Frankenau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Waldeck-Frankenberg | |
| Höhe: | 431 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,29 km² | |
| Einwohner: |
3046 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 35109–35110 | |
| Vorwahl: | 06455 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 35 010 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Ehlingshäuser Str. 1 35110 Frankenau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Björn Brede (SPD) | |
| Lage der Stadt Frankenau im Landkreis Waldeck-Frankenberg | ||
Frankenau ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Frankenau liegt im Kellerwald südwestlich des Bergs Talgang. Es befindet sich am Südrand des Nationalparks Kellerwald-Edersee am Ursprung und Oberlauf des Eder-Zuflusses Lorfe (Lorfebach).
Klima[Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag liegt bei 733 mm und ist damit vergleichsweise normal, da er in das mittlere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 48 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 2 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Frankenau grenzt im Norden an die Gemeinde Vöhl, im Osten an die Gemeinde Edertal und die Stadt Bad Wildungen, im Süden an die Gemeinde Haina, sowie im Westen an die Stadt Frankenberg (alle im Landkreis Waldeck-Frankenberg).
Stadtteile[Bearbeiten]
Kernstadt Frankenau, Allendorf, Altenlotheim, Dainrode, Ellershausen und Louisendorf.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Entstehung von Frankenau und der Nachbarstadt Frankenberg geht vermutlich bis in die Frankenzeit zurück. Die Besiedlung des Gebiets erfolgte durch die Chatten. Der eigentliche Ort Frankenau soll als Grenzfeste gegen die Sachsen errichtet worden sein. Vermutungen gehen von einer Gründung um 500 nach Chr. bzw. 750 nach Chr. aus. Stadtrechte erhielt Frankenau vermutlich im Jahre 1242 von Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen. Die älteste vorhandene Urkunde über Frankenau wurde am 4. April 1266 durch Landgraf Heinrich I. ausgefertigt und beinhaltet die Bestätigung der Stadtrechtsverleihung.
Frankenau war über Jahrhunderte ein armes Ackerbürgerstädtchen. Ein besonders schwerer Schicksalsschlag ereilte die Bewohner am 22. April 1865, als nahezu die gesamte Stadt einem Feuer zum Opfer fiel. Durch die enormen Leistungen der damaligen Bewohner konnte der Ort wieder neu aufgebaut werden.
Heute ist Frankenau als anerkannter Erholungsort eines der Ferienzentren im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Tor zum Nationalpark Kellerwald-Edersee und Hauptort der seit Anfang der 1970er Jahre bestehenden Großgemeinde Frankenau.
Jüdische Gemeinde[Bearbeiten]
- (Siehe Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Frankenau)
Jüdische Einwohner sind erstmals im Jahre 1659 belegt, als ein „Schutzjude“ mit zwei Familienangehörigen bekundet ist. 1671 ist dann eine zweite jüdische Familie am Ort vermeldet. Im 18. Jahrhundert begann ein allmähliches Wachstum, und 1785 werden sieben „Schutzjuden“ genannt. Die jüdische Gemeinde war nie sehr groß: sie erreichte mit 70 Personen und 7,1 % der Gesamtbevölkerung von 980 im Jahre 1905 ihren Höhepunkt. Die kleine Gemeinde hatte eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Die Synagoge wurde 1867 erbaut, nach dem großen Stadtbrand von 1865.
1933 lebten 65 jüdische Einwohner in der Stadt. Danach nahm ihre Zahl durch Ab- und Auswanderung schnell ab. Die letzte Familie meldete sich am 28. März 1939 aus Frankenau ab. 1938 war abzusehen, dass eine Kehillah zur Abhaltung von Gottesdiensten bald nicht mehr zusammenkommen würde, und im Frühjahr oder Sommer 1938 wurde die Synagoge an einen Nachbarn verkauft. Wegen Schwammbefalls wurde das Gebäude schließlich abgerissen. Der Sockel mit dem Kellerraum war 1949 noch vorhanden. Auf dem Grundstück (Rieschstraße 6) wurde später ein neues Gebäude errichtet.
Am 17. Juni 1992, anlässlich der 750-Jahr-Feier der Verleihung der Stadtrechte, wurde an der Grundstückgrenze zwischen der ehemaligen Synagoge und der evangelischen Kirche ein Gedenkstein für die ermordeten und vertriebenen jüdischen Einwohner errichtet.
Politik[Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 55,9 | 13 | 56,0 | 13 | 50,1 | 12 |
| FB | Freie Bürger | 27,7 | 6 | 24,6 | 6 | 29,7 | 7 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 13,7 | 3 | 19,4 | 4 | – | – |
| PIRATEN | Piratenpartei Deutschland | 2,7 | 1 | – | – | – | – |
| BF | Bürgerbündnis Frankenau | – | – | – | – | 20,2 | 4 |
| Gesamt | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | |
| Wahlbeteiligung in % | 58,7 | 51,7 | 62,1 | ||||
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Die, Département Drôme in Frankreich (seit 1991) und Wirksworth in England (seit 2006).
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Richard Huelsenbeck, Schriftsteller
Literatur[Bearbeiten]
- Georg Dehio/Ernst Gall/Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 230.
- Erich Keyser: Hessisches Städtebuch, Stuttgart 1957. S. 117-118.
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 3. Auflage Gudensberg-Gleichen 2000. S. 142.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Wahlergbnis aus hsl.de
Weblinks[Bearbeiten]
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