Anton Innauer
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Anton „Toni“ Innauer (* 1. April 1958 in Bezau, Vorarlberg) ist ein ehemaliger erfolgreicher österreichischer Skispringer und Springertrainer.
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[Bearbeiten] Sportlicher Werdegang
Anton Innauer erhielt seine sportliche Ausbildung im Schigymnasium Stams (Tirol) beim damaligen ÖSV-Trainer Baldur Preiml. Anton Innauer ist ein Protagonist des österreichischen Skisprungwunderteams der 1970er Jahre um Karl Schnabl, Alois Lipburger, Willi Pürstl, Hans Wallner, Reinhold Bachler, Hans Millonig, Edi Federer, Rupert Gürtler, Walter Schwabl, Rudi Wanner und Alfred Pungg, das von Trainer Baldur Preiml ausgeformt wurde.
1976 wurde er bei den Olympischen Spielen in Innsbruck von seinem Teamkollegen Karl Schnabl auf der Großschanze knapp besiegt und gewann Silber. Vier Jahre später gelang ihm auf der Normalschanze jedoch der Olympiasieg, obwohl er in den dazwischen liegenden Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde.
Im Jahr 1976 verbesserte Innauer den Weltrekord im Skifliegen zwei Mal (auf 174 m und 176 m). Im Dezember 1979 gewann er das erste Weltcup-Skispringen in Cortina d'Ampezzo, das zum damals neu geschaffenen Skisprungweltcup zählte.
Innauer war der erste Skispringer der Geschichte, der von allen fünf Sprungrichtern die Höchstnote 20,0 erhielt (beim Skifliegen 1976 in Oberstdorf).
[Bearbeiten] Nach der Sportkarriere
- Studium, Trainer und Funkionär
Nach seiner sportlichen Karriere studierte er sechs Jahre Philosophie, Psychologie und Sportwissenschaften. 1987 wurde er Springertrainer und war von 1989 bis 1992 Nationaltrainer der österreichischen Nationalmannschaft. Ab 1993 arbeitete er als Sportdirektor für den nordischen Skisport im ÖSV. 1999 gab er die Zuständigkeit für Langlauf und Biathlon ab. Ab Februar 2001 war er wieder Nationaltrainer. Er übernahm diese Aufgabe nach dem tragischen Unfall, bei dem sein Freund und damaliger ÖSV Cheftrainer Alois Lipburger tödlich verunglückte. Ende der Saison 2001/02 gab er diese Aufgabe an Hannu Lepistö ab und ist nun wieder Sportdirektor im ÖSV für die Abteilungen Sprunglauf und Kombination.
Im Februar 2007 gab der ÖSV bekannt, dass Anton Innauer bis mindestens 2010 als Nordischer Direktor für Skispringen und Kombination arbeiten wird. Innauer soll dafür sorgen, dass auch bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver ein schlagkräftiges Nordisches Team zur Verfügung steht.
- Familie
Innauer ist mit einer ehemaligen Skilangläuferin verheiratet, mit der er drei Kinder, Mario, Jakob und Lisa, hat. Sein jüngerer Sohn Mario ist ebenfalls Skispringer und gab in der Saison 2006/2007 sein Weltcup-Debüt.
2008, anläßlich seines 50. Geburtstags, plant Innauer eine erweiterte Neuauflage seiner Autobiographie "Der kritische Punkt".
[Bearbeiten] Erfolge
- 1974: Junioren-Sieger der Dreiländertournee
- 1975: Sieger Schweizer Springertournee (15. Le Locle, 3. Gstaad, 3. St. Moritz. 1. Engelberg)
- 1975: Junioren-Europameister in Lieto
- 1975: 3. Platz und Junioren-Sieger Salpausselhae-Spiele in Lahti
- 1975: Sieger Holmenkollenspiele in Oslo
- 1975: Sieger in Lierberget
- 1975: Sieger in Rovaniemi
- 1975: Sieger in Rukatunturi
- 1975: Sieger Kongsbergcup in Planica
- 1976: 4. Platz Intersport-Springertournee (1. Oberstdorf, 1. Garmisch, 24. Innsbruck, 1. Bischofshofen)
- 1976: Junioren-Europameister in Reichenberg
- 1976: Sieger in Raufoss
- 1976: 2. Platz Holmenkollenspiele in Oslo
- 1976: 2. Platz Norwegen-Tournee (1. Lilleström, 1. Hamar, 1. Lillehammer, 2. Elverum)
- 1976: Sieger Hochkönig-Pokal
- 1977: 4. Platz Intersport-Springertournee (1. Oberstdorf, 2. Garmisch, 3. Innsbruck, 19. Bischofshofen)
- 1977: 2. Platz WM im Skifliegen in Vikersund
- 1978: 4. Platz Skiflugwoche am Kulm mit 2 Tagessiegen
- 1978: Sieger in Kuusamo
- Olympische Spiele 1976: 2. Platz Großschanze
- Olympische Spiele 1980: 1. Platz Normalschanze
- Skisprung-Weltcup: 2 Einzelsiege
[Bearbeiten] Literatur
- "Der Showsport Skispringen. Zur soziologisch-philosophischen Deutung des Hochleistungssports", Anton Innauer, 1987, Karl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit
- Toni Innauer, Der kritische Punkt. Mein Weg zum Erfolg. Aufgezeichnet von Christian Seiler, 1992, Bad Sauerbrunn, ISBN 3-900977-32-1
- Positive Unsicherheit : Ratgeber für Erfolgswege in die Zukunft ; [12 Interviews mit 12 Erfolgsmenschen] / von Werner Ringhofer und Alois Kogler. Mit einem Vorw. von Toni Innauer, 2005, Graz, ISBN 3-200-00488-6
- Man scheitert ja viel öfter als man gewinnt. Der Glaube und der Spitzensport. Anton Innauer im Gespräch. Seite 50 - 59, Jahrbuch der Diözese Gurk/Zbornik krške škofije 2008, Klagenfurt, November 2007. Verfügbar über: http://www.kath-kirche-kaernten.at//upload/38891_dioezesanjahrbuch2008_interview_innauer.pdf , abgerufen am 27.Mai 2008
- Helden und Idole. Sportstars in Österreich, Hrsg. Matthias Marschik, mit einem Beitrag von Birgit Egarter "Anton Innauer. Von Hausdächern abheben...,Studien Verl., 2006, ISBN 978-3-7065-4253-1
[Bearbeiten] Weblinks
1924: Jacob Tullin Thams | 1928: Alf Andersen | 1932: Birger Ruud | 1936: Birger Ruud | 1948: Petter Hugsted | 1952: Arnfinn Bergmann | 1956: Antti Hyvärinen | 1960: Helmut Recknagel | 1964: Veikko Kankkonen | 1968: Jiří Raška | 1972: Yukio Kasaya | 1976: Hans-Georg Aschenbach | 1980: Anton Innauer | 1984: Jens Weißflog | 1988: Matti Nykänen | 1992: Ernst Vettori | 1994: Espen Bredesen | 1998: Jani Soininen | 2002: Simon Ammann | 2006: Lars Bystøl
1924: Jacob Tullin Thams | 1925: Willen Dick | 1926: Jacob Tullin Thams | 1927: Tore Edman | 1928: Alf Andersen | 1929: Sigmund Ruud | 1930: Gunnar Andersen | 1931: Birger Ruud | 1932: Birger Ruud | 1933: Marcel Reymond | 1934: Kristian Johansson | 1935: Birger Ruud | 1936: Birger Ruud | 1937: Birger Ruud | 1938: Asbjørn Ruud | 1939: Josef Bradl | 1941: Paavo Vierto (inoffiziell) | 1948: Petter Hugsted | 1950: Hans Bjørnstad | 1952: Arnfinn Bergmann | 1954: Matti Pietikäinen | 1956: Antti Hyvärinen | 1958: Juhani Kärkinen | 1960: Helmut Recknagel | 1962: Toralf Engan | 1964: Veikko Kankkonen | 1966: Bjørn Wirkola | 1968: Jiří Raška | 1970: Gari Napalkow | 1972: Yukio Kasaya | 1974: Hans-Georg Aschenbach | 1976: Hans-Georg Aschenbach | 1978: Matthias Buse | 1980: Anton Innauer | 1982: Armin Kogler | 1985: Jens Weißflog | 1987: Jiří Parma | 1989: Jens Weißflog | 1991: Heinz Kuttin | 1993: Masahiko Harada | 1995: Takanobu Okabe | 1997: Janne Ahonen | 1999: Kazuyoshi Funaki | 2001: Adam Małysz | 2003: Adam Małysz | 2005: Rok Benkovič | 2007: Adam Małysz
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Innauer, Anton |
| ALTERNATIVNAMEN | Toni Innauer |
| KURZBESCHREIBUNG | erfolgreicher österreichischer Skispringer und Springertrainer |
| GEBURTSDATUM | 1. April 1958 |
| GEBURTSORT | Bezau, Vorarlberg |

