Coto de Doñana

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Coto de Doñana
Feuchtgebiet im Coto de Doñana-Nationalpark
Feuchtgebiet im Coto de Doñana-Nationalpark
Coto de Doñana (Spanien)
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Lage: Huelva, Spanien
Nächste Stadt: Huelva
Fläche: 543 km²
Gründung: 1969

37.033333333333-6.4077777777778Koordinaten: 37° 2′ 0″ N, 6° 24′ 28″ Wi3i6

Kormorane im Park
Dünen im Nationalpark

Der Nationalpark Coto de Doñana (auch Parque Nacional de Doñana) an der Costa de la Luz in Andalusien ist heute, nach der Erweiterung 2004, 54.252 Hektar groß, dazu kommen noch einmal 26.540 Hektar als Pufferzone (preparque). Er ist Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Dies liegt vor allem an den marismas; einem flachen, periodisch überschwemmten Feuchtgebiet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ökologie

Das Gebiet besteht aus den riesigen Sedimentmengen, die der Guadalquivir in seinem Delta ablagerte. Ein Teil des ins Meer gelangenden Sandes wird von diesem wieder an Land abgelagert und bildet die gewaltigen Dünen, die die marismas vom Meer trennen. An der windabgewandten Seite wurden diese Dünen bereits von der Vegetation befestigt, hier entstanden auf den stabilisierten Sanden typische Strauchformationen.

Die Dünen erstrecken sich von Matalascañas bis zur Mündung des Guadalquivir. Im besten Falle werden sie bis 40 m hoch und bilden 4 mehr oder wenige parallele Dünenreihen aus, die von Dünentälern, den corrales getrennt werden. In diesen Tälern wächst ein Schirmkiefern-Wald, der beim Vorrücken der Wanderdünen begraben wird. Erst Jahrzehnte später werden die toten Stümpfe dieser Wälder wieder freigegeben. Wenn aber die obersten Zweige einzelner Schirmkiefern nicht vom Sand bedeckt waren, können sie die Verschüttung überleben. Samen aus den Zapfen solcher Bäume begründen die nächste Generation des Schirmkiefern-Waldes. Auf den Dünen selbst siedelt als erstes der Strandhafer; auf befestigten Dünen wachsen Großfrüchtiger und Phönizischer Wacholder.

Die Strauchformationen der stabilisierten Sande sind entweder der monte blanco, ein von Gelber Zistrose beherrschtes Gebüsch, oder in den feuchteren Senken der monte negro, in dem Stechginster- oder Erika-Arten vorherrschen. Hier kann man auch noch vereinzelte Reste der Korkeichen-Wälder mit wildem Ölbaum antreffen; die Korkeichen, die von ganzen Löffler- und Reiherkolonien als Nistplatz benutzt werden (pajareras), sind zu einer Art Symbol des Nationalparks geworden. Die Unesco erhob 1994 den Nationalpark zum Weltnaturerbe.

Die Coto de Doñana ist nicht nur eine einzigartige Landschaft, die Fauna ist ebenso vielfältig. Neben der Überwinterung tausender Zugvögel leben seltene Vogelarten in den Feuchtgebieten, Adler und Milane haben sich ebenso angesiedelt wie verschiedene Säugetierarten. Das Gebiet ist bekannt für die größte Population des stark bedrohten Pardelluchses.

[Bearbeiten] Tourismus

Der Nationalpark ist für Besucher nur nach Voranmeldung zugänglich. Von der Nationalparkstation El Acebuche (bei El Rocío) gibt es die Möglichkeit, geführte Unimog-Touren durch den Park zu buchen. An den Stationen El Acebuche, Las Rocinas und Palacio del Acebron gibt es außerdem mehrere Kilometer lange Naturlehrpfade durch verschiedene Feuchtgebiete, zum Teil mit Vogelbeobachtungsstationen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, per Schiff von Sanlucar de Barrameda aus den Guadalquivir mit einigen Stopps am Nationalparkufer zu befahren.

Mögliche Ausgangsbasen für einen längeren Aufenthalt im Nationalpark sind die Orte Matalascañas und El Rocío.

[Bearbeiten] Umweltkatastrophe

Am 25. April 1998 brach der Damm eines Rückhaltebeckens für Bergwerksabwässer der Mine Los Frailes. In kurzer Zeit flossen mehr als fünf Millionen Kubikmeter Schlick, der auch Schwermetalle wie Zink, Blei, Kupfer, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Thallium enthielt, in den Guadiamar, einen Nebenfluss des Guadalquivir. Nun strömte die schlammige Brühe auf den nur 40 km entfernten Nationalpark zu, wobei sie weite Teile des Ufers überschwemmte. Bauern hatten das Ereignis bemerkt und so wurden in letzter Minute drei Dämme fertiggestellt, die den Giftcocktail vom Nationalpark Coto de Doñana abhielten. Von den entstanden Umweltschäden in Höhe von 175 Millionen Euro brachte das Minenunternehmen Boliden-Apirsa nur 35 Millionen Euro für die Beseitigung auf.

[Bearbeiten] Archäölogie

Im Jahr 2009 fanden Ausgrabungen statt, um die Stadt Tartessos wieder zu finden (36° 57′ N, 6° 23′ W36.956944444444-6.3827777777778)[1].

[Bearbeiten] Referenzen

  1. http://www.huelvainformacion.es/article/provincia/502947/csic/inicia/las/primeras/catas/arqueologicas/la/atlantida.html

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Doñana National Park – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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