Süd Autobahn

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Autobahn A2 in Österreich
Süd Autobahn
 Süd Autobahn Süd Autobahn Süd Autobahn
Karte
Verlauf der A 2
Basisdaten
Betreiber: ASFINAG
Gesamtlänge: 377,3 km

Bundesland:

Zwischen Wiener Neudorf und Mödling
Zwischen Wiener Neudorf und Mödling

Die Süd Autobahn A 2 ist eine Autobahn in Österreich. Sie führt von Wien über den Wechsel, vorbei an Graz und Klagenfurt an die Staatsgrenze zu Italien bei Arnoldstein und weiter als italienische A23 („Alpe-Adria Autobahn“) nach Tarvisio, Pontebba, Udine und Palmanova. Mit dem Bau wurde in den 1960er Jahren begonnen. Das letzte Teilstück zwischen Völkermarkt-West und Klagenfurt-Ost wurde 1999 eröffnet. Mit einer Länge von 377,3 km (inkl. Zubringern) ist sie die längste österreichische Autobahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Letztes eröffnetes Teilstück zwischen Grafenstein und Völkermarkt Ost

Der prinzipielle Verlauf der A 2 wurde bereits während der Zeit des Nationalsozialismus teilweise als Strecke 88 und 83 der Reichsautobahn geplant. Diese Strecke sollte von Wien bis nach Villach führen. Der Verlauf dieser Planungstrecke entsprach schon sehr dem jetzigen Verlauf der Autobahn. Mit dem Bau wurde im Dritten Reich jedoch nie begonnen.

Am 6. Mai 1959 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau bei Laxenburg und am 26. Mai 1962 wurde der erste Abschnitt der A 2 zwischen Vösendorf und Leobersdorf eröffnet. Bis 1975 war der Abschnitt zwischen Wien und Seebenstein komplett.

Zuvor wurde aber bereits die erste Autobahn in der Steiermark eröffnet: Die A 2 zwischen Gleisdorf und Raaba (jetzt Knoten Graz Ost) am 13. Dezember 1969.[1]

Im Folgejahr wurde auch die erste Autobahn in Kärnten eröffnet. Der Abschnitt zwischen Pörtschach und Villach war der erste in Kärnten. In der Zeit, als die Autobahn ohne Anschlussstellen als Inselautobahn geführt wurde, bezeichnete man den Abschnitt zwischen Villach und Pörtschach, und später Klagenfurt, als Wörtherseeautobahn. Auch der zuletzt fertiggestellte Abschnitt der A 2 liegt in Kärnten: Am 25. November 1999 war mit der Eröffnung des Abschnittes Völkermarkt West–Klagenfurt Ost die A 2 komplett.

Eine Besonderheit in Österreich ist die Tatsache, dass die Autobahn zwischen Wien und Knoten Seebenstein sowie zwischen Gleisdorf und Mooskirchen bereits mit drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung gebaut wurde. Außer der Wiener Südosttangente A 23 und der Pyhrn Autobahn A 9 im Raum Graz ist die A 2 die einzige Autobahn, wo dies der Fall war. Der Abschnitt Wien–Wiener Neustadt wurde sogar schon in der NS-Zeit sechsspurig geplant. Zwischen Gleisdorf und dem Knoten Graz West wurde aufgrund der damals unüblich breiten Fahrbahn der Pannenstreifen sehr schmal gebaut, zwischen Gleisdorf und dem Knoten Graz Ost ist dies heute noch der Fall, jedoch wurden im Zuge der Generalsanierung in den Jahren 2007 bis 2010 Pannenbuchten in kurzen Abständen angebaut.

Ausbau[Bearbeiten]

Talübergang Lavant in Bau (zweite Brücke) im August 2005

Sparautobahn[Bearbeiten]

Die Strecke zwischen Hartberg und Gleisdorf wurde vorerst nur auf der Trasse der Richtungsfahrbahn Wien errichtet und im Gegenverkehr betrieben. Der unter Bautenminister Karl Sekanina vollzogene Halbausbau wurde als vierspurige Straße ohne Mitteltrennung und ohne Pannenstreifen ausgeführt und daher spöttisch als Sparautobahn bezeichnet. Der Vollausbau des 42 Kilometer langen Abschnitts erfolgte nach zahlreichen schweren Verkehrsunfällen, die durch die fehlende bauliche Trennung der Fahrstreifen mit verursacht wurden. Im Zuge des Ausbaus auf Autobahnquerschnitt wurden die Brücken Bad Waltersdorf, Talübergang Arnwiesen und Lahnbach durch eine zweite ergänzt.

Ebenfalls als Sparautobahn gebaut wurde der Packabschnitt zwischen Mooskirchen und Modriach, der vorerst nur auf der bergwärts führenden Trasse errichtet wurde, sowie der Abschnitt zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg Nord. Der Ausbau des Packabschnitts zu einer Vollautobahn wurde in der Steiermark Ende Juni 2007 und in Kärnten Anfang Dezember 2007 abgeschlossen. Die einröhrigen Tunnel Herzogbergtunnel und Gräberntunnel erhielten im Zuge dieses Ausbaus eine zweite Röhre und beim Talübergang Lavant wurde eine zweite Brücke errichtet.

Packabschnitt[Bearbeiten]

A 2 im Packabschnitt

Eine Besonderheit für Österreich stellen die ursprünglichen Planungen für den Packabschnitt dar. Als Packabschnitt wird die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Mooskirchen und Packsattel bezeichnet. Der alte Autobahnbereich, auf welchem früher vier Fahrstreifen ohne Pannenstreifen die komplette Autobahn darstellten, war als Richtungsfahrbahn Italien geplant. Die Richtungsfahrbahn Wien sollte nach dem Herzogbergtunnel auf die vom Fahrer aus gesehen linke Seite der Autobahn wechseln und in einem teilweise relativ weit getrennten Bereich von der anderen Richtungsfahrbahn talwärts führen. Dabei war auch eine gänzlich andere, mehr dem Gelände angepasste, Trasse geplant. Der Hintergedanke dieser Planung war, dass lediglich für den bergwärts fahrenden Verkehr, und da vor allem dem Schwerverkehr, geringe Steigungsstrecken ermöglicht werden sollen. Dem talwärts fahrenden Verkehr wurde eine kurvenreichere, steilere Strecke zugemutet. Als in den 1990er Jahren das Verkehrsaufkommen stieg und somit der Ausbau immer nötiger wurde, entschied man sich dann aber doch, die zweite Fahrbahn neben der bereits fertigen zu bauen. Die Gründe dafür waren, dass man entlang der bereits genutzten Trasse am wenigsten Natur zerstören würde und eine Fahrspur als Bauspur verwenden konnte. Dies machte auch den aufwändigen Bau spezieller Baustraßen überflüssig. In Kauf nehmen musste man jedoch den Bau vieler Brücken und Ankerwände sowie den Bau der zweiten Röhre des Kurztunnels Assingberg. Am 28. Juni 2007 wurde die steirische Seite der Pack, nach dreitägiger Sperre zur Durchführung letzter Arbeiten, im Vollausbau freigegeben.

Fahrspuren[Bearbeiten]

Zwischen Wien und Baden befindet sich, neben der Wiener Südosttangente A 23, der einzige achtspurige Bereich in Österreich. Der Ausbau wurde nötig, als man sich endgültig gegen den Bau der Südost Autobahn A 3 bis nach Wien entschied. Die Südost Autobahn mündet heute am Knoten Guntramsdorf in die A 2. Im Oktober 2012 wurde der achtspurige Ausbau zwischen Baden und Kottingbrunn eröffnet, damit ist die A 2 zwischen Wien und Kottingbrunn durchgehend mit vier Fahrstreifen pro Richtung ausgestattet. [2] Im Zuge dieses Ausbaues wurde auch eine neue Anschlussstelle Bad Vöslau errichtet, deren Fertigstellung 2011 erfolgte. Als Nächstes soll der Abschnitt zwischen Leobersdorf und Wiener Neustadt generalsaniert werden.

Anschlussstellen[Bearbeiten]

Eine neue Anschlussstelle wurde zwischen Wiener Neudorf und Knoten Guntramsdorf zur Anbindung des Industriezentrums Niederösterreich Süd gebaut. Während sich die Verhandlungen und die Planung lange Jahre hinaus zogen, wurde der Bau in relativ kurzer Zeit Anfang Dezember 2008 fertiggestellt. Finanziert wurde er nicht nur durch ASFINAG und Land Niederösterreich, sondern auch durch Eco Plus und ansässige Betriebe. Dadurch wird die Anschlussstelle in Wiener Neudorf vor allem vom Schwerverkehr entlastet.

2009 wurde die bisherige Halbanschlussstelle Traiskirchen zur Vollanschlussstelle ausgebaut.

In Kärnten ist zwischen Völkermarkt-Ost und Völkermarkt-West eine weitere Anschlussstelle Völkermarkt-Mitte geplant, welche die B 82 Seeberg Straße direkt an die Autobahn anbinden soll.

Autobahnzubringer[Bearbeiten]

Die Süd Autobahn hat zwei Autobahnzubringer: Graz Ost und Klagenfurt West. Diese Straßen haben jeweils mehrere eigene Anschlussstellen und sind somit eigene Autobahnen. Trotzdem gelten diese Zubringer als Teil der A 2. Obwohl beide ziemlich gleich gebaut sind, ist die Geschichte der beiden eine völlig verschiedene.

Graz[Bearbeiten]

Der Autobahnzubringer Graz Ost wurde ursprünglich als S 39 geplant, jedoch wurde er nie in S 39 umbenannt.

Bis 2005 führte der Zubringer bis nach Graz-Liebenau. Mit Errichtung des Einkaufszentrum Murpark und einer P+R Anlage direkt am Zubringer wurde der Wunsch nach einer eigenen Anschlussstelle und nach einer Straßenbahnverbindung laut. Deshalb entschied man sich, das Ende des Autobahnzubringers Graz Ost vorzuverlegen und am vorgezogenen Ende „Sternäckerweg“ eine ampelgeregelte Kreuzung zu errichten. Die Straße vom Murpark bis zur UPC Arena, die vorher Teil des Zubringers war, erhielt den Namen „Liebenauer Tangente“.

Im September 2012 begannen die Bauarbeiten zum „Umbau des Autobahnknotens Graz Ost“: ASFINAG und Land Steiermark bauten den Zubringerknoten bis Herbst 2013 zu einem Vollanschluss um. Die Kirchbacher Straße B 73 und die Raabastraße L370 wurden im Süden angebunden. Die Gesamtbaukosten haben mehr als 24 Mio. Euro betragen.[3]

Klagenfurt[Bearbeiten]

Zum Parkplatz umfunktionierte Richtungsfahrbahn der A 2 am Zubringer Klagenfurt

Der Zubringer Klagenfurt West ist die ursprünglich geplante A 2 im Raum Klagenfurt. Man wollte die A 2 durch das Stadtgebiet von Klagenfurt bauen. Die A 2 wäre dann eine sogenannte Stadtautobahn geworden. 1972 wurde dann auch der Abschnitt zwischen dem Autobahnende August-Jaksch-Straße und Krumpendorf eröffnet. Mit den Plänen zum Weiterbau stieß man auf erbitterten Widerstand der Klagenfurter Bevölkerung. Also wurde eine andere Lösung gesucht und dann auch gefunden: Die Klagenfurter Nordumfahrung, welche 1995 bzw. 1996 eröffnet wurde. Fast die Hälfte der 12 km langen Strecke (5,73 km) ist als Tunnel bzw. Unterflurtrassen ausgeführt. Es war eines der ersten Autobahnprojekte in Österreich, wo Tunnels gezielt zum Lärmschutz der Anrainer gebaut wurden.

Die Klagenfurter Nordumfahrung mündet jedoch erst am Knoten Klagenfurt West in die bestehende A 2. Deshalb wurde aus der alten Strecke der Zubringer Klagenfurt West.

Die Strecke zwischen der August-Jaksch-Straße und der Anschlussstelle Klagenfurt Wörthersee übergab man im Jahr 2002 an die Kärntner Landesverwaltung. Sie ist deshalb eine Landesstraße und mautfrei. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens von durchschnittlich 10.000 Fahrzeugen wird der Verkehr nur auf der nördlichen Richtungsfahrbahn geführt. Die frei gewordene Fläche auf der südlichen Richtungsfahrbahn wird seitdem als Parkplatz benutzt.

Autobahnknoten[Bearbeiten]

Die Süd Autobahn hat Verbindung zu insgesamt zehn weiteren Autobahnen bzw. Schnellstraßen. Eine weitere Verbindung (Knoten Riegersdorf/S 7) ist in Planung. Rechnet man die Autobahnzubringer mit, gibt es entlang der Autobahn aktuell zehn Knoten.

Inzersdorf und Vösendorf[Bearbeiten]

Der Knoten Inzersdorf verbindet die Süd Autobahn mit der Autobahn Südosttangente Wien A 23. Der Knoten Vösendorf verbindet die A 2 mit der Wiener Außenring Autobahn A 21. Die Anbindung der Wiener Außenring Schnellstraße S 1 an den Knoten Vösendorf erfolgte Ende April 2006.

Im Zuge des vierspurigen Ausbaus der A 2 wurde auch der Knoten Vösendorf und der Bereich zwischen Knoten Inzersdorf umgebaut. In Fahrtrichtung Wien muss man sich schon vor dem Knoten Vösendorf entscheiden, ob man beim Knoten Inzersdorf auf der Wiener Südosttangente in Richtung Wiental / Altmannsdorf fahren wird oder in Richtung Favoriten. Hier erfolgt die Aufteilung des Verkehrs für den Knoten Inzersdorf schon am Knoten Vösendorf, denn beide Relationen werden ab diesem als zwei baulich getrennte, jeweils zweispurige Fahrbahnen bis zur A 23 geführt. Die Ableitung auf die Wiener Außenring Autobahn und die Wiener Außenring Schnellstraße S 1 erfolgt auch im Zuge dieser Verkehrsaufteilung. Dies soll im Bereich zwischen der beiden Autobahnknoten unnötige und bei hohem Verkehrsaufkommen gefährliche Spurwechsel verhindern und somit zu flüssigeren Vorankommen führen. Zum Erreichen des gleichen Ziels gilt ein Tempolimit von 80 km/h in diesem Bereich. In Fahrtrichtung Graz sind beide Knoten verkehrstechnisch nicht miteinander verknüpft. Von der Wiener Südosttangente kommend, nehmen vier Fahrstreifen den Verkehr auf und passieren den Knoten Vösendorf mit allen vier Fahrstreifen. Zwischen Knoten Vösendorf und der Anschlussstelle Mödling/SCS existiert neben der vierspurigen Richtungsfahrbahn Graz eine zweispurige Kollektorfahrbahn. Richtung Süden muss man daher schon nach dem Knoten Vösendorf auf die Kollektorfahrbahn wechseln, will man Richtung Mödling/SCS abfahren.

Guntramsdorf[Bearbeiten]

Ursprünglich war die Südost Autobahn A 3 bis nach Wien zur Südosttangente geplant, wurde jedoch nur bis zur Süd Autobahn beim Knoten Guntramsdorf gebaut. Der Knoten ist als Autobahngabelung ausgeführt, da die Hauptverkehrsrichtung dieses Knotens von der A 3 auf die A 2 Richtung Wien und umgekehrt ist. Eine Möglichkeit die gegenteilige Fahrbeziehung zu nutzen besteht indem man einen Umweg über die nördlich des Knoten Guntramsdorf gelegene Raststation fährt. Jedoch ist der Bedarf nach dieser Verbindung minimal.

Wiener Neustadt[Bearbeiten]

Der Knoten Wiener Neustadt verbindet die A 2 mit der Mattersburger Schnellstraße S 4 sowie mit der Wiener Neustädter Straße. Die A 2 kreuzt hier die als Neunkirchner Allee bekannte Landesstraße B 17. Eröffnet wurde der Autobahnknoten am 19. Dezember 1964. Damals war die Süd Autobahn Richtung Graz wie auch die S 4 nur im Halbausbau befahrbar. Die S 4 führte nur bis zur Anschlussstelle Wiener Neustadt Süd und war somit lediglich eine verlängerte Ausfahrt. Am 25. Juli 1975 wurde der Vollausbau der A 2 und der S 4 in diesem Bereich sowie der des Knotens eröffnet.

Seebenstein[Bearbeiten]

Der Knoten Seebenstein stellt die Verbindung der Süd Autobahn mit der Semmering Schnellstraße S 6 her. Da die S 6 Richtung Osten nach wenigen Metern an der Wechsel Straße B 54 endet dient der Knoten auch als Anschlussstelle nach Seebenstein. Die A 2 Richtung Graz ist ab diesem Knoten bis Gleisdorf West mit Ausnahme von Kriechspuren bei Steigungstrecken nur mehr zweispurig. Die Hauptverkehrsrichtung ist die A 2 von Wien kommend zur S 6 und umgekehrt. Diese Verbindung ist jeweils zweispurig mit groß angelegtem Verflechtungsbereich gebaut.

Riegersdorf (geplant)[Bearbeiten]

Der Knoten Riegersdorf wird die A 2 mit der Fürstenfelder Schnellstraße S 7 verbinden, welche als Entlastung der Gleisdorfer Straße B 65 bis zur Staatsgrenze nach Ungarn bei Heiligenkreuz/Szentgotthárd (H) geplant ist. Nach derzeitigem Stand (Nov. 2014) werden die Bauarbeiten 2015 beginnen und die S 7 bzw. der Knoten Riegersdorf 2019 fertiggestellt sein.

Graz-Ost[Bearbeiten]

Der Knoten Graz Ost verbindet die A 2 mit dem Autobahnzubringer Graz Ost in Thondorf. Der Knoten ist von der Bauform als Trompete ausgeführt. Die Süd Autobahn hat im Bereich Graz Ost drei Fahrspuren pro Richtung. Jeweils die rechte Fahrspur aus jeder Richtung zweigt beim Knoten Graz Ost zum Zubringer ab und kommt nach dem Knoten wieder vom Zubringer zur Hauptfahrbahn der Süd Autobahn hinzu. Vor allem im Berufsverkehr am Morgen und am Nachmittag fließt etwa die Hälfte des Verkehrs von der A 2 auf den Zubringer Graz Ost bzw. vom Zubringer auf die Süd Autobahn.

Am 2. Dezember 2013 wurde der umgebaute Knoten Graz Ost eröffnet. Die neue Anschlussstelle Hausmannstätten wurde in den bestehenden Knoten integriert. Von der Autobahn gibt es jetzt eine Direktverbindung zur Kirchbacher Straße B 73 und zur L 370. Zusätzlich wurden Entflechtungsmaßnahmen durchgeführt um die Abfahrt auf die Anschlussstelle Puchwerk zu erleichtern.

Die Kosten des mit 75.000 bis 80.000 Fahrzeugen tägliche frequentierten Knotens betrugen 24 Mio. Euro. Die Bauzeit betrug ungefähr ein Jahr. Im Herbst 2012 wurde mit ersten Baumaßnahmen begonnen, Ende Februar 2013 startete die Hauptbauphase.[4]

Graz-West[Bearbeiten]

Der Knoten Graz West ist mit über 100.000 Fahrzeugen durchschnittlichem täglichem Verkehr der am meisten befahrene Autobahnknoten in der Steiermark. Der Knoten verbindet die Pyhrn Autobahn A 9 mit der Süd Autobahn A 2. Die Verbindungen A 2 aus Richtung Klagenfurt – A 9 Richtung Linz und A 2 aus Richtung Wien – A 9 Richtung Slowenien sind als Malteserkreuz ausgeführt, die anderen Verbindungen als Kleeblatt. Ebenso wie am Knoten Graz Ost ist jeweils der rechte Fahrstreifen aus jeder Richtung auch der Abbiegestreifen bzw. der hinzukommende Fahrstreifen, ausgenommen die A 9 Richtung Slowenien, da die Autobahn in diese Richtung nur zwei Fahrstreifen besitzt.

Eine Besonderheit am Knoten Graz West ist, dass trotz der Bauausführung als halbes Malteserkreuz das Autobahnkreuz auf zwei Ebenen gebaut werden konnte. Möglich wurde dies dadurch, dass die Rampen des Malteserkreuzes den Knoten nicht im Zentrum schneiden, sondern etwas aus der Mitte versetzt. Dadurch kann die Süd Autobahn auf einer Brücke gequert werden, die Pyhrn Autobahn als Unterführung.

Klagenfurt-Nord[Bearbeiten]

Der Knoten Klagenfurt Nord verbindet die A 2 mit der Klagenfurter Schnellstraße S 37. Derzeit (Stand Ende 2014) ist der Knoten noch wie die ehemalige Anschlussstelle Klagenfurt Nord ausgeführt, welche die Süd Autobahn mit der Friesacher Straße B 317 verband. Laut Planungen der ASFINAG wird die seit 1. Jänner 2007 durch Umbenennung der B 317 existierende Schnellstraße S 37 an einem erst zu bauenden Autobahnknoten an die Süd Autobahn A 2 angebunden. Bis dies passiert ist die Anschlussstelle Klagenfurt Nord auch der Knoten Klagenfurt Nord.

Klagenfurt-West[Bearbeiten]

Der Knoten Klagenfurt West verbindet die Süd Autobahn mit dem Autobahnzubringer Klagenfurt West. Die A 2 aus Richtung Villach und der Autobahnzubringer Richtung Klagenfurt sind am Knoten die durchgehende Verbindung, da die Nordumfahrung Klagenfurt erst später gebaut wurde. Bei der Generalsanierung der Autobahn in diesem Bereich im Jahr 2004 wurde auch die Beschilderung und die Bodenmarkierungen geändert, weil es immer wieder vorgekommen ist, dass Autofahrer am Knoten stehen geblieben sind oder sich verfahren haben. In Richtung Wien wurden schon zwei Kilometer vor dem Knoten Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass man in Richtung Wien abbiegen muss.

Villach[Bearbeiten]

Der Knoten Villach stellt die Verbindung zwischen der Tauern Autobahn A 10, der Karawanken Autobahn A 11 und der Süd Autobahn her. Der flächenmäßig größte Knoten in Österreich ist auch einer der am Besten ausgebauten. Bis auf die Rampe von der A 11 auf die A 2 Richtung Italien sind alle Linksabbiegerelationen mit halbdirekten Rampen ausgestattet. Auch an den extrem verkehrsstarken Ferienreisewochenenden kommt es am Knoten nie zu Staus. Außerdem besteht eine Auffahrtsrampe von der Kärntner Straße B 83 aus Richtung Villach auf die A 2 Richtung Süden. Ursprünglich war der Knoten ein Autobahndreieck. Erst mit der Eröffnung der Karawanken Autobahn 1991 wurde der Knoten zum Autobahnkreuz.

Section Control[Bearbeiten]

Section Control am Wechsel

Da der Autobahnabschnitt über den Wechsel durch Wettereinflüsse sehr unfallträchtig ist, wurde ab Herbst 2004 eine durch Section Control überwachte Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt, wobei sich das Tempolimit nach den Wetterverhältnissen richtet und die Geschwindigkeitsmessungen jeweils angepasst werden.

Seit Juni 2009 wird der Ehrentalerbergtunnel bei Klagenfurt mittels Section Control überwacht, wodurch die Unfallhäufigkeit im Tunnel stark reduziert werden konnte.[5] [6]

Feinstaub[Bearbeiten]

Feinstaubsanierungsgebiet Graz mit Verkehrsbeeinflussungsanlage

Die Süd Autobahn führt durch die am stärksten mit Feinstaub belasteten Gebiete in Österreich. Klagenfurt und Graz überschreiten die jährliche zulässige Anzahl an Grenzwertüberschreitungen bei weitem. Auch der Bezirk Wolfsberg in Kärnten zählt zu den stark belasteten Gebieten. Von vielen Politikern und Personen wird dem Straßenverkehr ein großer Teil der Schuld an der Problematik gegeben. Insbesondere Fahrzeuge mit Dieselmotor ohne Partikelfilter sollen bei der Verbrennung Feinstaub emittieren.

Auf der A 2 im Raum Graz, zwischen dem Knoten Graz West und zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Laßnitzhöhe, gab es deshalb seit dem Jahr 2003 ein Tempolimit in den stark belasteten Wintermonaten, vom 1. November bis zum 31. März. Die geringere Geschwindigkeit soll den Ausstoß und die Aufwirbelung von Feinstaub verringern. Im ersten Jahr dieser Verordnung wurde das Tempolimit auf 80 km/h festgelegt. Dies wurde aber nur von wenigen Verkehrsteilnehmern eingehalten. Es kam oft zu gefährlichen Situationen, wenn LKWs auf der dritten Spur Fahrzeuge überholten, die die Geschwindigkeitsbeschränkungen einhielten. In den folgenden Jahren wurde dann Tempo 100 verordnet. Trotz der Tempolimits erreichte die Belastung mit Feinstaub in den ersten beiden Monaten des Jahres 2006 einen neuen Rekordwert. Für den Winter 2006/07 wurde eine Beschränkung auf 100 km/h zwischen den Anschlussstellen Sinabelkirchen und Lieboch verhängt.

Der steirische UVS stufte aber im März 2007 die Tempolimits entlang der A 2 rund um Graz als unzureichend und nicht im Sinne der Straßenverkehrsordnung kundgemacht ein. So wurden die Schilder auf dieser großteils dreistreifigen Strecke nur auf der rechten Straßenseite aufgestellt. Rund 9400 Fahrzeuglenker konnten deshalb mit der Rückzahlung der Strafen rechnen. Ab Herbst 2007 sollte nur noch an Tagen, an denen die Feinstaubgrenzwerte überschritten werden, eine 100 km/h Beschränkung in Kraft treten. Dieses Tempolimit sollte laut Umweltlandesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) auf neuen LED-Überkopf-Anzeigen kundgemacht werden, welche bis dahin hätten montiert werden sollen[7]. Im November 2007 wurden jedoch noch keine solchen Anzeigetafeln montiert. Weiters wurden sämtliche den motorisierten Individualverkehr betreffenden Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung in der Steiermark eingestellt.

Mit 15. Dezember 2008 wurden auf besagtem Teilstück eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) Überkopf-Anzeigen in Betrieb genommen. Diese sind mit einem Rechner verbunden, der aufgrund von Messwerten und Wetterverhersagen jede halbe Stunde entscheidet, ob die Feinstaubgrenzwerte überschritten werden könnten und daraufhin ein Tempolimit von 100 km/h verhängt. Weiters können die Überkopf-Anzeigen diverse Warnungen (Nebel, Fahrbahnglätte, Unfälle) an die Autofahrer weitergeben.

Im Raum Klagenfurt gibt es kein separates Tempolimit durch die Feinstaubproblematik, weil dort der Großteil der Autobahn im Tunnel verläuft, wo es das ganze Jahr eine Beschränkung auf 100 km/h gibt. Im Bezirk Wolfsberg wird seit dem Jahr 2004 diskutiert, ob eine Reduktion der Geschwindigkeit auf 100 km/h aufgrund der Feinstaubproblematik sinnvoll ist. Im Herbst 2007 ist dieses Thema in der Presse und der Politik nicht mehr präsent.

Sonstiges[Bearbeiten]

Das ca. 40 km lange Stück entlang des Wörthersees zwischen Klagenfurt Ost und dem Knoten Villach ist jener Autobahnabschnitt in Österreich, auf dem die meisten Falschfahrer („Geisterfahrer“) unterwegs sind. In den Jahren 2006, 2007 und 2008 wurden in ganz Kärnten 185 Geisterfahrer registriert, davon 82 auf dem genannten Abschnitt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Süd Autobahn A2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eröffnungsdaten der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich: A 2 Süd Autobahn, Stand 23. Juli 2008
  2. Vier Kilometer neue Fahrspur: A 2 Ausbau zwischen Baden und Kottingbrunn ist fertig gestellt
  3. http://www.verkehr.steiermark.at/cms/beitrag/11747765/11163634/
  4. Artikel der Kleinen Zeitung (vom 2. Dezember 2013)
  5. Pressemitteilung der Asfinag (vom 5. Dezember 2008)
  6. Pressemitteilung der Kärntner Landesregierung (vom 30. Dezember 2009)
  7. Artikel der Kleinen Zeitung vom 16. März 2007