Bastia Umbra

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Bastia Umbra
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Bastia Umbra (Italien)
Bastia Umbra
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Perugia (PG)
Koordinaten: 43° 4′ N, 12° 33′ O43.06666666666712.55202Koordinaten: 43° 4′ 0″ N, 12° 33′ 0″ O
Höhe: 202 m s.l.m.
Fläche: 27,62 km²
Einwohner: 21.965 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 795 Einw./km²
Postleitzahl: 06083
Vorwahl: 0575
ISTAT-Nummer: 054002
Volksbezeichnung: Bastioli
Schutzpatron: San Michele Arcangelo (29. September)
Website: Gemeinde Bastia Umbra

Bastia Umbra ist eine Gemeinde mit 21.965 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Perugia in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Die Lage von Bastia Umbra in der Provinz Perugia

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 28 km². Sie liegt ca. 150 km südöstlich von Florenz und ca. 15 km südöstlich der Regional- und Provinzhauptstadt Perugia am Zusammenfluss der Flüsse Chiascio und Tescio in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1994 GR/G.[2]

Zu den Ortsteilen zählen Bastiola, Cipresso, Costano, Ospedalicchio und San Lorenzo.

Die Nachbargemeinden sind Assisi, Bettona, Perugia und Torgiano.

Geschichte[Bearbeiten]

Castello Costano im Ortsteil Costano

Erstmals erwähnt wird der Ort 1053 als Insula Romana (römische Insel) in einem Dokument des Petrus Damiani. Den Namen Insula Romana behielt der Ort bis ins 14. Jahrhundert. Aufgrund seiner Lage zwischen Assisi und Perugia geriet der Ort öfters in die Kampfhandlungen derer, wobei sich die Gemeinde ab 1319 für Assisi einsetzte und im selben Jahr die Peruginer Soldaten sieben Monate an ihrem Marsch nach Assisi hinderten. Nach der Niederlage wurde der Ort zerstört, aber kurz später wieder aufgebaut und mit einer Stadtmauer und siebzehn Türmen (Bastioni) versehen. Der heutige Name leitet sich aus diesen Bastioni ab. 1419 wurde Bastia von Braccio da Montone eingenommen, kehrte aber kurze Zeit später unter die Herrschaft von Assisi zurück. Von 1431 bis 1580 unterstand der Ort der Familie Baglioni, danach der der Boncompagni. 1614 erstellte Bastia seine Statuten und erreichte damit die Eigenständigkeit bis 1808, als Napoleon mit seinen Soldaten Umbrien und somit auch Bastia besetzten. Nach der Niederlage der französischen Truppen 1816 verblieb die Gemeinde bis 1861 im Kirchenstaat, um dann nach dem Risorgimento Teil Italiens zu werden. Der Namenszusatz Umbra ist seit 1926 offizieller Bestandteil des Ortsnamens Bastia, um sich von anderen Orten gleichen Namens abzugrenzen.

Polittico Sant’Angelo des Nicolò Alunno in der Chiesa di San Michele Arcangelo

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Chiesa collegiata di Santa Croce, Kirche aus dem Jahr 1295.
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, Kirche, enthält das Werk Polittico di Sant’Angelo von Nicolò Alunno aus dem Jahr 1499.
  • Chiesa di San Paolo delle Abbadesse, Kirche aus dem 12. Jahrhundert.
  • Ponte sul Chiascio, historische Brücke aus dem Jahr 1548 über den Fluss Chiascio am Zusammenfluss mit dem Tescio.
  • Porta Sant’Angelo, Stadttor aus dem 13. Jahrhundert.
  • Rocca baglionesca, Festungsanlage und von 1431 bis zum 16. Jahrhundert Familiensitz der Baglioni.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Seit 1962 findet zu Ehren des Schutzheiligen Ende September der Palio de San Michele statt, ein Palio, an dem die vier Ortsteile (Rioni) des historischen Ortskern (Moncioveta, Portella, San Rocco und Sant’Angelo) teilnehmen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bastia Umbra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 18. Mai 2014 (ital.) (PDF; 330 kB)