Fethullah Gülen

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Fethullah Gülen (* 27. April 1941 in Korucuk, Pasinler, Provinz Erzurum, Türkei) ist das geistliche Oberhaupt der islamischen Gülen-Bewegung, die als Nachfolger von Said-i Nursis Lehren eine Neo-Nurcu-Bewegung ist.[1] Er lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil in Saylorsburg, Pennsylvania, USA.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Lehre[Bearbeiten]

Gülen wurde als Sohn eines Imams geboren.[2] Nach einem Umzug brach er die Grundschule ab. Er wurde unter anderem in einer Moschee in Erzurum unterrichtet, wo auch Cemaleddin Kaplan verkehrte.[3] Später schloss er sich der Nurculuk-Bewegung an.

Zeit als Imam[Bearbeiten]

1959 erhielt er eine staatliche Predigerlizenz in Edirne, wo er als Imam zu arbeiten begann. Dann leistete er seinen Militärdienst ab und kehrte anschließend nach Edirne zurück. 1966 wurde Gülen an die Kestanepazarı-Moschee nach İzmir versetzt.[4] Hier begann er Said Nursis Lehren um sozialkonservative und nationalistische Elemente zu erweitern, dabei griff er vor allem auf die Schriften von Intellektuellen wie Necip Fazıl Kısakürek, Nurettin Topçu und Sezai Karakoç zurück.[4] Auch durch Predigtreisen wuchs seine Anhängerschaft in der Folge stark, insbesondere unter Ober- und Hochschülern, die er inhaltlich verstärkt ansprach. So zeigt sich Gülen als eine Art moderner Wanderprediger.[5]

Seine Predigten fanden weite Verbreitung durch Audio- und Videokassetten.[6] Gülens religiöse Ansichten bewegen sich nach eigener Aussage im sunnitischen Mainstream, sie tendieren auch zum Sufismus.

Bewegung und Aufstieg[Bearbeiten]

Gülen bei einer Audienz bei Papst Johannes Paul II. im Jahr 1998

Gülen beendete 1981 seine Predigertätigkeit im Staatsdienst, um sich ganz der neuen Bewegung zu widmen. Durch Öffentlichkeitsarbeit und gute Beziehungen zur Regierung von Turgut Özal (1927-1993) erreichte er seit den späten 80er Jahren eine weite Öffentlichkeit. Als 1996 die umstrittene religiös-konservative Partei Necmettin Erbakans an die Macht gelangte, hielt sich Gülen von dieser Partei und ihren Thesen eines islamischen Staates fern. Dafür hob er hervor, dass er den laizistischen Staat respektiere, und erlangte damit das Wohlwollen führender türkischer Politiker wie z. B. des laizistischen Links-Politikers Bülent Ecevit, der sich als Erz-Laizist verstand.[7] Gülen setzte sich für die Förderung der Bildung ein und gründete mehrere hundert Privatschulen und Studentenheime, in den Turkstaaten der ehemaligen Sowjetunion und später weltweit. Damit schuf er für seine Ideen eine breite Öffentlichkeit. Seine drei Hauptanliegen seien Bildung, Dialog und Medien, so der FAZ-Redakteur Rainer Hermann im Oktober 2008.[8][9] Die Ideologie einer gebildeten und mit dem Westen konformen Gesellschaft scheint auch im Westen viel Sympathie zu erwecken, jedoch erschreckt die weite Ausbreitung der Bewegung Kritiker. Herrmann fasste 2008 weiter zusammen:

„Dennoch trauen die ‚säkularen‘ Kemalisten im Staatsapparat und ihre Freunde im Ausland dem Prediger und dessen Bewegung nicht. Gülen akzeptiert nicht, dass es einen Konflikt zwischen Moderne und Religion gibt, den die ‚säkularen‘ Hardliner konstruieren. Sie kommen zu der Prognose, dass Religion in der Moderne verkümmere. Gülen sieht hingegen gerade in der Moderne einen Bedarf an Religion und metaphysischen Werten. Das macht ihn in der Türkei zum Staatsfeind; die Berliner Publizistin Necla Kelek unterstellt ihm sogar eine ‚zutiefst reaktionäre Denkweise‘. Dabei benutzen das kemalistische Establishment und dessen Freunde im Ausland das Argument, alles, was der Islam jenseits der Theologie hervorbringe, müsse politisch sein. Damit mache sich der Islam zu einem Gegenmodell für die politische und gesellschaftliche Ordnung des modernen Westens. Neben dem politischen Islam, wie er in weiten Teilen der arabischen Staaten besteht, gab es in der islamischen Welt jedoch stets gesellschaftliche Bewegungen, die den Menschen im Auge haben, nicht die politische Ordnung. In dieser Tradition stehen Gülen und seine Bewegung“.[10][11]

Gülen lehnt ab, der Nachfolger von Said Nursi zu sein. Es sei nie seine Absicht gewesen, aus der Menge herauszuragen, geschweige denn eine führende Persönlichkeit zu werden.[12] Gülen traf hochgestellte politische und religiöse Persönlichkeiten aus aller Welt zum Dialog der Religionen, darunter Johannes Paul II. (Papst von 1978-2005).

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Zur Gülen-Bewegung gehören zahlreiche Unternehmen, viele Institutionen sind von ihm beeinflusst.[13] Zu diesen gehören neben Privatschulen und -universitäten wie die Fatih-Universität in Istanbul[2] Bildungsvereine, Radio- und Fernsehsender - unter anderem Samanyolu TV und dessen außertürkischer Ableger EBRU TV -, eine Nachrichtenagentur, die Bank Asya,[2] Versicherungen wie die Işık Sigorta,[2] große Medienunternehmen wie die World Media Group, Verlage und Tageszeitungen wie die auflagenstärkste Zeitung der Türkei Zaman, zwei Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Hochschulvorbereitungsklassen, Wohnheime, ein Unternehmerverband sowie Gewerkschaften.[14][15] Es sei abzusehen, dass die „radikal-islamistische Gülen-Bewegung demnächst die entscheidende Medienmacht“ in der Türkei sei, kommentiert Die Presse.[16]

Die Zahl der Mitglieder der Gülen-Bewegung ist schwer zu schätzen. Die Soziologin Helen Rose Ebaugh vermutete 2008, dass in der Türkei 10–15 % der Bevölkerung eine Nähe zur Bewegung empfinden. Ebaugh zufolge existieren etwa 1000 Schulen in über 100 Ländern.[17] Möglicherweise hat er weltweit zwischen acht und zehn Millionen Sympathisanten.

Lehre[Bearbeiten]

„Erneuerung der Religion aus den traditionellen Quellen des anatolischen Volksislams“, so charakterisiert die amerikanische Soziologin Helen Rose Ebaugh Gülens Denken.[18] Gülens Lehre, die sich über die letzten 40 Jahre einem gewissen Wandel unterzogen hat, unterscheidet sich von anderen Nurcu-Gruppen dadurch, dass er einen modernen türkischen Nationalismus, freie Marktwirtschaft und die Bedeutung der Bildung betont.[4] Gülen erweitert dabei die soziale Basis der Nurculuk-Bewegung, indem er die ghazawāt betont und versucht, den türkischen Nationalismus stärker zu islamisieren.[19] Sein Nationalismus ist dabei mehr ein umfassend religiöser, weniger ein ethnischer oder rassischer. In seiner Inklusivität umfasst er zwischen Bosniaken und Kasachen fast alle Muslime des Osmanischen Reichs.[20] Allerdings verwendet er anti-arabische und anti-persische Untertöne.[20] Der Prediger verwirft die Evolutionstheorie Darwins, geißelt den Atheismus und stellt den Islam über die Demokratie. Ein Urteil über „weltliche Systeme“ sei immer „relativ“, sagt Gülen im Internet. Auch die Wissenschaft müsse an ihrer Übereinstimmung mit den Lehren des Islams gemessen werden: „Koran und Hadith sind wahr und absolut. Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten sind wahr, solange sie mit Koran und Hadith übereinstimmen. Sobald sie aber eine andere Position einnehmen oder von der Wahrheit von Koran und Hadith wegführen, sind sie fehlerhaft. Selbst zweifelsfrei etablierte wissenschaftliche Fakten können nicht die Säulen sein, auf denen die Wahrheiten des iman (Glaubens) ruhen.“[21] Die Demokratie solle „ihren Horizont erweitern“ und „das Leben des Menschen nach dem Tode in Betracht ziehen“.[22]

Unglaube und Abfall vom Glauben[Bearbeiten]

Gülen vergleicht Apostasie mit Hochverrat.[23][24] Die Strafe für denjenigen, der darauf bestehe, sei der Tod. Keine geringere Strafe könne den Abscheu der Gesellschaft darüber ausdrücken, den Bund mit Gott zu brechen.[24]

Unglaube bezeichnet Gülen als ein Verbrechen, das vor Gott schwerer wiege als Mord, weshalb Gott Unglauben mit ewigen Höllenqualen bestrafe.[25]

Rolle der Frau[Bearbeiten]

Gülen verlangt zwar von Frauen nicht, sich zu verschleiern bzw. Kopftuch zu tragen, doch verhalten sich die meisten seiner Anhängerinnen so. Necla Kelek schreibt, nach außen vertrete er „eine Art Islam light“, während er „nach innen […] einen machtbewussten islamischen Chauvinismus“ propagiere.[26] Fethullah Gülen selbst sieht zumindest das Schlagen der Frau als im Islam verboten an.[27] In einem Interview mit der FAZ hielt Gülen zur Rolle der Frau im Islam fest, dass Frauen nahezu alle Rollen übernehmen können und auch als Richter und Staatsoberhaupt tätig sein können.[28]

Bewertung und Kontroversen[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Seine Anhänger sehen in ihm einen wichtigen islamischen Gelehrten mit liberalen Ideen und interreligiösen Dialogabsichten, während ihm Kritiker vorwerfen, die laizistische türkische Republik zu unterminieren und durch einen islamischen Staat ersetzen zu wollen. Außer Nationalismus wird seiner Bewegung auch Islamismus vorgeworfen.[29][30][26] In kritischen Buchveröffentlichungen bekannter türkischer Autoren wie Ahmet Şık und Nedim Şener wird die „Gülen-Sekte“ als Lenkerin eines islamisch gesinnten Tiefen Staates bezeichnet, der in der Republik Türkei entstehe und Behörden, Polizeiapparat und Justiz unterwandere.[31] Der ehemalige türkische Oberstaatsanwalt İlhan Cihaner, der gegen Fethullah Gülen und seine Bewegung ermittelt hatte, wurde starkem Druck ausgesetzt, verhaftet und musste sein Amt aufgeben. Cihaner kritisierte den Einfluss der Bewegung mit den Worten: „Wer sich mit Gülen anlegt, wird vernichtet“.[32]

Türkei[Bearbeiten]

In der Republik Türkei sind Fethullah Gülen und seine Bewegung äußerst umstritten. Die Schulen der Gülen-Bewegung sollen bis September 2015 geschlossen werden.[33]

1998, nach dem Verbot der Refah Partisi Erbakans, ereignete sich im Rahmen einer Untersuchung der angeblichen Unterwanderung des Militärs durch Islamisten[34] ein Skandal um eine zusammengeschnittene Rede Gülens, die – anscheinend mit versteckter Kamera gefilmt – 1999 im Fernsehkanal ATV ausgestrahlt wurde und in der er Anhänger aufforderte, geduldig zu arbeiten, um die Kontrolle im Staat zu übernehmen:[35]

„Man muss die Stellen im Justiz- und Innenministerium, die man in seine Hand bekommen hat, erweitern. Diese Einheiten sind unsere Garantie für die Zukunft. Die Gemeindemitglieder sollten sich jedoch nicht mit Ämtern wie zum Beispiel denen der Richter oder Landräte begnügen, sondern versuchen, die oberen Organe des Staates zu erreichen. Ohne Euch bemerkbar zu machen, müsst Ihr immer weiter vorangehen und die entscheidenden Stellen des Systems entdecken. Ihr dürft in einem gewissen Grad mit den politischen Machthabern und mit denjenigen Menschen, die hundertprozentig gegen uns sind, nicht in einen offenen Dialog eintreten, aber ihr dürft sie auch nicht bekämpfen. Wenn sich unsere Freunde zu früh zu erkennen geben, wird die Welt ihre Köpfe zerquetschen und die Muslime werden dann Ähnliches wie in Algerien erleben. Die Welt hat große Angst vor der islamischen Entwicklung. Diejenigen von uns, die sich in diesem Dienst befinden, müssen sich so wie ein Diplomat verhalten, als ob sie die ganze Welt regieren würden, und zwar so lange, bis Ihr diese Macht erreicht habt, die Ihr dann auch in der Lage seid, mit eigenen Kräften auszufüllen, bis Ihr im Rahmen des türkischen Staatsaufbaus die Macht in sämtlichen Verfassungsorganen an Euch gerissen habt.“[30]

Kurz vor der Fernsehausstrahlung reiste Gülen angeblich aus gesundheitlichen Gründen in die USA. Vermutlich wollte er sich seiner bevorstehenden Verhaftung und einem Gerichtsverfahren wegen sogenannten Republikverrats durch Abwesenheit entziehen.[36][2] 2003 wurde der Prozess gegen Gülen ausgesetzt,[37] 2006 erwirkte Gülen in Abwesenheit aufgrund geänderter Gesetzeslage seinen Freispruch.[38]

Die Verhaftung mehrerer Generäle als vermeintliche Putschisten in der Türkei Anfang Juli 2008 geht, so vermuten Insider aus Ankara, auch auf die Anhänger Gülens zurück. Sie haben inzwischen hohe Positionen inne, nicht nur in der AKP, sondern auch im Staatsapparat und in der Polizei.[26] Auch einem Bericht der offiziellen Forschungseinrichtung des Kongresses der Vereinigten Staaten zufolge vermuten manche Kritiker, dass die Gülen-Bewegung hinter den Ergenekon-Ermittlungen und anderen Verfahren gegen das Militär stehe, um Rache für Gülens vergangene Verurteilung zu üben.[39]

Der ehemalige stellvertretende Direktor der nachrichtendienstlichen Abteilung der türkischen Polizei, Hanefi Avcı, schreibt in seiner Autobiografie, dass die Fethullah-Gülen-Bewegung die türkische Polizei unter ihre Kontrolle gebracht habe. Sie begehe zudem rechtswidrige Abhöraktionen und andere illegale Tätigkeiten.[40] Avcı wurde kurz nach Erscheinen seines Buches festgenommen. Er sieht seine Festnahme deshalb im Zusammenhang mit einer gegen ihn gerichteten Kampagne der Gülen-Bewegung. Vier Abgeordnete der oppositionellen CHP teilten in einer Pressemitteilung nach einem Besuch Avcıs im Gefängnis mit: „Dass die Bewegung insbesondere im Polizeiapparat organisiert ist, wussten wir; dennoch waren die weiteren Enthüllungen ein Schock für uns. Der Nachrichtendienst und KOM – Abteilung Schmuggel und Organisiertes Verbrechen stehen außerhalb der Gesetze und sind staatlicher Kontrolle entzogen.“ Und weiter: „Es gibt eine Organisation, in der Religiöse die Führung innehaben. Die Ausmaße sind erschreckend. Wir haben gesagt, dass in der Türkei eine Schreckensherrschaft errichtet wird. Jetzt wissen wir, wo das herkommt.“ Der türkische Oberstaatsanwalt İlhan Cihaner kommentiert dazu: „Jeder, der gegen diese Gruppen vorgeht, landet im Gefängnis und sieht sich einer Anklage gegenüber. Alles wird von einer Zentrale aus gelenkt.“[41] Auch Türkan Saylan sieht laut einem Bericht des Türkeibulletins der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit die Fethullah-Gülen-Bewegung hinter ihrer Festnahme, weil sie sich für eine Erziehung in einer weltlichen Ordnung eingesetzt hätte.[42]

In einem Beitrag für Foreign Policy bezeichnet der Politikwissenschaftler Soner Çağaptay die Gülen-Bewegung als „ultrakonservativ“ und schreibt, dass die aktuelle Entwicklung in der Türkei, in der die Macht der Militärs zurückgedrängt wurde, nur vordergründig den Anschein einer Demokratisierung habe. In Wirklichkeit habe sich das Machtgefälle so vertauscht, dass nun die Gülen-Bewegung an die Stelle der Militärs getreten sei und einen neuen „tiefen Staat“ bilde. Die Bewegung kontrolliere Polizei samt ihres Nachrichtendienstes und gewinne immer mehr Einfluss in der Justiz.[43]

Am 3. März 2011 wurden Ahmet Şık und andere Journalisten im Rahmen der Ergenekon-Ermittlungen festgenommen. Dabei hatte Şık selbst zusammen mit Kollegen im Wochenmagazin "Nokta" 2007 die Putschpläne eines inzwischen im Ergenekon-Prozess angeklagten Admirals enthüllt.[44] Viel wahrscheinlicher ist deshalb, dass Şıks Verhaftung im Zusammenhang mit seinem Buch Die Armee des Imam steht, das kurz vor der Veröffentlichung stand. Darin stellt er seine Recherchen zu Gülen und dessen Bewegung dar.[45][2] In dem bei seiner Verhaftung beschlagnahmten Buch, das inzwischen nicht nur verboten wurde, sondern dessen Besitz schon unter Strafandrohung steht,[46] berichtet Şık über die Unterwanderung der türkischen Polizei und Justiz durch die Gülen-Bewegung, die dadurch einen „Staat im Staat“ errichtet habe.[47][48][49][50]

Mitte Dezember 2013 begann in der Türkei ein Korruptionsskandal; Minister Erdogan tauschte zahlreiche Minister des Kabinett Erdoğan III aus. Erdogan äußerte mehrfach Verschwörungstheorien. Viele Beobachter meinen bzw. vermuten, dass Erdoğans Gegner in der Affäre Fethullah Gülen ist.[51][52][53]

Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland – so der Islamwissenschaftler Bekim Agai [54] von der Universität Bonn – ist die Bewegung mit Nachhilfezentren „in nahezu jeder größeren Stadt aktiv und bemüht sich, private Schulen zu eröffnen, ohne dabei eine offizielle Zentrale zu besitzen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Aktivitäten im Netzwerk nicht koordiniert werden“. In Köln wird das Privatgymnasium Dialog mit Gülen in Verbindung gebracht.[55] In Berlin betreibt das TÜDESB Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg e.V. mehrere Schulen. Auch TÜDESB gilt als Teil der Gülen-Bewegung.[2][56]

Rainer Hermann von der FAZ nannte Fethullah Gülen noch 2004 „Stimme der Vernunft“.[57] 2010 stellte die FAZ die „ethnische Nische“, die die türkischen Gülen-Schulen bieten, kritisch dar.[58] Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban hält die Bewegung für gefährlich, weil sie „unfassbar“ sei: „Unter dem pseudo-modernistischen Lack steckt eine islamistische Auffassung“.[59] Die Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek kritisierte, dass Gülen ein weltweites Netz muslimischer Intelligenz heranbilde, das einen machtbewussten islamischen Chauvinismus fördere. Sie schrieb dazu: „Nach außen hin vertritt er (Gülen) eine Art Islam light, nach innen propagiert er einen machtbewussten islamischen Chauvinismus.“ Sie nennt seine Bewegung daher eine „Sekte mit Konzernstruktur“.[26]

Die Menschenrechtsaktivistin Serap Çileli vertritt die Meinung, die Gülen-Bewegung sei eine Glaubensgemeinschaft mit missionarischen Absichten. Gleichgültigkeit und Unwissenheit der Deutschen über die Gülen-Bewegung würden zu fatalen Folgen führen.[60]

Fethullah Gülen ist in Deutschland Ehrenvorsitzender des in Berlin ansässigen Forums für Interkulturellen Dialog.[61]

2012 stellte die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke eine Kleine Anfrage. Sie fragte darin die Bundesregierung, ob die Gülen-Bewegung vom Bundesamt für Verfassungsschutz überwacht wird. Die Bundesregierung verneinte dies.[62]

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag, Peter Hauk, verlangte im Februar 2014 Einsicht in interne Berichte des Landesverfassungsschutzes, in denen der Gülen-Bewegung vorgeworfen wurde, teilweise im Widerspruch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen.[63][64] Auch der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) forderte in einem Brief an den Bundesinnenminister die intensive, landesweite Prüfung der Gülen-Bewegung durch den Verfassungsschutz und die Befassung der Innenministerkonferenz mit dem Thema[65].

USA[Bearbeiten]

Im Juni 2008 wies der U.S. District Court for the Eastern District of Pennsylvania - Gülens Wohnort - eine Klage Gülens gegen die Nichtgewährung seines Greencard-Antrages ab. Gülen hatte Widerspruch eingelegt, woraufhin das Verfahren wieder aufgenommen worden war.[66] Mit Wirkung vom 10. Oktober 2008 erhielt Gülen seine Green Card.[67] Er lebt dort mit rund 100 Anhängern.[68]

Helen Rose Ebaugh von der Universität Houston behauptet in ihrer Untersuchung, dass die Bewegung sich stets von der Politik distanziere und Bildung sowie spirituelle Entwicklung des Individuums in den Vordergrund stelle - sie unterscheide sich von anderen islamischen Bewegungen vor allem durch Befürwortung des humanistischen Weltbildes, der Globalisierung, der freien Marktwirtschaft und der Symbiose von Tradition und Moderne.[69] Die New York Times schrieb, Gülens Schulen würden Pakistan scheinbar einen „sanfteren, moderaten und mit der westlichen Welt koexistenzfähigen Islam“ anbieten, und nannte Gülen einen „Nationalisten“.[70]

Sonstige[Bearbeiten]

Die österreichische Tageszeitung Der Standard berichtete, dass die Gülen-Bewegung auf das Interesse an Bildung setze. Daher würden gezielt leistungsstarke junge Männer und Frauen angesprochen und zunächst mit Freizeitangeboten geworben. Erst nach einiger Zeit stelle sich heraus, wie das Netzwerk der Cemaat funktioniere.[71]

Schriften[Bearbeiten]

Gülen hat über 60 Bücher zu religiösen, sozialen und politischen Themen veröffentlicht sowie eine Vielzahl von Essays und Gedichten. Viele sind in mehrere Sprachen übersetzt, darunter auch einige ins Deutsche. Hunderte von Reden Gülens sind als Audio- und Videokassetten erhältlich. Gülen schreibt regelmäßig Artikel in seiner Bewegung nahestehenden Zeitungen und Magazinen.

In deutscher Sprache erschienene Bücher:

  • Die Grundlagen des Islamischen Glaubens. Verständnis und Glaube. Kaynak, Izmir 1999, zuletzt 4. Auflage, Fontäne, Offenbach 2009, ISBN 978-3-935521-05-5.
  • Fragen an den Islam. Band 1. 3., überarbeitete Auflage. Institut für Information über Islam und Dialog, Hamm 2003, ISBN 3-935521-04-9.
  • Sufismus. Smaragdgrüne Hügel des Herzens. Schlüsselkonzepte in der Praxis des Sufismus. Institut für Information über Islam und Dialog, Hamm 2003, ISBN 3-935521-07-3.
  • Das Leben nach dem Tod (= Fenster zum Glauben. Bd. 4). Fontäne-Verlag, Mörfelden-Walldorf 2005, ISBN 3-935521-17-0.
  • Die Notwendigkeit interreligiösen Dialogs. Eine muslimische Perspektive (= Fenster zum Glauben. Bd. 10). Fontäne-Verlag, Mörfelden-Walldorf 2005, ISBN 3-935521-23-5.
  • Muhammad, der Gesandte Gottes. Das Leben des Propheten 2. Auflage. Fontäne-Verlag, Offenbach 2005, ISBN 3-935521-05-7.
  • Perlen der Weisheit. 2. überarbeitete Auflage. Fontäne-Verlag, Offenbach 2005, ISBN 3-935521-11-1.
  • Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz. Fontäne-Verlag, Offenbach 2006, ISBN 3-935521-29-4
  • Religiöse Kindeserziehung. Fontäne-Verlag, Offenbach 2007, ISBN 978-3-935521-36-9.
  • Die Statue unserer Seele. Fontäne-Verlag, Offenbach 2009, ISBN 978-3-935521-47-5.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Homolka, Johann Hafner, Admiel Kosman, Ercan Karakoyun (Hrsg.): Muslime zwischen Tradition und Moderne - Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen, Herder Verlag, Freiburg 2010
  • Wolfgang Günter Lerch: Muhammads Erben, Patmos Verlag Düsseldorf, Düsseldorf 1999
  • Helen Rose Ebaugh: The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam, Springer Verlag Niederlande, Houston 2009, ISBN 978-1-4020-9893-2
  • Bekim Agai: "Zwischen Netzwerk und Diskurs - Das Bildungsnetzwerk um Fethullah Gülen (geb. 1938). Die flexible Umsetzung modernen islamischen Gedankenguts", Schenefeld: EB-Verlag 2004, ISBN 3-936912-10-6
  • Sahinöz Cemil: "Fethullah Gülen und die Gülen Bewegung" in: Die Nurculuk Bewegung. Entstehung, Organisation und Vernetzung. Nesil: Istanbul, 2009 ISBN 978-975-269-620-4
  • M. Hakan Yavuz, John L. Esposito (Hg.): Turkish Islam and the Secular State: The Gülen Movement, Syracuse University Press 2003, ISBN 0-8156-3040-9
  • Wendy Kristianasen: New Faces of Islam, Le Monde Diplomatique, Juli 1997
  • Kemal Balcı: Fethullah Gülen's Missionaries, The Turkish Probe, Juni 1998
  • Ünal Bilir: Der Türkische Islam als politisches und religiöses Weltbild in seinem historischen Kontext von der II. Meşrûtiyyet-Periode bis zur Gegenwart, Dissertation Universität Hamburg, 2004 PDF
  • Ralph Ghadban: Die Pseudo-Modernisten Said Nursi und Fethullah Gülen. In: Ralph Ghadban: Islam und Islamkritik. Berlin/Tübingen 2011, ISBN 978-3-89930-360-5.
  • Jochen Thies: Wir sind Teil dieser Gesellschaft. Einblicke in die Bildungsinitiativen der Gülen-Bewegung. Herder Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-451-30698-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605. [1]
  2. a b c d e f g Maximilian Popp: Islam: Der Pate, Der Spiegel, 6. August 2012
  3. http://www.spiegel.de/spiegel/islam-das-treiben-des-tuerkischen-predigers-fethullah-guelen-a-850649-2.html
  4. a b c M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 593.
  5. Wolfgang Günther Lerch: Muhammads Erben. Patmos Verlag, Düsseldorf 1999, S. 136.
  6. DEVLET CARKLARININ ARASINDA ISLAMCILIK. NTV MAG, 2000 (via archive.org) (Version vom 16. Februar 2003 im Internet Archive)
  7. vgl. hierzu: Wolfgang Günther Lerch: Muhammads Erben. Patmos Verlag, Düsseldorf 1999, S. 137.
  8. Frankfurter Allgemeine Archiv
  9. Rainer Hermann: Die türkische Bewegung des Fethullah Gülen verbindet Islam und Modernität.. FAZ.net: CV Rainer Hermann
  10. [2] [3][4]Die türkischen Bildungsbürger. In: FAZ. 19. Februar 2008
  11. Türkisches Gymnasium: Senat fragte Verfassungsschutz nicht. (Version vom 1. April 2007 im Internet Archive) In: Der Tagesspiegel. 21. Oktober 2004.
  12. Prediger Fethullah Gülen im F.A.Z.-Gespräch FAZ vom 6. Dezember 2012
  13. Helen Rose Ebaugh: Die Gülen-Bewegung. Eine empirische Studie. Freiburg 2012, S. 152ff.
  14. Globalization and Diversification of Islamic Movements: Three Turkish Cases (Version vom 11. Juni 2006 im Internet Archive) (PDF; 139 kB) Ahmet T. Kuru, Political Science Quarterly Volume 120 Number 2 2005
  15. Fethullah Gülen's Grand Ambition Middle East Quarterly, Winter 2009, XVI No 1
  16. Detlef Kleinert: Türkei: Der Vormarsch der islamistischen Chauvinisten. In: Die Presse. 30. April 2011, abgerufen am 25. Mai 2011
  17. vgl. Helen Rose Ebaugh (Universität Houston): The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam. Springer Verlag Niederlande, Houston 2009, S. 15. Darstellung des Buchs auf http://gulenmovement.com/
  18. Prediger, Dichter, Seelenführer. FAZ, 9. Aug. 2010
  19. M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 594.
  20. a b M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 595.
  21. Fethullah Gülen: "Wie sollen wir uns verhalten, wenn darauf hingewiesen wird, dass moderne Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten mit dem Koran übereinstimmen?", 9. Mai 2004 [5]
  22. Türkisches Gymnasium: Senat fragte Verfassungsschutz nicht Umstrittene Organisation wurde kaum überprüft. Denn es gibt keine Pflicht, sich vor Schulgründungen beim Nachrichten…
  23. Johann Hafner: Abfall vom Islam und vom Christentum: Fethullah Gülen und der Ernstfall der Religionsfreiheit, in: Walter Homolka, Johann Hafner, Admiel Kosman, Ercan Karakoyun (Hg.): Muslime zwischen Tradition und Moderne. Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen. Freiburg 2010, S. 158
  24. a b Fethullah Gülen: The Qur'an Says: There is No Compulsion in Religion (2:256) What Does This Mean?, Internetauftritt von Fethullah Gülen, letztes Update 14. Juni 2006, abgerufen am 9. August 2014
  25. Muhammed Fethullah Gülen: Grundlagen des islamischen Glaubens. Mörfelden-Walldorf 2006, S. 170.
  26. a b c d Necla Kelek: Türkischer Islamismus: Die Anhänger des Fethullah Gülen. In: FAZ. 21. Juli 2008.
  27. Das Schlagen der Frau im Islam. Abgerufen am 28. Oktober 2011.
  28. Fethullah Gülen im F.A.Z.-Gespräch FAZ vom 6. Dezember 2012
  29. Daniel Steinvorth: Engel und Dämon. In: SPIEGEL special. 6/2008 vom 30. September 2008.
  30. a b Eberhard Seidel, Claudia Dantschke, Ali Yıldırım: Politik im Namen Allahs. (Version vom 24. Januar 2007 im Internet Archive) S. 69. (pdf; 4,3 MB) (Archiv)[6] (PDF; 4,3 MB)
  31. Boris Kálnoky: Repressiver Staat: Die Türkei steckt ihre besten Autoren ins Gefängnis, Die Welt, 9. Mai 2011, abgerufen 24. Juni 2012
  32. Der Pate: Wer sich mit Gülen anlegt, wird vernichtet. Der Spiegel, 6. August 2012. Abgerufen am 21. November 2013
  33. Erdogan schließt Gülen-Schulen, 8. März 2014, abgerufen 8. März 2014
  34. Army chief demands Islamist purge. BBC 31. August 2000
  35. Turkish investigation into Islamic sect expanded. BBC 21. Juni 1999
  36. Turkey accuses popular Islamist of plot against state. The Guardian 1. September 2000
  37. Gülen acquitted of trying to overthrow secular government. (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive) , AP 6. Mai 2006.
  38. Gülen acquitted of trying to overthrow secular government. (Version vom 15. Oktober 2007 im Internet Archive) AP 6. Mai 2006.
  39. Congressional Reaserch Service: Turkey: Politics of Identity and Power - Fethullah Gulen Movement. (PDF; 359 kB) S. 21-22. (englisch)
  40. Hanefi Avci: Haliç'de yaşayan Simonlar. 18. Auflage. Angora Yayınevi Verlag, 2010, ISBN 978-975-287-075-8. (türkisch)
  41. freiheit.org: Angaben zu Hanefi Avcıs Verhaftung (PDF; 128 kB), Türkei Bulletin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Ausgabe 2010-19
  42. freiheit.org: Sensation bei den Ergenekon-Ermittlungen - Türkan Saylan und führende Akademiker festgenommen. (PDF; 91 kB) In: Türkei Bulletin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Ausgabe 07/09, Berichtszeitraum: 15. bis 30. April 2009.
  43.  Soner Çağaptay: Whats really behind Turkeys coup arrests. All signs point to Fethullah Gülen, whose shadowy Islamist movement is rapidly extending its tentacles into all aspects of Turkish political life. In: Foreign Policy. 25. Februar 2010
  44. Enthüllungsbuch bringt Autor hinter Gitter. auf: Welt Online. 25. März 2011, abgerufen am 3. Mai 2011
  45. Gülen-Bewegung in der Türkei: Die unheimliche Macht des Imam auf Spiegel online 5. April 2001, abgerufen am 14. August 2012
  46. Verbotenes türkisches Buchmanuskript wird zum Hit im Internet.
  47. Jürgen Gottschlich: Gülen-Bewegung in der Türkei. auf: Spiegel online. 5. April 2011, abgerufen am 5. April 2011
  48. Nachrichtenportal der Tageszeitung taz: Zensur in der Türkei-Zündstoff aus Papier. abgerufen am 31. März 2011
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