Frankfurt-Nied

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Wappen von Nied
Wappen von Frankfurt am Main
Nied
37. Stadtteil von Frankfurt am Main
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Über dieses Bild
Koordinaten 50° 5′ 59″ N, 8° 33′ 53″ O50.0997222222228.5647222222222Koordinaten: 50° 5′ 59″ N, 8° 33′ 53″ O
Fläche 3,817 km²
Einwohner 18.623 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 4879 Einwohner/km²
Postleitzahl 65934
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 6 – West
Stadtbezirke
  • 561 – Nied-Nord
  • 562 – Nied-Süd
Verkehrsanbindung
S-Bahn S1 S2
Straßenbahn 11 21
Bus 51 54 59 n8
Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Statistik Aktuell 2014/5. Abgerufen am 8. März 2014.

Nied ist seit dem 1. April 1928 ein Stadtteil von Frankfurt am Main.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Nied liegt etwa 5,7 km westlich der Frankfurter Hauptwache, nördlich des Mains am Unterlauf des Flusses Nidda auf einer Höhe von 98 m über NN. Die Siedlung lässt einen regelhaften Grundriss im Flusswinkel von Main und Nidda mit der Kirche in zentraler Lage erkennen. Die moderne Siedlungsentwicklung hat sich ostwärts in Richtung Griesheim und Frankfurter Innenstadt vorgeschoben. Nachbarstadtteile von Nied sind im Westen Höchst, im Norden Sossenheim, im Osten Griesheim und im Süden jenseits des Mains Schwanheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Um 3000 v. Chr. gab es jungsteinzeitliche Siedlungen an Main und Nidda, so auch in Nied (bandkeramische Zeit). Um 800 v. Chr. bestand eine keltische Besiedlung mit nachfolgender germanischer Landnahme etwa um die Zeit von Christi Geburt. In vorrömischer Zeit verlief hier eine Altstraße – die Antsanvia (Antiana Via), die dem Verlauf der späteren Rödelheimer Straße und Oeserstraße entsprechend durch den Nieder Wald führte.

Denarius des Domitian

Die erste römische Ansiedlung in Nied geht auf die Chattenkriege des Kaisers Domitian zurück, in der die römische Provinz Germania superior (Provinz Obergermanien) mit der Hauptstadt Mogontiacum (Mainz) geschaffen wurde. Die Römer drangen in den Jahren 83 und 84 (Chattenkrieg, Revolte des Saturninus, Kaiser Domitian) die Nidda aufwärts in die Wetterau vor und gründeten als Civitas (Bezirkshauptort) die Stadt Nida. In Nied wurden die Reste einer römischen Niddabrücke und großer Zentralziegeleien gefunden, die die ganze Wetterau und den Limes versorgten (siehe den Straßennamen Im Ziegelfeld, bis 1928 Römerstraße genannt). Betrieben wurden die Ziegeleien von Angehörigen dreier römischer Legionen: Legio VIII Augusta, Legio XXI Rapax und Legio XXII Primigenia Pia Fidelis. Auch wurde Töpferware für die regionale Versorgung der Civitas Taunensium mit dessen Hauptort Nida hergestellt. Öllampen für den regionalen Bedarf wurden in den Werkstätten des Lucius fabriziert. Der Transport dieser Ware wurde mit Lastkähnen entlang der Nidda bis zu dem kleinen Hafen in Nida – damals Umschlagplatz für den gesamten Handel der Region – durchgeführt. Militärisch wurde die römische Siedlung durch das nahe gelegene Römerkastell in Frankfurt-Höchst geschützt. Auch sind einzelne villae rusticae (römische Gutshöfe) entlang der Nidda und eine mansio (römische Raststätte) im Nieder Wald nachgewiesen. Bei Ausgrabungen im Nieder Kirchweg wurden im Jahr 2003 römische Gräber entdeckt.

Um 260 n. Chr. kam es im sogenannten Alemannensturm zum Limesfall und zur Eroberung des Hauptortes Nida. Die Spuren des römischen Nied verloren sich in den darauf folgenden Jahrhunderten.

Mittelalter[Bearbeiten]

Alte Nieder Brücke
Gedenkstein auf der Alten Nieder Brücke

Um 500 n. Chr. vollzog sich die Fränkische Landnahme, 770 n. Chr. wurde erstmals der Niddagau erwähnt, zu dem Nied im Hochmittelalter zählte. Um 817 n. Chr. wurde ein Fiscus Franconofurt, ein königlicher Herrschaftsbereich erwähnt, zu dem auch Nied gehörte.

Um 1200 n. Chr. zerfiel der Fiskus Frankfurt. Aus den Reliktgebieten bildete sich auch das Gericht Bornheimerberg und das spätere Amt Bornheimerberg, zu dem Nied gehörte. Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1218, wobei auch eine Kirche im Dorf erwähnt wird. Zum Kirchspiel gehörten Griesheim, Sossenheim und 1274 auch die Wüstung Biegen. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat des Propstes von St. Peter in Mainz, Dekanat Eschborn. 1268 hatte das Stift St. Maria ad Gradus in Mainz die Dorfherrschaft inne. 1474 und nochmals 1485 übergab das Stift die Dörfer Nied und Griesheim mit der hohen und niederen Gerichtsbarkeit an das Mainzer Erzstift.

Im Jahr 1320 verpfändete König Ludwig IV. den Bornheimerberg – und so auch Nied – an Ulrich II. von Hanau. 1351 erneuerte Kaiser Karl IV. diese Pfandschaft für Hanau. 1434 wurde Graf Reinhard II. von Hanau von Kaiser Sigismund mit dem Bornheimerberg belehnt. Bei der Teilung der Grafschaft Hanau im Jahr 1458 kam der Bornheimerberg zur Grafschaft Hanau-Münzenberg. Die Ortsherrschaft war damit zwischen dem Kurfürstentum und der Grafschaft Hanau umstritten. Das Kurfürstentum ordnete das Dorf seinem Amt Höchst zu.

Für das Jahr 1342 liegt eine erste urkundliche Erwähnung einer Holzbrücke über die Nidda vor. Um 1410 bestätigte Kaiser Sigismund der Stadt Frankfurt ihre Rechte an dieser Brücke, die sie zur Sicherheit des Reiseverkehrs zur Messe Frankfurt unterhielt. Durch die Brücke wurde das Fischerdorf auch zu einem Rastplatz auf dem Handelsweg von Mainz nach Frankfurt.

Das Dorf war von Gräben mit Zäunen und zwei mächtigen Falltoren geschützt. Der wehrhafte Kirchturm prägte das Ortsbild. Unterhalb der Niddabrücke (heutiger Kerbplatz) befand sich damals der Bildstock zu St. Wolfgang. In Richtung Höchst lagen einst Weinfelder, am Mainufer zwischen Nied und Griesheim ein Wäldchen auf der Heide und ein jüdischer Friedhof – heute Industriegelände. Ab 1438 besaß Nied Burgrecht in Frankfurt, das heißt, seine Bewohner fanden in unruhigen Zeiten Zuflucht hinter dessen Stadtmauer.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

Katholische Markuskirche an der Mainzer Landstraße

Der Ortsname stammt ursprünglich aus dem Keltischen und steht in Zusammenhang mit dem Fluss Nidda.

  • Nide (1035, Zuordnung zweifelhaft)
  • Nitha (um 1150)
  • Nithe (1218)
  • Nithe (1223)
  • Niede (1268)
  • Nyeda (1271)
  • Niede (1274)
  • Nide (1274)

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Im Jahr 1592 verpfändete das Erzstift seinen Anteil an den Dörfern Griesheim und Nied an die Grafen von Hanau. 1684 tauschten Kurmainz und Hanau eine Reihe von Rechten in Kondominaten und Gebieten ähnlich gemischter Ansprüche. Dabei fiel Nied an Mainz.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Reformation in Nied nach lutherischem Modus durch die Grafen von Hanau eingeführt. In einer „zweiten Reformation“ wurde die Konfession der Grafschaft Hanau-Münzenberg erneut gewechselt: Graf Philipp Ludwig II. verfolgte ab 1597 eine entschieden reformierte Kirchenpolitik. Er machte von seinem Jus reformandi, seinem Recht als Landesherr Gebrauch, die Konfession seiner Untertanen zu bestimmen, und setzte dies für seine Grafschaft weitgehend als verbindlich durch – nicht jedoch in Nied. Unter dem Schutz von Mainz machten nicht alle Untertanen diesen zweiten Konfessionswechsel mit und ein römisch-katholischer Bevölkerungsanteil verblieb deswegen auch. Zwischen Lutheranern, Calvinisten und Katholiken brachen jahrzehntelange Konfessionsstreitigkeiten aus. Allerdings teilten die drei Konfessionen sich letztendlich gemeinsam das eine vorhandene Kirchengebäude als Simultankirche, bis 1828 eine eigene evangelische Saalkirche in klassizistischem Stil errichtet und 1908 um einen Turm ergänzt wurde (heute: evangelische Christuskirche). 1906/07 wurde die römisch-katholische St. Marcuskirche gebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Nied mehrfach zerstört, unter anderem durch die Truppen des Herzogs Christian von Braunschweig. Im Juni 1622 fand hier die Schlacht bei Höchst statt, in dem die Katholische Liga unter Graf Tilly auf die Protestantische Union traf (die Straßennamen Tillystraße und Schwedenpfad erinnern daran). Landsknechte verschleppten die Bewohner. 1648 zählte der Ort noch „fünf Nachbarn und einige ledige Leut“. 1693 lebten in Nied wieder 28 Familien, davon 13 Bauern und 7 Fischer, und in der Kirchenruine wurde katholischer Gottesdienst gehalten.

Im Jahr 1787 ordnete das Kurfürstentum Mainz das Dorf Nied seinem Oberamt Höchst und Königstein und dort der Amtsvogtei Höchst zu.

Neuzeit[Bearbeiten]

Eisenbahnersiedlung in Frankfurt-Nied

Im Ersten Koalitionskrieg wurde Nied 1795 auch von den kaiserlichen Truppen geplündert. Immer wieder war die Niddabrücke für die kämpfenden Parteien von strategischer Bedeutung. Um 1800 wurden der zweite Mündungsarm der Nidda (heute: Wörthspitze) und der das Dorf umgebende Haingraben zugeschüttet. 1803 fiel Nied im Reichsdeputationshauptschluss an das Fürstentum Nassau-Usingen (ab 1806: Herzogtum Nassau). Hier gehörte es weiter zum Oberamt Höchst und Königstein und zur Amtsvogtei Höchst. In napoleonischer Zeit wurde Nied von den Franzosen besetzt. Von 1816 bis 1866 war es wieder Bestandteil des Herzogtums Nassau und hier dem Amt Höchst zugeordnet.

1824 wurde die hölzerne durch eine steinerne Niddabrücke ersetzt. Die Sandsteinkonstruktion mit sechs weiten Flutbögen hat bis heute jedem Hochwasser von Main und Nidda widerstanden. Ein Gedenkstein (aus Lahnmarmor) erinnert an den Wiederaufbau nach der Zerstörung durch die Franzosen.

Das Herzogtum Nassau unterlag als Verbündeter Österreichs 1866 im Preußisch-Österreichischen Krieg dem Königreich Preußen. Dieses annektierte daraufhin das Herzogtum und damit auch Nied. Ab 1867 gehörte Nied deshalb zur Preußischen Provinz Hessen-Nassau, zum Regierungsbezirk Kassel und zum Landkreis Wiesbaden, von 1886 bis 1928 zum Landkreis Höchst.

1838 wurde die Taunus-Eisenbahn durch die Nieder Gemarkung geführt. Seit 1879 wurde die weiter südlich gelegene Bahnstrecke Frankfurt–Limburg durch die Hessische Ludwigsbahn (HLB) in Betrieb genommen. Doch erst 1888 erhielt Nied für den Nahverkehr einen eigenen Halt und ein Empfangsgebäude.[1]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ab 1902 wurde die Nieder Zeitung herausgegeben. 1905 entstand das Villenviertel „zur Ansiedlung besserer Steuerzahler“. Als 1918 in Nied die preußischen Staatseisenbahnen das Königlich-preußische Dampflokomotiv-Ausbesserungs-Werk eröffneten und eine Eisenbahnersiedlung (Nied-Nord) errichtete, kam es zu einem erheblichen Zuzug – vor allem aus Süddeutschland. Das Werk beschäftigte Hunderte von Mitarbeitern. Die Siedlung zählt zu den wenigen in Deutschland noch in ihrer ursprünglichen Art erhaltenen Wohndenkmälern und steht als Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz unter Denkmalschutz.

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Nied von 1918 bis 1930 zur Französischen Besatzungszone. 1928/29 wurde der Unterlauf der Nidda durch Begradigung und Wehre reguliert, wodurch auf Nieder Gemarkung fünf Nidda-Altarme entstanden – mit den Namen Grillscher Altarm, Waldspitze, Kellerseck, Wiesengraben und Rondell.[2]

Am 1. April 1928 wurde Nied in die Stadt Frankfurt eingemeindet. Alte Straßennamen wurden durch neue Bezeichnungen ersetzt, so wurde die Frankfurter Straße in Mainzer Landstraße und die Rödelheimer Straße in Oeserstraße umbenannt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde auf der Wörthspitze ein Ehrenmal errichtet, das 1965 wieder abgebrochen wurde, und dessen Reste am Mainufer heute als Aussichtsplattform und Spielplatz dienen. Für die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Kahnplatz vor dem Friedhof eine Gedenksäule errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kontrollierten die US-Streitkräfte den Verkehr nach Schwanheim an einer drehbaren Holzbrücke (Notbrücke) über den Main, die später durch die Schwanheimer Brücke ersetzt wurde.

Das Bahnbetriebswerk musste veränderten Betriebsbedingungen der Bahn weichen und wurde 1967 stillgelegt. 1981 zeitweilig besetzt, wurde es nach polizeilicher Räumung abgerissen. Die Fläche wurde mit Wohnhäusern bebaut. Diese Erweiterung der Eisenbahnersiedlung, der Bau der Siedlungen Parkstadt, Nied-Süd, Nied-Ost und die Bebauung des ehemaligen Ausbesserungswerks an der Oeserstraße haben die Wohnbaufläche des Stadtteils mehr als verdreifacht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Selzerbrunnen
  • 1580: 120 Einwohner
  • 1620: 160 Einwohner
  • 1651: 70 Einwohner
  • 1668: 90 Einwohner
  • 1736: 230 Einwohner
  • 1808: 273 Einwohner
  • 1834: 424 Einwohner
  • 1840: 491 Einwohner
  • 1846: 535 Einwohner
  • 1852: 616 Einwohner
  • 1858: 670 Einwohner
  • 1864: 776 Einwohner
  • 1871: 940 Einwohner
  • 1875: 1.035 Einwohner
  • 1885: 1.476 Einwohner
  • 1895: 2.179 Einwohner
  • 1900: 4.028 Einwohner
  • 1905: 5.485 Einwohner
  • 1910: 7.491 Einwohner
  • 1925: 8.597 Einwohner
  • 1928: 8.673 Einwohner
  • 1939: 8.326 Einwohner
  • 1946: 9.198 Einwohner
  • 1950: 10.191 Einwohner
  • 1961: 10.086 Einwohner
  • 1970: 14.118 Einwohner
  • 1976: 14.720 Einwohner

Verkehr[Bearbeiten]

Nied ist seit 1935 an das Frankfurter Straßenbahnnetz und seit 1978 an die S-Bahn Rhein-Main angeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im nahegelegenen Niedwald befindet sich der frei zugängliche Selzerbrunnen, ein Mineralbrunnen, dessen Wasser zwar trinkbar ist, jedoch einen hohen Anteil Schwefelwasserstoff enthält. Ein zweiter schwefelhaltiger Mineralbrunnen (Faulbrunnen) befindet sich innerhalb der Eisenbahner-Siedlung in der Straße Brunnenpfad. Vor der Eingemeindung wurde über einen möglichen Bäder- und Kurbetrieb nachgedacht.

Verschiedene Naturschutzmaßnahmen an der Nidda, an den Altarmen und im Niedwald machen diese Wald-Auenlandschaft zu einem beliebten Erholungs- und Ausflugsziel.

Im 1839 errichteten Rathaus an der Niddabrücke ist heute ein Polizeiposten eingerichtet. Die seit 1839 genutzte Eisenbahnbrücke Nied der Taunus-Eisenbahn über die Nidda ist eine der ältesten noch in Betrieb befindlichen Eisenbahnbrücken Deutschlands (Sandsteinkonstruktion von 1838).

Das Heimatmuseum Nied in der Beunestraße 9a zeigt Relikte der einstigen römischen Zentralziegelei, deren Produkte vorwiegend für die Limesbefestigungen des obergermanischen Heeres hergestellt wurden.

Vereine und Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Vereinsring Frankfurt a.M.-Nied e.V. sind aktuell 49 Vereine organisiert. Der Anglerverein Nied 1920 e.V. mit Sitz am Altarm Kellerseck nutzt die in der Nidda und den Altarmen vorhandenen Fischgründe. Das Freizeitgelände des Vereins für Freikörperkultur Orplid-Frankfurt befindet sich auf einer von Nidda und dem Altarm Waldspitze gebildeten „Insel“ am Niedwald. Der auf dem Gelände des Reiterhofs Georgshof ansässige Frankfurter Polo Club bietet im Sommer Polo-Veranstaltungen, die über den Frankfurter Raum hinaus bekannt wurden. Im Sommer findet an der Niddahalle regelmäßig ein Beach-Handball-Turnier statt, auch sind Tennisplätze und eine Anlage für Bogenschießen vorhanden. Sportlich bekannt ist Nied vor allem durch die Sportgemeinschaft 1877 Frankfurt-Nied e.V.. Diese ist fünffacher Deutscher Meister im Trampolinturnen (zuletzt 2001). Zudem zählten viele erfolgreiche Einzelturner wie Markus Kubicka, der 2003 Weltmeister im Mannschaftsspringen und 2002 Europameister im Synchronspringen wurde, zu deren Mitgliedern. In der Karnevalsaison bietet der NCC Abwechslung in der kalten Jahreszeit. Fußballveranstaltungen der Alemannia Nied finden am Sportplatz in Nied-Ost statt. Seit 2007 ist das Alevitische Zentrum Frankfurt in Frankfurt-Nied ansässig.[3]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Fridtjof-Nansen-Schule
  • Friedrich-List-Schule
  • Niddaschule
  • Panoramaschule, Schule für Praktisch Bildbare, W.-Bockelmann-Str.

Sportstätten[Bearbeiten]

  • Niddahalle/Niddakampfbahn
  • Sportanlage am Denisweg (Fußballverein FV Alemannia 08 Nied)

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Bethke: Main-Taunus-Land. Historisches Ortslexikon – Rad und Sparren; 26. 1996, S. 137–141.
  • Günter Christ: Handbuch der Mainzer Kirchengeschichte. 2: Erzstift und Erzbistum Mainz. Territoriale und kirchliche Strukturen – Beiträge zur Mainzer Kirchengeschichte 6,2. 1997, S. 93, 295–296.
  • Margarete Dörr: Das St. Mariengredenstift in Mainz. Geschichte, Recht und Besitz. 1953, S. 231–233.
  • Gerhard Kleinfeldt, Hans Weirich: Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum – Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16 (1937). ND 1984, S. 71.
  • Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus): Studien zur Territorial- und Besitzgeschichte, zur reichspolitischen Stellung und zur Genealogie eines führenden Ministerialengeschlechts; 1255–1418. – Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 99. Bd. 1. Darmstadt 1994, ISBN 3-88443-188-9, S. 371–372.
  • Regina Schäfer: Die Herren von Eppstein – Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Wiesbaden 2000, S. 72, 424.
  • Heinz Schomann u.a.: Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main. Braunschweig 1986, S. 622–629.
  • Christian Daniel Vogel: Beschreibung des Herzogthums Nassau. 1843, S. 864.
  • Adalbert Vollert: Nied am Main. Chronik eines Frankfurter Stadtteils. Frankfurt am Main 1998: Heimat- und Geschichtsverein Nied.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankfurt-Nied – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik von Nied bei frankfurt.de, Stand: 11. Juni 2008
  2. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt: Die GrünGürtel Freizeitkarte, 7. Auflage, 2011
  3. Pressebericht über Tag der offenen Tür in der Frankfurter Neue Presse (FNP), am 4. Oktober 2007