BMW R 1150 RT
| BMW | |
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BMW R 1150 RT, Modelljahr 2001 |
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| R 1150 RT | |
| Hersteller: | BMW |
| Produktionszeitraum | 2001 bis 2005 |
| Klasse | Tourer |
| Motordaten | |
| Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum (cm³) | 1130 cm³ |
| Leistung (kW/PS) | 70 kW (95 PS) bei 7250 min-1 |
| Drehmoment (N m) | 100 Nm bei 5500 min-1 |
| Höchstgeschwin- digkeit (km/h) |
206 |
| Getriebe | 6 |
| Antrieb | Kardanantrieb |
| Bremsen | V: Zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremse Ø 320 mm; H: Eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse Ø 276 mm |
| Radstand (mm) | 1485 mm |
| Sitzhöhe (cm) | 82 cm |
| Leergewicht (kg) | 266 kg |
| Vorgängermodell | BMW R 1100 RT |
| Nachfolgemodell | BMW R 1200 RT |
Die BMW R 1150 RT ist ein vollverkleidetes Motorrad der Marke BMW mit einem Zweizylinder-Boxermotor. Der Tourer hat mehrere mechanisch bauähnliche Schwestermodelle mit weitgehend identischem Motor und unterschiedlicher Fahrwerksauslegung sowie Ausstattung. Parallelmodelle sind das Naked Bike R 1150 R, der Sportler R 1150 RS und die Enduro R 1150 GS.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines [Bearbeiten]
Die R 1150 RT löste mit dem Modelljahr 2001 die R 1100 RT ab. Veränderungen wurden außer im Design der Frontverkleidung vor allem unter dem Kunststoffkleid vorgenommen. Die Motorleistung wurde von 66 auf 70 kW (90 zu 95 PS) geringfügig erhöht; der Hubraum erfuhr ebenfalls eine marginale Erweiterung von 1085 cm³ auf 1130 cm³.
Mit dieser RT wurde eine neue Bremsentechnologie in die Boxerreihe eingeführt. Das bis dahin verbaute ABS II wurde durch das Integral-ABS ersetzt, welches es in zwei Versionen gab, als Teil- und als Vollintegral-ABS. Die RT kam ab Werk zunächst mit der vollintegralen Variante, bei der immer beide Räder gebremst werden, unabhängig davon, ob die Hand- oder die Fußbremse betätigt wird. Lediglich am Ende der Produktion 2004 gab es ein Sondermodell in saphir-schwarz und mit Chromteilen, welches mit ABS-Teil-Integralbremse ausgerüstet war. Auch die meisten Behördenfahrzeuge wurden mit Teil-Integral produziert. Bei den parallelen Boxermodellen musste das Antiblockiersystem gesondert geordert werden und stand je nach Modell auch nur als Teilintegral-ABS zur Verfügung.
BMW modifizierte das Fahrwerk, wodurch das 281 kg schwere Motorrad handlicher wurde als ihre Vorgängerin. Im Cockpit war erstmals ein Display des optional erhältlichen Radios montiert, welches mit diesem Motorradmodell ebenfalls den Vorgänger ablöste, der schon in der alten R- und K-Reihe zum Einsatz kam. Im Zuge der Modellpflege wurde die sensible Fußbremse etwas entschärft (Modelljahr 2002) sowie der Motor mit einer Doppelzündung versehen (Modelljahr 2003).
Mit dem Modelljahr 2005 wurde die R 1150 RT durch die R 1200 RT abgelöst.
Technische Daten [Bearbeiten]
Motor [Bearbeiten]
Der luft- und ölgekühlte Zweizylinder-Boxermotor mit Nasssumpf-Druckumlaufschmierung ist längs eingebaut und erzeugt eine Nennleistung von 70 kW (95 PS). Jeder Zylinder hat eine Bohrung von 101 mm und 70,5 mm Hub. Die zwei Einlass- und zwei Auslassventile werden von einer obenliegenden, kettengetriebenen Nockenwelle über Kipphebel betätigt. Der Viertaktmotor mit einem Verdichtungsverhältnis von 11,3:1 hat eine elektronische Saugrohreinspritzung und Transistorzündung und einen geregelten Drei-Wege-Katalysator, die von einer digitalen Mototronic MA 2.4 gesteuert werden. Die 12 Volt Batterie hat eine Kapazität von 19 Ah und die Lichtmaschine 700 Watt.
Kraftübertragung [Bearbeiten]
Als Primärantrieb dienen Zahnräder, als Sekundärantrieb eine Doppelgelenkwelle (Paralever-Kardan). Die Einscheiben-Trockenkupplung wird hydraulisch betätigt. Das Getriebe hat sechs Gänge, wobei der sechste Gang im Gegensatz zu den Schwestermodellen R 1150 RS und R 1150 GS als lang übersetzter Schongang ausgelegt ist.
Fahrwerk [Bearbeiten]
Die Motor-Getriebe-Einheit ist mittragend ausgebildet und lagert die Vorderradführung (Telelever). Der Vorderrahmen besteht aus Aluminiumguss, der Heckrahmen aus Stahl. Die vordere Telelever-Gabel hat 35 mm Standrohrdurchmesser und 120 mm Federweg, die hintere Aluminium-Einarmschwinge mit Paralever-Momentabstützung hat ein Zentralfederbein und 135 mm Federweg. Die Federvorspannung ist hydraulisch verstellbar, die Zugstufe ist stufenlos einstellbar. Das Motorrad hat Gussräder aus Leichtmetall, die Felgengröße beträgt vorn 3,50×17 und hinten 5,00×17. Am Vorderrad verzögern zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremsen mit 320 mm Durchmesser, hinten wirkt eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse mit 276 mm Durchmesser. Die Bereifung hat vorn die Maße 120/70 ZR 17 und hinten 170/60 ZR 17. Fahrbereit wiegt das Motorrad 281 kg, die maximale Zuladung beträgt 214 kg.
Kraftstoffversorgung [Bearbeiten]
Der Kraftstofftank fasst 25,2 Liter. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt bei 5,5 Liter auf 100 km bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Der Hersteller empfiehl die Verwendung von Motorenbenzin mit einer Klopffestigkeit von mindestens 95 Oktan.
Motorräder mit vergleichbarer Charakteristik sind Ducati ST3, Honda PanEuropean, Moto Guzzi Norge, Triumph Sprint ST, Yamaha FJR 1300.
Literatur [Bearbeiten]
- Matthew Coombs (übertragen und bearbeitet von Udo Stünkel): Wartung und Reparatur BMW R 850/1100/1150 GS/ R / RS / RT. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2005, ISBN 3-7688-5224-5.
Siehe auch [Bearbeiten]
Vorkriegszeit – Einzylinder: R 39 | R 2 | R 3 | R 4 | R 35 | R 20 | R 23
Vorkriegszeit – Boxer: R 32 | R 37 | R 42 | R 47 | R 52 | R 57 | R 62 | R 63 | R 11 | R 16 | R 7 (Prototyp) | R 12 | R 17 | R 5 | R 6 | R 51 | R 61 | R 66 | R 71 | WR 750 (Rennmotorrad)
Zweiter Weltkrieg: R 75 (Wehrmachtsgespann)
Nachkriegszeit: R 24 | R 25 | R 25/2 | R 25/3 | R 51/2 | R 51/3 | R 67/2 | R 68
Vollschwingen-BMW 1955 bis 1969: R 26 | R 27 | R 50 | R 60 | R 69 | R 50/2 | R 60/2 | R 50 S | R 69 S
„Strich-Fünfer“ 1969 bis 1973: R 50/5 | R 60/5 | R 75/5
„Strich-Sechser“ 1973 bis 1976: R 60/6 | R 75/6 | R 90/6 | R 90 S
„Strich-Siebener“ 1976 bis 1985: R 60/7 | R 75/7 | R 80/7 | R 100/7 | R 100 S | R 100 RS | R 100 RT | R 100 CS
„Kleine“ Zweizylinder-Boxer 1978 bis 1985: R 45 | R 65 | R 65 S | R 65 GS
Zweizylinder-Boxer 1980 bis 1997 (letzte Zweiventil-Boxer): R 80 G/S | R 80 ST | R 80 | R 80 RT | R 80 GS | R 80 R | R 100 GS | R 100 GS Paris-Dakar | R 100 R | R 100 RS Classic | R 100 RT Classic
Vierventil-Boxer mit 850 bis 1.200 cm³ 1993 bis 2006 (1. Generation): R 850 GS | R 850 RT | R 850 R / R Comfort | R 850 C | R 1100 R | R 1100 RS | R 1100 S | R 1100 GS | R 1100 RT | R 1150 RT | R 1150 R | R 1150 R Rockster | R 1150 RS | R 1150 GS | R 1150 GS Adventure | R 1200 C | R 1200 CL
Vierventil – Boxer mit 1.200 cm³ ab 2004 (2. Generation, „EVO-Boxer“): R 1200 S | R 1200 ST
F- und G-Baureihe (Einzylinder und Reihen-Zweizylinder): F 650 | F 650 ST | F 800 ST | F 800 S | G 650 Xchallenge | G 650 Xcountry | G 650 Xmoto | F 650 GS
K-Baureihe (Drei- und Vierzylinder-Reihenmotoren): K 75 | K 75 C | K 75 S | K 75 RT | K 100 | K 100 RS | K 100 RT | K 100 LT | K 1 | K 1100 LT | K 1100 RS | K 1200 GT | K 1200 LT | K 1200 R | K 1200 RS | K 1300 GT
HP-Reihe: HP2 Enduro | HP2 Sport | HP2 Megamoto
Roller: R 10 (Prototypen) | C1