Dragun

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Dragun im Landkreis Nordwestmecklenburg. Für die veraltete Bezeichnung Estragons, siehe Deutscher Estragon.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dragun führt kein Wappen
Dragun
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dragun hervorgehoben
53.711.21666666666750Koordinaten: 53° 42′ N, 11° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Gadebusch
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 20,54 km²
Einwohner: 773 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19205
Vorwahlen: 03886, 038871
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 020
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19205 Gadebusch
Webpräsenz: www.gadebusch.de
Bürgermeisterin: Sabine Schirrmeister
Lage der Gemeinde Dragun im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Über dieses Bild

Dragun ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland. Die Gemeinde wird vom Amt Gadebusch mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Der Eigenheimbau der letzten Jahre bewirkte einen Anstieg der Einwohnerzahl um 75 %, was typisch für mecklenburgische Gemeinden in der Nähe von großen Städten (Schwerin) ist.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dragun liegt östlich der Kleinstadt Gadebusch und etwa zwölf Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Schwerin. Das Gemeindegebiet fällt nach Osten zur oberen Stepenitz mit dem Cramoner See ab. Direkt nördlich des Ortes Dragun liegt der Vietlübber See.

Zu Dragun gehören die Ortsteile Dragun, Drieberg, Drieberg Dorf, Neu Dragun und Vietlübbe.

Geschichte[Bearbeiten]

Dragun wurde im Jahr 1230 als Dragun erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vermutlich von Dragun den slawischen Lokator ab.[2]

Der Name Vietlübbe, ebenfalls im Jahr 1230 erstmals urkundlich als Vitelube erwähnt, kommt aus dem Altslawischen und bedeutet so viel wie Ort der Familie Vitolub oder Ort des Vitolub, des Gewinnliebenden.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die wohl älteste Dorfkirche Mecklenburgs befindet sich im Ortsteil Vietlübbe. Die Dorfkirche Vietlübbe, die inzwischen mit großem Aufwand restauriert wurde, entstand im 12. Jahrhundert in romanischem Stil auf kreuzförmigen Grundriss. Sie wird bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften geordnet nach Kirchspielen auflistet. Ebenfalls saniert wurde das ehemalige Gutshaus im Ortsteil Drieberg Hof. Es ist das Stammgut des Adelsgeschlechts von Drieberg.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Dragun liegt an der Verbindungsstrasse von Schwerin nach Gadebusch, die etwas weiter nördlich parallel zur Bundesstraße 104 entlangführt. In Gadebusch befindet sich der nächste Bahnhof, ab Schwerin bestehen überregionale Anschlüsse.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 42.
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, S. 3–168, hier S. 151.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dragun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien