Landkreis Starnberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Starnberg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Starnberg hervorgehoben48.0111.28Koordinaten: 48° 1′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Starnberg
Fläche: 488,01 km²
Einwohner: 129.530 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 265 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Kreisschlüssel: 09 1 88
Kreisgliederung: 14 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Strandbadstr. 2
82319 Starnberg
Webpräsenz: www.lk-starnberg.de
Landrat: Karl Roth (CSU)
Lage des Landkreises Starnberg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Starnberg liegt im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern.

Mit einem Kaufkraftindex von 148 Prozent[2] des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) bzw. 31.438 Euro je Einwohner verfügt der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: 2014).

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis Starnberg wird auch „Fünf-Seen-Land“ genannt, da er den nordwestlichen Landstrich des Starnberger Sees, den Weßlinger See, den Wörthsee, den Pilsensee und Teile des östlichen Ammersee einschließt. Zwischen dem Starnberger See (584 m) und dem Ammersee (533 m) erstrecken sich als Hügellandschaft würmeiszeitliche Seiten- und Endmoränen, die im Berndorfer Buchet (750 m) bei Obertraubing (westlich von Tutzing) ihre höchste Erhebung im Kreisgebiet haben.

Die Ilkahöhe (726 m) bei Tutzing ist ein bekannter Aussichtspunkt mit Blick auf den Starnberger See und die Alpen. An seinem Nordufer verlässt die Würm den Starnberger See. Sie hat sich ein enges Flussbett gegraben und verlässt bei Krailling das Kreisgebiet in Richtung München.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Fürstenfeldbruck, München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech.

Geschichte[Bearbeiten]

Landgericht[Bearbeiten]

Das Gebiet des Landkreises Starnberg gehört schon sehr lange zu Bayern. 1803 wurde das Landgericht Starnberg errichtet, das zum Isarkreis gehörte, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde es Teil des Bezirksamts München links der Isar und 1880 des Bezirksamtes München II. Erst am 1. Oktober 1902 wurde ein eigenes Bezirksamt Starnberg errichtet.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Starnberg.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Starnberg am 1. Juli 1972 um einige Gemeinden des Landkreises Wolfratshausen auf seine heutige Ausdehnung vergrößert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Der Landkreis ist als Naherholungskreis beliebt und hat eine starke Zuwanderung aus dem Raum München zu verzeichnen.

Der Landkreis Starnberg gewann zwischen 1988 und 2008 rund 19.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 17 %.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2008
Anzahl der Einwohner[4] 11.048 13.011 19.020 29.363 36.449 65.463 73.704 86.674 108.889 124.956 129.091 129.861
Landratsamt Starnberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Kaufkraftindex des Landkreises beträgt 148 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) bzw 31.438 Euro pro Einwohner (Stand: 2014).[2] Somit verfügt der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland.

13,5 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Starnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss – doppelt so viele wie im Bundesschnitt.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Landkreis Starnberg wird überwiegend von S-Bahnlinien erschlossen. Die S 6 erreicht auf der 1854 von der Pasing-Starnberg Eisenbahn erbauten Strecke von München her über Gauting in Starnberg das Westufer des Sees; dann führt sie auf dem Abschnitt bis Tutzing weiter, der 1865/66 ebenso wie die Verlängerungen nach Weilheim und Penzberg von der Eisenbahn der Stadt Weilheim hinzugefügt worden ist.

Die S 8 benutzt die Bahnlinie, die 1903 durch die Bayerische Staatsbahn von Pasing nach Herrsching in Betrieb genommen wurde.

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2008
Wahlbeteiligung: 63,1 % (–0,6 %p)
 %
40
30
20
10
0
38,3 %
15,8 %
15,7 %
15,4 %
11,3 %
3,6 %
Die Sitzverteilung im Kreistag:
Jahr CSU SPD GRÜNE FDP FW ÖDP gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 23 9 10 7 9 2 60 63,1
2002 28 11 6 4 9 2 60 63,8

Landrat[Bearbeiten]

Landrat ist seit dem 1. Mai 2008 Karl Roth (CSU).

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „Dem bayerischen Rautenschild aufgelegt oben ein schreitender goldener Löwe, unten ein einköpfiger goldener Adler.“ Das Wappen geht auf die Grafen von Andechs-Meranien zurück.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[5]

Stadt

  1. Starnberg (22.497)

Keine Märkte

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Gemeindefreies Gebiet

  1. Starnberger See (57,16 km²)

Gemeinden

  1. Andechs (3386)
  2. Berg (8029)
  3. Feldafing (4143)
  4. Gauting (19.758)
  5. Gilching (17.529)
  6. Herrsching am Ammersee (10.146)
  7. Inning am Ammersee (4379)
  8. Krailling (7505)
  9. Pöcking (5434)
  10. Seefeld (7175)
  11. Tutzing (9389)
  12. Weßling (5276)
  13. Wörthsee (4884)
Ammersee Starnberger See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Landsberg am Lech Landkreis München Landkreis Weilheim-Schongau München Andechs Berg (Starnberger See) Feldafing Gauting Gilching Herrsching am Ammersee Inning am Ammersee Krailling Pöcking Seefeld (Oberbayern) Starnberg Tutzing Weßling Wörthsee (Gemeinde)Municipalities in STA.svg
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform 1971/78 hatte der Landkreis Starnberg 39 Gemeinden (siehe Liste unten).

Im Westen grenzte der Landkreis an den Landkreis Landsberg am Lech, im Norden an den Landkreis Fürstenfeldbruck, im Osten an die Landkreise München und Wolfratshausen und im Süden beziehungsweise im Südwesten an den Landkreis Weilheim in Oberbayern.

Im Jahr 1939 wurde die Gemeinde Kempfenhausen nach Berg eingemeindet.

Die Gemeinden des Landkreises Starnberg vor der Gemeindereform 1971/78 [6][7]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Argelsried Gilching Landkreis Starnberg
Aschering Pöcking Landkreis Starnberg
Berg Berg Landkreis Starnberg
Breitbrunn a.Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buch a.Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buchendorf Gauting Landkreis Starnberg
Drößling Seefeld Landkreis Starnberg
Erling Andechs Landkreis Starnberg
Etterschlag Wörthsee Landkreis Starnberg
Feldafing Feldafing Landkreis Starnberg
Frieding Andechs Landkreis Starnberg
Gauting Gauting Landkreis Starnberg
Gilching Gilching Landkreis Starnberg
Hadorf Starnberg Landkreis Starnberg
Hanfeld Starnberg Landkreis Starnberg
Hechendorf a.Pilsensee Seefeld Landkreis Starnberg
Herrsching a.Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Hochstadt Weßling Landkreis Starnberg
Inning a.Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Krailling Krailling Landkreis Starnberg
Leutstetten Starnberg Landkreis Starnberg
Machtlfing Andechs Landkreis Starnberg
Maising Pöcking Landkreis Starnberg
Meiling Seefeld Landkreis Starnberg
Oberalting-Seefeld Seefeld Landkreis Starnberg
Oberbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Oberpfaffenhofen Weßling Landkreis Starnberg
Percha Starnberg Landkreis Starnberg
Perchting Starnberg Landkreis Starnberg
Pöcking Pöcking Landkreis Starnberg
Söcking Starnberg Landkreis Starnberg
Starnberg (Stadt) Starnberg Landkreis Starnberg
Steinebach a.Wörthsee Wörthsee Landkreis Starnberg
Traubing Tutzing Landkreis Starnberg
Tutzing Tutzing Landkreis Starnberg
Unering Seefeld Landkreis Starnberg
Unterbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Wangen 1 Starnberg Landkreis Starnberg
Weßling Weßling Landkreis Starnberg
Widdersberg Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg

1: war erst seit 1952 eigenständige Gemeinde

Partnerlandkreise[Bearbeiten]

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich zwölf (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen STA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen WOR (Wolfratshausen) erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Kaufkraft 2014: Deutsche haben durchschnittlich 586 Euro mehr. Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Pressemitteilung vom 3. Dezember 2013. Abgerufen am 7. April 2014.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Statistik für den Landkreis, abgerufen am 21. Januar 2011
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  6. Seite über den Landkreis Starnberg auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 20. Juli 2010)
  7. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 20. Juli 2010)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Starnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien