Brüsewitz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brüsewitz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brüsewitz
Brüsewitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brüsewitz hervorgehoben
53.67552311.24697154Koordinaten: 53° 41′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Lützow-Lübstorf
Höhe: 54 m ü. NHN
Fläche: 29,88 km²
Einwohner: 2041 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19071
Vorwahl: 038874
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 012
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfmitte 24 19209 Lützow
Webpräsenz: www.luetzow-luebstorf.de
Bürgermeister: Manfred Dutz
Lage der Gemeinde Brüsewitz im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Über dieses Bild

Brüsewitz ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Lützow-Lübstorf mit Sitz in Lützow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Sendeturm auf dem Hütterberg

Das Gemeindegebiet von Brüsewitz grenzt unmittelbar an den Nordwesten der Landeshauptstadt Schwerin. Durch die Gemeinde verläuft die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. Während die hier entspringende Stepenitz in Richtung Ostsee entwässert, entwässert der Neumühler See, dessen Nordwestzipfel zu Brüsewitz gehört, in die Nordsee. Die Stepenitz durchfließt westlich von Gottmannsförde den Rehmsee, der durch Anstauung Anfang der 1980er Jahre vergrößert wurde, und den Speicher Faulmühle, einen Stausee, in den bei Brüsewitz der Gadebuscher Bach mündet. Der zwischen den Ortsteilen Gottmannsförde und Herren Steinfeld liegende Hütterberg erreicht mit 95,7 m ü. NHN die größte Höhe im direkten Umland Schwerins und im Amt Lützow-Lübstorf; auf ihm steht ein Turm, auf dem die Deutsche Telekom Sendeanlagen betreibt.

Gemeindegliederung

Zu Brüsewitz gehören die Ortsteile Gottmannsförde, Groß Brütz und Herren Steinfeld. 1974 wurden die Dörfer zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.

Weitere Siedlungen im Gemeindegebiet sind Brützer Bauern, Eulenkrug, Faulmühle, Klein Amerika, Rosenberg und Wahrholz.

Wappen[Bearbeiten]

Der Wappenbrief wurde durch den Landesinnenminister am 18. Februar 2011 übergeben. Das Wappen hat die Nummer 333 in der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Der durch einen Wellenschnitt geteilte Schild soll auf die in der Gemeinde entspringende Stepenitz hinweisen. Im oberen Teil befindet sich das Lilienschild der Familie von Schack. Die vier Rapsblüten verweisen anhand einer Zahlensymbolik auf die vier zur Gemeinde gehörenden Ortsteile Brüsewitz, Gottmannsförde, Groß Brütz und Herren Steinfeld. Gleichzeitig wird durch die Rapsblüten der Bezug zur Landwirtschaft hergestellt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name ist polabischen Ursprungs und könnte ursprünglich Brezavici oder Brysavici (Breza/Bryza = Birke, vici = Kennzeichnung eines Ortes), also Ort der Birken, geheißen haben. Die Birke ist ein typischer Baum für morastige, sumpfige Gebiete, wie sie auch in Brüsewitz entlang des Gadebuscher Grabens zu finden sind. Noch heute wird der kleine Fluss von einer breiten sumpfigen Wiesenfläche begleitet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürften die angrenzenden Gebiete zur Zeit der Slawen mit Birkenwäldern bewachsen gewesen sein.

Eine erste urkundliche Erwähnung ist auf den 25. Mai 1220 datiert. Graf Gunzelin von Schwerin schenkte seiner Gemahlin Oda Bruseuizdhorp (Brüsewitzdorf) als Allodialgut (Erbbesitz, kein Lehen). Auf Gräfin Odas Wunsch verlieh er gleichzeitig den dort ansässigen Slawen das deutsche Recht. Im Zuge der deutschen Kolonisierung wurde der Ort in Klein Brütz umbenannt, da die herrschenden Deutschen in der Nähe eine neue Siedlung mit dem Namen Groß Brütz gründeten. Trotz des Klein im Namen blieb Brüsewitz das Hauptgut mit dem Herrschaftssitz, sodass unter dem Besitzer von Schack eine Rückbenennung von Klein Brütz zu Brüsewitz am 2. Oktober 1820 beim Großherzog erwirkt wurde.

Markante Bauwerke sind das 1953 erbaute Kulturhaus sowie die 1998–1999 umgebaute und sanierte Realschule mit Grundschulteil. Vom ehemaligen Herrenhaus in Brüsewitz sind nur noch die Reste des alten Parkes erhalten. Das Gebäude wurde 1988 gesprengt, weil bei der Trockenlegung des Burggrabens das Pfahlfundament zerstört wurde. Brüsewitz und insbesondere Herren Steinfeld konnten sich durch die Nähe zu Schwerin nach 1990 zu attraktiven Wohnstandorten entwickeln.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche Groß Brütz

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch das Gebiet der Gemeinde führt das Teilstück der Bundesstraße 104 von Schwerin über Gadebusch nach Lübeck. Ein Haltepunkt der Bahnlinie Parchim–Schwerin–Rehna befindet sich im Ortsteil Groß Brütz.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brüsewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtsbote Lützow-Lübstorf 2/2011. Amt Lützow-Lübstorf, 16. April 2011, S. 5, abgerufen am 20. Februar 2014 (PDF).