Dominion (Spiel)

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Dominion
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Daten zum Spiel
Autor Donald X. Vaccarino
Verlag Rio Grande Games
Hans im Glück Verlag
u. a.[1]
Erscheinungsjahr 2008
Art Kartenspiel
Mitspieler 2 bis 4 (mit Erweiterung bis 6)
Dauer ca. 30 Minuten
Alter ab 8 Jahren
Auszeichnungen

Spiel des Jahres 2009
Deutscher Spiele Preis 2009: Platz 1
Mensa Select 2009
À-la-carte-Kartenspielpreis 2009
Japan Boardgame Prize 2009: Platz 1
und viele weitere[2]

Dominion ist ein Kartenspiel von Donald X. Vaccarino, welches bei Rio Grande Games erschienen ist. Die Distribution für den deutschsprachigen Markt erfolgt seit Oktober 2013 durch ASS Altenburger. Am 29. Juni 2009 wurde Dominion zum Spiel des Jahres 2009 gekürt. Das Spiel hat weitere Auszeichnungen wie beispielsweise den Deutschen Spiele Preis erhalten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Alle Spieler sind Herrscher eines Königreiches und starten mit ein wenig Geld und Ländereienkarten. Im Laufe des Spiels erhalten die Spieler die Möglichkeit, ihr Reich auszubauen. Derjenige Spieler mit dem punkteträchtigsten Ausbau seines Reiches gewinnt das Spiel.

Dominion ist von Haus aus ein eher friedliches Spiel. Ähnlich wie bei Siedler von Catan steht der Aufbau im Vordergrund. Interaktionen spielen im Basisset nicht zwangsläufig eine wichtige Rolle und können von den Spielern durch die Kartenkombination sogar ganz ausgeschlossen – oder als primäres Element verwendet werden. Mit insgesamt 500 Karten, aufgeteilt in 32 verschiedene Effekte, ist es komplex und dennoch relativ leicht verständlich.[3] Es war das erste Spiel, das mit der Deck-Building-Mechanik ein breites Publikum erreichen konnte.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Typischer Spielaufbau bei Dominion
Eine Partie „Dominion“ auf der PAX East 2011

Die 32 Kartenarten von Dominion teilen sich auf in die Geldkarten Kupfer (Wert 1), Silber (Wert 2) und Gold (Wert 3), die Punktekarten Anwesen (1 Siegpunkt), Herzogtum (3 Siegpunkte) und Provinz (6 Siegpunkte) sowie 25 Arten so genannter Königreichkarten und wenige Restkarten, wie Fluch (-1 Siegpunkt). Die Geld- und Punktekarten werden in jedem Spiel verwendet. Daneben gibt es noch spezielle Karten, wie Fluch-Karten, die z. B. nur mit der Karte Hexe verwendet werden. Aus den 25 Arten Königreichkarten wählen die Spieler vor dem Spiel 10 aus, die mitspielen. Es gibt im Basisspiel also 3.268.760 Auswahlmöglichkeiten für den Spielaufbau (Kombinationen von 10 aus 25 möglichen Stapeln). Je nach Spieleranzahl sind jeweils 8-12 Exemplare der Punktekarten im Spiel, Geldkarten und Fluchkarten sind häufiger vorhanden, Aktionskarten mit 10 Karten pro Kartentyp.

Die meisten Königreichkarten erlauben dem Spieler besondere Handlungen (Aktionskarten), es sind aber auch Punkte bringende Karten darunter. Punktekarten sind während des Spieles störend, weil man sie zu nichts nutzen kann. Trotzdem muss man sie sammeln, weil am Spielende nur die Siegpunkte zählen.

Jeder Spieler spielt mit seinem eigenen Kartenstapel („Deck“), der zu Anfang sieben Karten Kupfer und drei Anwesen enthält. Der Stapel wird gemischt und bildet den Nachziehstapel, von dem jeder Spieler zu Spielbeginn fünf Karten auf die Hand nimmt.

Die Spieler sind dann reihum am Zug. Jeder Zug besteht aus drei Phasen:

  1. In der Aktionsphase darf der Spieler, der am Zug ist, eine der Aktionskarten ausspielen, die er auf der Hand hat, und erhält damit bestimmte Handlungsrechte. Einige davon sind: weitere Aktionen ausführen, Karten vom Nachziehstapel nachziehen, zusätzliche Kaufrechte, Zusatzgeld für Käufe und noch einiges mehr. Durch das Recht, zusätzliche Aktionen auszuführen und Karten nachzuziehen, kann es in einem Zug zu langen Aktionsketten kommen. Einige Aktionskarten, die Angriffsaktionen, sind interaktiv, d.h. sie beeinflussen die Kartenhand oder die Decks der Mitspieler.
  2. In der Kaufphase kann sich der Spieler entweder eine Königreichkarte von einem der zehn ausgelegten Stapel kaufen oder eine Karte von einem Punktekarten- oder Geldkartenstapel. Er bezahlt durch Ausspielen von Geldkarten, die er in diesem Zug auf der Hand hält, und eventuell vorhandenem Zusatzgeld von zuvor ausgespielten Aktionskarten. Die so erworbene Karten werden auf den Ablagestapel gelegt.
  3. In der Aufräumphase legt man alle verbliebenen Handkarten sowie die benutzten Geld- und Aktionskarten auf seinen Ablagestapel. Dann zieht man von seinem Deck fünf neue Karten nach. Sobald der Nachziehstapel leer ist und neue Karten gezogen werden müssen, werden die Karten des Ablagestapels gemischt, bilden den neuen Nachziehstapel und das Kartendeck läuft erneut durch. Die im Spiel erworbenen Karten kommen so beim Kartenziehen wieder auf die Hand, was den Deck-Building-Charakter des Spiels ausmacht.

Das Spiel endet nach einem Zug, indem zu einem Zeitpunkt entweder der Stapel mit Provinzkarten, oder drei beliebige sonstige Stapel erschöpft sind. Gewonnen hat dann der Spieler mit den meisten Siegpunkten, kommt es zu einem Gleichstand, gewinnt der Spieler, der das meiste Geld in seinem Stapel (Deck) hat.

Erweiterungen[Bearbeiten]

Bisher (Mai 2014) wurden 7 Erweiterungen veröffentlicht und 5 zusätzliche Promotionkarten in kleineren Auflagen herausgegeben. Bei einer Kombination aller bisher erschienenen Sets und Promotionkarten stehen den Spielern insgesamt 205 Königreichkarten zur Verfügung, die beliebig kombiniert werden können. Dadurch ergeben sich beinahe 29 Billiarden Kombinationsmöglichkeiten.

Überblick[Bearbeiten]

Name Erscheinungs-
datum
Art Karten Königreich-
karten
Bemerkungen
Was für eine Welt!  Okt. 2008 Basisspiel 500 25 Basisspiel, enthält auch die Basiskarten (Kupfer, Silber, Gold, Punktekarten, Fluch, Müll). Erschien in mehreren Varianten und Covern, teilweise auch gebündelt mit Promotionkarten (siehe unten). Es existiert eine Bigbox zusammen mit der Erweiterung "Reiche Ernte".
Intrige  Juli 2009 Basisspiel 500 25 Alternatives Basisspiel, nötig für das Spiel mit 5 oder 6 Spielern. Karten, die einem Entscheidungen erlauben und Punktekarten, die auch Aktionen erlauben.
Seaside  Okt. 2009 Erweiterung 300 26 Einführung von Dauerkarten, deren Effekte erst beim nächsten Spielzug aktiv werden.
Die Alchemisten  Mai  2010 Kleine Erweiterung 150 12 Einführung der Währung "Trank" und viele Aktionskarten.
Blütezeit  Okt. 2010 Erweiterung 300 25 Hochpreisige Karten, Einführung von "Platin" und "Kolonien".
Reiche Ernte  Juni 2011 Kleine Erweiterung 150 13 Höhere Vielfalt in der Kartenauswahl.
Hinterland  Okt. 2011 Erweiterung 300 26 Karten, die einen Effekt haben, wenn man sie kauft oder nimmt.
Dark Ages  Aug. 2012 Große Erweiterung 500 35 Karten, die sich mit dem Müllstapel befassen oder ihren eigenen Wert erhöhen.
Die Gilden   2013 Kleine Erweiterung 150 13 Führt die Möglichkeit des Überzahlens ein, um Geldmünzen zu erwerben, die man in späteren Runden einsetzen kann.
Basiskarten   2014 Ersatzkarten 250 - Basiskarten des Basisspiels in neuer Optik.

Die Intrige[Bearbeiten]

Ende Juni 2009 erschien die 2. Edition von Dominion, Die Intrige. Die Intrige ist keine Erweiterung im eigentlichen Sinne sondern eine eigenständige Dominionversion, also ohne die Basisversion spielbar. Sie ist aber auch mit der Basisversion kombinierbar. Durch die Kombination beider Versionen ist das Spielen mit bis zu sechs Spielern möglich.[4]

Diese Edition beinhaltet alle Geld- und Punktekarten, die auch in der Basisversion enthalten sind. Zusätzlich gibt es 25 neue Königreichkarten. Insgesamt enthält die Edition 500 Karten.[5] Bei der Intrige kamen zum ersten Mal kombinierte Karten als Königreichkarten zum Einsatz. Es gibt Kombinationen aus Geld- und Punktekarten und aus Aktions- und Punktekarten.

Seaside[Bearbeiten]

Die erste reine Erweiterung ist Seaside. Hier fehlen die Basiskarten (Geld- und Punktekarten), so dass mindestens ein Basisspiel benötigt wird. Sie kam im Oktober 2009 in den Handel. Die Erweiterung beinhaltet 26 neue Königreichkarten (darunter eine kombinierte Aktions- und Punktekarte) und hat damit die gleiche Größe, wie die beiden Basisspieleditionen. Bei Seaside wurde ein neuer Kartentyp bei den Königreichkarten eingeführt. Die Dauerkarten sind immer über zwei Runden gültig. In den meisten Fällen unterscheiden sich die Aktionen, die beim ersten Ausspielen ausgeführt werden dürfen und die, die in der zweiten Runde gelten. Zur Ausstattung der Erweiterung gehören zudem drei verschiedene Tableaus (je sechsmal vorhanden) sowie so genannte Embargomarker und Geldmarker, die bei bestimmten Königreichkarten zum Einsatz kommen.[6] Insgesamt enthält die Edition 287 Karten.[7]

Die Alchemisten[Bearbeiten]

Eine zweite Erweiterung mit dem Titel Die Alchemisten wurde im Mai 2010 veröffentlicht. Auch hier werden die Basiskarten aus mindestens einem Grundspiel benötigt. Die kleine Erweiterung besteht aus nur zwölf neuen Königreichkarten (darunter eine Punkte- und eine Geldkarte) und einer neuen Basiskarte, der neuen Geldkarte „Trank“. Diese Trankkarten spielen immer mit, wenn eine oder mehrere ausliegende Karten Trankkosten beinhalten und werden bei diesen als Bezahlung benötigt, entweder allein oder in Kombination mit anderen Geldkarten.

Blütezeit[Bearbeiten]

Im Herbst 2010 wurde die dritte Erweiterung Blütezeit (Prosperity) auf der Spiel 2010 in Essen veröffentlicht.[8] Der Schwerpunkt dieser großen Erweiterung liegt auf dem Reichtum und dessen Vermehrung. Sie enthält 25 neue Königreichkarten, von denen acht Geldkarten sind. Zudem gibt es zwei neue Basiskarten, die jedoch nicht in jedem Spiel mitspielen. Die „Kolonie“ ist eine Punktekarte mit dem Wert 10 und „Platin“ ist eine Geldkarte mit dem Wert 5. Werden diese beiden Karten verwendet, endet das Spiel zusätzlich zu den normalen Siegbedingungen, wenn der Koloniestapel leer ist. Diese Erweiterung wurde bis Januar 2011 exklusiv über Filialen der Metro Gruppe (Real und Kaufhof) vertrieben.[9]

Reiche Ernte[Bearbeiten]

Seit Juli 2011 gibt es die vierte Erweiterung Reiche Ernte (Cornucopia) für Dominion. Die mit 150 Karten kleine Erweiterung hat als Thema Vielseitigkeit. So bekommt man mehr Karten, Geld oder Punkte, wenn man viele unterschiedliche Karten im Deck bzw. auf der Hand hat. Es gibt 13 neue Königreichkarten und 5 „Preiskarten“, welche mit der Aktionskarte „Turnier“ ins Spiel gebracht werden. Ein Spieler der eine Provinz und ein Turnier auf der Hand hat, darf sich eine solche Karte nehmen. Die Preiskarten bringen einen großen Vorteil, der spielentscheidend sein kann. Mit der „Prinzessin“ zum Beispiel verringert sich der Preis jeder Karte um 2.

Hinterland[Bearbeiten]

Im Oktober 2011 wurde auf der Spiel 2011 in Essen die fünfte Erweiterung mit dem Titel „Hinterland“ veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine große Erweiterung mit 26 Königreichkarten. Thematisch führt das Spiel in die exotischen Regionen jenseits des eigenen Reiches. Im Zentrum stehen Karten, die einen Effekt auslösen, wenn sie genommen (bzw. gekauft) werden. Unter den Königreichkarten gibt es beispielsweise die Geldkarte „Blutzoll“, die beim Nehmen (oder Kaufen) Flüche an die Mitspieler verteilt, oder die Punktekarte „Seidenstrasse“, deren Siegpunktwert sich an der Anzahl der Siegpunktkarten im Deck orientiert. Als Variation zu den bekannten Aktion-Reaktion-Karten erscheint nun mit dem „Katzengold“ erstmals eine Geld-Reaktion-Karte und mit dem „Tunnel“ eine Punkte-Reaktion-Karte.

Dark Ages[Bearbeiten]

Im August 2012 wurde auf der Spielemesse Gen Con eine weitere Erweiterung mit dem Titel Dark Ages vorgestellt. Sie ist mit 500 Karten wieder eine große Erweiterung. Insgesamt kommen 35 neue Königreichkarten hinzu, sowie neue schlechte Karten Ruinen (engl. Ruins) und sogenannte Unterschlupfkarten (engl. Shelters), die eine Alternative zu den Anwesen aus den beiden Editionen darstellen. Die Hauptthemen stellen Entsorgung und Aufwertung von Karten dar. Dazu gibt es Karten, die etwas bewirken, wenn man sie entsorgt, sowie Karten, die das Entsorgen anderer Karten bewirken und Karten, die sich selbst oder andere Karten verbessern.[10] Im Oktober 2012 erschien die deutsche Version von Dark Ages.

Die Gilden[Bearbeiten]

Für Oktober 2013 ist die siebte Erweiterung mit dem Namen Die Gilden angekündigt, welche aus 150 neuen Karten bestehen wird. Hier kommen 13 neue Königreichkarten (Steinmetz, Berater, Leuchtenmacher, Herold, Platz, Bäcker, Arzt, Wandergeselle, Metzger, Steuereintreiber, Wahrsager, Kaufmannsgilde und Meisterstück) sowie 25 Metall-Münzen ins Spiel.[11]

Promotionkarten[Bearbeiten]

Promotionkarten sind Karten, die einzeln erhältlich sind. Jedes Set besteht aus zehn Königreichkarten und einer Platzhalterkarte. Bisher sind fünf verschiedene Karten erschienen:

  • Die Zeitschrift „Spielbox“ (Ausgabe 2/2009) enthielt die Sonderkarte Schwarzmarkt. Wenn mit dieser Königreichkarte gespielt wird, wird zusätzlich zu den zehn regulären Königreichkarten ein Kartenstapel mit (allen oder ausgewählten) verbliebenen Königreichkarten gebildet, aus dem dann weitere Karten gekauft werden können.[12]
  • Die Sonderkarte Gesandter erschien ursprünglich zum Spielefest in Wien. [13]
  • Der Verlag brachte als Dankeschön an die „Spiel des Jahres“-Jury die Sonderkarte Geldversteck heraus. [14]
  • Als vierte Sonderkarte ist „Carcassonne“ erschienen. Diese Karte ist auf Anfrage des Verlagschefs von Rio Grande Games vom Autor in Anlehnung an das Spiel Carcassonne entwickelt worden, da das Spiel 2011 sein 10-jähriges Jubiläum feiert.
  • Eine an das Spiel Puerto Rico angelehnte Sonderkarte, die 2011 erschienen ist, nennt sich „Gouverneur“.

BigBox[Bearbeiten]

Eine Dominion BigBox ist im Herbst 2011 im Einzelhandel der Metro Gruppe erschienen. Enthalten ist das Basisspiel, die Erweiterung Reiche Ernte, sowie die ersten vier Promotionkarten. [15]

Basisspiel - Special Edition[Bearbeiten]

Zur SPIEL '13 in Essen erscheint eine Special Edition des Basisspiels mit 511 Karten. Hierbei sind alle Geld-, Punkte- und Fluchkarten sowie die Müllkarte mit neuen Illustrationen versehen. Zudem liegt der Neuauflage die Sonderkarte „Schwarzmarkt“ bei.[16]

Online-Version[Bearbeiten]

Dominion kann online auf der HTML5-Spieleplattform von Goko[17] gespielt werden. Laut Rio Grande handelt es sich hierbei um die offiziell lizenzierte Version, welche aktuell einem offenen Beta-Test unterliegt.[18]

Auf der Internetseite Brettspielwelt konnte man Dominion online spielen. Diese Version verwendete die originalen Artworks des Spiels, jedoch wurden die Kartentexte nur gezeigt, wenn man mit dem Cursor auf der Karte blieb. Es war sowohl möglich, Dominion über die Internetseite, als auch über einen downloadbaren Client zu spielen. Es war auch nicht unbedingt nötig, sich auf der Seite zu registrieren, wobei man Zugang zu Statistiken nur erhielt, wenn man sich ein Nutzerprofil anlegte. Da die weltweiten Rechte für Dominion bei Rio Grande Games liegen, musste die Brettspielwelt das Spiel aus ihrem Angebot nehmen.[19]

Eine weitere Möglichkeit Dominion online zu spielen, bot bis zum 15. März 2013 die englischsprachige Internetseite Isotropic.[20] Eine deutsche Version ist nicht verfügbar. Diese Version verwendete das Artwork des Spiels, welches der Spieleautor während der Entwicklung benutzte. Bis auf die neuste Erweiterung Dark Ages standen hier alle Karten der Dominion Welt zur Verfügung, inklusive der Promotionskarten.

Eine dritte Möglichkeit, Dominion mit graphischer Benutzeroberfläche online zu spielen, bietet das Dominion Browsergame.[21] Hier stehen auch sämtliche Karten zur Verfügung. Die Seite ist auf Deutsch, die englische Übersetzung ist bisher rudimentär verfügbar. Es gibt hier auch eine Rangliste mit einem ELO-System. Diese Möglichkeit ist seit dem 14. September 2012 nicht mehr für Jedermann online, denn aus rechtlichen Gründen ist diese private Spielgemeinschaft nur Freunden und bereits registrierten Mitgliedern zugänglich.[22]

Turniere[Bearbeiten]

Inzwischen werden in Deutschland auch offizielle Dominion-Turniere veranstaltet. Am 20. Oktober 2011 wurde im Rahmen der Spiel 11 das Finale der deutsche Meisterschaft ausgespielt. Der Sieg berechtigte zur Teilnahme an der am 22. Oktober 2011 ebenfalls auf der Spiel 11 in Essen stattgefundenen Weltmeisterschaft. Weltmeister wurde Ryo Shigekiyo (Japan). Den zweiten Platz belegte Berndt Ivar Nodland aus Norwegen und Dritter wurde der Deutsche Arndt Feddersen.[23]

Am 2. März 2011 fand im st. gallischen Wil im Rahmen des „19. Wiler Spielfest“ im Wiler Stadtsaal, die 1. offizielle Schweizer Meisterschaft im Dominion statt, welche vom vertreibenden Hans im Glück Verlag gesponsert und vom Spiele-Club Wil und der Ludothek Wil organisiert wurde. Teilnehmen konnte jeder, der wollte. Eine Qualifikation war nicht notwendig, sondern lediglich eine rechtzeitige Anmeldung. Die ersten vier Spieler erstritten sich das Recht, an den internationalen Dominionmeisterschaften 2011 in Essen teilzunehmen.

Die Weltmeisterschaft 2012 fand im August auf der Gen Con statt. Weltmeister wurde Kazuhiko Mitsuya (Japan). Den zweiten Platz belegte Fabian Sjöblom (Schweden) und der dritte Platz ging an Alexander Deutinger aus Österreich.[24] Da die Deutsche Meisterschaft erst auf der Spiel 12 im Oktober ausgetragen wurde, nahm kein deutscher Teilnehmer an der WM teil. Deutscher Meister 2012 wurde Christoph Saßen.[25]

Geschichte[Bearbeiten]

Dominion erschien erstmals auf der SPIEL '08 in Essen und wurde hier mit Hilfe der Fairplay-Scoutaktion zum beliebtesten Spiel der Messe gewählt.[26] Das Spiel wurde zu diesem Zeitpunkt in Deutschland vom Münchner Hans im Glück Verlag veröffentlicht, wobei sämtliche Rechte über neue Editionen, Erweiterungen und Promokarten bei Rio Grande Games lagen. Im Juni 2012 gaben beide Verlage bekannt, ihre Zusammenarbeit bis Ende des Jahres aufzukündigen.[27] Rio Grande Games betonte hierbei, dass die Koproduktionen mit anderen Verlagen reduziert, und der Fokus auf das eigene Kerngeschäft gelegt werden sollte. Seit Oktober 2013 gibt Rio Grande Games die Spiele der Dominion-Reihe in Eigenverantwortung für den deutschen Markt heraus, wobei die exklusive Distribution durch ASS Altenburger erfolgt.[28]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 11 verschiedene Spieleverlage weltweit bei BoardGameGeek verzeichnet
  2. Games 100 2009: Bestes Familien-Strategie-Spiel, Platz 1
    International Gamers Award 2009: nominiert
    Niederländischer Spielepreis 2009: nominiert
    Årets Familiespill (Norwegen) 2010: Gewinner Familienspiel des Jahres
    I Mensa HungarIQa Társasjátékverseny (Ungarn) 2009: Bestes Strategiekartenspiel
    Spiel der Herzen 2009: Platz 1
    BoardGamer.ru 2009: Kartenspiel des Jahres
    BoardGameGeek – Golden Geek 2009: Game of The Year und Card Game of the Year
    Diana Jones Award for Excellence in Gaming 2009: Platz 1
    Dice Tower Gaming Awards 2009: Best Game of the Year, Platz 1
    Guldbrikken 2009: Årets Jurypris (Spezieller Jury-Preis), Platz 1
    FAIRPLAY Magazin 2009: A la carte, Kartenspiel des Jahres, Platz 1
    Hra Roku (Tschechien) 2009: Spiel des Jahres, Platz 1
    J.U.G. 2009: Platz 1
    JoTa 2009: Kartenspiele, Platz 1
    Lucca Games Best of Show (Italien) 2009: Bestes Kartenspiel, Platz 1
    Ludoteca Ideale 2009: Spiele des Jahres, Platz 1
    Origins Awards 2009: Bestes Kartenspiel, Platz 1
    Vuoden aikuistenpeli 2009: Erwachsenenspiel des Jahres, Platz 1
    Meeples Choice Awards 2008
    Juego del Año Tico 2010: nominiert
  3. Deutschlandradio Kultur vom 29. Juni 2009: „Ein königlicher Spaß“ Fachjournalistin Christina Puhlmann über das Spiel des Jahres 2009
  4. Spielanleitung zur 2. Edition (Die Intrige). Abgerufen am 22. Oktober 2010 (PDF; 3,2 MB).
  5. Dominion - Die Intrige. Abgerufen am 25. Mai 2013 (HTML).
  6. Spielanleitung der Erweiterung „Seaside“ (PDF). Abgerufen am 22. Oktober 2010 (PDF; 3,2 MB).
  7. Dominion - Seaside. Abgerufen am 25. Mai 2013 (HTML).
  8. http://www.dominionblog.de/aktuellenews/blutezeit-nachste-erweiterung-naht/
  9. Beschreibung der Erweiterung „Blütezeit“ auf der Seite des Verlages. Abgerufen am 22. Oktober 2010.
  10. Dominion Dark Ages
  11. Erweiterung - Die Gilden. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  12. Seite des Verlags zur Promokarte „Schwarzmarkt“. Abgerufen am 22. Oktober 2010.
  13. Seite des Verlags zur Promokarte „Der Gesandte“. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  14. Seite des Verlags zur Promokarte „Geldversteck“. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  15. Seite des Verlags zur Promokarte „Schwarzmarkt“. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  16. Basis - Special Edition. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  17. http://www.goko.com/games/Dominion
  18. Hintergründe zum Beta-Relaunch auf Goko. Abgerufen am 30. September 2012.
  19. Dominion verlässt Brettspielwelt. Abgerufen am 25. September 2012.
  20. http://dominion.isotropic.org
  21. Dominion-Browsergame-Club
  22. http://www.dominion.johannes-gaechter.de
  23. Ergebnis der Weltmeisterschaft 2011
  24. Ergebnis der Weltmeisterschaft 2012
  25. Ergebnis der deutschen Meisterschaft 2012
  26. Die beliebtesten Spiele der Spiel ’08 – die Top Ten der Scouts. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  27. Hans im Glück Changes Publishing Partners: Rio Is Out, Z-Man Is In. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  28. DOMINION – ab Oktober 2013 im exklusiven Vertrieb durch ASS Altenburger. Abgerufen am 15. Oktober 2013 (PDF; 539 kB).