BMW K 1300 R

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BMW
BMW K1300R Rennes.jpg
Modellcode K43
K 1300 R
Hersteller: BMW
Verkaufsbezeichnung K 1300 R
Produktionszeitraum ab 2009
Klasse Motorrad
Bauart Naked Bike
Motordaten
Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor
Hubraum (cm³) 1293
Leistung (kW/PS) 127 kW (173 PS) bei 9.250 min-1
Drehmoment (N m) 140 Nm bei 8.250 min-1
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
270
Getriebe 6 Gang
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen Doppelscheibenbremse vorne, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser vorne 320 mm hinten 265 mm, 4-Kolben-Festsattel
Radstand (mm) 1.585 mm
Sitzhöhe (cm) 82 cm
Leergewicht (kg) 217 kg (fahrfertig)
243 kg (vollgetankt)
Vorgängermodell BMW K 1200 R

Die BMW K 1300 R ist ein Motorrad des Herstellers BMW und wird seit 2009 im BMW-Werk Berlin in Spandau gefertigt. Das Naked Bike ist technisch weitgehend identisch mit der BMW K 1300 S, jedoch ohne Vollverkleidung und mit einem höheren Lenker. Die Nachfolgerin der BMW K 1200 R wurde am 7. Oktober 2008 auf der Intermot in München der Presse vorgestellt.[1]

Technische Daten[Bearbeiten]

Antrieb[Bearbeiten]

Der flüssigkeitsgekühlte Vierzylindermotor erzeugt aus 1293 cm³ Hubraum eine Nennleistung von 127 kW (173 PS) bei einer Drehzahl von 9250 min-1 und ein maximales Drehmoment von 140 Nm bei 8250 min-1. Der quer eingebaute Reihenmotor hat vier Ventile pro Zylinder. Die vier Zylinder haben eine Bohrung von 80 mm und einen Hub von 64,3 mm. Der Viertaktmotor hat ein Verdichtungsverhältnis von 13:1.

Fahrgestell[Bearbeiten]

Das Fahrgestell besteht aus einem Brückenrahmen aus Aluminium und einem mittragenden Motor. Das Vorderrad wird von einem Duolever mit Zentralfederbein und 115 mm Federweg geführt, das Hinterrad von einer Einarmschwinge aus Aluminiumguss mit Paralever und 135 mm Federweg. Die Bereifung ist vorne 120/70 ZR 17 und hinten 180/55 ZR 17. Der Kraftstofftank fasst 19,0 Liter, davon sind 4,0 Liter Reserve. Das Trockengewicht beträgt 217 kg, das Leergewicht 243 kg.

Antriebsstrang[Bearbeiten]

Die Kraftübertragung erfolgt über eine Mehrscheibenkupplung im Ölbad, ein klauengeschaltetes Sechsgang-Getriebe und einen Kardanantrieb. Am Vorderrad verzögert eine Doppelscheibenbremse mit 320 mm Durchmesser, hinten eine Einscheibenbremse mit 265 mm Durchmesser. Ein optional angebotenes, teil-integrales Antiblockiersystem regelt das Bremssystem. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch beträgt 7,2 Liter Superbenzin auf 100 km bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Zur Ausstattung gehören eine digitale Motorelektronik (BMS-K) mit elektronischer Einspritzung, integrierter Klopfregelung und Schubabschaltung.

Das Motorrad beschleunigt in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h.[2]

Lackierungen[Bearbeiten]

Die K 1300 R wird in zwei Lackierungen angeboten:

Saphirschwarz metallic Racingred uni




Kritiken[Bearbeiten]

„Äußerlich ist vom Wandel der R nicht viel zu bemerken. Leichte Retuschen am Plastik machen den Auftritt ein wenig knackiger und sportlicher. Wobei trotz aller technischer Modifikationen gilt: Eine Wundermaschine ist die K 1300 R nicht. Ein Motorrad, das Zeichen setzt, allemal.“

Gerd Thöle: Motorrad[3]

„Auch im straffen Sportmodus, der am besten zum forschen Landstraßen-Brennen passt, verlangt die BMW aktive Beteiligung vom Piloten, will er der K 1300 das Stier-Gemüt austreiben. Zwar suggeriert der äußerst handliche Conti Sport Attack williges Einlenken, aber bei erhöhtem Druck auf dem Vorderrad wird die K damit sichtlich nervös. Gleichzeitig spürt man im Lenker die Masse des großen Motorrades, will heißen: Die BMW schiebt nach außen.“

Volker Jacob, Sebastian Lang, Uwe Seitz: PS[2]

„Dank des Verzichts auf alles Unnötige und der Reduzierung aufs Wesentliche konzentriert sich die K 1300 R vor allem auf Eines: das Beschleunigen. Und das tut sie in allen Lebenslagen nicht nur souverän − sondern geradezu mit Urgewalt.“

Volker Pfau: tz[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BMW K 1300 R – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der BMW Group. 7. Oktober 2008, abgerufen am 29. August 2013.
  2. a b Volker Jacob, Sebastian Lang, Uwe Seitz: Acht Bikes für die Landstraße. In: PS – Das Sport-Motorrad Magazin, Ausgabe 6/2011. 23. September 2011, abgerufen am 29. August 2013.
  3. Gerd Thöle: Test BMW K 1300 R. In: Motorrad, Ausgabe 1/2009. 18. Dezember 2008, abgerufen am 29. August 2013.
  4. Volker Pfau: Kleine Münchner Revolution. In: tz. 19. Januar 2010, abgerufen am 12. April 2014.