carl-Orff-Volksschule. Neben dem gewöhnlichen Unterrichtsangebot der Grundschule, bietet die Schule auch eine große Auswahl an Musikunterricht an.
Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten]
- Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech, Außenstelle Rothenfeld
- Außenstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in der Von-der-Tann-Str. 7
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Hedwig von Andechs (auch: Hedwig von Schlesien) (1174–1243), Herzogin von Schlesien, Heilige der katholischen Kirche, ist in Andechs geboren.
- Maurus Friesenegger (1595–1655), Abt im Kloster Andechs von 1640 bis 1655, verfasste ein Tagebuch aus dem Dreißigjährigen Krieg.
- Georg Queri (1879–1919), bayerischer Heimatdichter und Schriftsteller, ist im Ortsteil Frieding geboren.
- Carl Orff (1895–1982), Komponist und Musikpädagoge, ist in der Klosterkirche Andechs begraben.
- Bert Hölldobler (* 1936), Verhaltensforscher, Soziobiologe und Evolutionsökologe ist im Ortsteil Erling geboren.
- Anselm Bilgri (* 1953) war als Benediktiner Prior im Kloster Andechs.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Topografische Karte TK25 der Bayerischen Vermessungsverwaltung
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 591.
