Dschibuti (Stadt)

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11.59543.148055555556Koordinaten: 11° 36′ N, 43° 9′ O

جيبوتي
Dschibuti
Dschibuti (Dschibuti)
Dschibuti
Dschibuti
Basisdaten
Staat Dschibuti

Hauptstadt

Stadt Dschibuti
Fläche 200 km²
Einwohner 475.322 (2009)
Dichte 2376,6 Ew./km²
Gründung 1888
Djibouti City.jpg
Verwaltungsgrenzen der Stadt Dschibuti

Dschibuti (französisch Djibouti; arabisch ‏جيبوتي‎, DMG Ǧībūtī) ist die Hauptstadt des gleichnamigen afrikanischen Staates Dschibuti. Die Hafenstadt liegt am Eingang zum Golf von Tadjoura, einem Teil des Golfes von Aden, südlich der Meerenge des Bab al-Mandab.

Die Stadt wurde 1888 von den Franzosen gegründet. 1892 löste sie Obock als Hauptstadt von Französisch-Somaliland ab. Der ursprüngliche Distrikt Dschibuti hatte eine Fläche von 630 km². Mit der Verwaltungsreform vom 7. Juli 2002 wurde eine neue Regio Arta errichtet, aus Teilen des Distrikts Dikhil, aber auch der Hauptstadtdistrikt gab Territoriuman Arta ab und schrumpfte auf 200 km², schloss aber die Insel Musha sowie die gesamte Inselgruppe mit ein.

Djibouti-Djibouti.png
Djibouti-Djibouti (town).png
Ausdehnung des Stadtgebiets von Dschibuti vor und nach der Verwaltungsreform vom 7. Juli 2002 (Errichtung der Region Arta)

Dschibuti ist der Endpunkt der Eisenbahnlinie von Addis Abeba und Freihafen für Äthiopien, das keinen eigenen Zugang zum Meer hat.

Der Platz Mahamoud Harbi, der auch als Bus-Bahnhof für Überlandbusse dient

Infolge ausgeprägter Landflucht lebt ein Großteil der Bevölkerung Dschibutis in der Hauptstadt. Etwa die Hälfte der Stadtbewohner lebt in Slums wie Arhiba, wo die Arbeitslosigkeit hoch und Mangelernährung verbreitet ist.[1][2]

Der nur jahreszeitlich wasserführende Fluss Ambouli fließt durch die Stadt und trennt dabei die älteren Stadtteile von dem Viertel Balbala. Der internationale Flughafen von Dschibuti ist der Flughafen Dschibuti-Ambouli.

Die Bundeswehr hat in Dschibuti eine Verbindungs- und Unterstützungsgruppe vor allem mit Kräften der Marine und der Feldjäger zur Unterstützung der deutschen Anteile an EU NAVFOR Somalia („Operation Atalanta“)[3] und ehemals der Operation Enduring Freedom[4][5] stationiert. Zeitweise werden auch Seefernaufklärer vom Flughafen von Dschibuti aus eingesetzt.[6]

Durch einen Bombenanschlag in Dschibuti am 18. März 1987 kamen 13 Menschen ums Leben, darunter Wissenschaftler des Forschungsschiffes Meteor.[7]

Klima [Bearbeiten]

Dschibuti
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Dschibuti
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 28,7 29,0 30,2 32,0 34,9 39,0 41,7 41,2 37,2 33,1 30,8 29,3 Ø 34
Min. Temperatur (°C) 21,5 22,5 23,8 25,3 27,0 29,3 31,1 30,6 28,9 25,6 23,1 21,6 Ø 25,9
Niederschlag (mm) 10 19 20 29 17 0 6 6 3 20 22 11 Σ 163
Sonnenstunden (h/d) 7,9 7,7 8,5 9,1 10,2 9,5 8,4 8,9 9,3 9,6 9,5 8,8 Ø 9
Regentage (d) 2 3 1 2 1 0 1 1 0 2 2 1 Σ 16
Wassertemperatur (°C) 25 25 27 29 29 29 29 29 29 29 27 27 Ø 27,8
Luftfeuchtigkeit (%) 74 73 73 75 70 57 43 46 60 67 71 71 Ø 64,9
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Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Dschibuti (Stadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Djibouti: Rags despite riches, in: IRIN News, 5. Juli 2005
  2. Djibouti: High malnutrition rates in slums “alarming”, in: IRIN News, 17. Februar 2009
  3. Gemeinsame Nutzung der Unterstützungskräfte von OEF und Operation Atalanta: Antrag zur Beteiligung deutscher Streitkräfte an der EU-Operation Atalanta, Bundestagsdrucksache 16/11337 vom 10.12.2008 (PDF, 72 kb)
  4. „Einsatzgebiet Operation ENDURING FREEDOM (OEF)“ auf der Homepage der Deutschen Marine; eingesehen am 31. Dezember 2008
  5. „Die Operation ENDURING FREEDOM“ auf der Homepage der Bundeswehr; eingesehen am 31. Dezember 2008
  6. „Erster Auslandseinsatz einer P-3C ORION in Afrika beendet“ auf der Homepage der Deutschen Marine; eingesehen am 31. Dezember 2008
  7. Zu ihrem Andenken vergibt die von den Hinterbliebenen gegründete Annette-Barthelt-Stiftung seitdem einmal jährlich den „Annette-Barthelt-Preis für Meeresforschung".