Cova Lima

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Distritu Kovalima (tetum)
Distrito de Cova Lima (port.)
Indonesien Oecusse (Distrikt) Cova Lima Bobonaro (Distrikt) Ermera (Distrikt) Liquicá (Distrikt) Dili (Distrikt) Aileu (Distrikt) Ainaro (Distrikt) Manufahi Manatuto Baucau (Distrikt) Lautém (Distrikt) Viqueque (Distrikt)Lage des Distrikts Cova Lima
Über dieses Bild
Berglandschaft auf dem Weg nach Suai
Daten
Hauptstadt Suai
Fläche 1.206,66 km² (7.)[1]
Einwohnerzahl (2011) 62.465 (9.)[2]
Bevölkerungsdichte 51,8 Einw./km² (9.)[2]
Zahl der Haushalte (2010) 11.105 (8.)[1]
ISO 3166-2: TL-CO
Subdistrikte Einwohner[1] Fläche[1]
Fatululic 1.894 45,72 km²
Fatumean 3.332 132,60 km²
Fohorem 4.092 132,80 km²
Maucatar 6.291 114,56 km²
Suai 25.164 302,60 km²
Tilomar 7.043 194,64 km²
Zumalai 11.639 283,74 km²
Karte
Verwaltungsgliederung Cova Limas

Cova Lima (Covalima, Tetum: Kovalima, auch Koba Lima) ist ein Distrikt im Südwesten von Osttimor. Der Name des Distrikts leitet sich ab von „Koba“ (ein Korb, der für rituelle Handlungen verwendet wird) und „lima“, dem Tetum-Wort für „fünf“. Diese Zahl repräsentiert die historischen fünf Töchter des Liurais (traditioneller, timoresischer Herrscher) von Fohorem Nutetu. In Dato Tolu (Subdistrikt Fohorem) finden sich fünf Steine in einem Betelnusshain, die für die fünf Töchter stehen sollen.[3] Die Portugiesen brachten erst um 1900 die Region unter ihre Kontrolle. Der Subdistrikt Maucatar wurde erst 1912 von den Niederländern an Portugal abgegeben. Teile Cova Limas wurden bereits im Monat vor dem Beginn der großen Invasion 1975 durch Indonesien besetzt.

Von den Bergen im Norden aus dehnen sich Ebenen nach Süden zur Timorsee aus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung spricht als Muttersprache Bunak, die meisten anderen Tetum. Der Distrikt ist dünner besiedelt, als die meisten anderen Regionen des Landes. Neben den zahlreichen Geburten, wächst die Bevölkerung auch durch Einwanderung von Osttimoresen aus anderen Landesteilen.

Geographie[Bearbeiten]

Cova Lima hat eine Fläche von 1.206,66 km,2[1] was in etwa die Hälfte vom Saarland entspricht, und liegt im Südwesten von Osttimor, an der Timorsee. Es grenzt im Norden an den Distrikt Bobonaro, im Osten an Ainaro und im Westen, mit Westtimor, an die indonesische Provinz Ost-Nusa Tenggara.

Hauptstadt des Distrikts ist Suai, 138 km südwestlich von Osttimors Hauptstadt Dili.[4] Sie liegt in den Sucos Suai Loro und Debos (Debus). Letzterer ist als einziger Suco in Cova Lima als „urban“ klassifiziert. Die Subdistrikte sind Fatululic (Fatululik), Fatumean (Fatumea), Fohorem (Fohoren, Fuorém), Maucatar, Suai, Tilomar (Tilômar) und Zumalai (ehemals Mape-Zumalai). Zumalai kam erst mit der Gebietsreform von 2003 vom Distrikt Ainaro zu Cova Lima.

Der Norden und Nordwesten sind gebirgig, während nach Süden hin sich an der Küste Ebenen ausdehnen. Diese werden während der Regenzeit regelmäßig überschwemmt. Sie beginnt im Oktober mit zunehmenden Niederschlägen, die zwischen November und Mai kräftig ausfallen. Abgesehen von gelegentlichen Regen ist die Zeit zwischen Juni und Oktober trocken. Die ursprüngliche Vegetation der Ebenen aus dichtem Buschwerk wurde teilweise für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet. An der Küste wechseln sich Sand- und Felsenstrände ab. An einigen Stellen finden sich Mangrovensümpfe. Die Bergregion ist schwer zugänglich und zum Teil von Wäldern bedeckt. Wo kein Wald steht, befinden sich Bergweiden. Der höchste Berg des Distrikts ist mit 1744 m der Foho Taroman im Subdistrikt Fatululic. Der Berg war früher ein animistisches Heiligtum.[5]

An der Grenze zu Indonesien mündet der Masin (Mota Talas) in die Timorsee, zwischen Cabo Tafara und Cabo Suai der Tafara. Dann folgen Richtung Osten die Flüsse Camenaça, Raiketan, Foura, Loumea, Mola und schließlich der Belulik, der Grenzfluss zum Distrikt Ainaro.[6]

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl in Cova Lima
Männer in traditioneller Tracht in Suai (2003)

Cova Lima ist einer der dünner besiedelten Distrikte des Landes. Auf einen Quadratkilometer kommen 51,8 Einwohner (2011).[2] Der Subdistrikt Suai ist mit 83,2 Einwohnern pro Quadratkilometer am dichtesten, Fatumean mit 25,1 am dünnsten besiedelt (2010, Landesdurchschnitt: 71,5).[1] Im Distrikt leben 62.465 Einwohner (2011).[2] Im November 1998 lebten schätzungsweise knapp über 60.000 Menschen in Cova Lima. Doch wegen der Gewaltwelle während der Krise in Osttimor 1999 flohen allein 25 % der Bevölkerung nach Westtimor oder wurden dorthin zwangsdeportiert. Mehrere Tausend flohen in andere Regionen. Die Zunahme der Bevölkerung in den folgenden Jahren entstand daher neben dem natürlichen Wachstum auch durch Rückkehrer.[7] Allein bis April 2001 kehrten knapp 29.000 Menschen nach Cova Lima zurück.[8] Außerdem ist Cova Lima neben den Distrikten von Dili und Oecusse einer der wenigen Distrikte, in die mehr Osttimoresen aus anderen Gebieten des Landes einwandern als Einwohner auswandern. Zwischen 1990 und 2004 wuchs die Zahl der Einwohner jährlich um 1,13 %. Der Altersdurchschnitt liegt bei 18,6 Jahren (2010).[1]

Fest in Suai (2010)
Traditionelle Tätowierungen bei einer Frau in Suai

Im Subdistrikt Fatululic hatte 2004 eine Frau durchschnittlich 8,75 Kinder. Damit stand er im Distrikt an der Spitze, obwohl es in Fatululic einen deutlichen Frauenüberschuss gibt, während in den anderen Subdistrikten das Geschlechterverhältnis ausgeglichen ist. In Zumalai hatte eine Frau durchschnittlich 7,79 Kinder, in Maucatar 7,21, in Fatumean 6,61, in Tilomar 6,58, in Fohorem 6,25 und in Suai 6,01 (Landesdurchschnitt 6,99).[9]

Die Kindersterblichkeit lag 2002 in Tilomar bei 71 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten (1996: 115), in Fatumean bei 77 (109), in Suai bei 97 (123), in Fohorem 115 (132), in Zumalai bei 126 (189) und in Maucatar bei 135 (126). Der Landesdurchschnitt betrug 98. Der Subdistrikt Tilomar kann somit landesweit auf einen der stärksten Rückgänge bei der Kindersterblichkeit verweisen, während Maucatar einer von 14 Subdistrikten ist, in denen sie entgegen dem Landestrend anstieg. Maucatar gehört zu den acht Subdistrikten mit der höchsten Kindersterblichkeit des Landes.[9]

55 % der Bewohner Cova Limas (2004) sprechen als Muttersprache die Nationalsprache Bunak. Sie stellen in den Subdistrikten Fatululic, Zumalai, Maucatar, im Großteil von Suai und im Nordosten von Fohorem die größte Bevölkerungsgruppe.[9] Der Nordosten Cova Limas bildet mit dem Südosten Bobonaros das Kernland des Siedlungsgebiets der Bunak. In die Gebiete weiter nach Westen, Süden und Osten breiteten sich die Bunak erst späte aus und assimilierten dort teilweise die dort ansässigen Tetum.[10] 41 % der Einwohner Cova Limas sprechen Tetum, zumeist Tetum Terik. Die Tetum sind in den Subdistrikten Fatumean, Fohorem (hauptsächlich im Südwesten), Suai (Camenaça, Suai Loro und Gala) und Tilomar die größte Gruppe. In Maucatar spricht in Matai die Mehrheit Tetum Terik. 3,2 % sprechen in Cova Lima Kemak. Die Ethnie der Kemak bilden die Bevölkerungsmehrheit in Mape sowie große Gruppen in Ucecai und Lepo. Berücksichtigt man auch die Zweitsprachen, so sprechen insgesamt 47,3 % der Einwohner Tetum, 42,9 % Bahasa Indonesia und 9,9 % Portugiesisch.[9]

Von den Einwohnern, die fünf Jahre oder älter sind, besuchten 2010 37,1 % (Frauen: 36,1 %; Männer: 38,1 %) eine Schule. 27,8 % (25,6 %; 29,9 %) haben die Schule verlassen. Nie eine Schule besucht haben 34,4 % (37,5 %; 31,3 %). Die Zahlen sind mit dem Landesdurchschnitt vergleichbar.[11] 6 % der Einwohner haben allerdings nur die Vorschule besucht, etwa die Hälfte die Grundschule. Weiterführende Schulen haben etwa 40 % der Einwohner abgeschlossen. Ein Diplom oder abgeschlossenes Studium können nur 2,2 % vorweisen; das entspricht einem Drittel des Landesdurchschnitts.[11] Die Analphabetenrate betrug 2004 noch 54,3 % (57,9 %; 50,7 %).[9]

Schulbildung[11] Schulabschluss[11]
in der Schule Schule beendet nie in einer Schule Vorschule Grundschule Prä-
Sekundär
Sekundär Diplom/ Fach-
hochschule
Universität Kein Abschluss
Frauen 36,1 % 25,6 % 37,5 % 6,3 % 51,0 % 22,9 % 18,3 % 0,4 % 0,9 % 0,2 %
Männer 38,1 % 29,9 % 31,3 % 6,0 % 50,0 % 19,8 % 21,0 % 0,9 % 2,1 % 0,2 %
gesamt 37,1 % 27,8 % 34,4 % 6,1 % 50,5 % 21,2 % 19,7 % 0,7 % 1,5 % 0,2 %

1975 schätzte man den Anteil der Anhänger der traditionellen, animistischen Religion Timors noch auf etwa 60 % der gesamten Bewohner Portugiesisch-Timors. 1997 waren 93 % der Bewohner Cova Limas Katholiken, 3 % Hindu, 2 % Protestanten und 2 % Muslime. Animisten wurden von der indonesischen Besatzungsmacht nicht gezählt. Aufgrund der politischen Unruhen von 1999 und der folgenden Unabhängigkeit Osttimors verließen indonesische Beamte und andere indonesische Einwanderer das Land, weswegen die Anzahl von Muslimen und Hindus sank.[12] 2004 waren 99,8 % der Einwohner Katholiken, 0,1 % Animisten, 28 Personen Muslime, 15 Protestanten, neun Buddhisten und drei Hindu.[13] Der alte animistische Glauben hat auch heute noch einen großen Einfluss im alltäglichen Leben.[12]

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte und portugiesische Kolonialzeit[Bearbeiten]

Karte Timors von Antonio Pigafetta (1521)
Die Königin von Camenaça, 1910

Von der vorkolonialen Geschichte Timors gibt es nur mündliche Überlieferungen, da die Völker der Insel keine Schrift verwendeten. Ursprünglich beherrschten demnach fünf Königreiche die Kernregion des Distrikts: Camenaça (Kamenasa), Suai, Maucatar, Taroman und Fohorem. Fohorem dominierte die anderen Reiche durch Diplomatie, Heiratspolitik und Eroberungszüge. Nachdem der Liurai von Fohorem sich die Oberhoheit über die Region gesichert hatte, übergab er jeder seiner fünf Töchter ein eigenes Königreich als Lehen. Diese leisteten im Gegenzug Tribut in Form von land- und forstwirtschaftlichen Produkten.[3] Eine andere Quelle gibt an, dass sich zunächst die drei Reiche Fatumean, Lookeu und Dakolo zur Koalition Uma Tolu („Drei Häuser“) zusammenschlossen. Erst nach einem Krieg gegen die Portugiesen kamen die Reiche Sisi und Maudemi dazu, und es entstand Koba Lima. Durch Verballhornung wurde aus „Koba“ später das portugiesische „Cova“, was eigentlich „Grube“ bedeutet. Durch die koloniale Grenzziehung, mit dem Vertrag von Lissabon, zwischen den Niederlanden und Portugal, kamen Sisi, Maudemi und die Hälfte Lookeus zum heute indonesischen Westtimor. Noch heute bestehen Bindungen über die Grenze hinweg. Suai gehörte demnach nicht zu Koba Lima, sondern bildete ein eigenständiges, machtvolles Reich. Die Quelle nennt fälschlicherweise Suai als Zentrum von Wehale, das aber weiter westlich lag.[14]

Antonio Pigafetta, besuchte im Rahmen der Expedition Magellans auch Timor. Er berichtete von vier Hauptkönigen auf Timor, die Brüder waren: Oibich, Lichisana, Suai und Canabaza. Suai bildete zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich mit Canabaza (also Camenaça) ein Doppelreich, das Wehale (von Pigafetta Oibich genannt) tributpflichtig war.[15]

1719 trafen sich in Camenaça die Liurais von etwa einem Dutzend Reichen, um einen Blutpakt zu schließen. Ziel des Bundes war die Vertreibung der Portugiesen und des Christentums insgesamt. Der Camenaça-Pakt (Camenace-Pakt) gilt als Beginn der Cailaco-Rebellion (1719–1769). Unter der Führung von Camenaça wurden Kirchen zerstört und Missionare und konvertierte Timoresen ermordet. Camenaça schloss bereits am 19. September 1731 mit Portugal einen Friedensvertrag.[16]

Nach dem Vertrag von Lissabon von 1859 stand Maucatar offiziell zunächst unter niederländischer Oberhoheit. Die Grenzen der Enklave orientierten sich an den Grenzen der lokalen Bunak-Reiche. Das Gebiet gehört heute zu den Sucos Holpilat, Taroman, Fatululic, Dato Tolu und Lactos. Ringsherum lagen timoresische Reiche, die Portugal zugeordnet waren. Nur das Reich von Lakmaras bildete von Norden her eine Verbindung zwischen Maucatar und den restlichen niederländischen Gebieten.[10]

1860 wurden Raemean, Suai und Camenaça der Militärkommandantur Alas zugeordnet.[17] 1883 kam der Großteil des heutigen Cova Limas zur Militärkommandantur Bobonaro.[18] Im März 1895 begann der portugiesische Gouverneur José Celestino da Silva eine Offensive gegen Fohorem, Fatumean und andere Reiche, um sie endgültig unter die Kontrolle der Kolonialmacht zu bringen.[19] Während des Kriegs von Manufahi (1894–1896) besetzten Krieger aus Fatumean zeitweise das Fort von Batugade, als dessen Besatzung an einen anderem Ort kämpfte. Auch der Liurai von Suai verbündete sich mit dem Liurai von Manufahi gegen die portugiesischen Kolonialherren. Im September 1895 schloss der Herrscher von Fatumean mit Portugal einen schriftlichen Vertrag über seinen Vasallenstatus. 1900 kapitulierte Manufahi. Suai war schon vorher besiegt worden.[19] und wurde zur Jahrhundertwende Standort eines portugiesischen Militärpostens. Mit der Zeit wurde Fohoren (Subdistrikt Fohorem) zum administrativen Zentrum von Cova Lima. Die Portugiesen schätzten die bergige Region, aufgrund des kühleren Klimas. Zudem boten Orte auf Anhöhen, wie Aidikur (Fatumean), Tilomar, Mape und Fohoren, einen besseren Schutz vor Angreifern.[3]

1897 kam es zum Krieg zwischen Lakmaras und dem Reich von Lamaquitos, das auf der portugiesischen Seite in Bobonaro lag. Auch koloniale Truppen wurden in die Gefechte verwickelt. Lakmaras fiel letztlich unter die Vorherrschaft von Lamaquitos und damit unter portugiesische Oberhoheit. Maucatar war nun eine Exklave und müsste nach dem Vertrag nun an Portugal fallen.[10][20] Andererseits war das Reich von Tahakay, nördlich von Fatululic, zwischenzeitlich an das Reich von Lamaknen gefallen. Tahakay gehörte zuvor zur portugiesischen Einflusssphäre, Lamaknen zur niederländischen. Portugal wehrte sich in den Verhandlungen von 1902 gegen diesen Verlust und forderte daher nun die gesamten niederländischen Gebiete im Zentrum Timors.[21] Mit der Den Haag-Konvention vom 1. Oktober 1904 wurde ein Kompromiss geschlossen. Portugal sollte Maucatar erhalten, im Austausch für die portugiesische Enklave Noimuti in Westtimor und die Grenzgebiete Tahakay, Tamira Ailala (östlich von Fatumean) und Lamaknen. Portugal ratifizierte den Vertrag bis 1909, doch dann kam es zum Streit um die Grenzziehung an der Ostgrenze von Oecusse. Der Gebietsaustausch verzögerte sich.[22] 1910 nutzten die Niederlande die unübersichtliche Situation nach dem Sturz der portugiesischen Monarchie, um sich Lakmaras erneut mit europäischen und javanischen Truppen anzueignen.[23] Im Februar 1911 versuchte Portugal der Konvention von 1904 folgend Maucatar zu besetzen. Jedoch sah es sich im Juni einer überlegenen niederländischen Streitmacht aus ambonesischer Infanterie, unterstützt von europäischen Soldaten, gegenüber. Am 11. Juni besetzten Portugiesen das Territorium von Lakmaras, doch am 18. Juli drangen auch hier niederländische und javanische Truppen ein.[24]

Karte zum Schiedsspruch des Ständigen Schiedshofs vom 25. Juni 1914 zu den Grenzen auf Timor[20]

Im Oktober 1911 kam es zur Rebellion von Manufahi, die die Portugiesen in Bedrängnis brachte. Der Militärposten in Suai wurde am 8. Dezember 1911 aus Angst vor den Aufständischen geräumt. Am 29. Dezember suchten 1.200 Timoresen Schutz im niederländischen Maucatar, da sie Repressalien durch die Portugiesen befürchteten. Unter ihnen befanden sich auch der Liurai von Camenaça und sein Gefolge. Die Rebellion dehnte sich schnell in der gesamten Region aus und konnte von den Portugiesen erst im April 1912 endgültig niedergeschlagen werden.[19] Die Schwächung Portugals durch die Rebellion machte es bereit für Verhandlungen mit den Niederländern zur endgültigen Grenzziehung. Am 17. August 1916 wurde der Vertrag in Den Haag unterzeichnet, der weitgehend die heute noch bestehende Grenze zwischen Ost- und Westtimor festlegte.[24] Am 21. November wurden die Gebiete ausgetauscht. Unter anderem fielen Lakmaras, Tahakay und Tamira Ailala an die Niederlande.[20] Maucatar ging an Portugal, was dort eine Panik auslöste. Vor der Übergabe an die Portugiesen zerstörten dort 5.000 Einheimische, meist Bunak, ihre Felder und siedelten in den niederländischen Teil Timors über. In Tamira Ailala wäre man lieber bei Portugal geblieben, während die Herrscher von Tahakay den Wechsel zu den Niederländern begrüßten.[22]

Der kleine Hafen Becos an der Timorsee spielte während der Schlacht um Timor im Zweiten Weltkrieg gegen die japanischen Besatzer eine wichtige Rolle für den Nachschub der Alliierten und als Evakuierungspunkt. Nach der Wiederherstellung der portugiesischen Kontrolle, verlor Fohoren (damals Nova Gouveia)[25] seinen Status als Sitz der Distriktverwaltung und wurde dem Administrator von Bobonaro im Kreis (conselho) Fronteira unterstellt. 1961 wurde Cova Lima ein eigenständiger Kreis. Die Distriktverwaltung kam nach Debos bei Suai. Suai bot mit seiner Ebene Flugzeugen die Möglichkeit zu landen, zudem hatte es Zugang zum Meer und war damit für Schiffe erreichbar.[3][26]

Indonesische Besatzungszeit und UN-Verwaltung[Bearbeiten]

Verlauf der indonesischen Invasion (1975-1979)

Während der Vorbereitungen zur Unabhängigkeit der Kolonie 1975 begann Indonesien ab dem 16. Oktober Teile von Cova Lima und den Distrikt Bobonaro zu besetzen. Da ein Hilfsappell der FRETILIN, der größten osttimoresischen Partei, an den Weltsicherheitsrat ohne Folgen blieb, rief sie am 28. November einseitig die Unabhängigkeit von Portugal aus. Am 7. Dezember begann Indonesien offen mit der Besetzung des restlichen Staatsgebiets.[27] Ab Februar 1976 drang die indonesische Armee massiv in Cova Lima vor. Ziel waren zunächst die größeren Orte des Distrikts. Um den Angriffen zu entgehen, flohen die meisten Einwohner der Subdistrikte Fohorem, Fatululic, Fatumean und Tilomar zum Berg Taroman, andere in die Dörfer Dato Tolu, Fatuloro, Taroman und Lactos. Die Einwohner von Suai brachten sich entweder in Maucatar in Sicherheit oder versteckten sich ein paar Tage in ihren Anpflanzungen, bevor sie sich den Invasoren ergaben. Die Menschen aus Zumalai flohen zum Teil nach Lolotoe und verteilten sich in einem Gebiet zwischen Lewalu (Gala), Zoilpo, den Zoba Zova-Hügel in Opa und Labarai. Andere gingen in das hügelige Gebiet von Zulo. Einige Bewohner an der Grenze flohen in den indonesischen Westteil der Insel, während die Menschen in den entlegenen Bergregionen länger von den Angriffen der Indonesier unbehelligt blieben.[28] Am Berg Lak Hirin (Laquirin) im Subdistrikt Maucatar starben 1976 bei Kämpfen viele Osttimoresen und Indonesier. 1989 wurde hier ein Denkmal in Form eines Kreuzes errichtet, das an die Opfern erinnern soll.[29]

Da die Flüchtlinge nur wenige Nahrungsmittel hatten, die sie auf der Flucht mitnehmen konnten, litten sie bald Hunger. Nach etwa zwei Monaten organisierte die FRETILIN Lebensmittel für die Flüchtlinge, so dass sie weitere anderthalb Jahre in den Bergen überleben konnten. Mehrere bases de apoio (Widerstandsbasen) entstanden, in denen die geflohene Zivilbevölkerung sich ansiedelte. Ende 1977 begann die indonesische Armee mit der Zerstörung der Widerstandsbasen. Die Menschen wurden auseinandergetrieben oder gefangengenommen. Bis Februar 1978 war der Distrikt vollständig unter indonesischer Kontrolle.[28] Die Serious Crimes Unit der UNTAET berichtete, dass es in Suai während der indonesischen Besatzungszeit so genannte Rape Houses existierten. Am 28. April 1998 wurden die Einwohner Camenaças von der indonesischen Armee angegriffen.[30] Viele Einwohner wurden zur besseren Kontrolle durch die Besatzungsmacht zwangsumgesiedelt. So kamen viele Bunak aus nördlichen Sucos Cova Limas, wie Fatululic und Taroman, ins Flachland an der Küste. Offizielles Ziel war ein Entwicklungsprogramm für den Reisanbau.[28][31]

Kirche von Suai und der Rohbau der 2012 fertiggestellten neuen Kirche daneben

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor 1999, in dem sich die überwältigende Mehrheit der Osttimoresen für die Unabhängigkeit von Indonesien aussprach., kam es in ganz Osttimor zu massiven Gewaltausbrüchen durch pro-indonesische Milizen. Einer der landesweit schlimmsten Vorfälle war das Kirchenmassaker von Suai, bei dem die Laksaur-Miliz und das indonesische Militär bis zu 200 Menschen ermordeten. Die Dörfer Camenaça, Fatuc Metan, Holpilat und Nainare wurden zerstört. 15 Personen wurden in Lactos von indonesischen Soldaten und Mitgliedern der Laksaur-Miliz ermordet. In Matai wurden vier Menschen umgebracht.[32][33][34]

Mit dem Eintreffen der internationalen Eingreiftruppe INTERFET und der Errichtung der UN-Verwaltung wurden Ruhe und Ordnung wiederhergestellt. In Cova Lima wurden 550 neuseeländische, 120 nepalesische, 120 fijische, 35 irische und 35 singapurische Soldaten stationiert. Außerdem arbeiteten 120 japanische Ingenieure in Cova Lima. Am 24. Juli 2000 wurde der neuseeländische INTERFET-Soldat Leonard Manning am Hügel Foho Debululik bei einem Gefecht mit neun Milizionären erschossen. Es war das erste Mal seit dem Vietnamkrieg, dass ein neuseeländischer Soldat in einem Gefecht fiel, und Manning war der erste im Kampf getötete INTERFET-Soldat.[35][36] Am 10. August starb nahe Beco der nepalesische UN-Soldat Devi Ram Jaishi im Kampf mit einer Miliz. Drei weitere nepalesische Soldaten und ein osttimoresischer Zivilist wurden verletzt.[37][38] Am 30. Juli 2001 wurde ein indonesischer Soldat an der Grenze bei Tilomar von neuseeländischen Soldaten erschossen, nachdem er das Feuer auf sie eröffnet hatte.[39] 2002 erlangte Osttimor endgültig seine Unabhängigkeit.

Cova Lima im unabhängigen Osttimor[Bearbeiten]

Der Distrikt Cova Lima vor der Gebietsreform 2003

Bei den Sucowahlen im Mai 2005 wurden erstmals 90 Frauen in die Sucoräte Cova Limas gewählt. Das entspricht etwa drei Frauen pro Dorf. In Fatululic wurde Lucia Guteres als erste Frau überhaupt in Cova Lima zur Chefin eines Sucos gewählt. Sie setzte sich dabei gegen vier andere Kandidaten durch.[40]

Anfang 2010 gab es Berichte, dass Bewaffnete, die sich als Ninjas verkleidet haben, die Bevölkerung in den Distrikten Cova Lima und Bobonaro terrorisieren. Timoresische Polizei (PNTL) und Armee (F-FDTL) entsandten daraufhin Einheiten, um gegen die Verbrecher vorzugehen. Bei der Aktion wurden 118 Personen gefangen genommen, sieben davon verhaftet.[41]

Politik[Bearbeiten]

Stärkste Partei in den einzelnen Distrikten bei den Parlamentswahlen 2012

Der Distriktsadministrator wird von der Landesregierung in Dili ernannt. 2001 war dies Abel dos Santos Fatima.[42] Er folgte dem Bupati während der indonesischen Besatzungszeit Rui Emiliano Teixeira Lopes. 2011 wurde das Amt von Inácio da Silva Pires bekleidet.[43] Der derzeitige Administrator ist Agostinho Mendonça (Stand 2014).[44]

Bei den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung, aus der später das Nationalparlament hervorging, gewann die FRETILIN in Cova Lima die meisten Stimmen. Das damalige Direktmandat gewann Gervasio Cardoso de Jesus da Silva von der FRETILIN.[45] Auch bei den Parlamentswahlen 2007 gelang es der FRETILIN mit 28,0 %, die meisten Wähler hinter sich zu stellen.[46] Bei den Parlamentswahlen 2012 gewann allerdings die Regierungspartei Congresso Nacional da Reconstrução Timorense (CNRT) 31,4 %, während die FRETILIN mit 26,4 % nur noch auf Platz 2 kam.

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2007 konnte Fernando de Araújo von der PD in Cova Lima 32,69 % der Stimmen auf sich vereinen, während der FRETILIN-Kandidat Francisco Guterres 26,55 % erhielt. 2012 erhielt Araújo 28,32 %, Guterres 25,62 % und der spätere Wahlsieger Taur Matan Ruak 20,77 %.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Anteil Haushalte mit …
Ackerbau
Feldfrüchte Anteil 2010[11] Produktion 2008[47]
Mais 58 % 9.096 t
Reis 26 % 6.022 t
Maniok 56 % 3.508 t
Kokosnüsse 51 % keine Angaben
Gemüse 51 % 883 t (mit Obst)
Kaffee 18 % keine Angaben
Viehzucht
Nutzvieh Anteil 2010[11] Anzahl der Tiere 2010[11]
Hühner 72 % 47.457
Schweine 79 % 31.609
Rinder 49 % 22.378
Wasserbüffel 6 % 2.545
Pferde 9 % 1.591
Ziegen 17 % 7.038
Schafe 1 % 716
Ausstattung
Ausstattung Anteil 2010[11] Anzahl der Haushalte[11]
Radio 25 % 2.763
Fernsehen 14 % 1.589
Telefon (Mobil/Festnetz) 45 % 4.973
Kühlschrank 5 % 541
Fahrrad 13 % 1.481
Motorrad 18 % 2.008
Auto 3 % 304
Boot 2 % 249
Die wichtigsten Reisanbaugebiete Cova Limas liegen im Osten
Frau mit Kindern am Webstuhl nahe Suai
Rohrmöbelherstellung
Töpferware aus Cova Lima

Laut der Volkszählung von 2010 arbeiten 39 % aller Einwohner, die zehn Jahre oder älter sind. 4 % sind arbeitslos Die Zahlen ähneln dem Landesdurchschnitt.[11] 64,4 % der Haushalte betreiben Ackerbau, 88,3 % Viehzucht (Stand: 2010).[1] An der Küste wird gefischt. Am häufigsten werden Schweine und Hühner gehalten. Fast die Hälfte der Haushalte halten Rinder, doppelt soviele, wie im Landesdurchschnitt. Unter diesem liegen die Anteile der Haltung von Ziegen, Pferden, Büffeln und Schafen. Die am weitesten verbreiteten Feldfrüchte sind Mais (58 % der Haushalte) und Maniok (56 %). Hier liegt man anteilsmäßig knapp über dem Landesdurchschnitt. Gemüse und Kokosnüsse pflanzen jeweils mehr als die Hälfte der Haushalte in Cova Lima an. Kaffee baut nur ein Fünftel der Haushalte an, gegenüber einem Drittel im Land. Nahe dem Landesdurchschnitt baut ein Viertel der Haushalte in Cova Lima Reis an.[9][47] Suai Loro ist bekannt für seine Tais. Das sind bunte, gewebte Stoffe, die von den Frauen in Heimarbeit produziert werden.

Mehrere Überlandstraßen in unterschiedlicher baulicher Qualität verbinden die Orte Cova Limas miteinander. Sie sind mit Asphalt und Schotter oder gar nicht bedeckt. Von der Grenze zu Indonesien führt die Küste entlang die A15 bis Suai und wird dann auf dem Weg nach Osten in den Distrikt Ainaro von der A02 abgelöst, die auch Zumalai passiert. Von Zumalai führt nach Norden in den Distrikt Bobonaro die A12, von Suai die A16. Von der A15 aus führt ab Kuitaok (Suco Maudemo, Subdistrikt Tilomar) die A16 nach Norden, vorbei an den Orten Tilomar, mit einem Abstecher nach Fohoren, Fatumea und Fatululic. Weiter östlich trifft die A15 auf sie. Die kleineren Ortschaften sind, wenn überhaupt, nur mit einfachsten Pisten mit der Außenwelt verbunden. In der Regenzeit sind Straßensperrungen wegen Überflutungen, Abbrüchen und Erdrutschen normal. Die unbefestigten Wege sind dann oft gar nicht mehr befahrbar. Auch die Regenfälle behindern den Straßenverkehr stark. Wagen mit Allradantrieb sind unabdingbar, Lastwagen können nur einen Teil der Straßen befahren. Überlandbusse (Biskota) verbinden Suai mit der Landeshauptstadt Dili in etwa sechs Stunden.[6][48][49][50] Aus Suai sendet der kommunale Radiosender Cova Taroman (FM 94,1 MHz).[51] 25 % der Haushalte besitzen ein Radio, 14 % einen Fernseher.[11]

Im Suco Labarai (Suai) befindet sich eine ein Kilometer lange Landebahn für Flugzeuge bis zu einer Größe einer Lockheed C-130. Am Sandstrand von Suai Loro gibt es einen Landeplatz für Boote. Vor der Küste können auch größere Schiffe sicher ankern.[48] Bei Suai soll die Versorgungsbasis für die vor der Küste liegenden Erdölfelder entstehen. Bereits in den 1970ern fand man auch in Suai Loro Erdöl.[52] Ein Grenzübergang zum indonesischen Westtimor gibt es in Motamasin. Seit 2012 befindet sich in Salele ein weiterer Grenzposten.[53]

Wochenmärkte gibt es in Salele (mittwochs), Beco 1 (freitags), Suai (samstags), Zumalai (sonntags) und Fohoren (sonntags).[54]

94 % der Haushalte Cova Limas leben in ihrem eigenen Haus, bei weiteren 4 % gehört das Haus einem weiteren Familienmitglied. Nur etwa ein Sechstel aller Wohnhäuser bestehen aus Ziegeln oder Beton. Der Großteil der Gebäude wird noch immer aus Naturmaterialien, wie Bambus, Palmwedeln oder Lehm hergestellt. Bei den Dächern haben sich Zink- und Eisenbleche vielerorts durchgesetzt. Allerdings sind 40 % der Wohnhäuser noch mit Palmwedeln oder Stroh gedeckt. Bei fast der Hälfte der Wohnhäuser besteht der Boden aus gestampftem Lehm, bei 35 % aus Beton. Insgesamt sind die Naturmaterialien in Cova Lima stärker verbreitet als im Landesvergleich.[11] 69 % der Haushalte haben Zugang zu sauberen Trinkwasserquellen (ähnlich im Landesdurchschnitt),[1] wobei nur 11 % das Wasser am oder im Haus haben. Die Bewohner der anderen Haushalte müssen das Trinkwasser aus öffentlichen Leitungen, Brunnen, Quellen oder Gewässern holen. Fast alle Haushalte benutzen Holz zum Kochen. Im Landesdurchschnitt sind es 5 % weniger. Fast zwei Drittel verwenden Petroleum um Licht zu erzeugen, ein Viertel Strom. Im Landesdurchschnitt benutzt die Hälfte Petroleum und über ein Drittel Elektrizität.[11]

Touristisch interessant sind der Strand von Suai Loro, wo man baden und Leistenkrokodile beobachten kann, und der Strand von Culu Oan. In Holbelis gibt es eine große Höhle mit Fledermäusen und Affen. Sie wurde früher für animistische Riten verwendet und weist Gravuren in den Felsen um den Eingang auf. Außerdem finden sich dort mehrere traditionelle Häuser. In Lepo gibt es eine heiße Thermalquelle. Sehenswert sind außerdem Fatumean, der Foho Taroman, der Berg Lak Hirin und die heiligen Steine von Dato Tolu.[29]

Anteil Haushalte mit …[11]
… Hauswänden aus …
Ziegel/ Beton Holz Bambus Lehm Eisen-/ Zinkblech Palmwedel Natursteine Sonstiges
15 % 6 % 8 % 2 % 2 % 67 % 0 % 0 %
… Dächern aus … … Böden aus …
Palmwedel/ Stroh/ Bambus Eisen-/ Zinkblech Dachziegel Sonstiges Beton Fliesen Boden/ Lehm Bambus/ Holz Sonstiges
40 % 58 % 1 % 1 % 35 % 3 % 45 % 15 % 3 %
Trinkwasserversorgung durch …
Leitung oder Pumpe im Haus Leitung oder Pumpe außerhalb Öffentliche Leitung, Brunnen, Bohrloch geschützte Quelle nicht geschützte Quelle Oberflächengewässer Sonstiges
3 % 8 % 38 % 20 % 24 % 8 % 1 %
Energiequelle zum Kochen Lichtquelle
Elektrizität Petroleum Holz Sonstiges Elektrizität Petroleum Holz Lichtnuss/
Candle berry
Sonstiges
1 % 3 % 95 % 1 % 26 % 63 % 3 % 3 % 5 %

Umwelt[Bearbeiten]

In Cova Lima existieren letzte Baumbestände von Sandelholz, dem Handelsgut, für das Timor über Jahrhunderte bekannt war. 2001 schätzte man, dass es noch etwa 250 Hektar Sandelholzwald im Distrikt gibt, hauptsächlich im Subdistrikt Tilomar. Kleinere Flächen fanden sich auch in Suai, Fohorem, Fatalulik und Fatumean. Kommerzielle Holzgewinnung ist zwar verboten, die Kontrolle ist aber schwer durchzuführen. Auch Rodungen für Ackerbau und Plantagen für Teakholz bedrohen die Waldflächen.

Das bewaldete Tilomar-Reservat ist seit 1982 ein Schutzgebiet mit einer Fläche von schätzungsweise 12.800 Hektar. 2000 wurde es zum Wildschutzgebiet erklärt. Außerdem wurde es als Important Bird Area ausgewiesen. Hier finden sich seltene Vogelarten, wie die stark gefährdete Wetar-Taube und der Gelbwangenkakadu, aber auch der Mähnenhirsch und das Leistenkrokodil im Fluss Tafara.[55][56]

Eine Altlast sind die von den Indonesiern im ganzen Distrikt verwendeten Asbestdächer, mit denen 2010 noch immer 109 Häuser versehen waren.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cova Lima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF-Datei; 2,55 MB)
  2. a b c d Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in figures 2011 (PDF; 3,8 MB), abgerufen am 5. Mai 2013
  3. a b c d Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 5
  4. Timor-Leste, Eleições Gerais de 2012, abgerufen am 2. September 2012
  5. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 6
  6. a b Timor-Leste GIS-Portal
  7. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 7
  8. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 57
  9. a b c d e f Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF-Datei; 13,31 MB)
  10. a b c Antoinette Schapper: Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor, S. 163–186, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, 2011
  11. a b c d e f g h i j k l m n o Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch; PDF-Datei; 9,35 MB)
  12. a b Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 10
  13. District Pritory Tables: Cova Lima 2004 (PDF-Datei; 12,39 MB)
  14. Suai Media Space: Koba Lima − Suai
  15. Gunn, S. 17.
  16. Gunn, S. 41–42.
  17. Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. S. 134–136, Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss, 1994).
  18. 150 Anos da criação de distritos em Timor
  19. a b c Gunn, S. 88–89
  20. a b c Hague Justice Portal: Island of Timor: Award - Boundaries in the Island of Timor (englisch)
  21. Antoinette Schapper: Crossing the border: Historical and linguistic divides among the Bunaq in central Timor, S. 7–8.
  22. a b Gunn, S. 77.
  23. Gunn, S. 92.
  24. a b „Part 3: The History of the Conflict“ (PDF; 1,4 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  25. João Soares: Novo Atlas Escolar Português, 5. aktualisierte Auflage, Lisboa 1954
  26. Gouvernment of Timor-Leste: Administrative Division (englisch)
  27. Center for Southeast Asian Studies, Northern Illinois University
  28. a b c „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF-Datei; 1,22 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  29. a b Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 51
  30. EAST TIMOR: State Violations of East Timorese Human Rights Prevail
  31. Antoinette Schapper: Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor, S. 175, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, 2011
  32. 07.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances (PDF-Datei; 2,35 MB) aus dem Abschlussbericht „Chega!“ der CAVR (englisch)
  33. Cova Lima District Development Plan 2002/2003 (englisch; PDF-Datei; 2,24 MB)
  34. CAVR-Abschlussbericht „Chega! Report“: East Timor 1999 Crimes against Humanity (PDF-Datei; 1,65 MB)
  35. Australian Defence Image Library: Leonard Manning memorial at Tilomar
  36. Scoop, 15. Juli 2010, Wreath-laying At Tilomar, Timor-Leste
  37. BBC: [East Timor peacekeeper killed, 11. August 2000], abgerufen am 29. November 2012
  38. AFP: Nepalese UN soldier dies after East Timor shooting, 10. August 2000
  39. Find Articles, 30. Juni 2001, Indonesian soldier dies in shoot-out with N.Z. peacekeepers
  40. Oxfam News – December 2005: Timor women create history
  41. Wikinews, 24. März 2010, „Ninjas“ in Timor-Leste?
  42. National Directory of Studies and Research
  43. Webseite der Regierung von Osttimor: 2,246 temporary employees pass to permanent status
  44. Descentralização Administrativa na República Democrática de Timor-Leste: Covalima, abgerufen am 7. Februar 2014
  45. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 24.
  46. CNE - official results on 9th July 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  47. a b Direcção Nacional de Estatística: Timor-Leste in Figures 2008 (PDF-Datei; 3,56 MB)
  48. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF-Datei; 438 kB)
  49. Straßenkarte Osttimor, 2001.
  50. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 12
  51. ARKTL – Asosiasaun Radio Komunidade Timor-Leste (englisch)
  52. Ministery of Natural Ressources, Minerals & Energy Policy of Timor-Leste (englisch)
  53. Gouvernment of Timor-Leste: Government inaugurates Border Post of Salele (Covalima), 12. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012
  54. Cova Lima District Development Plan 2002/2003, S. 50
  55. BirdLife IBA Factsheet
  56. Important Bird Areas in Timor-Leste (Englisch) (PDF-Datei; 1,87 MB)

-9.3125125.25555555556Koordinaten: 9° S, 125° O

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