BMW R 50 S

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Das Motorrad-Modell R 50 S wurde von 1960 bis 1962 in 1634 Exemplaren mit Zweizylinder-Boxermotor und Kardanantrieb von BMW hergestellt: Es ist eine leistungsgesteigerte Variante des Basismodells BMW R 50.

Das hubraumkräftigere, aber leistungs- und auch ansonsten fast baugleiche Modell mit 600 cm³ Hubraum war ab 1955 die R 69 – ausgerüstet mit dem unveränderten Motor des Vorgängermodells R 68, jedoch mit dem modernen Vollschwingen-Fahrwerk.

Allenfalls als lose verwandt mit der R 50 S kann man die Werksrennsportmaschinen sehen, die jedoch dank Königswellen-Antrieb ihrer obenliegenden Nockenwellen ein aufwendigeres Motorkonzept verfolgten.

Das hubraumgrößere Modell R 69, Nachfolger der BMW R 68, machte insbesondere in der später auf 42 PS leistungsgesteigerten Version R 69 S durch frühzeitige schwere Motorschäden oftmals unangenehm auf sich aufmerksam. Das Konzept der Rollenlagerung und die Schwingungsdynamik mitsamt hohen Drehzahlen und Mitteldrücken setzten der Kurbelwelle arg zu. Nicht wenige Fahrer der R 69 S erlebten einen abgerissenen Zylinder infolge Schwingungsbruchs, den maximalen Motorschaden mit defekter Kurbelwelle und zerstörtem Motorgehäuse.

So wurde – erstmals bei einem Serienmotor in der Geschichte des Kraftfahrzeugs – am vorderen Ende der Kurbelwelle der R 69 S ein Torsionsschwingungsdämpfer angebracht. Dessen Platzbedarf erforderte einen geänderten Motordeckel mit „Beule“ (siehe 5. Bild) und eine geringfügig geänderte Vorderradschwinge mit Abflachung am unteren Schutzblechträger-Rohrbogen.

Kenner erkennen die „S“-Modelle an ihren Ventilkammerdeckeln, die etwas breiter ausfallen und weniger Längsrippen tragen als die Deckel der Normalmodelle. R 50 S und R 69 S haben hydraulische Lenkungsdämpfer.

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