Torgiano

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Torgiano
Kein Wappen vorhanden.
Torgiano (Italien)
Torgiano
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Perugia (PG)
Koordinaten: 43° 2′ N, 12° 26′ O43.02555555555612.434166666667219Koordinaten: 43° 1′ 32″ N, 12° 26′ 3″ O
Höhe: 219 m s.l.m.
Fläche: 37,88 km²
Einwohner: 6.688 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einw./km²
Postleitzahl: 06089
Vorwahl: 075
ISTAT-Nummer: 054053
Volksbezeichnung: Torgianesi
Schutzpatron: San Bartolomeo (25. August)
Website: Gemeinde Torgiano
Panorama von Torgiano
Panorama von Torgiano

Torgiano ist eine Gemeinde mit 6688 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Perugia in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Die Lage von Torgiano in der Provinz Perugia

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 38 km². Die Gemeinde liegt ca. 10 km südöstlich von Perugia am Zusammenfluss von Tiber und Chiascio. Sie ist Teil der Gemeinschaften Città dell’Olio,[2] Cittàslow,[3] Die schönsten Dörfer Italiens[4] und der Comunità montana Trasimeno Medio Tevere[5] und liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2014 GR/G. Im Ort wird die Rebsorte Canaiolo nero angebaut. Der Ortsname entstammt dem Turm Torre di Giano.

Zu den Ortsteilen (Frazioni) gehören Brufa (291 Höhenmeter, ca. 600 Einwohner, früher auch als Castel Grifone bekannt) und Pontenuovo.

Die Nachbargemeinden sind Bastia Umbra, Bettona, Deruta und Perugia.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand 1276 durch Beschluss der Stadt Perugia vom 9. März 1274 als Castrum Torscianus über einem älteren Ort, der damals als Giano oder Torre di Giano nominiert war[6] und 595 durch Agilulf zerstört wurde. Zu dieser Zeit entstand auch das Castello di Brufa und der dazugehörige Ortsteil sowie die von Fra Bevignate errichtete Brücke Ponte Nuovo. 1426 entstanden eigene Statuten. Im Jahr 1500 wurde der Ort von Cesare Borgia, dem Duca del Valentino, eingenommen. 1540 brach der Salzkrieg (Guerra del Sale) zwischen dem Kirchenstaat und Perugia um die vom Papst Paul III. eingesetzte Salzsteuer aus, dem der Ort trotz der geografischen Nähe entging. Ab dem 17. Jahrhundert herrschten im Ort die Familien der Baglioni, der Graziani und der Ansidei.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Turm Torre Baglioni
Die Kirche Chiesa di Sant’Ermete im Ortsteil Brufa
  • Castello di Brufa, Burgruine in Ortsteil Brufa
  • Chiesa di San Bartolomeo, Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Die Apsis wurde von Ascanio Guglielmo di Panicale und Olimpio Colli 1937 gestaltet
  • Chiesa di Sant’Ermete im Ortsteil Brufa, Kirche mit Grabstätte des Giovanni Andrea Bontempi
  • Chiesa di Santa Maria dell’Olivello, Kirche, die um 1565 erbaut wurde und 1764 restauriert wurde. Enthält ein Fresko aus dem 18. Jahrhundert (Madonna col Bambino e i Santi Giuseppe e Giovanni)
  • Chiesa della Santa Croce, Kirche außerhalb des Ortskerns, die im 18. Jahrhundert über einer älteren Kirche (ca. 11. Jahrhundert) errichtet wurde
  • Das Ölbaum und Olivenölmuseum
  • Oratorio di Sant’Antonio Abate, Oratorium aus dem 16. Jahrhundert. Enthält Werke aus dem Umfeld von Domenico Alfani
  • Oratorio della Misericordia, bereits 1587 existierendes Oratorium mit dem Campanile 1834 fertiggestellten Glockenturm, der heute das Ortsbild prägt
  • Palazzo Graziani Baglioni, Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, beherbergt seit 1974 das Weinmuseum
  • Parco dei Mulini / Parco dei Fiumi, Mühlen- und Flusspark am Zusammenfluss von Chiascio und Tiber
  • Santa Maria nel Castello, Kirche aus dem (ca.) 15. Jahrhundert mit Fresken auf der Fassade
  • Torre Baglioni, kurz außerhalb der Stadtmauern stehender Turm aus dem 13. Jahrhundert, der heute neben dem Campanile das Ortsbild prägt

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Torgiano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Webseite von Città dell’Olio, abgerufen am 6. Mai 2011
  3. Webseite von Cittàslow zu Italien, abgerufen am 6. Mai 2011
  4. Webseite von Borghi più belli d’Italia, abgerufen am 6. Mai 2011
  5. Webseite Comunità Montana Trasimeno Medio Tevere, abgerufen am 6. Mai 2011
  6. Webseite von La mia Umbria, abgerufen am 6. Mai 2011