Frankfurt-Bockenheim

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Wappen von Bockenheim
Wappen von Frankfurt am Main
Bockenheim
12. Stadtteil von Frankfurt am Main
Altstadt Bahnhofsviertel Bergen-Enkheim Berkersheim Bockenheim Bockenheim Bonames Bornheim Dornbusch Eckenheim Eschersheim Fechenheim Flughafen Frankfurter Berg Gallus Ginnheim Griesheim Gutleutviertel Harheim Hausen Heddernheim Höchst Innenstadt Kalbach-Riedberg Nied Nieder-Erlenbach Nieder-Eschbach Niederrad Niederursel Nordend-Ost Nordend-West Oberrad Ostend Praunheim Praunheim Preungesheim Riederwald Rödelheim Sachsenhausen-Nord Sachsenhausen-Süd Schwanheim Schwanheim Seckbach Sindlingen Sossenheim Unterliederbach Westend-Nord Westend-Süd ZeilsheimKarte
Über dieses Bild
Koordinaten 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ O50.1238888888898.6391666666667Koordinaten: 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ O
Fläche 8,04 km²
Einwohner 36.724 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 4568 Einwohner/km²
Postleitzahl 60486, 60487
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 2 – Innenstadt II
Stadtbezirke
Verkehrsanbindung
Autobahn A66 A648
Bundesstraße B8 B44
Regional- und S-Bahn 30 32 34 40 S3 S4 S5 S6
Straßen- und U-Bahn U4 U6 U7 16 17
Bus 32 34 36 50 72 73 75 n1 n2 n11
Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Statistik Aktuell 2014/5. Abgerufen am 8. März 2014.

Bockenheim ist seit dem 1. April 1895 ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Mit etwa 35.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsreichste Stadtteil Frankfurts.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Bockenheim ist der drittbevölkerungsreichste Stadtteil Frankfurts, wobei die noch größeren Stadtteile Sachsenhausen (ca. 55.000 Einwohner) und Nordend (54.000 Einwohner) administrativ unterteilt sind.

Das Zentrum von Bockenheim liegt ungefähr rund 3 km vom Zentrum der Innenstadt entfernt. Sowohl der geographische Mittelpunkt als auch der Flächenschwerpunkt Frankfurts befinden sich in Bockenheim.[1] Bockenheim grenzt im Osten an das Westend, im Nordosten an Dornbusch, im Norden an Ginnheim und Hausen, im Westen an Rödelheim, im Südwesten an Griesheim und im Süden an das Gallus.

Bockenheim ist geprägt durch den angrenzend, aber überwiegend im Westend gelegenen Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Messe Frankfurt im Süden des Stadtteils, die Gewerbegebiete Industriehof und City West im Nordwesten und eine weit gefächerte Infrastruktur von gastronomischen Angeboten und Einkaufsmöglichkeiten. Auch das jenseits der City West gelegene Neubaugebiet Rebstock gehört zu Bockenheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

Mosaik mit Ansicht Alt-Bockenheims

Die Geschichte des heutigen Frankfurter Stadtteils reicht mindestens bis in die römische Zeit zurück, wie archäologische Funde beweisen. Die älteste erhaltene Erwähnung von Bockenheim findet sich in einer Schenkungsurkunde zugunsten des Klosters Lorsch, die im Lorscher Codex[2] überliefert ist und in die Zeit von 768 bis 778 datiert wird. Zunächst im königlichen Wildbann Dreieich gelegen wurde das Dorf 1320 von König Ludwig IV. mit dem gesamten Bornheimerberg an Ulrich II. von Hanau verpfändet. Bis 1713 blieb es bei der Herrschaft und späteren Grafschaft Hanau (von 1456-1642: Grafschaft Hanau-Münzenberg). Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel Bockenheim 1736 zusammen mit der Grafschaft an die Landgrafschaft Hessen-Kassel, ab 1803 „Kurfürstentum Hessen“, das nach dem Krieg von 1866 zusammen mit Frankfurt von Preußen annektiert wurde. 1819 erhob Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel Bockenheim zur Stadt, um Industrien in der Nachbarschaft des industriefeindlichen Frankfurt anzusiedeln. Tatsächlich ließen sich im Laufe des 19. Jahrhunderts Fabriken, beginnend mit einer »Chaisen«-Fabrik, dort nieder, so chemische Werke und Maschinenfabriken.[3] Zum 1. April 1895 schlossen die Städte Frankfurt und Bockenheim dann einen Eingemeindungsvertrag, durch den Bockenheim zu einem Frankfurter Stadtteil wurde.

Hauptartikel: Geschichte von Bockenheim

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1634: 43 Haushalte
  • 1753: 654 Personen
  • 1818: 1030 Einwohner
  • 1834: 2755 Einwohner
  • 1840: 3303 Einwohner
  • 1846: 3755 Einwohner
  • 1852: 4458 Einwohner
  • 1858: 4620 Einwohner
  • 1864: 5901 Einwohner
  • 1871: 8483 Einwohner
  • 1875: 13.043 Einwohner
  • 1880: 15.000 Einwohner
  • 1890: 18.675 Einwohner
  • 1885: 17.457 Einwohner
  • 1895: 20.000 Einwohner
  • 1910: 40.000 Einwohner
  • 1925: 44.000 Einwohner
  • 1949: 19.000 Einwohner
  • 1961: 40.000 Einwohner
  • 2004: 32.000 Einwohner

Wappen[Bearbeiten]

Das Stadtwappen zeigt einen goldenen Bienenkorb mit fliegenden Bienen auf blauem Grund als Sinnbild des Gewerbefleißes (Stadtprivileg von 1822). Dies ist das älteste Bockenheimer Siegel von 1820. Das Wappen ging in das Logo der Frankfurter Sparkasse (ehemals Sparkasse der Stadt Bockenheim) ein und prägte als solches lange Zeit das Bienenkorbhaus an der Konstablerwache.[4]

Politik[Bearbeiten]

Ebene Parlament Wahlkreis Letzte Wahl Ergebnis [%][p 1][5]
CDU SPD Grüne FDP Linke
Kommunal Ortsbeirat (Innenstadt II) 27. Juli 2011 30,4 18,2 32,0 6,4 6,7
Ortsbeirat (Mitte-West) 28,1 25,3 21,8 4,7 9,9
Stadtverordnetenversammlung 30,5 21,3 25,8 3,9 5,5
Land Landtag 2.St.-WK 35 Ffm II 2013 30,5 29,3 17,0 5,5 9,0
Bund Bundestag 2.St.-WK 182 Ffm I 2013 33,5 26,8 13,2 7,0 8,9
EU Europäisches Parlament 2009 23,1 17,0 29,6 15,6 7,7
  1. Kursiv gesetzte Prozentangaben geben das Ergebnis im jeweiligen Wahlkreis (bzw. im Ortsbeirat) an. Alle anderen Zahlen beziehen sich auf den Stadtteil Bockenheim.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick vom AfE-Turm (März 2007)

Der Stadtteil profitiert von seiner direkten Nähe zum Messegelände und dem Bankenviertel. Er entwickelte sich in den letzten zwanzig Jahren durch die City West zu einem weiteren großen Wirtschaftsstandort innerhalb von Frankfurt. Rund um den Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität etablierte sich außerdem ein studentisch-alternatives Umfeld mit vielen Kneipen, Bars und Geschäften. Daneben existiert im Stadtteilkern die Leipziger Straße als stadtweit bekannte Einkaufsstraße.

Kliniken[Bearbeiten]

In Bockenheim gibt es zwei konfessionelle Krankenhäuser. 1881 eröffnete der 1876 gegründete Bockenheimer Diakonissenverein in der Falkstraße ein Krankenhaus mit 15 Betten, woraus 1928, an gleicher Stelle, das im Krieg völlig zerstörte Markus-Krankenhaus mit 174 Betten entstand. 1958 wurde auf der Ginnheimer Höhe in nordöstlicher Fortsetzung der Straße an der Kreuzung der Wilhelm-Epstein-Straße das evangelische Markus-Krankenhaus neu errichtet und wird seitdem kontinuierlich ausgebaut. Seit 2009 gehört es als Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken zum Klinikverbund Agaplesion (wie auch das Bethanien-Krankenhaus und noch das Diakonissen-Krankenhaus) und hat mit seinen neun Fachbereichen, vier Instituten und etwa 550 Betten überregionale Bedeutung.

Markus-Krankenhaus

Das katholische St. Elisabethen-Krankenhaus liegt seit 1945 an der Ginnheimer Straße im Norden des alten Ortskerns und befindet sich in Trägerschaft der Katharina Kasper gGmbh, einer Tochtergesellschaft der gemeinnützigen Maria Hilf GmbH in Dernbach (Westerwald), die 1994 von der Kongregation der Arme Dienstmägde Jesu Christi, auch bekannt als Dernbacher Schwestern gegründet wurde. Die Katharina Kasper gGmbh unterhält mit den Häusern St. Elisabeth (Bockenheim) und St. Marienkrankenhaus (Nordend) derzeit 570 Betten sowie das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus. Der Mittelteil des St. Elisabethen-Krankenhaus wurde 1888 als Knaben-Volksschule errichtet. Im Krankenhauspark auf dem Gelände der ehemaligen Liegenschaft Passavant befindet sich ein Nachbau der Lourdes-Grotte.

Grundsätzlich werden die Kosten auch dieser Krankenhäuser gemäß der Dualen Finanzierung nach Einführung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) aufgeteilt. Die Bundesländer, hier das Bundesland Hessen, übernimmt die Investionenkosten, die gesetzlichen Krankenkasse die laufenden Betriebskosten.

Notfalleinrichtungen[Bearbeiten]

13. Polizeirevier Bockenheim

Am Kurfürstenplatz bzw. in der Schwälmer Straße 20 befand sich die Wache 4 der Frankfurter Feuerwehr. Sie wurde als Bockenheimer Pflichtfeuerwehr gegründet und dann nach der Eingemeindung durch die Frankfurter Feuerwehr übernommen, die 1914 ein neues Wachgebäude errichtete. Das heutige Gebäude stammt aus den 1980er-Jahren, da die erste Wache im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Durch die Umstrukturierung wurde aus der Bereichswache 20 die Außenstelle der BLW2 genannt „BW2a“. Vertraglich sind hier auch 2013 ein Rettungswagen rund um die Uhr, zwei Mehrzweckfahrzeuge im Schichtdienst und der Blut- und Organ-PKW der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. im Einsatz.

Die Bereitschaft Mitte des Deutschen Roten Kreuzes, Bezirksverband Frankfurt am Main, Ortvereinigung City-West befindet sich in der Kaufungerstraße 9 und ist für das Deutschen Roten Kreuzes für Bockenheim und Innenstadt zuständig.

Zum Wachegebiet des 13. Polizeireviers in der Schloßstraße gehören Teile von Bockenheim sowie das südliche Westend.

Schulen[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

Francke-Schule
Sophienschule

Bockenheim ist in drei Schulbezirke aufgeteilt, denen die drei Grundschulen zugewiesen sind:

  • Die Franckeschule, die Grundschule im gründerzeitlichen Stadtkern Bockenheim-Nord, mit spätklassizistischem dreigeschossigem Schulbau von 1876 auf nahezu quadratischem Grundriss mit Risaliten und straßenseitigem Eingangsportal. Erbaut als ehemalige Bockenheimer Realschule, für Knaben und Mädchen getrennter Unterricht, ab 1913 umbenannt in Falk-Mittelschule und ab 1950 benannt nach dem Theologen August Hermann Francke, die ehemalige Francke-Schule wurde 1888 als Knaben-Volksschule erbaut. Der Baukörper bildet heute den Mittelteil des jetzigen St. Elisabethen-Krankenhauses an der Ginnheimer Straße 3. Auf einer Karte von etwa 1900 wird das Gebäude als Diesterweg-Schule bezeichnet.
  • Die Bonifatiusschule in der Hamburger Allee 43 ist die Grundschule für das südliche Bockenheim, benannt nach dem Heiligen Bonifacius
  • und die Georg-Büchner-Schule, eine kooperative Gesamtschule mit Grundstufe in der City West. 2007 genehmigte das Hessische Kultusministerium die Umwandlung zur Integrierten Gesamtschule.

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Neben der bereits genannten Gesamtschule Georg-Büchner-Schule verfügt Bockenheim über zwei weitere weiterführende Schulen:

Berufsschulkomplex Hamburger Allee 23[Bearbeiten]

  • Die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule in der Hamburger Allee 23
  • und die Gutenbergschule, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule in der Hamburger Allee 23, vormals zusammen mit der Werner-von-Siemens-Schule mit historisierendem Schulbau vom 1909, beide in der Nähe der Messe Frankfurt. Der im Krieg teilweise zerstörte Gebäudekomplex wurde wieder aufgebaut und später aufwendig saniert. Die auf dem Gelände errichtete historische Bismarckschule (Eingang Varrentrappstraße) wurde geschlossen. Ihre Räume dienten zeitweise als Ausweichquartier für andere Schulen der Stadt Frankfurt. Die WVA-Werner-von-Siemens-Schule, Berufliche Schule für Elektro-, Informations und Medientechnik, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule verließ inzwischen den Standort Bockenheim und bezog ihren Neubau in der Gutleutstraße 333-335.

Außerdem befindet sich in Bockenheim das DIPF Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, seit 1951 in der Schloßstraße 29. Davor befand sich auf dem Gelände der Garten- und Landschaftsbaubetrieb von Heinrich Siesmayer und Philipp Siesmayer, ab 1906 die Gebäude der Kaufunger- und der Kurfürstenschule. Der Reformpädagoge und ehemalige Rektor der Kaufunger Schule August Jaspert war 1920 Gründer der Erholungsstätte Wegscheide bei Bad Orb für Frankfurter Schüler. Ein Umzug des DIPF auf den Campus Westend wegen erhöhtem Raumbedarfs ist beschlossen, die Finanzierung des Neubaues aber noch nicht komplett gesichert.

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten]

ehemaliges Gebäude des Sozialrathauses Bockenheim Rohmerstraße Bauschild Oktober 2013
  • Die Bundesagentur (vormals Bundesanstalt) für Arbeit Frankfurt am Main hat entsprechend ihres neuen Organisationsplans fünf neue Kundenzentren geschaffen. Für das Kundenzentrum West wurde in der Hersfelder Straße 25 eine neue Liegenschaft angemietet.
  • Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main, eines von vier Verwaltungsgerichten in Hessen, ist zuständig für die Stadt Frankfurt am Main, den Hochtaunus-, den Main-Taunus- sowie den Main-Kinzig-Kreis. Das Gericht befindet sich seit dem Umzug aus der Adalbertstraße 44–48 im September 2006 nun in seinem Neubau in der Adalbertstraße 18–22.
  • Das Sozialrathaus Bockenheim ist zuständig für Bockenheim, Westend-Süd und Rödelheim. Es war bis August 2011 am Rohmerplatz 15 zu finden. Der Bau der ursprünglichen Sozialstation begann 1970 und wurde im Herbst 1972 beendet. Die Baukosten betrugen 10,9 Millionen Deutsche Mark. Der Baukostenvorschlag wurde damals um 30 Prozent überzogen. Neben der Außenstelle des Jugend- und Sozialamtes befanden sich eine Altentagesstätte, eine Kinderkrippe sowie eine Beratungsstelle des Jugend- und Sozialamtes für Mütter mit Kleinstkindern und Jugendliche. Wegen nötiger Sanierungsarbeiten zogen die Teilbereiche der Stadtverwaltung aus dem Hauptgebäude am 15. August 2011 in die Rödelheimer Straße 45; das ebenfalls vorher dort angesiedelte Nachbarschaftsheim Bockenheim zog in die an die Rödelheimer Straße 45 angrenzende Salvador-Allende-Straße 11. Die Alt-Immobilie wird wahrscheinlich abgerissen.
  • Seit 1851 stellt die Stadt Frankfurt durch die Saalbau GmbH ihren Bürgern Räume für Kultur, Freizeit und Geschäftsleute zur Verfügung. Neben anderen Bürgerhäusern, bietet der Saalbau Bockenheim einen Festsaal für 180 Personen und vier Clubräume unterschiedlicher Größe zur Nutzung an. Auf dem Gelände am Kurfürstenplatz, Ecke Schwälmer Straße, wurde 1869 ein repräsentatives Rathaus aus rotem Sandstein errichtet, in dem auch der damalige Landkreistag bis zur Eingemeindung mit der Stadt Frankfurt tagte. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Unmittelbarer Mitnutzer der Liegenschaft ist heute die Feuerwache 20.
  • Auf dem Gelände des ehemaligen Schönhofs errichtete die Stadt Frankfurt 1961 das preisgekröntes schallisolierte Musikübungszentrum MÜZ in der Rödelheimer Straße 38 mit einer markanten geschwungenen Dachkonstruktion. Hier wird durch die städtische Saalbau GmbH im Obergeschoss eine Veranstaltungsfläche für ca. 240 Personen für Proben, Versammlungen und/oder Konzerte angeboten. Im Parterre sind zwei mittelgroße Übungsräume mietbar.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

  • Der Stadtteil ist an zwei Autobahnen angebunden. Im Norden besteht die Anschlussstelle Miquelallee an die Bundesautobahn 66 Frankfurt-Wiesbaden und im Süden die Anschlussstelle Opel-Rondell, jetzt:Katharinenkreisel an die Bundesautobahn 648 Frankfurt–Eschborn. Beide Autobahnen schließen westlich von Bockenheim an die Bundesautobahn 5 an.
  • Die zentrale Wohn- und Geschäftsstraße dieses Stadtteile ist die Leipziger Straße.

Westbahnhof[Bearbeiten]

Westbahnhof

Seit 1850 hat Bockenheim einen eigenen Bahnhof und Anschluss an die Eisenbahn. Anschlussgleise führten in die Solms- und in die Adalbertstraße bis zur Bockenheimer Warte. Die noch bestehende Blickachse vom Bahnhof über den Kurfürstenplatz bis zur Markuskirche wurde damals angelegt. Heute halten hier vornehmlich die S-Bahn und Züge des Regionalverkehrs. Eine Erweiterung bzw. Entzerrung dieses Regionalverkehrs mit Auswirkungen einer teilweisen Entlastung des Westbahnhofs wird aktuell mittels der Regionaltangente West geplant.

U-Bahn[Bearbeiten]

Wichtiges Verkehrsbauwerk für Bockenheim ist neben dem Westbahnhof der U-Bahn-Knotenpunkt Bockenheimer Warte, der allerdings schon in der Gemarkung des Frankfurter Westends liegt. Dort treffen die U-Bahn-Linien U4 (Enkheim-Bornheim–Hauptbahnhof–Bockenheimer Warte) und U6/U7 (Ostbahnhof/Enkheim–Hauptwache–Industriehof–Heerstraße/Hausen) zusammen. Auf dem Gebiet Bockenheims liegen außerdem die unterirdischen Haltestellen Leipziger Straße und Kirchplatz sowie die oberirdischen Haltestellen Industriehof und Fischstein. Die Haltestelle Leipziger Straße ist mit den Motiven historischer, internationaler U-Bahn-Stationen, die Haltestelle Kirchplatz mit orts- und kirchenbezogenen Motiven gestaltet.

Lange war geplant, die U-Bahn-Linie U4 unterirdisch nach Ginnheim zu verlängern und von dort oberirdisch über großenteils bereits bestehende Strecken zur neuen Siedlung Riedberg im Frankfurter Nordwesten fahren zu lassen. Dieses Projekt wurde im Juli 2006 durch Beschluss der Stadtverordneten aufgegeben. Alternative Streckenverläufe werden derzeit geprüft.

Straßenbahn[Bearbeiten]

Die Straßenbahnlinie 16 durchquert auf ihrem Weg von Ginnheim nach Offenbach Bockenheim in Nord-Süd-Richtung. Seit Ende 2003 hat Bockenheim mit der Linie 17 eine zweite Straßenbahnstrecke, die vom Hauptbahnhof über die Messe und das neue Baugebiet City West entlang der Voltastraße zum Rebstockbad fährt.

Buslinien[Bearbeiten]

  • Linie 32: Ostbahnhof – Miquel-/Adickesallee – Bockenheimer Warte – Gallus Güterplatz
  • Linie 34: Bornheim Mitte – Dornbusch – Markuskrankenhaus Kirchplatz – Rödelheim Bf. – Mönchhofstr.
  • Linie 36: Westbahnhof – Bockenheimer Warte – Westend – Konstablerwache – Hainer Weg
  • Linie 50: Unterliederbach West – Höchst Bf – Höchster Friedhof – Rebstockbad – Festhalle/Messe – Bockenheimer Warte
  • Linie 72: Bahnhof-Rödelheim – (Rödelheimer Landstr.) Birkenweg – (Rödelheimer Landstr.) Kasernenstraße – Nordwestzentrum
  • Linie 73: Westbahnhof Schönhof – Industriehof – Nordwestzentrum
  • Linie 75: Bockenheimer Warte – Bremer Straße – Uni Campus Westend – Bockenheimer Warte
  • Linie N1: Konstablerwache – Bockenheimer Warte – Unter-Liederbach – Höchst und zurück
  • Linie N2: Konstablerwache – Ginnheim – Markuskrankenhaus – Sophienstraße – Kirchplatz – Fischstein- Große Nelkenstraße
  • Linie N11: Konstablerwache – Bockenheimer Warte – Eschborn-Niederhöchststadt – Schwalbach – Limes Bf.

Nach Bockenheim benannte Schiffe[Bearbeiten]

Eine ganze Reihe von Schiffen wurde nach dem Frankfurter Stadtteil benannt.

Kultur[Bearbeiten]

ExZess-Halle
Titania-Saal in der Basaltstr. 23

Theater[Bearbeiten]

  • Das Bockenheimer Depot, als eine Spielstätte der Städtischen Bühnen.
  • Die Dramatische Bühne: Spielort zurzeit in der ExZess-Halle, Leipziger Straße 91. Auf diesem Boden stand früher eine Gaststätte mit großem Saal und Kegelbahn. 1914 bis 1918 wurde es als Lazarett benutzt, später dann als Schwanen-Kino und zuletzt als Express-Reinigung. Ein Ensemble von zwölf Schauspielern und etwa 150 Vorstellungen pro Jahr.
  • Titania-Theater in der Basaltstraße 23, ehemalige Gastwirtschaft mit Tanzsaal. Hier sprach unter anderem Rosa Luxemburg auf einer Veranstaltung gegen den Ersten Weltkrieg. Diese Rede wurde der Haftgrund. Später erst Kino, dann ab 1989 Bürgertreff der Saalbau. Ab 1997 Spielstätte des Galli-Theaters bis 2005. Ab Oktober 2005 wieder Titania-Theater unter der Leitung von Dionysios Koliopoulos und Romana Schmied (Spensberger) und seit 2010 Spielstätte des „Freien Schauspiel Ensembles im Titania“ unter Leitung von Reinhard Hinzpeter und Bettina Kaminski.
  • Bockenheimer Theaterensemble: Mitglied im Landesverband Hessischer Amateurbühnen e. V. mit eigenem Spielplan, aber keiner eigenen Spielstätte.
  • ZwischenZeitTheater (ehemals FUN Theater Company): gegründet am 18. Oktober 1992 von Gerhard Zuleger, Rudolf Mundhenk und Georgios J. Slimistinos in der zu Bockenheim gehörenden Kuhwaldsiedlung. Es erfolgen Kooperationen mit dem Kindertheater Höchst und das Ensemble erhält 1994 den SPD Jugendpreis Frankfurt, 1996 den Jugendkulturpreis Stadt Frankfurt am Main und im Jahr 2000 den Kindermedienpreis der Stadt Frankfurt für seine Filmproduktionen in Kooperation mit der Medienwerkstatt Frankfurt und mit Frankfurter Kindern im öffentlichen Bereich.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank bietet Informationen über Geschichte und Funktionsweise des Geldes und verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Geldscheinen aus aller Welt. Es wird deutlich, welche „Wertgegenstände“ in der Geschichte schon Geldfunktion übernommen haben – von Kaurischnecken über Kakaobohnen bis zu riesigen Steinplatten. Es gibt auch umfangreiche Darstellungen der modernen Geldgeschichte, etwa über die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre.
  • Die Experiminta (zusammengesetzt aus Experiment und MINT) ist ein 2011 neu eröffnetes Wissenschaftszentrum in Frankfurt am Main, Hamburger Allee. Das Museum umfasst ca. 120 interaktive Versuchsstationen. Anders als in den meisten Museen ist hier ausdrücklich das Ausprobieren und Anfassen erwünscht. Es wird vom gleichnamigen Förderverein betrieben.

Galerien[Bearbeiten]

In der Tradition der Sammlerin und Kunstliebhaberin Henriette Amalie Prinzessin von Anhalt-Dessau, die u. a. in Bockenheim lebte und die mit ihren über 4000 Büchern und 700 Gemälden 1792 vor General Adam-Philippe de Custine aus Frankfurt ins heimatliche Dessau flüchtete, finden sich auch heute wieder in Bockenheim private Galeriebetreiber, die Künstlern die Möglichkeit der Darstellung ihres Schaffens in der Öffentlichkeit bieten.

  • KunstRaum Bernusstraße 18. Der KunstRaum Bernusstraße schafft Freiraum für die Kunst und bietet ein Forum für Künstler und Treffpunkt von Kunstliebhabern und allen Interessierten.
  • Galerie Söffing, Hamburger Allee 35. In diesen Galerieräumen finden jährlich fünf bis sechs Ausstellungen vorwiegend konzeptuell ausgerichteter Kunst statt, die Installationen und Skulpturen sowie Fotografie und Malerei umfasst.
  • Galery Dream-Faktory, Grempstraße 11. Diese Galerie sieht sich als kleines „Start-Up“ zur Förderung junger Künstler mit Visionen von Kultur und Action wie z. B. einem Artwalk auf der Leipziger Straße.
  • Die sich ebenfalls Galerie nennende Einzelhändlerin, Leipziger Straße 35 Hinterhaus, legt ihren Schwerpunkt mehr in den Verkauf von Kunstdrucken, Postern und Wohnaccessoires.

Sportstätten[Bearbeiten]

  • Zentrum für Hochschulsport der Uni Ffm an der Ginnheimer Landstraße 39. Das frühere IfL (Institut für Leibeserziehung) bietet eine große Auswahl an Hallensport und Leichtathletik
  • Sportfabrik der FTG an der Ginnheimer Landstraße 47 – große Auswahl an Gymnastik-, Fitness- und Gesundheitskursen.
  • FTG Frankfurter Turn- und Sport-Gemeinschaft von 1847 J.P. in der Marburger Straße 28 – der größte Sportverein Bockenheims.
  • Sportgemeinschaft Frankfurt-Bockenheim von 1898 in der Ginnheimer Landstraße 37
  • VfR Bockenheim von 1955 e. V. in der Ginnheimer Landstraße 37 – Spielstätte Bezirkssportanlage West der Stadt Frankfurt

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Wochenmarkt donnerstags von 8 bis 18 Uhr an der Bockenheimer Warte
  • jährlich im Mai: Anlassen der Wickelmesser (Motorradvereinigung) in der Leipziger Straße im anschließender Stadtrundfahrt
  • jährlich im September: Leipziger Straßenfest auf der Leipziger Straße, das vom Gewerbeverein Bockenheim aktiv organisiert wird.[6]
  • jährlich zweiter Donnerstag vor den Sommerferien der Schulen in Hessen: Sommerfest City West (Straßenfest), von 15 bis 22:30 Uhr, auf dem Pocket Park Mitte (zwischen Voltastraße 76 und 78, ehemals Gelände der Music Hall)

Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

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sofern kein Hauptartikel besteht, sollte die Erklärung in Liste der Kulturdenkmäler in Frankfurt-Bockenheim stehen--Vielen Dank und Grüße Woelle ffm (Diskussion) 16:07, 29. Mär. 2013 (CET)

Portal der katholischen Frauenfriedenskirche
Evangelische Markuskirche

Kirchen[Bearbeiten]

St.-Elisabeth-Kirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Elisabeth (Bockenheim)

Römisch-katholische Kirche in neugotischem Stil, erbaut 1868 in Ziegelmauerwerk mit einem monumentalen Frontturm, bekrönt von einem Spitzhelm als Randbebauung am Kurfürstenplatz. Der Kirchenbau wurde 1944 zerstört. Am 30. April 1950 war ihr Wiederaufbau bereits beendet.

Frauenfriedenskirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frauenfriedenskirche

Zeppelinallee 99–103, errichtet 1927 bis 1929 von Hans Herkommer Sie entstand auf Initiative von Hedwig Dransfeld, der Vorsitzenden des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Die monumentale, architektonisch bedeutende und künstlerisch reich ausgestattete Kirche ist eine Stätte des Gedenkens an die Opfer der Kriege und des Gebets für den Frieden.

St.-Jakobs-Kirche[Bearbeiten]

Die Jakobskirche (Am Kirchplatz 9) ist die älteste Kirche Bockenheims. Die Hallenkirche stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, wurde 1944 zerstört und 1954 bis 1957 wiederhergestellt. Wichtigster Schmuck des Kirchenraums sind die Glasfenster von Charles Crodel. Seit der Zusammenlegung der Kirchengemeinde St. Jakob mit der Markusgemeinde 1997 ist die Jakobskirche Gemeindekirche der Evangelischen Gemeinde Bockenheim. 2003 bis 2005 wurden die Kirche und die Außenanlagen umfassend renoviert.

Ehemalige Markuskirche[Bearbeiten]

Die Markuskirche in der Markgrafenstraße wurde 1909 bis 1912 errichtet, teilweise im Jugendstil. 1944 zerstört, wurde sie 1953 wieder aufgebaut. Nach der Zusammenlegung der beiden evangelischen Gemeinden Bockenheims erfolgte 2005 der Umbau zum Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Evangelische Dreifaltigkeitskirche[Bearbeiten]

Die Evangelische Dreifaltigkeitskirche gehört zur Dreifaltigkeitsgemeinde im westlichen Teil von Bockenheim. Sie wurde von dem Frankfurter Architekten Werner W. Neumann geplant und 1965 eingeweiht. Der Kirchenraum ist in Naturstein gehalten.

St. Pius Pfarrkirche[Bearbeiten]

Die Pius-Pfarrkirche ist die römisch-katholische Kirche der Kuhwaldsiedlung. Sie wurde 1957 geweiht. Seit 1997 ist hier auch die slowakische römisch-katholische Gemeinde St. Gorasz sowie seit 2011 die äthiopisch-orthodoxe Exilgemeinde ansässig.

Kirchen anderer Konfessionen[Bearbeiten]

Neuapostolische Kirche
  • Kirche der griechisch orthodoxen Gemeinde in der Solmsstraße 1, Archimandrit Athenagoras Ziliaskopoulos und Priester Martin Petzolt. Die Gemeinde untersteht der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Bonn des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel und ist dem Heiligen Propheten Elias geweiht.
  • St. Markus Koptisch-Orthodoxe Kirche Frankfurt, 1998 im ehemaligen Bürgertreff Käthe-Kollwitz-Haus des Wohnviertels Industriehof, Lötzener Straße 33, eingerichtet. Die Kirchengemeinde St. Markus ist die größte koptische Gemeinde in Deutschland.
  • Imposantes Kirchengebäude der neuapostolischen Gemeinde in der Sophienstraße 50
  • Kirche der ungarisch-katholischen Christengemeinde in der Ludwig-Landmann-Straße 365
  • Neuzeitlicher Kirchenbau der Christengemeinschaft in der Frauenlobstraße 2
  • Die Kirche der Altkatholischen Gemeinde in der Basaltstraße 32. Hier befindet sich das Gemeinde- und Pfarramt und das Bildungswerk. Im ehemaligen Café wurde eine Kapelle eingerichtet.
  • Gemeinde Treffpunkt Leben in der Kurfürstenstraße 14. Treffpunkt Leben für Frankfurt ist Mitglied im Freikirchlichen Evangelischen Gemeindewerk e. V.
  • Freireligiöse Evangelische Brüdergemeine (Evangelische Brüder-Unität der Herrnhuter) im Rhein-Main-Gebiet, auch Moravian Church genannt, die mit den Predigten des Jan Hus ihren Anfang nahmen, sind in Frankfurt, Mulanskystraße 21 vertreten.

Grempstraße 23, ehemaliger evangelisch reformierter Gemeindebau[Bearbeiten]

Die ehemalige reformierte Kirche und Schule (von 1732 bis 1789) liegt in der heutigen Grempstraße 23. Frankfurt war lange Zeit eine fast ausschließlich lutherische Stadt. Doch gab es durch Zuwanderung auch reformierte Einwohner, denen aber nach einer kurzen Zeit der Duldung, die Feier ihrer Gottesdienste innerhalb Frankfurts untersagt wurde. Die nahen nördlichen heutigen Stadtteile des damals lutherischen Frankfurt, unter ihnen das Dorf Bockenheim, gehörten aber zur reformierten Grafschaft Hanau-Münzenberg. Die reformierten Frankfurter feierten deshalb über 200 Jahre lang ihre Gottesdienste in Bockenheim. Am heute noch bestehende Gebäude zeigt ein massives Untergeschoss, wo Schule und Lehrerwohnung Platz fanden. Im Obergeschoss, in Fachwerk errichtet, befand sich der Betsaal mit Orgel. Im historischen Dachgebälk ist noch ein Rest des ehemaligen Glockentürmchens nachweisbar. Nach aufwendiger Renovierung wird hier heute ein Spiel-Café für Kinder und Eltern betrieben, die hier Frühstücken und/oder spielen können.

Islamische Glaubenszentren[Bearbeiten]

Schiitische Glaubensrichtung[Bearbeiten]

Im Juni 2009 hat die Planung zum Bau einer Moschee am Rande des Industriehofs begonnen. Sie soll Fatima Zahra Moschee heißen und wird von türkisch-pakistanischen schiitischen Muslimen betrieben. Die Architektur ist modern gehalten und hat nur wenige dezent orientalisierende Elemente. Das Gemeindehaus hat ein Kuppelaufbau und zwei Minarette, die mit 16 Meter Höhe den vier- bis fünfstöckigen Gebäudekomplex geringfügig überragen. Neben Gebetsräumen soll das Gebäude über mehrere Läden, ein Bistro sowie Mehrzweckräume für Gemeinde- und Jugendarbeit verfügen. Durch den Bau eines angrenzenden Wohnhauses soll das Projekt finanziert werden. Das Mehrfamilienhaus wurde 2013 fertiggestellt, die Bodenplatte der zukünftigen Moschee 2013 gelegt.[7]

Sunnitische Glaubensrichtung[Bearbeiten]

Ein Sunnitisches Glaubenszentrum findet sich im benachbarten Frankfurt-Hausen

Ehemalige "neue" jüdischen Synagoge[Bearbeiten]

Auf dem Grundstück Schloßstraße 3-5 wurden 1874, kurz nach der sog. Reichsgründung von 1871, eine „neue“ Synagoge und ein kleines Gemeindehaus von der jüdischen Gemeinde Bockenheim noch vor der Eingemeindung Bockenheims 1895 errichtet. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde auch dieses Gebäude vorsätzlich in Brand gesetzt. So wie über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte und Wohnungen im Deutschen Reich, wurden auch in Bockenheim in dieser Nacht nicht nur diese Synagoge, sondern auch Geschäfte und Wohnungen von Bockenheimer Bürgern beschädigt oder zerstört. Zeitgleich wurden zahlreiche jüdische Mitbürger verhaftet und misshandelt. So verstarb z. B. der 60-jährige Arzt Dr. Otto Loewe am 12. November 1938 an den Folgen seiner Misshandlung in der Festhalle. Die Synagoge wurde später abgerissen.[8] Sechs Jahre später wurden durch Bombeangriffe die Gebäude der Nachbarschaft großflächig zerstört. Heute will eine Bodenplatte des Künstlers Willi Schmidt (*1924) an die Brandschatzung dieser Synagoge und seine unmittelbare Folgen erinnern.

Buddhistisches Glaubenszentrum[Bearbeiten]

Seit 2005 befindet sich in Bockenheim das Tibethaus Deutschland Chödzong e. V. in der Kaufunger Straße 4, das Haus der Buddhistischen Gemeinschaft. Es steht unter der Schirmherrschaft des 14. Dalai Lama. Hier wird über den tibetischen Buddhismus hinaus die gesamte tibetische Kultur und Medizin in Form von Vorträgen, Seminaren und gemeinsamen Festen vermittelt. Angeschlossen ist dies Tibethaus dem 1955 gegründeten buddhistischen Dachverband Deutschlands, die Deutsche Buddhistische Union (DBU) in Frankfurt.

In Frankfurt-Sachsenhausen befindet sich das Shambhala-Meditationszentrum, in dem sich verschiedene buddhistische Gruppen wie Rigpa, Theravada-Gruppen und Praktizierende aller anderen buddhistischen Traditionen treffen.

Hinduistisches Glaubenszentrum[Bearbeiten]

Sri Nagapooshani Amman Thevasthaanam Hinduistischer Kulturverein Inthumantram Frankfurt am Main e.v, Adalbertstr. 61, 60487 Frankfurt am Main (www.ammankovil.de)

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten]

Höchste Gebäude Bockenheims
1. Europaturm (Ginnheimer Spargel) 331 Meter
2. Messe Torhaus

Ludwig-Erhard-Anlage 1
Baujahr 1984/Architekt Oswald Mathias Ungers
Nutzer Frankfurter Messe

117 Meter
3. IBC

Theodor-Heuss-Allee 70
Baujahr 2003/Architekt Köhler Architekten
Nutzer unter anderem Deutsche Bank

112 Meter
4. Radisson SAS Hotel

Franklinstraße 81–83
Baujahr 2005/Architekten John Seifert Architects
Nutzer Hotel Radisson SAS

87 Meter
5a. American Express-Hochhaus

Theodor-Heuss-Allee 112
Baujahr 1991–1993/Architekt Novotny, Mähner & Assoziierte
Hauptmieter ist American Express

75 Meter
5b. Theodor-Heuss-Allee 80

Goldenes Haus-Bürocenter an der Messe
Baujahr 1984/
Hauptmieter vormals GZS, zurzeit The Royal Bank of Scotland

75 Meter
6. Scala – Solmsstraße 91
Baujahr 2001/Architekt Christoph Mäckler& Assoziierte
73 Meter
7. Theodor-Heuss-Allee 110
Baujahr 1982/Architekt Richard Heil
Nutzer vormals Wayss & Freitag Bauunternehmen
72 Meter
8. Cielo – Theodor-Heuss-Allee 100
Baujahr 2003/Architekt Gewers, Kühn & Kühn
vormals Nutzer u. a. Dresdner Bank, z. Z. noch DiBa
70 Meter
8. Finanz Informatik/Drehscheibe Frankfurt-

Theodor-Heuss-Allee 90–98
Baujahr 2003/MOW Architekten
Sparkassen Informatik

70 Meter
10. Deutsche Bundesbank

Wilhelm-Epstein-Straße 14
Baujahr 1962/ABB Architekten

54 Meter

Bockenheimer Warte[Bearbeiten]

Bockenheimer Warte um 1800

Dieses Wahrzeichen Bockenheims steht gar nicht auf Bockenheimer Gebiet, sondern gehört noch zum Westend. Es entstand 1434 bis 1435 im Zuge des Baus der Frankfurter Landwehr, ist also der äußere westliche Vorposten des der Stadt Frankfurt vorgelagerten Verteidigungssystems, nicht etwa der östlichste Bockenheims.

Bockenheimer Depot[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bockenheimer Depot

Das Bockenheimer Depot ist ein ehemaliger Betriebshof und die ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn in Frankfurt am Main. Das Gebäude an der Bockenheimer Warte aus dem Jahr 1900 wird heute als Spielstätte der Städtischen Bühnen genutzt und ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.

Campus Bockenheim[Bearbeiten]

Hauptartikel: Campus Bockenheim

Der Campus Bockenheim ist der Traditionsstandort der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Er gehört allerdings zum größten Teil nicht zu Bockenheim, sondern liegt überwiegend im Stadtteil Westend. Bedeutende Bauwerke sind das Jügelhaus sowie die hauptsächlich von Ferdinand Kramer geprägten Nachkriegsgebäude. Der Campus soll bis 2015 aufgelöst und seine Gebäude größtenteils abgebrochen werden.

Auch die historistischen Bauten des Senckenberg-Museums und des Physikalischen Vereins liegen im Bereich des Campus Bockenheim, aber nicht in Bockenheim.

Europaturm[Bearbeiten]

Hauptartikel: Europaturm

Der 337 Meter hohe Fernmeldeturm wird im Volksmund auch Ginnheimer Spargel genannt, obwohl er nicht in der Gemarkung Ginnheim liegt, sondern in Bockenheim. Er ist das höchste Bauwerk der Stadt mit einem auf 222 Metern Höhe gelegenen ehemaligen Dreh-Restaurant, das höchstgelegene in Deutschland und der EU. 1979 eingeweiht, wurde es bereits zwanzig Jahre später ab 1999 für die Öffentlichkeit wegen fehlender Brandfluchtwege geschlossen.

Ginnheimer Landstraße 40/42, Studentenwohnheime[Bearbeiten]

Das Studierendenwohnhaus, Ginnheimer Landstraße 40, Baujahr 1972 (saniert 1998) mit 286 Wohnhausplätzen und das benachbarte Studierendenwohnhaus, Ginnheimer Landstraße 42, Baujahr 1974 mit 445 Wohnhausplätzen bilden das größte Studentenheim des Studentenwerks Frankfurt am Main. Die Gebäude wurden auf einer Liegenschaft genannt Perlenfabrik errichtet.[9] 1846 betrieb hier die spätere Degussa ein chemisches Unternehmen (Herstellung von Kunstdünger), wo seit 1857 Gold- und Stahlperlen fabriziert wurden. Einer der letzten Direktoren war Franz Rücker (1843–1908), Namensgeber der nahe gelegenen Franz-Rücker-Allee. Er hinterließ per Testament Gelder für eine Armenstiftung. 1903 endete das Unternehmen im Konkurs. Die Immobilie wurde von der Stadt Frankfurt übernommen, die es zunächst als Armenhaus, dann als Erziehungs- bzw. Fürsorgeheim für Jugendliche unter dem Namen „Westendheim“ nutzten. 1933 errichtete hier das NS-Regime zunächst unter der Herrschaft der SA eines der ersten Lager zum Weitertransport von Regimegegnern nach Osthofen, Dachau und Buchenwald. Eine Bronzetafel von Wolf Spemann am Studierendenwohnhaus, Ginnheimer Landstraße 42 sollte an diese Vorgänge mahnend erinnern. Seit erneuter Sanierung 2012 wieder entfernt.

Passivhaus-Komplex Sophienhof[Bearbeiten]

Passivhaus-Komplex Sophienhof

Im Geviert Ginnheimer Landstraße, Sophienstraße, Konrad-Broßwitz-Straße (damals Werder-Straße) entstand von 1877 bis 1879 ein Militärlazarett für 109 Kranke, später wurde es von der Polizei, bzw. Bereitschaftspolizei, benutzt. Auf der Seite der Konrad-Broßwitz-Straße wurde in der Zeit des Zweiten Weltkriegs ein Luftschutzbunker errichtet, der nach dem Krieg teilweise als Wohnheim benutzt wurde. Von 2005 bis 2006 errichtete die städtische Frankfurter Aufbau AG hier mit 15 Mehrfamilienhäusern mit 149 Miet- und Eigentumswohnungen sowie ca. 1000 m² Gewerbeeinheiten einen viel beachteten Gebäudekomplex, der bis dato größte Passivhaus-Komplex in Europa, den sogenannten Sophienhof.[10]

Grempstraße 45, Passiv-Mehrfamilienhaus[Bearbeiten]

Unter der Bezeichnung „Energieprojekt: Grempstr PH“ wurde mit der Firma „faktor 10 Gesellschaft für Siedlungs- und Hochbauplanung mbH“ in der Grempstraße 45 hinter dem St. Elisabethen-Krankenhaus das erste Passiv-Mehrfamilienhaus für neunzehn Parteien in Frankfurt als Geschosswohnungsbau errichtet. Dieses Haus wurde 2009 einer Fachjury des Dezernats Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main im Rahmen des neuen der Architekturpreises „Green Building Frankfurt“ für Vorreiter nachhaltiges Bauen zur Nominierung vorgeschlagen.[11]

Schönhof[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wasserburg Schönhof

Der Schönhof, eine ehemalige Wasserburg, und später das ehemals größte Hofgut im Westen Bockenheims, dessen neuere Bauten aus den Jahren 1810 bis 1820 von den Architekten Nicolas Alexandre Salins de Montfort und Friedrich Rumpf stammten. 1944 im Krieg fast völlig zerstört, wurde es danach nur das Herrenhaus wieder aufgebaut. Die letzte Sanierung des Herrenhauses durch die Stadt erfolgte 1981. Heute wird der Schönhof als Wohngebäude und Restaurant mit großem Biergarten und der westliche Neubau als Musikübungszentrum genutzt.

Immobilie Adalbertstraße 44–48[Bearbeiten]

Die veränderte Immobiliennachfrage in Frankfurt mit langen Leerstandzeiten gewerblicher Immobilien erzwang den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes an markanter Stelle in der Adalbertstraße 44–48/ Ecke Schloßstraße, vormals u. a. Gerichtsgebäude des Verwaltungsgerichtes Frankfurt am Main, der Gruner+Jahr Verlagsbüro Frankfurt, des Studienseminar 10 der Lehrerausbildung der Universität Frankfurt und/oder Frankfurter Geschäftsstelle des Reiseveranstalters Airtours. Das ca. 30 m hohe Gebäude mit acht Etagen wurde komplett entkernt und anschließend umfassend saniert. Im Objekt entstanden im Jahr 2012 264 mobilierte Appartements mit Tiefgaragenplätzen in zwei Untergeschossen und einer 800 m2 großen Gewerbefläche im Erdgeschoss.[12] Das Gebäude wurde bereits in den 1980er Jahren noch als Bürogebäude teilsaniert und erhielt später eine damals modische türkisfarbene Fassade, die die ursprüngliche dunkelblaue Glasfassade (damals sog. BLAUE HAUS) ablöste. Das Grundstück wurde während der Industralisierung Bockenheims vor und nach dem Ersten Weltkrieg bis 1939 gewerblich genutzt. Es lag verkehrsgünstig nahe dem Westbahnhof, zu dem damals noch ein Stichgleis von der Bockenheimer Warte aus führte. Ehemals war es Firmensitz der Frankfurter Strohhutfabrik AG, Adalbertstraße 44, deren Geschäftsführer und Aktionär Paul Gross (1883 Beindersheim – 1942 deportiert und ermordet in Lodz)[13] war. Er, seine Ehefrau Elsa Gross, geb. Mayer (1895–1942), sowie deren Eltern und Schwester wurden ebenfalls deportiert und in Lodz ermordet. Nach 1939 produzierte auf dem Gelände Adalbertstraße 44–48 die Präzisionswerkstätten Seeger & Co. (Kolben-Seeger),[14] die 1970-1972 ihre Firmenzentrale nach Eschborn und 2003 nochmals nach Steinbach am Taunus verlegten.

Immobilie Adalbertstraße 23[Bearbeiten]

Eckgebäude Adalbertstraße 23 Homburger Straße. Mehrstöckiges Geschäftshaus. Hier wird von der Griechischen Gemeinde Frankfurt am Main – Hessen e. V. Adalbertstraße 23 ein griechisches Kulturzentrum, ein Kindergarten und eine Volkstanzgruppe betrieben. Der Vorgängerbau wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach zunächst behelfsmäßig einstockig wieder aufgebaut und eine Gaststätte ZUM TROMPETER KARL betrieben.[15] Das angrenzende neobarocke Mietshaus mit symmetrischer Putz-/Sandsteinfassade und reicher Bauplastik von 1904 in der Homburger Straße 36 hat den Zweiten Weltkrieg fast unzerstört überstanden und steht jetzt unter Denkmalschutz.

Immobilie Adalbertstraße 9[Bearbeiten]

Aus dem ehemaligen Gewerbegebiet um die Bockenheimer Warte entwickelte sich bereits in der Gründerzeit aus der Straße Schöne Aussicht, verstärkt nach 1895, der Eingemeindung der selbstständigen Stadt Bockenheim, die mit mehrstockigen Wohn- und Geschäftshäusern bebaute Adalbertstraße. Der Namenspatron dieser Straße wurde Adalbert Hengsberger (1853–1923), letzter Bockenheimer Bürgermeister bis zur Eingemeindung 1895, danach Erster Stadtrat der Stadt Frankfurt am Main. Das 1846/47 erbaute fassadenschlichtes, eingeschossiges, dreiachsiges Wohn- und Geschäftshaus Adalbertstraße 9 wurde von Dr. med Fr. Leßdorf erbaut und 1882 an Tierarzt Dr. F. Jelkmann verkauft. Ab 1904 betrieb A. Gerlich im Hinterhof eine Kohlehandlung, die ab 1927 von der Kohlenhandlung Noll & Co. abgelöst wurde.[16][17] Der Bombenangriff auf Bockenheim 1944 zerstörte auch diese Liegenschaft, während die mehrgeschossigen Nachbarhäuser recht und links in ihrer Substanz überdauerten. Einzig das linke untere Fenster dieses Hauses Adalbertstraße 9 hat noch seinen historischen Baubezug mit der Rundung des Oberlichts erhalten. Der vormalige Hinterhofzugang wurde vollständig überbaut, die Geschosszahl verdoppelt. Heute wird die Liegenschaft ausschließlich als Wohnhaus genutzt. Ein Ladengeschäft wurde im Gegensatz zu den Nachbarhäusern nicht eingebaut.

Ökohaus Arche[Bearbeiten]

Ökohaus Frankfurt (Teilansicht)

Fast direkt am Westbahnhof und in unmittelbarer Nähe des Bernusparks steht in der Salvador-Allende-Straße (früher Kasseler Straße) das 1992 fertiggestellte Ökohaus Arche. Das Tübinger Architekturbüro Eble & Sambeth wollte sowohl Ökologie und Baubiologie als auch Ökonomie und Alltagstauglichkeit in dem Vorhaben verwirklicht sehen. Das damalige 30-Millionen-DM-Objekt wurde von der Commerzbank AG finanziert zum Tausch gegen die Liegenschaft des Hauptsitzes des KBW Kommunistischer Bund Westdeutschland in der Mainzer Landstraße. Das auch außerhalb Frankfurts bekannte Haus ist innen und außen begrünt und bewässert. Auf den Dächern wachsen inzwischen Bäume. Mieter sind etwa 30 verschiedene Gewerbe, darunter Verlage und Redaktionen (unter anderem die Zeitschrift Öko-Test), Ärzte, eine Einrichtung zur Erwachsenenbildung, ein Restaurant sowie ein Veranstaltungszentrum mit Seminarräumen. Im Untergeschoss wurde eine Druckerei (CARO DRUCK) errichtet, die 2013 in Liquidation ging.

Neue Apartmenthäuser am Westbahnhof[Bearbeiten]

Zwei neu errichtete Apartmenthäuser in Frankfurt-Bockenheim[18] wurden rechts und links vom Ökohaus, nahe dem Westbahnhof auf lange Zeit unbebauten Grundstücken, erbaut. Eins am Ende der Salvator-Allende-Straße mit 164 Einzimmer-Apartements und ca. 20 qm Wohnfläche in unmittelbarer Nähe der Eisenbahngleise mit rückseitiger Ausblick auf den von-Bernus-Park, allerdings ohne einen direkten Parkzugang. Der Projektname der Liegenschaft Frankfurt City lautete dann auch A“PARK”MENTS. Nachbarn sind das Ökohaus, bzw. die Bundesagentur für Arbeit Kundenzentrum West. Das zweite neue Apartmenthaus mit dem Projektnamen Quartier etc. liegt in der Ederstraße 14 im Bereich Kasseler- und Ederstraße.. Es bietet 181 Einzelzimmer-Apartments mit je 23 m² Wohnfläche mit optimaler Verkehrsanbindung.

Taubenhaus am Westbahnhof[Bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG wurde 2007 das erste Taubenhaus am Westbahnhof für 200 Tauben errichtet.[19] Die Bahn stellt kostenfrei den Raum, die Mitarbeiter des Stadttaubenprojektes arbeiten ehrenamtlich. Nach erfolgreichem Debüt wurden bereits drei weitere Frankfurter Taubenhäuser an der Hauptwache, an der Messe und im Gallusviertel eröffnet. Nach dem sog. „Augsburger Modell“ werden die Tiere in diesen betreuten Taubenhäusern angesiedelt, dort artgerecht gefüttert und ihre Eier durch Kunststoffattrappen ersetzt. Durch die Fütterung im Schlag wird gewährleistet, dass die Tiere nicht mehr gezwungen sind, sich ihr Futter in Fußgängerzonen oder bei der Freiluftgastronomie zu suchen. Nicht nur die Verkotung der Umgebung durch Tauben ging merklich zurück, sondern der Eieraustausch führt auch mittel- bis langfristig zur Reduzierung der Bestände. Das Stadttaubenprojekt Frankfurt e. V. wurde 2007 mit dem Hessischen Tierschutzpreis ausgezeichnet.

Rohmerstraße 8, Mehrfamilienwohnhaus[Bearbeiten]

In der um 1912 angelegten Rohmerstraße wurde in den 1920 Jahren ein an Florentiner Palazzi erinnerndes Mehrfamilienhaus errichtet. Das Erdgeschoss dieses 100-jährigen Eckgebäudes in der Rohmerstraße 8/Ecke Greifstraße wurde mit dem damals modischen, in der Antike üblichen, Bossenwerk versehen, das die Renaissance wieder neu belebt hatte. Hierbei wurden grob behauene Steinquader mit imitierendem Verputz versehen. Im Historismus bezeichnete man in der Weise hergestelltes Mauerwerk als Rustika.[20] Es soll optisch eine scheinbare Wehrhaftigkeit bezeugen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das Dachgeschoß optisch geschickt ausgebaut.

Kurfürstenstraße 4, Wohnhaus[Bearbeiten]

Das mehrstockige Wohnhaus Kurfürstenstraße 4 mit ausgestaltenen markanten Fassadenteilen, wie Loggien, Fenstergiebel und Fenstergewändern, wurde bereits vor 1900 im Verlauf der Bebauung der rechten Straßenseite errichtet, die zur Großen Seestraße am Kurfürstenplatz führt. Neben dieser Liegenschaft stand seit 1837 ein 1944 zerstörtes fünfachsiges kurhessisches Amtshaus mit Mittelrisalit, Frontispiz, Eckbossen, Türportal mit Wappenschild, das dann 1866 nach Anexion Kurhessens durch Preußen Sitz des preußischen Justizfiskus, bzw. später Sitz des Bockenheimer Polizeirevier Nr. X wurde.[21] Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde hier ebenfalls ein mehrstockiges Wohnhaus erbaut. Auf der linken Straßenseite der Kurfürstenstraße befand sich bis 1925 der Park der Rohmerschen Liegenschaft. Danach entstanden hier Wohnhäuser des Beamten-Wohnungsvereins[22] und die Greifstraße, benannt nach dem 1884 verstorbenen Bockenheimer Stadtrat Philipp Greif.[23]

Wohnanlage am Kurfürstenplatz[Bearbeiten]

Eine der ältesten Genossenschaften in Frankfurt am Main gründete sich am 18. März 1899 als Selbsthilfeeinrichtung der Frankfurter Beamtenschaft[24] und hat noch heute 1368 Wohnungen im Bestand. 1912, nach Verkauf der Liegenschaft der Familie Rohmer samt großem Park an die Stadt Frankfurt, errichtete diese Genossenschaft 1913 u. a. auf dem Grundstücksbereich Kurfürstenstraße 13–25, Große Seestraße 33–39 und Rohmerstraße 22–30 eine mehrgeschossige Wohnanlage als Blockrandbebauung, die sich auch nach 100 Jahren noch heute in ihrem Bestand befindet und von ihr gepflegt wird. Bis ungefähr 1910 Jahren herrschte bei Stadterweiterungen in Europa ein Konsens: Man baute Blockränder – um einen halb privaten Innenhof geordnete, vier- bis sechsstöckige Häuser, die gegen außen direkt an die Straße grenzen und so klare Räume schaffen.[25]

Häusergasse 10[Bearbeiten]

Die Häusergasse hat ihren Namen vom Weg bzw. Gasse nach dem benachbarten Dorf Hausen. Sie liegt nahe dem Kirchplatz, dem historistorischen Zentrum des ehemaligen Dorfes Bockenheim. Die Gasse bildete die Verlängerung der Schloßstraße und wurde historisch in ihrem linken Bereich von der Außenmauer des Parkgeländes des Guthofs Schönhof begrenzt. Die Häusergasse führte über die Häuserwiesen und dem Ochsengraben zum benachbarten Dorf Hausen. Heute verläuft der Ochsenabend jedoch meist unterirdisch, nur zwischen der Häusergasse bis zum St. Elisabethen-Krankenhaus ist der Ochsengraben als offener Graben begehbar. Auf den Häuserwiesen wurde früher die Wäsche getrocknet. Nach der Begradigung der Nidda und mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft veränderte sich die Landschaft, auch die Häuserwiesen jedoch weitgehend. Die Wiesen wurden in Äcker umgewandelt, später in Kleingärten. Der heutige Wooggraben und auch der Ochsengraben werden überwiegend aus der Einleitung von Niederschlagswasser aus den Ortsteilen Ginnheim, Eschersheim und Bockenheim gespeist. Heute haben die Gewässer eine Gesamtlänge von 3,4 km um dann in Bockenheim in die Nidda zu münden.[26] Einschneidend für die Häusergasse war der Bau der Main-Weser-Bahn, bzw. 1914 der Bau der die Gleiskörper überbrückenden Breitenbachbrücke. Ihrem Grundstücksbedarf fiel der Grund und Bogen der linken Seite der Häusergasse zum Opfer. Dies wiederholte sich nochmals 1966 beim Neubau der Breitenbachbrücke und der Schließung, bzw. der Beseitigung des Häuser-Gassen-Bahnübergangs. Seitdem wird die Häusergasse links durch die Betonwände der Auffahrt der neuen Breitenbachbrücke samt Teilstrecke der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße und Straßenbahngleisen begrenzt. Die Häusergasse selbst endet heute an den eingezäunten Gleiskörper der Eisenbahnstrecke und wird links von der Straße „An den Bangerten“ und rechts von dem „Knöterichweg“, bzw. anschließend dem Bockenheimer Wiesenweg zu den Sportplätzen weitergeführt. Unterirdisch wird die Häusergasse von der UBahn-Strecke vom Kirchplatz ausgehend untertunnelt. Das dreigeschossige Haus Häusergasse 10 mit ausgebautem markantem Dach, siehe Foto von 1914,[27] ist über 100 Jahre alt und hat, wenn auch beschädigt, die Bombardierung Bockenheims von 1944 überdauert. Das Haus Nr. 10 in der Häusergasse Ecke Fritzlarer Straße hat seine beiden Erker der Hausfassade ebenso erhalten wie seine Zieranker. Die neueingebauten Fenster und die farbige Hausfassade verjüngen die Optik des Gebäudes, das heute als Apartmenthaus vermietet wird. Rechts führt die Fritzlarer Straße zum Kirchplatz.

Wohnanlage von 1906 am Kirchplatz[Bearbeiten]

Um 1906 wurde im Bereich Rödelheimer Landstraße-Kirchplatz-Fritzlarer Straße eine große Wohnanlage der Straßenbahner-Bau und Sparverein[28] errichtet, die seitdem den Platz dominiert. Dafür wurde ein Doppelhaus von 1754 niedergelegt, dessen linke Hälfte als Rathaus von Bockenheim und dessen rechte Hälfte als Schule genutzt worden war. 1869/71 zog dann das Rathaus in den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Neubau am Kurfürstenplatz um und in die rechten Schulräume zog bis zum Abriss des alten Doppelhauses der Pfarrer, nachdem 1888 auf dem benachbarten Hofgut der Familie Passavant in der Ginnheimer Straße 3-5 die neue Franckeschule erbaut worden war. Deren Gebäude gehört seit 1945 dem katholischen St. Elisabethen-Krankenhaus.[29]

Leipziger Straße 71, Bock-Apotheke[Bearbeiten]

Bock-Apotheke

Am 26. November 1819 bewarb sich der Apotheker Friedrich Georg Wörner um die Errichtung einer Apotheke in Bockenheim. Nach drei Jahren, am 13. November 1822, erhielt er die Konzession von Kurfürst Wilhelm II. und eröffnet unter dem Namen „Löwen Apotheke“ die erste Apotheke in Bockenheim in der Frankfurter Straße (heute: Leipziger Straße 71). Fünfmal wechseln die Eigentümer, bevor 1907 Bruno Bock die Apotheke übernahm und sie sogleich in „Bock Apotheke“ umbenannte. Aufsehen erweckte er mit seinem Marketing-Gag Medikamente mit einem kleinen Leiterwagen, gezogen von einer Ziege, auszufahren und manches Mal Kinder auszufahren. Dennoch wurde bereits nach sechs Jahren die „Bock Apotheke“ weiterverkauft. 1938 wurde im der Liegenschaft angeschlossenen sogenannten „Apothekergarten“ der erste Luftschutzbunker gebaut, den 1944 eine Luftmine traf. 180 Menschen starben im Bunker, der Apotheker blieb im Bunker unverletzt, die Apotheke wurde nur leicht beschädigt. 1988 wurde das Haus umfassend saniert, das Fachwerkhaus entkernt und das alte Pagodendach rekonstruiert.[30]

Leipziger Straße 54/56, Öffentlicher offener Bücherschrank[Bearbeiten]

Die Idee dieser kostenlosen Bibliotheken entwickelte sich bereits in den 1990er Jahren. Die ersten Bücherschränke standen Ende der 1990er Jahre in Darmstadt und Hannover. Heute stehen sie in zahlreichen Städten Deutschlands wie Bonn, Saarbrücken, Erfurt oder Karlsruhe.[31] Auch in Frankfurt finden sich Bücherschränke beispielsweise im Oeder Weg, in der Berger Straße, im Brentanobad und wie hier in der Leipziger Straße 54/56.[32] Hier ist das städtische Amt für Straßenbau und Erschließung, insbesondere dessen Projektgruppe Nahmobilität, dafür zuständig. Leider sind sie auch oft Ziel von Vandalismus und Zerstörungswut.[33]

Leipziger Straße 25 / Ecke Landgrafenstraße[Bearbeiten]

Ehemals 1848 wurde hier ein Haus erbaut, das einer Familie Hahn gehörte. Ein Johann Carl Hahn war 1868 Kassierer der 1863 gegründeten Bockenheimer Volksbank und in seinem Hause war auch bis zum 31. August 1879 das Geschäftslokal. Laut Unterlagen des Bockenheimer Chronisten Hermann Ludwig[34] gehörte die Liegenschaft 1927 dem Metzgermeister Georg Eichmann, ab 1935 dem Fahrradhändler A. Schwab. Erhalten hat sich eine Fotografie von 1905, das in dieser Liegenschaft eine der damals 560 Filialen des Kaffeegeschäftes der Firma Tengelmann zeigt. In dem in der Nachkriegszeit wiederaufgebauten Haus betrieb Anfang 1970 die erste überregionale Buchhandelskette in Deutschland Montanus aktuell eine florierende Filiale.[35] Sie wurde zeitweise zu einem Treffpunkt der Studentenschaft der nahen J. W. Goethe-Universität.[36] Der Schriftsteller Hellmuth Karasek bewohnte zeitweise Wohnräume über dieser Filiale.[37] Langsam ändere sich wieder der Zeitgeschmack und nach ca. 25 Jahre hatte sich das Geschäftsprinzip überlebt. Der Gründer und Frankfurter Bahnhofsbuchhändler Hermann Montanus musste 1994 das Unternehmen an die Buchhandelskette Universitätsbuchhandlung Phönix GmbH verkaufen, die 2001 mit der Buchhandelskette Thalia aus Hamburg der Douglas Holding fusionierte. Diese verließen die Liegenschaft, zogen zunächst in neue Geschäftsräume in der Leipziger 47, um sich dann vollständig aus Bockenheim zurückzuziehen. Nach einem Optiker und einem Einzelhändler für Geschenke ist zurzeit ein deutscher Telefonanbieter Mieter der sanierten und baulich erneuerten Liegenschaft Leipziger Straße 25.

Leipziger Straße 12[Bearbeiten]

In der wilhelminischen Gründerzeit wurden viele ältere Häuser und Gewerbebetriebe abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Aus der Frankfurter Straße wurde 1895 nach der Eingemeindung Bockenheims die Leipziger Straße, die sich dann zur Hauptgeschäftsstraße Bockenheims entwickelte. Besonders Lebensmittelgeschäfte siedelten sich an um die Versorgung des rasch wachsenden Stadtteil Bockenheims zu sicher. So betrieb in diesem Haus Leipziger 12 zeitweise ein Ludwig Brenner als Mieter eine Filiale seines Fischhauses nebst z. B. Angebote für Butter, Eier und Käse. Das Hauptgeschäft wird heute noch im Frankfurter Nordend in der Spohrstraße betrieben. Das nur zweiachsige Haus zeichnet sich durch seinen markanten Fassadenschmuck aus. Auffällig sind die zwei Zwerchhäuser, eines mit Volutenornamenten in Muschelform, ein ausgearbeitetes Gesimsband als Konsolenfriese ist ein dekoratives Element der Fassadengestaltung, sowie markante Fensterstürze und die zwei Wappen der bis 1895 selbständigen Stadt Bockenheim als Fassadenschmuck. Diese zweifachen steinernen Stadtwappen der Stadt Bockenheim machen es zu einem Unikat dieses Stadtteils.[38]Die Wappen zeigen einen Bienenkorb mit fliegenden Bienen als Sinnbild des Gewerbefleißes dar, das 1819 Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel anläßlich der Erhebung zur Stadt verliehen hatte. Dieses Stadtwappen wurde auch als Logo der Polytechnischen Gesellschaft von 1822, ein heute noch gemeinnütziges Institut geschaffen zum Wohle der Mitbürger, adaptiert.[39] Das linke und auch das rechte Nachbarhaus fielen den Bomben von 1944 zum Opfer und wurden in der Nachkriegszeit in zeitentsprechendem Stil neu errichtet. Das Haus Leipziger Straße 12 blieb fast unzerstört, wurde saniert und zählt heute zu den auffälligen architektonischen Perlen des Stadtteils.

Torbogen Industriehof[Bearbeiten]

Ehemaliger Torbogen zum Eingang in die vormals größte Flak-Kaserne des Deutschen Reiches (jetzt Eingang Industriehof). Ende 1938 wurde das 30.000 Quadratmeter große Gelände, von einer teilweise heute noch sichtbaren Steinmauer vollständig umgeben, vom Flak-Regiment 29 in Betrieb genommen.[40] 1944 und 1945 oftmals Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte. Nach dem Krieg schon teilweise von neu gegründeten Industriefirmen genutzt. 1956 Eröffnung des Autohofs West, später neuer Standort für Dienstleister, aber auch des U.S. Army Equipment Maintenance Center der amerikanischen Streitkräfte, die dort Anfang der 1980er Jahre im Geheimen Pershing-II-Raketen montiert und sich nach Bekanntwerden öffentlichem Protest und Demonstrationen ausgesetzt sieht. Auf dem ehemaligen Gelände der US-Armee 2000 Fertigstellung des neuen Sitzes der Neuen Börse, die 2010 nach Eschborn umzieht.

Sonstige Bauwerke mit Vergangenheit[Bearbeiten]

Ehemaliges Bockenheimer Postamt[Bearbeiten]

Das erste in der Zeit von 1888 bis 1920 genutzte kaiserliche Postamt wurde in der Kurfürstenstraße 49 in der Nähe des Westbahnhofes erbaut. Im Zweiten Weltkrieg am 12. September 1944 bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main durch Fliegerbomben stark beschädigt, wurde es danach mit vereinfachter Fassade wieder aufgebaut. Es dient heute als Bürogebäude. Das zweiten sogenannte neue Postamt 13 in der Rohmerstraße wurde nach dem Ersten Weltkrieg von der Deutschen Reichspost erbaut und 1920[41] eröffnet. Hier, bei der Deutschen Reichspost in Bockenheim, war er von 1912 bis 1932 – nur unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg – Jakob Sprenger (1884–1945) in der Hauptkasse als Oberpostinspektor tätig. Am 1. März 1927 wurde Sprenger von Hitler selbst zum Gauleiter des Reichsgaues Hessen-Nassau ernannt. 1933 wurde er Reichsstatthalter und 1944 Reichsverteidigungskommissar. Im März flüchtete er nach Kössen in Tirol und nahm sich am 7. Mai 1945 das Leben. Das Postamtgebäude erhielt 1943 einen Bombentreffer im Zentralbau, wurde aber nach dem Krieg wieder aufgebaut. Im Jahre 2000 wurde die Liegenschaft von der Post an einen Immobilienfonds verkauft, der das Gebäude totalsanierte und den Dachstuhl erneuerte und als Gewerberaum ausbaute. Der ursprüngliche Haupteingang in der Rohmerstraße wurde an den Rohmerplatz 33 verlegt und ist heute funktionslos. Die Deutsche Post AG und die Postbank AG sind heute Mieter. Hauptmieter ist heute eine Bank, bzw. ein Sozialdienstbüro der Stadt Frankfurt. Gemäß Veröffentlichung einer Fachzeitschrift wurde diese Liegenschaft Anfang 2013 an einen sog. Spezial-Immobilienfond für ca. 16 Millionen Euro weiterverkauft.[42]

Ehemalige Husaren-Kaserne[Bearbeiten]

Ehemalige Militär-Lehrschmiede

Drei Jahre nach der Annexion Kurhessens durch Preußen, wurde 1869–1873 in der damaligen Rödelheimer Chaussee, der jetzigen Rödelheimer Landstraße, die im Zweiten Weltkrieg (1943) zerstörte und danach nur teilweise wieder aufgebaute Kaserne errichtet. Neben dem eigentlichen Kasernengebäude entstanden 1876–1879 die Proviantgebäude. Daneben wurde 1891 in Bockenheim eine Militär-Lehrschmiede und ein Militär-Lazarett (Ginnheimer-/Sophienstraße) gebaut. Am 13. Oktober 1873 bezogen drei Schwadronen vom Rheinischen Dragoner-Regiment Nr. 5 die Kaserne. Im Herbst folgten drei Schwadronen vom Husaren-Regiment (1. Kurhessisches) Nr. 13 ein. Diesem Regiment wurde später feierlich der Namenszusatz „König Humbert von Italien“ verliehen. Regimentskommandeur war zuletzt Georg von dem Bussche-Haddenhausen (11. Mai 1869 bis 23. März 1923), der Großvater von Claus von Amsberg, verstorbener Prinz der Niederlande. Aufstellungsort, bzw. Garnison bei Beginn des Ersten Weltkriegs war für dieses Regiment Diedenhofen (heute: Thionville) im damaligen Reichsland Elsaß-Lothringen. Auch diente in diesem Regiment unter anderem Adolph von Holzhausen im Rang eines Rittmeisters, der als letzter Spross einer alten Frankfurter Familie der Stadt Frankfurt sein gesamtes Vermögen vermachte. Bis auf das Holzhausenschlösschen sind die umfangreichen Vermögenswerte untergegangen. Der verbliebene Rest der Kaserne gehört der Spedition H.C. Fermont, die Teile der Liegenschaft untervermietet hat. Das umliegende Gelände wird von der Firma Siemens genutzt. An den ursprünglichen Verwendungszweck erinnert heute nur noch die vor der Liegenschaft befindliche Bushaltestelle Kasernenstraße.

Ein ursprünglich als Militärlehrschmiede 1881 gebauter klassizistischer Klinkerbau mit Kranzgesims im Zierverbund in der Kiesstraße 4 wird heute als Wohnhaus genutzt. Auf dem Gelände des Militär-Lazarettes befindet sich heute der Passivhaus-Komplex Sophienhof. Sanierte ehemalige Flügelbereiche der Kaserne sind als Gewerberäume vermietet.

Ehemaliger Standort der Pokorny & Wittekind/Demag[Bearbeiten]

Die Maschinenfabrik wurde 1872 als offene Handelsgesellschaft (OHG) unter der Firma Gendebien & Naumann gegründet. Nach der Übernahme durch die Herren Pokorny & Wittekind firmierte das Unternehmen seit 1. Januar 1900 als Pokorny & Wittekind AG. 1913 ändert sich die Firma in Frankfurter Maschinenbau AG (FMA) vormals Pokorny & Wittekind[43] und begann 1918 mit der Produktion seiner ersten Lastwagen, die zunächst als Modell Frankfurter von der FMA angeboten wurden. 1919 bis 1927 wurde das baugleiche Modell als Donar mit 4.5 Tonnen Nutzlast als Kipper, Tank- und Langholz- und Schienenlastwagen sowie als 28-sitziger Omnibus angeboten. Dem Donar folgte 1929 ein 2.1 to Modell vom Typ Express der ebenfalls als 20-sitziger Omnibus erhältlich war. Nach 1929 stellte die FMA ihren Fahrzeugbau ein und widmete sich dem Bereich Presslufttechnik. Schwerpunkt wurde die Herstellung von Kompressoren und Pressluftwerkzeugen.[44] Das Unternehmen stieg zum Weltmarktführer auf. 1955 erwarb die bereits beteiligte Demag die Aktienmehrheit. 1973 übernahm der Mannesmann-Konzern die Demag. Er verlagerte 1982 die Produktion mit 630 Arbeitsplätzen von Frankfurt-Bockenheim nach Simmern/Hunsrück. Das ehemalige Betriebsgelände, das in Bockenheim noch immer als Pokorny & Wittekind oder Demag-Gelände bekannt ist, wurde revitalisiert und gehört heute einer Immobiliengesellschaft, die an unterschiedliche Dienstleister Gewerberäume vermietet.

Ehemalige G. Schiele & Co. GmbH Bockenheim, nachmalig Eschborn[Bearbeiten]

1875 wurde im rasant wachsenden Industriegebiet in der Solmsstraße 26 der damals noch selbständigen Stadt Bockenheim vor den Toren Frankfurts die Produktionsstätte der Firma G. Schiele & Co. bezogen.[45] Das Unternehmen war die erste Ventilatorenfabrik Deutschlands, die Ventilatoren, Exhaustoren und Zentrifugalpumpen zur Luftversorgung herstellte. Gegründet wurde sie bereits ca. zwanzig Jahre zuvor 1851 von dem Ingenieur Christin Schiele, Sohn des Unternehmers Johann Georg Schiele, der erfolglos kurzzeitig die erste Frankfurter Gasanstalt gebaut hatte. Der Gründer Christian übergab nach 15 Jahren den Betrieb seinem Vetter Remigius Schmiele, der sich seinerseits nach 9 Jahren aus dem aktiven Geschäft zurückzog und seinen früheren Mitarbeitern Michel und Emmerich die Firma übergab. Die Familie Michel samt Schwiegersohn Alfred Luce führte das Unternehmen zu neuem Wachstum. Basis der Produktion blieb die Herstellung von Gebläsemaschinen; allerdings wurde das Produktionsprogramm durch technische Verbesserungen bestehender Apparate und durch Neukonstruktionen wie z. B. Ventilatoren zur Gasförderung und -reinigung, Hochdruck-Zentrifugalpumpen sowie Transport-, Entlüftungs- und Rauchabsauganlagen, z. B. für den Einsatz im Bergwerken, erheblich erweitert.

Eingeengt zwischen dem Bockenheimer Gaswerk und der Firma Pokorny & Wittekind, war selbst das weitläufige Fabrikgelände in der Solmsstraße in Bockenheim für die wachsende Produktion nicht mehr ausreichend. Da es in Bockenheim keine Erweiterungsflächen gab, erwarb die Gesellschaft 1908 im benachbarten Eschborn, unmittelbar an der Bahnlinie Frankfurt –Kronberg, ein rund 50.000 m² großes Grundstück, um dort eine neue Gießerei zu errichten. 1910 beschäftigte die G. Schiele GmbH an beiden Standorten 25 Angestellte, 6 Werkmeister und durchschnittlich 250 Arbeiter. Von diesem Zeitpunkt an wurden immer mehr Produktionsteile nach Eschborn verlagert, bis 1925 der Standort Frankfurt-Bockenheim nach 50 Jahren aufgegeben und die dort Fabrikhallen verpachtet wurden. Am 1935 wurde die G. Schiele GmbH in eine offene Handelsgesellschaft unter der Firma G. Schiele & Co. umgewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg[46] übernahm für 8 Jahre der Sohn Dr.-Ing. Alfred Luce die alleinige Geschäftsführung. Nach dessen unerwartetem Tod 1954 übernahm ein Familienfremder, der bisherige kaufmännische Leiter und Vertraute Luces, Walter Geisel, als persönlich haftender Gesellschafter in das Unternehmen ein und wurde zum Geschäftsführer bestellt. Nach 17 Jahren wurde Schiele & Co. 1981 von der Ernst Hürner GmbH & Co, ein Kunststoff verarbeitendes Unternehmen mit Sitz in Frankfurt-Rödelheim, die ihrerseits zur Cremer-Gruppe gehörte, erworben. Nach weiteren 17 Jahren erfolgte 1998 die Verschmelzung der Schiele GmbH auf die Pumpen- und Gebläsewerk Leipzig GmbH in Leipzig. Mit dem gleichzeitigen Umzug nach Frankfurt-Rödelheim in das Gebäude der nunmehrigen Muttergesellschaft, der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG wandelte sich Schiele in ein reines Vertriebsunternehmen. Am 22. April 2002 übernahm die neu gegründete Schiele PGW Turbomaschinen GmbH mit Sitz in Leipzig das Werk als unselbständige Zweigniederlassung. Anfang 2003 wurden die deutschen Standorte der Turbo-Lufttechnik GmbH von der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Frechen, einschließlich ihrer Beteiligung an der Schiele PGW Turbomaschinen GmbH, Leipzig, an den Frankenthaler Maschinenbaukonzern Kühnle, Kopp & Kausch,[47] Tochtergesellschaft von Daimler-Benz AG, verkauft. Sie firmieren danach als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen TLT-Turbo GmbH.

Zu Kühnle, Kopp & Kausch gehörten neben der TLT-Turbo auch das nach Frankenthal verlagerte Unternehmen Schiele, die HV-Turbo (Dänemark) sowie die PGW-Turbo (Leipzig). TLT-Turbo beschäftigte an den Standorten in Zweibrücken, Bad Hersfeld, Oberhausen und Frankenthal insgesamt rund 400 Mitarbeiter. Drei Jahre später wurde im November 2006 die Tochtergesellschaft von Daimler-Benz, die Kühnle, Kopp und Kausch AG (KK&K) selbst mit der TLT-Turbo GmbH durch die Siemens AG[48] übernommen und in das Geschäftsgebiet Siemens Power Generation Oil & Gas and Industrial Applications (PG I) eingegliedert. TLT-Turbo beschäftigt jetzt an den Standorten in Zweibrücken, Frankenthal, Bad Hersfeld und Oberhausen insgesamt rund 488 Mitarbeiter. Im Oktober 2012 wird der Geschäftsbereich Gebäudeventilatoren mit Sitz in Bad Hersfeld von der Trox GmbH in Neunkirchen-Vluyn übernommen. Dieser Bereich firmiert künftig als 100%ige Tochter der Trox GmbH unter dem Namen Trox-TLT GmbH. Die TLT-Turbo GmbH, nunmehr mit Sitz in Zweibrücken, ist weiterhin in der Siemens AG im Energie-Sektor integriert, jetzt Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (STE), beheimatet in der Oil & Gas Division und beschäftigt rund 345 Mitarbeiter.

Ehemalige Niederlassung der Mannesmann-Mulag AG[Bearbeiten]

Denkmalgeschützter Verwaltungsbau der ehemaligen Ndl. der Mannesmann-MULAG AG, Aachen

Ein bemerkenswertes Bauwerk auf parabolisch überhöhten und nicht halbkreis-förmigen Grundriss von 1922–1924 in der Hersfelder Straße 21–23 in Frankfurt-Bockenheim. Auch wegen des seltenen Grundrisses mit seiner Garagenanordnung, steht die Anlage heute unter Denkmalschutz. Die Garagen und das Verwaltungsgebäude wurden nach einem Entwurf der Frankfurter Architekten der Moderne Ernst Balser (1893–1964) und Franz Heberer (1883–1955) mit einer Backsteinmauerwerks-Fassade für die Frankfurter Niederlassung der nur von 1913 bis 1928 existierende Mannesmann-MULAG AG, Aachen gebaut. Die Mannesmann Familie verkaufte es bereits 1928 an Büssing, die 1971 vom MAN-Konzern aufgenommen wurden. Die Immobilie ist z. Z. vermietet.

Ehemaliges Elektrizitätswerk, vormals Lahmeyer & Co.[Bearbeiten]

Wilhelm Lahmeyer (1859–1907),[49] gründete 1890 in Frankfurt am Main die Wilhelm Lahmeyer & Co. KG, die später große Elektromaschinen und Kraftwerke baute. 1891 präsentierte er auf der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main ein Gleichstromsystem mit einer Übertragung über 10 km von Offenbach zur Ausstellungshalle. Die Firma Lahmeyer machte dann schon vor mehr als 100 Jahren das, was heutzutage als ganz modern verkauft wird: Im Jahr 1893 baute die damalige Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft Lahmeyer das Bockenheimer Elektrizitätswerk um mit ihren Generatoren[50] preisgünstig den rasant anwachsenden Energiebedarf der rasch wachsenden Industrie von Bockenheim, speziell an der Solmsstraße zu decken und sie betrieb es auch. Die ansässige Industrie baute ihre eigenen energieerzeugenden Blockwerke ab und wurde Kunde von Lahmeyer. Erst sieben Jahre später kaufte die Stadt Frankfurt die Anlage und war von da an selbst dafür verantwortlich, dass sie ausreichend Strom auch für die Bevölkerung produzierte. Das E-Werk mit seinem gelben Klinkerbau mit roten Lisenen und abgesetzten Blendbögen befindet sich hinter einer symmetrischen Giebelfassade an der Kuhwaldstraße, während sich das ehemalige Verwaltungsgebäude und die Kondensationsanlage mit ihrer turmartigen Ausführung an der Ohmstraße befinden. Der Kamin wurde auf einen kunstvoll gemauerten Sockel errichtet. Das Gebäudeensemble selbst steht heute unter Denkmalschutz, ist aber schon länger funktionslos leer. Eigner ist seit 1989 ein Immobilienunternehmer, der Architekten mit bisher nicht genehmigten Umbauentwürfen beauftragt hat[51] Zurzeit (Stand 2009) kann das Gebäude für Veranstaltungen gemietet werden.

Ehemalige Brillenfabrik Böhler, heute Arthur-von-Weinberg-Haus[Bearbeiten]

Das Arthur-von-Weinberg[52]-Haus, Kuhwaldstr. 55, Ecke Voltastraße gehörte zur ehemaligen Brillenfabrik Böhler. Die Familie Böhler war eine alteingesessene Färber-Dynastie in Frankfurt am Main, u. a. mit markantem Ladengeschäft im Palais Böhler auf der historischen Zeil der vornapoleonischen Zeit. Vier Gebrüder Böhler[53] eines Familienzweigs aus Frankfurt gründeten in Österreich das weltweite Industrieimperium Böhlerstahl.[54] Auch stammt der berühmte Methodist Peter Böhler (1712–1786) aus dieser Frankfurter Familie. 1982 wurde diese ehemalige optische Fabrik in Frankfurt-Bockenheim vom Forschungsinstitut Senckenberg für deren geologisch/paläontologische und botanische Sammlung hergerichtet. Der Umzug erfolgte 1984.[55] Ein an einer Gebäudewand angebrachtes großes Fassadenkunstwerk eines Sauriers aus Metall soll auf den Gebäudezweck hinweisen. Ein Umzug in zurzeit nutzungsfreie Räume auf dem Campus Bockenheim nahe dem Senkenberg-Museum ist beschlossen, deren Finanzierung aber noch nicht abschließend geklärt.

Ehemalige Andreae-Noris Zahn AG, jetzt Alliance Healthcare Deutschland[Bearbeiten]

Alliance Healthcare Deutschland (vormals Andreae-Noris Zahn AG, ANZAG), mit Sitz in Frankfurt am Main, Solmsstraße 25[56] ist der drittgrößte Pharmagroßhändler in Deutschland und verfügt mit zahlreichen Niederlassungen über ein dichtes Auslieferungsnetz. Ab 1. April 2013 wurde die Andreae-Noris Zahn AG in Alliance Healthcare Deutschland AG umbenannt. Mit rund 3.600 Mitarbeitern (inkl. Ausland), etwa 130 Auszubildenden und drei Auslandsbeteiligungen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresumsatz von rund vier Milliarden Euro.

Alle Aktien der Alliance Healthcare Deutschland (vormals Andreae-Noris Zahn AG, ANZAG) besitzt die Alliance Boots.[57] Dieser ist ein Schweizer Chemie- und Gesundheitskonzern mit britischen Wurzeln und einer der bedeutendsten Pharmagroßhändler in Europa. Der Konzern vermarktet unter dem Markennamen „Boots“ medizinische Produkte und besitzt die Alliance Pharmacy, einen Chemiekonzern und Großhändler pharmazeutischer Produkte mit über 1000 Verkaufsgeschäften. Alliance Boots ist der größte Konzern in Großbritannien, der Pharmazieprodukte verkauft und hat ebenso Verkaufsketten, Beteiligungen und Joint Ventures in 21 Ländern.[58] Neben Phrarmazeutika vertreibt Alliance Boots auch Kosmetik mit eigenen Markennamen sowie Generika.

Bis April 2007 wurden Aktien der Alliance Boots noch an der Londoner Börse notiert. Dann erfolgte die Übernahme durch ein Konsortium bestehend aus dem Private-Equity-Investor KKR und Stefano Pessina, einem Mitglied der Gründerfamilie von Alliance UniChem und ehemaligem CEO des Unternehmens, die gemeinsam dafür umgerechnet 16,2 Milliarden Euro investierten. Stefano Pessina, ein in Mailand studierte Kernphysiker, ist Executive Chairmann der Alliance Boots GmbH in Zug (Schweiz) mit 115.500 Mitarbeitern und 20.218 Milliarden GBP Umsatz.

Ehemaliges JUZ Bockenheim, Varrentrappstraße 38[Bearbeiten]

Die Stadt Frankfurt richtete 1975 in diesem Teilbereich der Gutenbergschule, der ehemaligen Villa für Rektor und Schulverwaltung in der Varrentrappstraße 38, ein Jugendzentrum für Bockenheim ein.[59] Daraus entwickelte sich bald das selbstverwaltetes JUZ Bockenheim, das u. a. zu einem bundesweit bekanntem Zentrum der damaligen Punk Jugendkultur wurde. Gruppen wie Böhse Onkelz und Die Toten Hosen hatten hier einige ihrer ersten, noch amateurhaften Musikauftritte. Das Haus war eines der ersten selbstverwalteten Jugendzentren in Deutschland und hatte damals einen hohen Bedeutungs- und Bekanntheitsgrad. Nachdem die ursprünglichen Nutzer durch Alterung nicht mehr im JUZ Bockenheim aktiv tätig waren und die Räumlichkeiten 2001 verlassen. Die Stadt Frankfurt eröffnete ein neues Jugendzentrum in der nahen Schloßstraße. Ohne hinreichende Gebäudeinvestitionen verfiel die Bausubstanz im Laufe der Jahre. Die Stadt investiere hohe Summen in die Sanierung des Berufsschulkomplexes Hamburger Allee 23 und baute insbesondere die Gutenbergschule[60] und die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode,[61] beide in der Hamburger Allee 23, kostenintensiv um und aus. Die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode meldete bei der Stadt Frankfurt zusätzlichen Raumbedarf u. a. für ihre Schulverwaltung an und erhielt auch einen positiven Bescheid. Am 2. August 2008 besetzte die Initiative „Faites votre jeu!“ mit einer Eröffnungsparty ehemalige JUZ Bockenheim. Das seit 7 Jahren leerstehende Haus wurde mit dem Ziel besetzt Räume für die Initiative zu schaffen.[62] Die Gruppe verweigerte einen baldigen Auszug.[63] Nach anhaltenden Protesten mit Polizeieinsatz und Einschaltung eines Vermittlers,[64] schlug die damalige zuständige Dezernentin der Stadt andere kostenfreie Räumlichkeiten für diese autonome Gruppe vor, falls sie freiwillig ihre Besetzung aufgäben. Nach langwierigen Verhandlungen stimmte letztendlich die Gruppe FAITES VOTRE JEU einem Umzug in das ehemalige Arrestgefängnis in der Klapperfeldstraße zu.[65] Die Zeit des JUZ Bockenheim in der Varrentrappstraße 38 war damit beendet.

Ehemaliges Delkeskampsches Haus[Bearbeiten]

Das Delkeskampsche Haus am Anfang der Leipziger Straße

Das Haus Leipziger Straße 9 wurde um 1826 von dem Architekten und späteren Bürgermeister Philipp Brandt erbaut. Hier wohnte unter anderem der am Frankfurter Theater tätige Kapellmeister, Musiker und Theaterunternehmer Carl Wilhelm Ferdinand Guhr bis zu seinem Tode 1848. Später wohnte hier der bekannte Maler und Kupferstecher Friedrich Wilhelm Delkeskamp bis zu seinem Tod 1872. Er und seine Ehefrau Elise, Schwester des Bockenheimer Malers Johann Christian Heerdt, wurden auf dem Bockenheimer Friedhof in der späteren Solmsstraße beerdigt.[66] Im Jahre 1904 wurde die Familie Delkeskamp Eigentümer, die dort eine Brennstoff/Kohlehandlung betrieb. Deren Verwandtschaft betrieb im Industriegelände unter anderem das Dampfsägewerk Delkeskamp & Schönberg und die Bau- und Möbelfabrik Carl Delkeskamp. Es ist ein spätklassizistisches Haus mit markantem fünfeckigen Grundriss. 1980/1981 wurde das Haus von der Stadt saniert und das Sanierungsbüro Bockenheim zog ein. 1995 zog das Büro aus und eine Medizinerin betrieb hier ihre Praxis. Seit 2013 ist die Liegenschaft unvermietet, deren Außenmaurern aber weiterhin Ziel diverser Graffiti-Versuche. In unmittelbarer Nachbarschaft steht der einzige große Laubbaum der Leipziger Straße.

Ehemalige Firma Gebrüder Pintsch Werk Bockenheim[Bearbeiten]

Frankfurt-Bockenheim Solmsstraße Pintsch Produkt

Zwischen der jetzigen Jordan-, Gräf- und Emil-Sulzbach-Straße[67] erstreckte sich von 1895-1917 die Gasapparate- und Maschinenfabrik Pintsch,[68] eine von mehreren Niederlassungen der Firma Julius Pintsch in Fürstenwalde/Spree bei Berlin. Dieses Pintsch Unternehmen stellte die idealen Ergänzungsprodukte zum 1869 an der Solmsstraße in Frankfurt-Bockenheim eröffneten ICGA-Gaswerk der Imperial Continental Gas Association, das spätere Gaswerk West, dar. 1927 arbeitete auch dies Bockenheimer Werk der Pintsch AG erstmals mit der „Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG“ (Bamag-Megius AG) in Berlin und Butzbach (Hessen) zusammen, an der die Fa. Pintsch zeitweise mit 60% beteiligt war. Das 1936 zu einer Kommanditgesellschaft umgewandelte Unternehmen blieb in Familienbesitz und baute Anlagen zur Holzverzuckerung, Vakuumtrockenapparate, Lichtanlagen für den See-, Luft- und Straßenverkehr, Müllverbrennung und Ölheizungen für Eisenbahnen. Antiquarisch hat sich von diesem Bockenheimer Unternehmen ein bebilderter kommentierter Firmenkatalog[69] mit Präsentation beispielhafter Schaufenstergestellen für Schuh-, Miederwaren-, Optiker-, Pfeifen-, Hut-, Schmuck-, Schirm-, Lebensmittelhandlungen u.a von 1893 erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich die Pintsch-Gruppe aus Frankfurt-Bockenheim zurück. Bauliche Spuren der ehemals großen Industriefirma, die vor der Elektrifizierung mit ihren mit Leuchtgas betriebenen Produkten Licht in Stadt und Häuser brachte, sind nicht mehr vorhanden.[70]

Ehemaliges Kino CAMERA[Bearbeiten]

Im Stadtteil Bockenheim, Gräfstraße 79, wurde nach zehnmonatiger Bauzeit am 18. Mai 1956 in der Nähe der Universität das Kino CAMERA des Architekten Heinz Junker mit 564 Plätzen eröffnet. Bereits 1960 musste der Spielbetrieb eingestellt werden.[71]Lange Zeit wurde das Gebäude als zusätzlicher Hörsaal und Lehrraumgebäude durch die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität als neuer Eigentümer genutzt. Ab dem Jahr 1987 wurde mit immensem personellem Aufwand einmal im Semester vom Verein „Pupille & Schöne Neue Welt“ das von der Uni genutzte ehemalige Kino Camera umgebaut, um zu einem festen Themenkomplex ein bis zwei Wochen lang Filmwochen als Film- und Diskussionsreihe zu veranstalten. Für die Programme bekamen die Veranstalter 1992 für die „hervorragende[n] Leistungen beim Abspielen von künstlerisch wertvollen Filmen“ den Frankfurter Filmpreis verliehen.[72] Der Plan, gemeinsam mit der Universität und öffentlichen Mitteln den Kinosaal der CAMERA zu Filmvorführungen für die Studenten der Theater-, Film- und Medienwissenschaften wiederzubeleben, scheiterte, als das Hessische Wissenschaftsministerium eine Finanzierungszusage zurückzog.[73] Nach Eigentümerwechsel wurden dann von einem Architekturbüro der ehemalige Kinosaal mit einer Zwischendecke geteilt, zusätzlich Fenster eingezogen und das Gebäude um eine Penthouse-Etage erhöht. Bei der Renovierung wurde bewusst einiges vom alten Kino bewahrt, so die markanten Treppenaufgänge und auch die Neonschrift CAMERA. Von außen ist daher das Gebäude als ehemaliges Kino durchaus noch erkennbar. Neuer Eigentümer dieser Liegenschaft Gräfstraße 79 wurde zuletzt die Frankfurter Geschäftsstelle des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz.[74]

Ehemalige Gastwirtschaft FORELL’S GARTEN[Bearbeiten]

An der vormaligen Frankfurter Straße, 1895 nach erfolgter Eingemeindung dann Leipziger Straße 28–30, heute Leipziger Straße - Ecke Wildunger Straße, eröffnete 1825 der zugezogene Peter Forell den Gasthof „Zum deutschen Hof“. Sein Sohn Christoph Forell heiratete 1851, übernahm den Gasthof und baute 1856 einen Fest- und Tanzsaal an sowie 1857 eine Kelter-Remise zur Herstellung eigenen Apfelweins. So entstand eine beliebte Gartenwirtschaft namens „Forell’s Garten“. Vor der Annexion Preußens 1866 fanden hier, in der selbständigen kurhessischen Stadt Bockenheim, Militärkonzerte der in der nahen freien Reichssstadt Frankfurt am Main stationierten Bundestruppen statt. Die Familie Forell hatte damals einen der schönsten Tanz- und Gesellschaftssäle im Großraum Frankfurt.[75] In der Zeit um 1896 übernahm, nach dem Tod des Vaters Christoph, dessen Sohn Hans Forell Gasthaus, Tanzsaal und Gartenwirtschaft.[76] Hier führten in den 1920er Jahren u. a. Professor Gottfried Salomon (1892–1964) mit seinen Frankfurter Studenten, u. a. mit Theodor W. Adorno und Walter Benjamin, in abendlichen Kolloquien lebhafte öffentliche Diskussionen.[77] Während der Wirtschaftskrise kaufte 1929 die damalige Bockenheim benachbarte Weltfirma die Liegenschaft zunächst als Grundstücksreserve. Der Zweite Weltkrieg brachte die Zerstörung auch dieser Liegenschaft. In den Aufbaujahren nach dem Krieg wurden die Wildungen Straße von der Hartmann & Braun AG geschlossen und Fabrikgebäude errichtet. Nach Aufgabe des Produktionsortes und völliger Produktionsverlagerung wurde auch auf diesem Grundstück ein mehrstockiger Neubau errichtet. Er wurde nach Revitalisierung und Wiedereröffnung der Wildunger Straße als Eckbebauung errichtet. Das Erdgeschoss wurde als Ladengeschäft einer Reformhauskette vermietet. Der Bezug zu dem ehemaligen Standort einer vormals beliebten Gartenwirtschaft ist vollständig verschwunden. Nur auf dem Bockenheimer Friedhof zeugt eine aufwendige historische Familiengrabanlage der Familien Knodt und Forell, die unter Denkmalschutz steht, noch von dem Wirken dieser Familien in Bockenheim. Die Inhaber der ehemaligen Kunstgießerei und Metallwerke Knodt waren Nachbarn der Familie Forell. Beide Familien waren verwandtschaftlich verbunden.

Ehemalige Gebrüder Knoth Blech- und Metallwarenfabrik, Kunstgießerei[Bearbeiten]

Die Produktionsstätte dieser untergegangenen Firma befanden sich in der Landgrafenstraße 8. Vor seiner Eingemeindung 1895 gehörte Bockenheim den Grafen von Hanau, dann später den Landgrafen von Hessen-Kassel. Daher die Namensnennung. Vor 1895 nannte man sie Hasengasse, davor Erdmannsgasse. Sie verbindet die Leipziger Straße mit der Großen Seestraße. Früher hatten sich hier zahlreiche Handwerks- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Seit 1847 ist hier Georg Knodt, Spengler aus Bönstadt, als Eigentümer des Hauses Landgrafenstraße 8 nachweisbar. Die Gebrüder Christian und Georg Knodt jun. betreiben hier dann die Blech- und Metallwarenfabrik Gebrüder Knoth. Erfolgreich war die Firma in diesen Jahren als vor allem als anerkannte Kunstgießerei. In Frankfurt hat sich das Uhrtürmchen am Standort Zeil/Sandweg als eine Arbeit des Unternehmens erhalten. Auch wurde die aufwendige gestaltete eigene Familiengrabstätte auf dem Bockenheimer Friedhof in die Denkmalsliste aufgenommen. Einige der zwei Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges ausgegebenen Aktien der Metallwerke Knodt Aktiengesellschaft Frankfurt sind als Nonvaleur-Papiere auf dem Markt.[78] Diese Aktiengesellschaft wurde am 19. April 1920 gegründet. Zu den Gründern zählten unter anderem die Metallwerke G. Knodt GmbH, die Tellus AG für Bergbau- und Hüttenbetrieb sowie die Metallwalzwerke AG. Es wurde die Fabrik und das Handelsgeschäft der GmbH weitergeführt. Produkte: Eisenbahnlaternen,[79] Lokomotiv-Ausrüstungsgegenstände, Armaturen für Eisenbahn- und Waggonbau, Bade- und Heizapparate. Großaktionär war die Tellus AG für Bergbau- und Hüttenindustrie. Die Tellus AG[80] wurde 1906 als Holding gegründet mit zahlreichen Beteiligungen an: Metallwerke Unterweser AG, Friedrich-August-Hütte, Metallwerke Knodt AG, Emag Elektricitäts-AG, Norddeutsche Hütte AG in Bremen, Landwirtschaftliche Maschinenfabrik Eisenach, Hüttenwerk Niederschöneweide u. a. Am Ende der 1920er Jahre (Wirtschaftskrise) gingen fast alle o.g. in Konkurs, auch die Metallwerke Knodt AG. Nach 1945 war die Tellus AG nochmals als Kreditinstitut mit bankfremdem Geschäft tätig (Arbeiten auf dem Gebiet der chemischen Technologie). Die letzte Börsennotiz war im Jahr 1979, es folgte das Insolvenzverfahren und 1986 der Anschlusskonkurs. In unmittelbare Nachbarschaft der Landgrafenstraße 8 hat sich bis heute ein 1873 gegründeter metallverarbeitender Familienbetrieb erhalten. Eines der letzten erhaltenen Werke dieser Bockenheimer Metallwerke Knodt ist das sog. Uhrtürmchen an der Zeil, Standort Zeil / Sandweg. Es ist aktuell vom Untergang bedroht. Seit dem 21. November 2013 wird über eine überregionale Tageszeitung für Spenden zum Erhalt dieses Werkes geworben.[81]

Ehemalige Metalltuchfabrik Ratazzi und May[Bearbeiten]

In der historischen Mittelgasse 14, der späteren Kurfürstenstraße 12–14, lagen um 1844 die Anfänge der Firma Drahtweberei Metalltuchfabrik von E Joh. Heinr. Ratazzi und Heinrich May, Nachfolger der Drahtweberei Alex Roswag.[82] 1778 durch Elsässer aus Schlettstadt, heute Sélestat, gegründeten Tochterunternehmen. 1823 betrieb ein Roswag aus Schlettstadt bereits in Straßburg eine Metalltuchfabrik, in der Metallfäden zu Matten verarbeitet wurde.[83] Noch heute gibt es eine Rue Roßwag in Sélestat (Schlettstadt).[84] Nach der Annexion 1871 übernahmen Heinrich Ratazzi und Heinrich May das Unternehmen. Unter dem Namen Roswag’s Nachfolger Ratazzi & May hatten sie bis zu 40 Arbeiter. Sie produzierten vorwiegend Drahtflechtmatten aus Messing- und Eisendraht, u. a. für die Papierindustrie. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktionsstätte nach Schlüchtern verlegt. Dort errichteten dann die ehemaligen Lehrlinge Paul und Ruppel das heute noch bestehende weltweite Unternehmen PACO Paul GmbH & Co. KG-Metallgewebe und Filterfabriken,[85] das immer noch erfolgreich Metallmatten und Filter herstellt. Die teilzerstörte Produktion in Bockenheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr aufgenommen. Die Straßenfrontfläche wurde mit Mehrfamilienwohngebäuden bebaut. Das Verwaltungsgebäude verfiel, wurde dann aber nochmals saniert und kurzzeitig von einer Gemeinde des Freikirchlichen Evangelischen Gemeindewerks genutzt. In die historischen Fabrikationsräume mit ihrer typischen Oberlichtverglasung zog später ein Bürofachhandel mit seinem Lager ein. Der Grundstückseigentümer ließ 2012 alles abreißen und ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgaragen als Hinterhaus auf dem ehemaligen Produktionsgelände errichten.

Ehemalige Fourage-Handlung Albert Straus, Kurfürstenstraße 18[Bearbeiten]

Heimatforscher vermerken als Bauherr der Liegenschaft Kurfürstenstraße 20 von 1904 den Fuhrwerkbesitzer und Photograph Albert Straus. Das Gebäude lag in der Nachbarschaft der Metalltuchfabrik Ratazzi und May. Straus selbst warb auf seiner Hauswand für sein Gewerbe, der Fouragehandlung.[86] Unter Fourage[87] (Verbform: fouragieren), auch Furage oder Fouragierung (frz. fourrage) wird nach Wikipedia die veraltete militärische Bezeichnung für Pferdefutter: Hafer, Heu und Stroh; daher furagieren, Pferdefutter herbeischaffen, verstanden. 40 Jahre nach dem Bau wurde der Dachstuhl dieses Gebäudes im Zweiten Weltkrieg teilzerstört und später in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Der Fassade sieht man ihr Alter von 110 Jahren nicht an. Ein Sandstein mit Jahreszahl weist auf das Baujahr 1904 heute noch hin.

Ehemalige STERN-Apotheke, Große Seestraße 31[Bearbeiten]

Ein 1840 von Jean Marie Leroux erbautes Gebäude, musste dem gewichtigen neuen Neubau Große Seestraße 31/Ecke Kurfürstenstraße weichen. Seit 1876 wurde hier die STERN-Apotheke, ab 1882 vom Apotheker Hoening, ab 1885 vom Apotheker Fr. Dieterich und ab 1935 von dessen Sohn Fritz Dieterich[88] betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde dies Gebäude zerstört und nach dem Krieg durch ein großes Mehrfamilienhaus ersetzt, indem bis 2004 auch wieder eine STERN-Apotheke betrieben wurde. Ebenfalls wurde im benachbarten Erdgeschoss die Bockenheimer Stadtteil-Bücherei betrieben, die später in neue Mieträume im Hinterhof Landgrafenstraße/Leipziger Straße umzog. Auch die STERN-Apotheke beendete nach 130 Jahren ihren Geschäftsbetrieb. Seit 2005 pachtete der Verein AIDS-AUFKLÄRUNG e. V. diese Räume. Er ist seit 1986 in der AIDS-Prävention tätig und bietet Ratsuchenden und Interessierten persönliche und telefonische Beratung an.[89]

Ehemalige Frankfurter Waggonfabrik Aktiengesellschaft, vormals Reifertsche Chaisenfabrik[Bearbeiten]

Johann Konrad Reifert (1781–1856), Wagnermeister aus Niederseelbach, gründete um 1800 in Frankfurt am Main eine „Chaisenfabrik“. 1820, nach dem Sturz Napoleons, wurde der Betrieb in die junge Stadt Bockenheim vor den Toren der freien Reichsstadt Frankfurt am Main verlegt. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Johann Ernst Wagner aus Suhl/Thüringen war es deren Ziel, dort eine Fabrik für elegante Chaisen und Postkutschen zu betreiben. Deren Gründung stellte einen wesentlichen Schritt beim Ausbau der Industrialisierung von Bockenheim dar. Die Erhebung Bockenheims zur Stadt 1819 geschah in der bewussten Absicht Kurhessens, neben der damals noch industriefeindlich gesinnten freien Reichsstadt Frankfurt ein neues, der Industrie aufgeschlossenes Gemeinwesen zu schaffen, das aus der günstigen Nachbarschaft zu dem Mittelpunkt von Handel und Verkehr größten Nutzen ziehen könnte. Als nach zehn Jahren 1830 der Geschäftspartner Johann Ernst Wagner starb, trat mit Clemens Reifert (1807–1878) dessen Sohn in die Firma ein. Das Unternehmen hatte sich bereits zu einem der ersten Wagenbauanstalten[90] in Deutschland entwickelt. Er hatte sich darauf unter anderem durch den Besuch ähnlicher Betriebe, auch in Paris und London, auf seine Arbeit vorbereitet.[91]

Eisenbahnwaggon aus der Produktion der Reifertschen Waggonfabrik

Clemens Reifert[92] forschte, erweiterte die Fabrik und führte Dampfmaschinen ein. Die Firma baute bald auch Eisenbahnwagen und hatte Anfang 1870 300 Mitarbeiter. Dies bedeutete erhöhten Kapitalbedar/ref> Zurzeit (Stand 2009) kann das Gebäude für Veranstaltungen gemietet werden.

Ehemalige Brillenfabrik Böhler, heute Arthur-von-Weinberg-Haus[Bearbeiten]

Das Arthur-von-Weinbergf. Folglich wurde umgegründet und umfirmiert. Es entstand die „Frankfurter Waggonfabrik Aktiengesellschaft“, vormals J.C. Reifert & Co, in Bockenheim. Über die Österreichisch-Deutsche Bank in Frankfurt am Main wurden für 650.000 Taler Aktien ausgegeben. Gründersohn Clemens Reifert wurde „Generaldirector“. Verwaltungsräte wurden J. B. Pfaff, J. Koch, Friedrich Mumm, Franz Brentano und Christian Grote aus Frankfurt am Main. Notar wurde ein Dr. Becker aus Bockenheim. Das erste Geschäftsjahr 1872 schloss mit einem Reingewinn ab. Für 1874 gab es keine Dividende mehr und 1875 wurde die Liquidation beantragt[93]

Der sog. Gründerkrach und Gründerkrise von 1873[94] war nicht auf die Frankfurter Waggonfabrik Aktiengesellschaft beschränkt, sondern ein allgemeiner zeitlicher Trend in den 1870er Jahren. Gemäß dem Schumpeterschen Gesetz der schöpferischen Zerstörung entstand dann auch fast lehrbuchhaft auf dem ehemaligen Firmengelände wenig später die Weltfirma Hartmann & Braun AG. Auf einem anderen Teil des ehemaligen Firmengeländes entstanden das Bockenheimer Straßenbahndepot und die Verlängerung der Königstraße, der heutigen Gräfstraße.

Der Vater und Wagnermeister Johann Konrad Reifert (1781–1856) war befreundet mit Clemens Heerdt (1778–1828). Daher auch die Wahl des Vornamen für Sohn Clemens Reifert (1807–1878). Clemens heiratete mit Ehefrau Sybilla Susanne Reifert, geb. Heerdt in die Familie Heerdt ein, in die ebenfalls Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794–1872), der deutscher Maler und Kupferstecher einheiratete. Somit entstand der Bockenheimer Familienverband Delkeskamp/Heerdt/Reifert.[95] Zu Ehren einer der ersten Bockenheimer Industriellen Clemens Reifert wurde er Namenspatron der Clemensstraße in Frankfurt-Bockenheim, die von der Leipziger Straße auf das ehemalige Firmengelände des Reifertschen Chaisenfabrik führt. Bauliche Spuren sind durch die Weltkriege und die Schließung und Verlagerung des nachfolgenden Unternehmens Hartmann & Braun AG, bzw. durch die dann erfolgte Neubebauung nicht mehr vorhanden. Auch das Stichgleis vom Westbahnhof bis zum ehemaligen Firmengelände verschwand. Nur in Archiven, wie dem ISG Institut für Stadtgeschichte der Stadt Frankfurt am Main oder Museen, wie beispielsweise im Museum Achse, Rad und Wagen in Wiehl gibt es mit einer Zeichnung von Clemens Reifert von 4 Calechen (auch Kaleschen) noch historische aufzeigbare Spuren. Einzig ein Modellbauer[96] hat in einer Einzelfertigung einen Eisenbahnwaggon der Reihe Litera A124 der ehemaligen Königlich Württembergischen Staatsbahnen wieder erstehen lassen.

Ehemaliges „Hartmann & Braun“-Gelände[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hartmann & Braun AG
Hartmann & Braun AG (1907)

Dieses Gelände gehörte vor und nach dem Zweiten Weltkrieg dem größten Arbeitgeber Bockenheims. Es wurde mehrfach vergrößert und erstreckte sich von der Falkstraße über die damals geschlossene, heutigen Wildunger- und Clemensstraße bis zur Leipziger- und Gräfstraße. Der Verwaltungsbau wurde 1954 neu errichtet. Noch bis Anfang der 1970er-Jahre konnten von Hartmann & Braun AG ausgewählte, finanzschwache Studenten in der Betriebskantine kostenlos Mittagessen.

Nach dem Auszug der Hartmann & Braun AG 1997 wurde das ehemalige Betriebsgelände von einem der größten Bauentwickler, der DIBAG Industriebau AG München, revitalisiert. Produktionsstätten wurden entkernt. Wohn- und vor allem Geschäftsräume unter dem Namen „Alvearium“ (lat. Bienenkorb) geschaffen. Auch der ehemalige Verwaltungsbau an der Gräfstraße wurde saniert. Diese wurde zunächst von der Banco Santander genutzt, die aber zum großen Teil schon weiter in die Solmsstraße gezogen ist.

Ehemaliges Betriebsgelände der VDO[Bearbeiten]

Ehemaliges Verwaltungs- und Produktionsgebäude der VDO

Anfang 1994 kaufte die Mainzer ABG-Gruppe (Allgemeine Beteiligungsgesellschaft für Gewerbeimmobilien) das ehemalige Stamm-Betriebsgelände der VDO-Werke, die zuvor ihr Stammwerk nach Karben verlegt hatten. Im Jahr 1993 waren noch insgesamt 7700 Mitarbeiter bei der VDO beschäftigt. Zuvor wurde 1991 die VDO von der damaligen Eigentümerin, der bekannten Dressurreiterin Liselott Linsenhoff, an den Mannesmann-Konzern verkauft. Durch Umbau von Mannesmann zur Arcor/Vodafone-Gruppe landete die VDO zunächst bei Siemens-Bosch, dann alleine bei Siemens, die dann 2007 die VDO an die Continental Gruppe verkauften. Die ABG-Gruppe entkernte die früheren Produktions- und Verwaltungsgebäude und baute sie modern aus. Die Entwürfe lieferte das Frankfurter Architektenbüro Nägele, Hofmann und Tiedemann. So entstanden etwa 29.000 Quadratmeter Bürofläche, etwa 660 Quadratmeter Ladenfläche und 44 Mietwohnungen des gehobenen Ausstattungsstandards nebst 347 Kfz-Stellplätzen in einer Tiefgarage. Das Objekt zwischen Gräfstraße/Falkstraße/Wildunger Straße wurde 1998 fertiggestellt. Einer der Hauptmieter ist seitdem die Deutsche WertpapierService Bank in der Wildunger Straße 14. Weitere Mieter sind Nomura und seit Juni 2011 als zweitgrößter Mieter die KfW.

Ehemalige Voigt & Haeffner AG, bzw. Prometheus GmbH[Bearbeiten]

Heinrich Voigt (1857–1937) gründete 1896 eine Firma für Installationsmaterial jeder Art, Hoch- und Niederspannungs-Schaltgeräte und komplette Schaltwarten. 1889 wurde das Werk von der Frankfurter Innenstadt nach Bockenheim verlegt.[97] Ab 1900 entsteht hieraus die Firma Voigt & Haeffner,[98] die bald viele Mitarbeiter beschäftigt. Daher wird das Werk an den neuen Osthafen verlegen.[99] Fast zeitgleich gründet Heinrich Voigt auch eine „Chemisch-elektrische Fabrik“, die in Frankfurt-Bockenheim, Falkstraße 2, die Kleingeräte für Endverbraucher herstellte. Das Unternehmen wurde rasch von Voigt & Haeffner übernommen, in das Unternehmen in eine GmbH und dann zeitweise in die Prometheus, Aktiengesellschaft für Elektrische Heizeinrichtungen (früher: Fabrik elektrischer Koch- und Heizapparate) umwandelten. Die Marke „Prometheus“ wurde zum Firmennamen.[100][101][102] Weit vor den Bomben des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil der Produktion´nach Bad Soden-Salmünster ausgelagert. 1955 wurde für das Unternehmen Prometheus der Produktionsstandort Eschwege erbaut, der im nordhessischen Zonengrenzgebiet lag. 1964 wurde die Mehrheitsbeteiligung der Prometheus Elektrische Geräte und Heizeinrichtungen GmbH (Eschwege), elektrische Haushaltgerätehersteller von Heizgeräten, Bügeleisen und Expresskocher sowie hermetisch gekapselte Kältemaschinen an General Electric (GE) verkauft.[103] In Eschwege waren damals rund 600 Personen beschäftigt. Verkäufer war die Gesellschaft in Continental Elektroindustrie AG (Düsseldorf), einer Tochter der Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft (Düsseldorf). Sie hielt auch die Mehrheit von Voigt & Haeffner.[104][105] Bereits acht Jahre später zieht sich 1972 General Electric wieder zurück und verkauft an Stiebel-Eltron.[106] Die in Bockenheim geschaffene Marke „Prometheus“ verschwindet vom Markt.

Grempsches Haus[Bearbeiten]

Das Grempsche Haus in der Grempstraße

Aus den Jahren 1582 bis 1593 stammt das Grempsche Haus liegt am Kirchplatz – am Ende der Ginnheimer Straße. Es ist das bedeutendste säkulare Bauwerk das in Bockenheim aus der frühen Neuzeit erhalten ist. Es gehörte zum Adelshof der Familie Gremp von Freudenstein. Das steinerne Gebäude hat zwei Stockwerke und einen achteckigen Treppenturm. Im dahinter gelegenen Park findet sich noch das klassizistische Landhaus Landhaus Passavant von 1829.

Ehemaliges Landhaus Passavant[Bearbeiten]

Hauptartikel: Passavant
Landhaus Passavant von 1829

Die erhaltene repräsentative Gartenvilla im Stil der italienischen Renaissance wurde 1829 nach dem Entwurf von Johann Friedrich Christian Hess (1785–1845) für Adolph Samuel Passavant (1841–1926) errichtet. Der Bauherr, selbst Architekt, kaufte bald darauf die Michelbacher Hütte in Michelbach (Aarbergen), daher sieht man heute noch den Namen Passavant auf vielen Kanaldeckeln. Die eigentliche bedeutendste Liegenschaft, die sogenannte Villa Passavant Andreae, wurde abgerissen und der Standort zum Schulbau genutzt. Auf einer Karte von etwa 1900 wird das Gebäude als Diesterweg-Schule bezeichnet. Heute sind von der großen Liegenschaft nur noch dies Landhaus und Reste der Begrenzungsmauern an der Ginnheimer Straße übrig. Das Landhaus wird derzeit vom Kindergarten des St. Elisabethen-Krankenhauses Die Arche benutzt. Auf dem großen Gelände selbst, früher ein Hofgut mit Wirtschaftsgebäuden, dann Schulbau, steht heute das katholische St. Elisabethen-Krankenhaus, deren Mittelbau immer noch an die ehemalige Schule erinnert. Auf dem Gelände entstand mit den St. Josefhaus ein neu errichtetes Altersheim. Ein Restpark mit Blick auf die Nidda und den Taunus blieb von der großen Liegenschaft übrig.

Ehemalige französisch-reformierten Kirche von Bockenheim[Bearbeiten]

Die Glaubensflüchtling aus Flandern, den spanischen Niederlande,[107] erwarben 1638 eine Scheuer der damaligen Wirtschaft ZUR KRONE und hielten hier ihren französisch-reformierten Gottesdienst ab, da sie in der freien lutherischen Reichsstadt Frankfurt am Main keinen Gottesdienst nach ihrer Glaubensrichtung abhalten durften. Der damalige Landesherr von Bockenheim gehörte selbst dem reformatorischen Glauben an. Nach 129 Jahren war dies Gebäude baufällig und wurde 1767 abgebrochen. Schon ein Jahr später stand am alten Standort zwischen der Rödelheimer- und Fritzlarer Straße 1768 ein französisch-reformiertes Kirchengebäude in typischer schlichter, ovaler Form.[108] Nach weiteren ca. 20 Jahren gestattete der Magistrat der Stadt Frankfurt 1787 widerstrebend auch wieder Gottesdienste im evangelisch-reformatorischen Ritus in seinen Mauern. 1789 bis 1792 dauerte es dann bis zur Einweihung der französisch-reformierten Kirche am Goetheplatz in Frankfurt, die nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1944 nicht wieder aufgebaut wurde. Durch den Einfluss der französischen Revolution und Napoleon verlor 1806 die Stadt Frankfurt ihre sog. städtische Freiheit. Dies bedeutete auch das Ende der lutherischen Staatskirche in Frankfurt. Für diese französisch-reformierte Kirche im damsls selbständigen Bockenheim hatte dies einen natürlichen Bedeutungsverlust zur Folge. Es folgten zahlreiche Besitzer- und Funktionswechsel dieses Gebäudes. U.a. wurde das Gebäude der lutherischen Gemeinde von Bockenheim verkauft, später erwarb es die Stadt Frankfurt. Sie baute es zum Schulgebäude der Bonifatius-Volksschule um, später ab 1906 zum Volkshaus, bzw. zur Volkslesehalle.[109] Der Zweite Weltkrieg zerstörte auch dieses Gebäude. Seit ihrer Zerstörung steht hier ein ebenerdiges barackenähnliches Versammlungshaus nebst ungepflegtem Spielplatz im sehr bescheidenen Hinterhofsgelände. Sie ist z.Z. der Versammlungsort der Jugendorganisation einer deutschen politischen Partei. An die ereignisreiche Vergangenheit dieses Grundstücks erinnert hier nichts mehr.

Ehemaliges Kaufhaus Wronker, nachmaliges Kaufhaus West[Bearbeiten]

Ehemaliges Kaufhaus Wronker, später Kaufhaus West

Dieses denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus wurde 1913 nach dem Entwurf von Jean Eichberger (1883–1918) mit neuklassizistischer Fassadengliederung und Ornamentik des Jugendstils an der Ecke Leipziger Straße 47–51/Kurfürstenstraße 1–3 für den legendären Hermann Wronker[110] (1867–1942, KZ Auschwitz) als sein zweites Frankfurter Kaufhaus Wronker erbaut.[111] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es unter dem Namen Kaufhaus West betrieben. In den 1970er-Jahren musste das Kaufhaus West durch die Konkurrenz der inzwischen wieder verschwundenen Kaufhäuser Bilka (jetzt Woolworth) und Kaufhof schließen. Danach betrieb die ehemalige, später liquidierte Firma Schade im Erdgeschoss eine Filiale ihres Lebensmitteleinzelhandels, dem die Filiale einer, später ebenfalls liquidierten Drogeriekette folgte. Ein neuer Investor sanierte das Gebäude, restaurierte kostspielig die Fassade und baute besonders das Dachgeschoss umfangreich um. Die Geschäftsräume sind gegenwärtig an ein privates Sprach- und Übersetzungsinstitut verpachtet. Bezüge auf Wirken und Leben des Bauherrn sind vor Ort nicht vorhanden.

Ehemaliges Autohaus Fritz Opel & Co, Leipziger Straße 32[Bearbeiten]

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Frankfurt-Bockenheim, Leipziger Straße 32, eine Filiale eines Autohauses nebst Werkstatt betrieben. Georg von Opel (1912–1971) hatte zusammen mit seinem Onkel Dr. Fritz Opel, nicht mit seinem Vetter, dem Raketen-Rennfahrer Fritz von Opel, 1936 die Opel Automobile Verkaufsgesellschaft, eine Frankfurter Opel-Vertragshändlerin auf der Mainzer Landstraße gegründet, die hier eine Niederlassung erst unter Autohaus Fritz Opel & Co. und später unter Autohaus Georg von Opel betrieben. Diese Unternehmensgruppe war mit Betrieben, die schwerpunktmäßig im Rhein-Main-Gebiet lagen, zeitweise der zweitgrößte Opelhändler Deutschlands. Neben dem später weiß gekachelter Ausstellungsraum führte hier in Bockenheim durch die Einfahrt eine Fahrspur zur im Hinterhaus angebauten Kfz-Werkstatt, die mittels Rampe sogar mit Pkws bis in den ersten Stock befahrbar war. In den 1970 Jahren schloss die Unternehmensgruppe zunächst einige Stadtfilialen, wie die in Bockenheim und Bornheim, später zahlreiche weitere Niederlassungen und musste 2006 sogar Insolvenz anmelden. Auch das als Auffangunternehmen gegründete Autohaus G.V.O. GmbH ist fast vollständig vom Markt verschwunden.[112] Die Hauptverwaltung, Zentralwerkstatt und das Gebrauchtwagenzentrum in der Mainzer Landstraße wurde zwischenzeitig verkauft, niedergelegt und eine Neubebauung[113] projektiert. An der Hauswand der Liegenschaft Leipziger Straße 32 zeugte noch lange ein verblichenes Werbeschild mit den historischen Opel-Farben von hier der vergangenen Geschäftstätigkeit. Ein stadtteilbekannter Investor kaufte die Immobilie und beabsichtigte die ehemalige Opel-Werkstatt zunächst zu einem Stadtteil-Parkhaus umzubauen. Zur Fertigstellung und Inbetriebnahme fehlte aber immer noch die Bauabnahme und Betriebsgenehmigung, die bisher u. a. an den gegensätzlichen Vorstellungen von Zu- und Ausfahrtsbereichen scheiterte. Somit wartet ein weiterer Rohbau auf Verwendung, Fertigstellung oder Abriss. Das mehrstockige Geschäftshaus an der Straßenfront der Leipziger Straße 32 im Stil wilhelminischen Historismus hat wechselnde Mieter. Die Fassade erhält sporadisch neue interessante Farbabstriche.

Ehemalige Bockenheimer Volksbank eGmbH, jetzt Frankfurter Volksbank Filiale[Bearbeiten]

Die damals noch selbständige Stadt Bockenheim im Kurfürstentum Hessen-Kassel gründete drei Jahre vor Okkupation durch das Königreich Preußen 1863[114] eine eigenständige Volksbank. 30 Jahre später wurde 1893 ein eigenes Bankgebäude gegenüber der St. Elisabethkirche am Kurfürstenplatz bezogen. Die sog. Gründerkrise hatte man erfolgreich überlebt. Auch dank des neuen preußischen Genossenschaftsgesetzes von 1868, nach dem alle Mitglieder einer Volksbank nunmehr nur noch mit der sog. Solidarhaft und nicht mehr mit ihrem gesamten Vermögen hafteten. Auch die Wirren der Weltwirtschaftskrise, Inflation, Kriegzeit und Währungsreform wurden gemeistert. 1955 fusionierte man zunächst mit der Volksbank Eschborn und Niederrad und 1970 mit der Frankfurter Volksbank. Seit der Nachkriegszeit betreibt man die Bankgeschäfte im Eckgebäude an der Leipziger Straße / Ecke Weingarten, jetzt als Filiale der Frankfurter Volksbank. Auf dem vormaligen Grundstück des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bankgebäudes der Bockenheimer Volksbank erbaute die St. Elisabeth-Kirchengemeinde ihr Pfarr- und Gemeindehaus.[115]

Ehemalige Bockenheimer Bürgerschule Mühlgasse 31/Schloßstraße[Bearbeiten]

Auf dem Eckgrundstück Mühlgasse 31/Schloßstraße errichtete 1855 die Stadt Bockenheim eine Höhere Bürgerschule,[116] die dann nach Umzug in den Schulneubau in der Falkstraße von 1877 bis 1889 als Höhere Töchterschule fortgeführt wurde. Nach der Eingemeindung von Bockenheim 1895 wurde die Schule dann in den Neubau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Viktoria-Schule,[117] der Städtischen höheren Mädchenschule zu Frankfurt am Main in der heutigen Senkenberg-Anlage verlegt. Ab 1904 befand sich hier dann eine Filiale der AOK Allgemeinen Ortskrankenkasse und eine Rettungswache des Frankfurter Samariter-Vereins.[118] Ab 1927 noch eine Zahlstelle der AOK für die damals üblichen Barein- und Auszahlungen. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, dient das sanierte Gebäude heute Wohnzwecken. Wegen des hohen Bevölkerungswachstums wurden 1906 gegenüber diesem Grundstück zwei benachbarte Schulen erbaut, die Kaufungerschule als Knabenschule und die Kurfürstenschule als Mädchenschule. Auf deren Grundstück befand sich bis 1890 die bekannte Gärtnerei Siesmayer. Zeitgleich entstand parallel zur Mühlgasse liegend die Kaufunger Straße.[119]

Beispielhafte historische Villenbauten in Bockenheim[Bearbeiten]

Villa Weil (ehemalige DFB-Zentrale)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hermann Weil

Diese denkmalgeschützte, großbürgerliche, neoklassizistische Villa mit symmetrischer Fassade von 1912 nach dem Entwurf von A. Engelhardt in der Zeppelinallee 77 ließen der Unternehmer Hermann Weil und seine Frau Rosa erbauen. Weil und sein Sohn Felix waren bekannte Mäzene in Frankfurt am Main. Die Villa überstand unzerstört den Zweiten Weltkrieg. Der Deutsche Fußballbund kaufte und nutzte die Villa als seine Zentrale bis zum Neubau in Frankfurt-Sachsenhausen. Nach erneutem Umbau waren die aufgelösten Werbefirmen Lintas/Unilever, dann DSB+K Hauptmieter dieser Villa. Jetzt Geschäftssitz einer Rechtsanwaltsgemeinschaft und einer Investmentgesellschaft.

Villa Wertheimer[Bearbeiten]

Die Villa Wertheimer liegt in der Zeppelinallee/Ecke Broßstraße und wurde erbaut für einen Bankier Wertheimer. Er stammte aus der einflussreichen, weitverzweigten Großfamilie der Wertheimers, denen unter anderem das Bankhaus E. & L. Wertheimer der Brüder Emanuel und Louis gehörte und zu deren Ahnen Samson Wertheimer zählt.[120] Die Familie Wertheimer war auch Bauherr und Eigentümer des 1944 zerstörten, legendären sog. Schopenhauerhauses am Mainufer (Schöne Aussicht 11).

Villa Herxheimer[Bearbeiten]

Hauptartikel: Karl Herxheimer

Die Villa Herxheimer liegt in der Zeppelinallee 47 und wurde für Karl Herxheimer gebaut. Er war ein führender Dermatologe seiner Zeit und gehört zu den Mitbegründern der Universität in Frankfurt. Er beauftragte 1911 den damaligen Stararchitekten Bruno Paul (1874–1968) mit dem Bau der Villa. Der Mitbegründer des Werkbundes baute ein Gesamtkunstwerk. Der äußere Stil lehnt sich am Klassizismus und am deutschen Biedermeier an. Der zweigeschossige Baukörper ist dreigeteilt, wobei sich zwischen den zwei vorspringenden schmalen Eckbauten ein breiterer eingezogener Mittelbau befindet. Als führender Innenarchitekt plante Paul auch den Innenausbau. 1942 wurde der Hausherr, vielfacher Mäzen Frankfurts, als 80-Jähriger aus Frankfurt nach Theresienstadt deportiert und dort umgebracht. Seine Ehefrau wurde in Auschwitz ermordet. Die Villa wurde nach dem Krieg bis 1968 Sitz des britischen Konsulats, dann für 25 Jahre Sitz einer Werbeagentur. Heute ist die Villa Geschäftssitz von Rechtsanwälten und Stiftungen.

Villa Rohmer[Bearbeiten]

Bauherr Wilhelm Rohmer (* 13. Februar 1859 in Frankfurt; † 28. Februar 1912 in Meran) war seit 23. Juli 1896 verheiratet mit Frau Helena (* 5. Dezember 1877 in Mexiko; † 3. Oktober 1960), geborene de Chapeaurouge. Ihre Familie stammte aus der Schweiz, Familienzweige zählten später zum vermögenden Bürgertum von Hamburg. Wilhelm Rohmer verkaufte großen Liegenschaftsbesitz an die Stadt Frankfurt. Er ist Namenspatron der Rohmerstraße und des Rohmerplatzes.[121] Die Villa ist heute Sitz eines Industrieverbands.

Villa Sonneck[Bearbeiten]

Die Villa Sonneck liegt in der Zeppelinallee 38, im sogenannten Diplomatenviertel. Die Villa wurde erbaut für Heinrich Irenaeus Quincke, ein damals berühmter Internist und Chirurg. Als Architekt beauftragte er den bekannten Hermann Muthesius, der diese zweistöckige Villa von 1907 bis 1910 im englischen Landhausstil errichtete. Bis 1975 war sie in Privatbesitz, dann wurde die Villa von der später berüchtigten IKB Deutsche Industriebank erworben, die das Haus in elf Monaten renovieren und für ihre Interessen umbauen ließ, einschließlich des Einbaus einer großen Tiefgarage. 2004 wurde die Villa an einen privaten Investor verkauft, der die Liegenschaft von 2004 bis 2007 wieder ihrem ursprünglichen Zweck als Wohnhaus zuführen ließ.

Villa Leonhardi[Bearbeiten]

Hauptartikel: Villa Leonhardi

Johann Peter von Leonhardi (1747–1830), Frankfurter Bankier, Kaufmann, Politiker und Freimaurer ließ sich 1806 außerhalb der ehemaligen Frankfurter Landwehr auf dem Gelände der Stadt Bockenheim eine Gartenvilla errichten. Architekt war Nicolas Alexandre Salins de Montfort. Ab 1842 gehörte die Liegenschaft mit Villa dem Bankier Raphael Freiherr von Erlanger (1806–1878), der zahlreiche bauliche Veränderungen vornahm wie unter anderem auch einen großen Orangierieanbau. 1905 wurde das Gebäude abgebrochen, die Front des Mittelpavillons mit der Sandstein-Säulenhalle dem Palmengarten zur Verfügung gestellt. Heute wird dieser Bau als Villa Leonhardi für ein Café-Restaurant und Vortragssaal genutzt.[122]

Villa Merton[Bearbeiten]

Hauptartikel: Richard Merton

Die Villa Merton ist eine neubarocke Villa von 1927 mit symmetrischer Fassade und Mittelresalit mit aufwendigem Eingangsportal. An das Gebäude schließt sich ein Gartensaal an. Bauherr war Richard Merton, unter anderem Eigentümer der Metallgesellschaft. Die Villa wurde gebaut nach Plänen des Holsteinischen Hauses in Basel, der Architekt war der Frankfurter Anton Eyssen. Das Bauvolumen soll damals bei einer Million Reichsmark gelegen haben. Richard Merton wurde von den Nationalsozialisten verfolgt und musste seine Villa 1939 für 135.000 Reichsmark verkaufen. Der Kaufpreis wurde nicht bezahlt. Merton floh nach England, seine Villa wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Nach dem Krieg wurde das Haus zunächst von der US-Militärbehörde beschlagnahmt und danach an den aus dem Exil zurückgekehrten Richard Merton zurückgegeben. Merton verkaufte die Villa an die Stadt Frankfurt, die sie langfristig an den Union International Club e. V. verpachtete. Der Union-Club lässt im Haus Vortragsveranstaltungen abhalten und richtete ein First-Class-Restaurant mit dem Namen Villa Merton ein.

Villa Hauck[Bearbeiten]

Villa der Familie Hauck, Inhaber des traditionsreichen Bankhauses Georg Hauck & Sohn. Seniorchef Otto Hauck (1863–1934) wurde 1933 als langjähriger Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer mitsamt dem kompletten Präsidium aus dem Amt gedrängt und Sohn Alexander Hauck (1893–1946) standen bei den Nationalsozialisten wegen ihrer liberalen Einstellung und anti-nationalsozialistische Haltung unter argwöhnischer Beobachtung. So standen Beide beispielsweise im engen Kontakt zu ihrem Villennachbarn Richard Merton. Die repräsentative, durch Anbauten erweiterte ehemalige Villa Hauck entstand 1923 nach einem Entwurf von Hermann Muthesius. Sie ist ein Beispiel einer landhausähnlichen Baukunst mit Reminiszenzen des ausklingenden Historismus. Auch diese Villa wurde nach dem Krieg zunächst von den Amerikanern beschlagnahmt, stark sanierungsbedürftig dem Land Hessen zurückgegeben und dann nach umfangreicher Sanierung[123] und teilweisem Wiederaufbau der Universität als Gästehaus[124] langfristig verpachtet.

Plätze und Parks[Bearbeiten]

Hessenplatz[Bearbeiten]

Im westlichen Teil der ehemals selbstständigen Stadt Bockenheim wurde, teilweise schon in der Römerzeit, Basalt aus 10 bis 14 Meter dicken Schichten abgebaut. Ausläufer dieses Basaltgesteins aus dem vulkanischen Vogelsberg finden sich bis zur heutigen „Nauheimer Straße“ Nähe Westbahnhof. Neben dem mainischen Rotsandstein war der Basalt ein begehrtes Baumaterial zum Beispiel für Straßenpflasterungen und Fundamente auch im benachbarten Frankfurt am Main. Die zahlreichen Steinbrüche und Steinkauten liefen meist durch Grundwasser voll. So auch auf dem späteren Kurfürsten- und Hessenplatz. Die „Große Steinkaute“ am damaligen Steinweg, der heutigen Basaltstraße wurde mit Gestein verfüllt als sog. Hessenplatz zur Grünanlage gestaltet. 1855 wurde als Randbebauung ein Schlachthof, bestehend aus fünf Gebäuden, und eine Gaststätte mit Tanzsaal, dem späteren Titania-Saal gebaut. In jüngster Zeit wurde auf dem Hessenplatz von der Stadt ein Kinderspielplatz errichtet.

Theodor-W.-Adorno-Platz[Bearbeiten]

Zu Ehren von Theodor W. Adorno wurde für ihn dieser Platz umgewidmet und das Adorno-Denkmal aufgestellt, bestehend aus einem Glaskubus, der einen Schreibtisch und einen Bürostuhl beinhaltet. Nachts brennt eine Schreibtischlampe (das Originalarbeitszimmer befindet sich im Archiv). Der Glaskubus wurde bereits mehrmals durch Vandalismus beschädigt. Die älteren Bockenheimer nannten diesen Ort Königsplätzchen. Auf ihm befand sich das Husaren-Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen 13er (Bockenheimer) Husaren. Dies Denkmal wurde in die Senckenberg-Anlage verlegt.[125]

Carlo-Schmid-Platz[Bearbeiten]

Gelegen zwischen Bockenheimer Warte und Bockenheimer Depot. Benannt zu Ehren von Professor Carlo Schmid (1896–1979), deutscher Politiker (SPD) der Nachkriegszeit, einer der Väter des Grundgesetzes, von 1966 bis 1969 Bundesminister unter Kurt Georg Kiesinger in der damaligen großen Koalition, seit 1953 bis 1968 Lehrstuhlinhaber für Politische Wissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt. Zog sich resignierte von seinem Frankfurter Lehrstuhl während der sogenannten 68er Studentenrevolte zurück.

Hülya-Platz[Bearbeiten]

Der neue Hammering Man von 2013

Dieser Platz ist benannt nach Hülya Genç, die am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag von Solingen getötet wurde. Sie wurde nur neun Jahre alt. Hülya ist ein arabisch-türkischer weiblicher Vorname und bedeutet Glück, Traum, Fröhlichkeit. Dem Gedenken an Hülya Genç und den vier weiteren Getöteten des Brandanschlag von Solingen wurde der kleine Platz in Frankfurt-Bockenheim zwischen Friesengasse und Kleiner Seestraße unmittelbar vor einem Alten- und Pflegeheim zum Hülya-Platz ernannt. Von einer Bürgerinitiative wurde auf diesem Platz eine ca. 2 m hohe Nachbildung der Skulptur Hammering Man aufgestellt, die wie er mit einem Hammer hier aber auf ein Hakenkreuz einschlägt. Mittels einer Kurbel konnte man zeitweise diese schlagende Bewegung selbst ausführen. Vandalismus zerstörte bald zunächst diese Mechanik, dann Teile der Skulptur. Auch der erneuerten Ersatzskulptur wurde Anfang 2010 bereits wieder das Hakenkreuz gestohlen sowie die angebrachte erklärende Mahntafel teilweise zerstört. Zum 20. Jahrestag des Brandanschlags auf die Familie Genç erhielt der Hülya-Platz – wiederum von einer Bürgerinitiative gestellt – den neuen Hammering Man.

Rohmerplatz[Bearbeiten]

Zur Erinnerung an die vermögende Familie Rohmer benannter Platz zwischen Sozialrathaus und Postfiliale. Spärlicher Rest eines ehemals 2,2 Hektar großen Parks, in dem früher die 1818 von Johann Conrad Rohmer Villa (abgebrochen 1905) gekaufte Villa und die 1835 von Carl Rohmer gebaute Villa (abgebrochen ca. 1921) standen. Das große Gelände wurde parzelliert wurde fast vollständig bebaut. Die restliche Grünfläche später nochmals für den Bau des sog. Sozialrathauses verkleinert. Heute steht inmitten des spärlichen Baumbestandes des Rohmerplatzes ein verschmiertes und vermoostes Denkmal für die im Ersten Weltkrieg (1914–1918) gefallenen 1200 Bockenheimer Soldaten des Bildhauers Oscar Ufert (1876–1952). Eine ältere Grabstätte der Familie Rohmer befindet sich auf dem aufgelassenen alten Bockenheimer Friedhof in der Solmsstraße. Drei verbliebene Grabdenkmäler der Familie Rohmer und die Restfläche des ehemaligen Friedhofs wurden 2012 vom Grünflächenamt saniert. Weitere Familienmitglieder wurden später in der Gruftenhalle 46 des Frankfurter Hauptfriedhofes bestattet.[126]

Kurfürstenplatz, ehemaliger Marktplatz[Bearbeiten]

Der Kurfürstenbrunnen liegt im Mittelpunkt des gleichnamigen Platzes.

Der Kurfürstenplatz liegt zwischen Schloßstraße und Großer Seestraße. Sein Name soll an den zeitweise durch Napoleon vertriebenen Kurfürst Wilhelm I. (Hessen-Kassel) erinnern, der 1819 Bockenheim die Stadtrechte verlieh. Der im Zentrum des Platzes liegende Monumental-Brunnen wurde 1913 aus rotem Mainsandstein errichtet und am 23. Mai 1914 eingeweiht. Er ist eine Stiftung von Bockenheimer Bürgern. Sein Architekt war Prof. Caspar Lennartz (1879–1949) und der Frankfurter Bildhauer Emil Hub (1876–1954), von dem auch die 3,35 Meter hohe Bronzefigur Adam Opel in Rüsselsheim stammt. Die Figurengruppe des Brunnens hat allegorische Bedeutung. Der Zentaur, ein Fabelwesen, hat einen menschlichen Oberkörper und den Unterkörper eines Pferdes. Dies soll Klugheit und Stärke bedeuten. Er zeigt einem Knaben eine Flamme, was an die bedeutende Bockenheimer Industrie im 19. Jahrhundert erinnern soll. Der Widder und die beiden Knaben, wobei einer der Knabe einen Hirtenstab, der andere eine Sichel mit Ähren trägt, verkörpern die über 1000-jährige Landwirtschaft Bockenheims. Der zehn Meter hohe Obelisk steht für den aufstrebenden Stadtteil. Im aktuellen Frankfurter Brunnenverzeichnis wird er Bockenheimer Obeliskbrunnen (auch Kurfürstenbrunnen) genannt und seine jährlichen Kosten für Wartung und Unterhalt mit 4.500 Euro veranschlagt.

Der Kurfürstenplatz selbst war zuvor ein Sumpfgebiet, das von den bekannten Garten- und Landschaftsgärtnern „Gebrüder Siesmayer“ 1868 für Bockenheim unentgeltlich trockengelegt und gärtnerisch gestaltet wurde. Dadurch sollte ein neuer Marktplatz entstehen. Eine Blickachse ging von der katholischen Elisabethen-Kirche über die Brunnenanlage bis zum damaligen neuen Rathaus (im Krieg zerstört; heute Bürgerhaus der Saalbau GmbH und Bereichswache 20 der Feuerwehr). Die andere Blickachse ging von der evangelischen Markuskirche bis zum heutigen Westbahnhof.

Ende August/Anfang September 2013 wurde an Stelle eines Viertels der Grünflächen des Kurfürstenplatzes ein Betonfundament gesetzt und mit einer Containeranlage überbaut, die provisorisch eine Kinderkrippe beherbergen soll.

Elisabethen-Platz[Bearbeiten]

Der Platz wurde benannt nach der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207–1231). Im Mittelpunkt steht die katholische Kirche St. Elisabeth (Bockenheim), die sich an der südlichen Seite des Kurfürstenplatzes befindet. Wegen ihres sumpfigen Untergrundes soll ihr Ursprungsfundament mit Eichenstämmen gesichert worden sein. Der Kirchenbau wurde 1944 zerstört. Am 30. April 1950 war ihr Wiederaufbau bereits beendet.[127]

Kirchplatz, historischer Mittelpunkt[Bearbeiten]

Der Kirchplatz gilt als historischer Mittelpunkt des ehemals selbstständigen Dorfes Bockenheim, nahe der Jakobskirche der Evangelischen Gemeinde Bockenheim. Er wird heute von Bushaltestellen und zwei U-Bahn-Ein- und Ausgängen der unterirdischen U6/U7-Station Kirchplatz sowie deren Lüftungsschächten dominiert. An seiner Westseite standen ursprünglich u. a. das alte Rat- und Gerichtshaus, das 1754 durch ein Doppelhaus für ein Rathaus und eine Schule ersetzt wurde. Nachdem die Stadt Bockenheim 1869–1871 am Kurfürstenplatz ein neues Rathaus errichtet hatte (im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört), diente dieses Doppelhaus als Wohnhaus. 1906 wurde dieses Gebäude abgebrochen und 1910 durch den noch heute bestehenden Straßenbahner-Wohnblock zwischen Rödelheimer und Fritzlarer Straße ersetzt.[128]

Ehemaliger Werderplatz, jetzt Konrad-Broßwitz-Straße[Bearbeiten]

Von einem ehemaligen Basalt-Steinbruch, der früher Werderplatz[129] genannten kleinen Grünanlage in der heutigen Konrad-Broßwitz-Straße, wurde nicht nur von der Frankfurter Rundschau einst geschwärmt: „… in der Konrad-Broswitz-Straße … wo einst Steine geklopft wurden … erstreckte sich heute das wohl im schönsten Gebäudeensembel gesäumte Halbrund Bockenheims …“[130] Namenspatron der Werderstraße war August von Werder (1808–1887), ein preußischer General. Historisch soll hier in dieser Halbrunde bis 1900 Nikolas Eichmann, Eigentümer und Wirt des bekannten Gasthauses ZUM STORCHEN vom Kirchplatz, einen der letzten Basalt-Steinbrüche Bockenheims betrieben haben. Nach der Schließung dieses Steinbruchs sollen die restlichen Basaltsteine zur Auffüllung des Geländes verwendet worden sein. Dadurch sei die Tragfähigkeit des Bodens beeinträchtigt worden und deshalb sei in diesem Bereich keine Wohnbebauung erfolgt. Der sonst geradlinige Straßenverlauf wurde hier unterbrochen und die halbrunde Grünfläche sei entstanden, die auch heute noch ein markantes, fast südländisches Flair verbreitet.

Von-Bernus-Park[Bearbeiten]

Hauptartikel: Von-Bernus-Park

Eingerahmt zwischen Schloßstraße und S-Bahn-Linie liegt der Von-Bernus-Park. Von dem ehemaligen Barockschlösschen, dessen Bau von Prinzessin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau, der jüngsten Tochter des Alten Dessauer (jenes berühmten Generals Friedrich des Großen) im Jahre 1771 veranlasst wurde und das später, nach ihrem Tode 1793, letztlich in den Besitz der Familie von Bernus überging, ist allerdings nichts mehr vorhanden. Es wurde am 12. September 1944 bei einem Bombenangriff völlig zerstört. Übrig blieb der 1954 von der Stadt erworbene Park mit kleinem Teich und zwei Kinderspielplätzen. Bekannt wurde die Familie Bernus durch die Friedrich-Alexander-Bernus-Stiftung und durch Emil Moritz von Bernus, der 1883 die Christuskirche im Westend und 1903 die Immanuelkirche im Nordend stiftete.

Celsiusplatz[Bearbeiten]

Der Celsiusplatz ist ein sogenannter Pocket-Park („neudeutsch“ für Westentaschen-Park) im ehemaligen Industriegebiet von Bockenheim, der jetzigen City-West. Er erhielt seinen Namen in Anlehnung an die Namen der benachbarten Straßen wie Ohm- oder Voltastraße vom schwedischen Astronom, Mathematiker und Physiker Anders Celsius. Zur Belebung dieses an der Voltastraße gelegenen Platzes wird seit September 2005 an jedem Mittwoch ein Wochenmarkt abgehalten. Auch die von der benachbarten Athlon Place Stiftung (APS) veranstalteten kulturellen Veranstaltungen sollen zu einer Belebung beitragen.

Biegwald[Bearbeiten]

Hauptartikel: Biegwald

Der Biegwald ist ein 18,4 Hektar großer unbewirtschafteter Waldpark in der Stadt Frankfurt am Main. Er liegt in den westlich der Innenstadt gelegenen Stadtteilen Bockenheim und Rödelheim. Das Waldstück ist als Teil des Frankfurter Grüngürtels ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet.[131]

Rebstockpark[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frankfurt-Rebstock

Im Südwesten des Stadtteils liegt das Rebstockgelände, das durch den Rebstockpark und das dort errichtete Erlebnisbad Rebstockbad geprägt wird. Der Rebstock wird von vielen als eigener Stadtteil angesehen, gehört aber zu Bockenheim. Historisch stammt das Gelände des jetzigen Rebstockparks von der Patrizierfamilie Rebstock, die dort ein Hofgut bewirtschaftete. 2005 wurde der Rebstockpark eröffnet.

Zeppelinpark[Bearbeiten]

Der neue 10.000 qm große Park stellt zusammen mit dem gleich großen Taschenpark Nord[132] die Anbindung an den 60.000 Quadratmeter großen Europagarten dar. Der Zeppelinpark[133] ist ein Landschaftspark mit unterschiedlichen Zonen, die sich durch Bäume und Sträucher sowie Stauden und Gräser unterscheiden. An seinem Rand soll ebenfalls eine Kita entstehen. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass dieser Park sowohl zum Verweilen als auch zum Passieren einladen und mit Angeboten für Spiel, Sport und Freizeit alle Altersklassen ansprechen soll.

Taschenpark Nord[Bearbeiten]

Der neue 10.000 Quadratmeter große Park stellt zusammen mit dem gleich großen Zeppelinpark die Anbindung an den 60.000 Quadratmeter großen Europagarten dar. Der nördliche Taschenpark verfügt über Spielzonen und eine Spiel- und Liegewiese, die nicht nur der angrenzenden Kita, der Schule und den Bewohnern zur Verfügung stehen.

Volkspark Niddatal[Bearbeiten]

Teilansicht des Volksparks Niddatal
Hauptartikel: Niddapark

Der Volkspark Niddatal ist der größte Park in Frankfurt am Main (insgesamt 168 Hektar; zum Vergleich Vatikanstadt: 44 ha, Fürstentum Monaco: 202 ha) und grenzt an mehrere Stadtteile Frankfurts, unter anderem an Praunheim, Ginnheim, Hausen, an die Nordweststadt und auch an Bockenheim. Der Niddapark wurde zur Bundesgartenschau 1989 auf dem Gebiet der Niddaauen angelegt und nach Ende der Veranstaltung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Viele Frankfurter nennen den Volkspark Niddatal heute noch Bugagelände.

Der Park verfügt über weitläufige, weitgehend naturnah angelegte Wiesenflächen und Wälder und ist als Naherholungsgebiet speziell für Jogger und Hundebesitzer in Frankfurt sehr beliebt. Im Hausener Teil des Parks befindet sich das Wasserspielbecken Hausener Terrasse. Es bestand zur Bugazeit aus einem großen Becken, das von vielen Wassersprengern beregnet wurde. Im Jahr 2011 wurde an gleicher Stelle ein Wasserspielplatz errichtet.

Weiher und Teiche[Bearbeiten]

Historische Schlossparkbrücke im sogenannten Bernus-Park

Teich im Von-Bernus-Park[Bearbeiten]

Hauptartikel: Von-Bernus-Park

Der Park und der Teich wurden bereits mit dem Bau des Schlosses künstlich angelegt. Über eine schmale Stelle führt die historische Brücke. Der Teich verfügt über keinen natürlichen Zufluss, weshalb er mit dort gefördertem Grundwasser gespeist wird.

Weiher im Rebstockpark[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rebstockpark
Rebstockweiher mit -bad im -park

Der Rebstock und auch der Rebstockweiher gehören zu Bockenheim. Sie liegen vor den Toren der Messe, am westlichen Entrée zur Innenstadt und sollen das Bindeglied zwischen der City West und dem Europaviertel werden. Der Rebstockweiher ist der Mittelpunkt des Rebstockparks und ist ein künstlich angelegtes, ruhendes Gewässer ohne Oberflächenzustrom. Er wird ausschließlich aus Grundwasser gespeist. Seine Wasserfläche beträgt 3,1 Hektar.

Der Teich in der Miquelanlage[Bearbeiten]

Miquelanlage mit Bundesbank-Gebäude und Europaturm im Hintergrund

Er wurde Anfang der 1970er-Jahre quasi als Vorgarten des Neubaus der Deutschen Bundesbank angelegt. Der Park wurde nach dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main von 1880 bis 1890 und späteren preußischen Finanzminister Franz von Miquel benannt. Die „Miquel-Anlage“ der Deutschen Bundesbank wird 1978 mit dem Prädikat „Vorbildliches Bauen in Hessen“ ausgezeichnet.[134] Nach einer grundlegenden Sanierung im Jahre 2002 weist der etwa 5000 Quadratmeter große Teich eine Wasserfontäne und eine kleine Brücke auf. Die angrenzenden Schnellstraßen und der Sicherheitszaun der Deutschen Bundesbank verleihen diesem Gelände einen eigenen Reiz.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Historischer Kirchhof Bockenheim (Kirchplatz)[Bearbeiten]

Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den einge„fried“eten Bereich um eine Kirche. Auch im historischen Bockenheim war die Bestattung in der Kirche, bzw. im unmittelbaren Umfeld des Kirchgebäudes üblich. Der Kirchenraum war begrenzt und eine Beisetzung nur wenigen, auserwählten Personen möglich. Somit fanden meist in einem abgegrenzten, umfriedeten Bereich um das Kirchgebäude Bestattungen mit religiösen Ritus statt. Durch die Bevölkerungsentwicklung von Bockenheim erreichte die Kapazität des historischen Kirchhofs um die St. Jakobskirche um 1820 ihre Aufnahmegrenze und es musste ein neues Friedhofsgelände gesucht und in der weit vor dem damaligen Dorfzentrum in der Solmsstraße gefunden werden. Spuren des einstigen Kirchhofs von Bockenheim finden sich heute noch hinter der durch Krieg zerstörten aber wieder aufgebauten St. Jakobskirche. Sichtbar heute ist ein kleiner Rest der historischen Fläche, da er mehrfach verkleinert und auch überbaut wurde. Einige wenige, verwitterte Grabmäler und eine vorhandene umfassende Mauer erinnern aber heute noch an den einzigen und einstigsten historischen umfriedeten Kirchhof von Bockenheim.

Grabstein auf dem Alten Friedhof Bockenheim

Alter Friedhof Bockenheim (Solmsstraße)[Bearbeiten]

Dieser Friedhof zwischen Solms- und Ohmstraße wurde 1825 angelegt. Er wurde 1871 erweitert und bis 1898 benutzt. Zuletzt wieder zugunsten des Neubaues der Solmsstraße verkleinert und später dann nochmals zugunsten des Kirchenbaues der griechisch orthodoxen Gemeinde in der Solmsstraße verkürzt. 1825 war er ursprünglich der Ersatzort für den 1825 geschlossenen Friedhof unmittelbar an der St.Jakobskirche am Kirchplatz. Über den neuen Standort gab es lange Streitgespräche, da dieser neben dem Schindanger (dort wurden tote Tiere begraben) und im neu entstandenen Industriegebiet von Bockenheim angelegt wurde. Erst als Familienmitglieder der reichen Familie Rohmer dort beerdigt wurden, nahm auch die Bevölkerung den Friedhof an. Ein verwittertes Kriegerdenkmal erinnert an drei im Krieg 1870/71 gefallene Bockenheimer Soldaten. Einige Grabsteine sind noch erhalten. Eine Gedenktafel in der Friedhofsmauer erinnerte hier noch an die hier bestatteten Friedrich Wilhelm Delkeskamp, Kupferstecher, 1794–1872; an Carl Wilhelm Ferdinand Guhr, Kapellmeister am Frankfurter Stadttheater, 1787–1848, sowie an Anton Schindler, erster Biograph Beethovens, 1795–1864.[135] 1878 wurde der Bockenheimer Friedhof Solmsstraße durch den sog. neuen Friedhof in der Ginnheimer Landstraße ersetzt. 1895, nach der Eingemeindung Bockenheims, wurden begüterte Bürger auch auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bestattet. Im Frühjahr 2012 wurde eine umfassende Umgestaltung der als Park genutzten Anlage abgeschlossen, bei der unter anderem zahlreiche erhaltene Steine ausgegraben und zu einem Gräberfeld zusammengefügt worden sind.

Neuer Friedhof Bockenheim (Ginnheimer Landstraße)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Neuer Friedhof Bockenheim

Der neue Bockenheimer Friedhof liegt an der Ginnheimer Landstraße 97 an der Grenze zum Stadtteil Ginnheim. Er wurde 1878 seiner Bestimmung übergeben und entstand auf dem Gelände einer Brauerei, wobei das Sudhaus vorerst zur Trauerhalle umgebaut wurde. 2005 wurde die jetzige Trauerhalle letztmals von der Stadt umfassend saniert.

Jüdischer Friedhof (Sophienstraße)[Bearbeiten]

Der alte jüdische Friedhof von Bockenheim befindet sich an der Sophienstraße. Der Zeitpunkt seiner Entstehung ist unbekannt, belegt wurde er bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Von einer hohen Mauer umgeben, ist das 1641 Quadratmeter umfassende Areal von der Straße nicht einsehbar. Es sind etwa 300 Steine erhalten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Henriette Amalie von Anhalt-Dessau, lebte etwa 40 Jahre lang in Bockenheim und war die Erbauerin des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bockenheimer Schlößchens und damals größte Grundbesitzerin.
  • Max Braun (Ingenieur), (1890–1951), gründete 1921 in Frankfurt-Bockenheim in der Jordanstraße die Keimzelle des späteren Elektrogeräteherstellers Braun.
  • Wunibald Braun, (1839–1912), Mitgründer der Hartmann & Braun AG, Frankfurt-Bockenheim
  • Waldemar Braun, (1877–1954), Bockenheimer Industrieller
  • Konsul Wilfried Braun, (1917–1999), Bockenheimer Industrieller, letzter Vorstand der Hartmann & Braun AG
  • Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794–1872), Landschaftmaler, Radierer, Kupferstecher und Verleger
  • Robert Forell, (1858 in Bockenheim bis 1927 ebenda), Bockenheimer Kunstmaler
  • Carl Wilhelm Ferdinand Guhr, (1787–1848 in Bockenheim), Musiker, Komponist, Dirigent, langjähriger Frankfurter Theaterdirektor
  • Johann Christian Heerdt (1812–1878) Bockenheimer Landschaftsmaler, Schwager von Friedrich Wilhelm Delkeskamp
  • August Jaspert (1871–1941). Er war Stadtrat, Rektor der Kaufungerschule und Gründer des Kinderdorfes Wegscheide und fand seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Bockenheim.
  • Georg Knodt (1804–1908), Unternehmer und Stifter eines Kinderheims
  • Rudolf Krügener (1847–1913), Gründer des Photochemisches Laboratorium und Fabrik photographischer Apparate Frankfurt-Bockenheim
  • Heinrich Ludwig (1865 in Bockenheim bis 1951 ebenda), der Bockenheimer Heimatforscher
  • Georg Hartmann (1870–1954) Unternehmer, Seniorchef der Bauersche Gießerei; 1950 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt
  • Walter Hesselbach (1915–1993) in Bockenheim, Falkstraße, geborener und aufgewachsener deutscher Bankmanager der ehemaligen Bank für Gemeinwirtschaft
  • Richard Hildmann (* 6. Februar 1882 in Bockenheim; † 4. Oktober 1952 in Salzburg), Politiker der Christlich-Sozialen Partei in Österreich und Bürgermeister der Stadt Salzburg
  • Jacob Leisler, 1640 in Bockenheim geboren, am 19. Mai 1691 als Gouverneur von New York hingerichtet
  • Otto Loewe, am 31. Oktober 1878, bis 1933 Chefarzt des Markuskrankenhauses, umgebracht von SA-Schergen, Bockenheimer Straßennamenspatron
  • Gabriel Riesser, Vize-Präsident der Nationalversammlung von 1848
  • Adalbert Hengsberger, letzter Bockenheimer Bürgermeister bis zur Eingemeindung 1895, danach erster Stadtrat, Namenspatron der Adalbertstraße; vorher Schöne Aussicht, bzw. Nassauer Straße ab Schloßstraße bis Bockenheimer Warte.
  • Heinz Ulzheimer, am 27. Dezember 1925, erfolgreichster Leichtathlet Frankfurts und zweifacher Bronzemedaillengewinner in Helsinki 1952; betrieb lange auf der Schloßstraße als gelernter Kfz-Meister eine Aral-Tankstelle und Kfz-Werkstatt.
  • Johann Konrad Reifert (1781–1856), Wagnermeister aus Niederseelbach, 1820 Mitgründer der Reifert’schen Chaisenfabrik in Bockenheim, Pionier der Industralisierung Bockenheims
  • Klemens Reifert (1807–1878), Großindustrieller und langjähriger Bürgerausschuss-Vorsteher im damals noch selbständigen Bockenheim, Sohn des Johann Konrad Reifert
  • Matthias Röhr, am 16. April 1962 in Bockenheim geboren, Gitarrist der Rockband Böhse Onkelz
  • Franz Rücker (1843–1908), zeitweise Direktor der Bockenheimer Perlenfabrik, Stifter einer Armenkasse, Bockenheimer Straßennamenspatron
  • Anton Felix Schindler, (1795–1864 in Bockenheim), Musiker, Musikschriftsteller, erster Biograph Beethovens
  • Adolf Schindling (1887–1963) Unternehmer, VDO-Werke, zeitweise größter Arbeitgeber Bockenheims
  • Goetz Schrader (1908–1997), Pionier der Fotokameratechnik; Unternehmer, Plaubel Kamera
  • Alexander Schur am 23. Juli 1971 in Bockenheim geboren, Fußballspieler von Eintracht Frankfurt
  • Heinrich Siesmayer (1817–1900). Er war Gartenarchitekt, Schöpfer des Palmengartens und der Parkanlagen in Bad Nauheim, Bad Homburg vor der Höhe und Wiesbaden. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Bockenheim.
  • Philipp Siesmayer (1862–1935), in Bockenheim geboren, Gartenarchitekt und Chef der Firma Gebr. Siesmayer in Ffm-Bockenheim, Schloßstraße
  • Emil Sulzbach, (1855–1932) Bankier, Komponist, Mäzen, Straßennamenspatron
  • Heinrich Voigt (1857–1937), Unternehmer u. a. der Firma Voigt & Haeffner
  • Julius Wurmbach (1831–1901), seit 1872 Fabrikant der Eisengießerei Josef Wurmbach in Bockenheim, Namensgeber zweier Bockenheimer Straßen
  • Julius Heinrich Friedrich Wurmbach jr. (1860–1926), Sohn und Erbe von Julius Wurmbach, Erbauer der Villa Wurmbach in Berlin-Dahlem, Wohnsitz des deutschen Bundespräsidenten
  • Lothar Zenetti, am 6. Februar 1926 in Bockenheim geboren, katholischer Priester und Buchautor (so verfasste er unter anderem die Weihnachtsgeschichte auf frankfurterisch)
  • Joseph Zocchi von Morecci (1787–1880), österreichischer Generalmajor, lebte lange in Bockenheim und starb dort. Er gilt als leiblicher Vater des Seligen Paul Josef Nardini (1821–1862)

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Becker: Das Gericht Bornheimer Berg. In: Überlieferung, Bewahrung und Gestaltung in der rechtsgeschichtlichen Forschung. 1993, S. 1–21.
  • H. O. Keunecke: Die Münzenberger. (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 35). 1978, S. 274.
  • Gerhard Kleinfeldt, Hans Weirich: Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum. 1937, S. 94. (Nachdruck: 1984, S. 67) (= Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16).
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 397.
  • Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus): Studien zur Territorial- und Besitzgeschichte, zur reichspolitischen Stellung und zur Genealogie eines führenden Ministerialengeschlechts; 1255–1418. Bd. 1. Darmstadt 1994, ISBN 3-88443-188-9, S. 234–236. (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 99).
  • Materialien zum Denkmalschutz in Frankfurt am Main. Bd. 1: Baudenkmäler. Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7973-0576-1.
  • Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2002, ISBN 3-8313-1279-6.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg 1926, S. 53 f.
  • Heinz Schomann u. a.: Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main. Vieweg, Braunschweig 1986, S. 420–445.
  • Fred Schwind: Die „Grafschaft“ Bornheimer Berg und die Königsleute des Fiskus Frankfurt. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 14 (1964), S. 1–21.
  • Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Zwischen gestern und morgen – Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim. Frankfurt am Main 1980, DNB 94435842X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankfurt-Bockenheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zu Bockenheim. auf: bockenheim-aktiv.de
  2. Codex Laureshamensis Bd. 3 Nr. 3391 = Heinrich Reimer: Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2, Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Bd. 1. 767-1300. Publikationen aus den königlich-preußischen Staatsarchiven, Hirzel, Leipzig 1891 Nr. 1.
  3. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 56
  4. Siehe erstes Bild: Aufbau Frankfurt – Bienenkorbhaus
  5. Frankfurt am Main: Wahlanalysen
  6. Aktionen des Vereins. auf: bockenheim-aktiv.de
  7. Webseite des Architekturbüros zum Projekt Fatima Zehra Moschee
  8. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, mit Bildaufnahme S. 37.
  9. Vgl.: Petra Meyer: Das Westendheim (Perlenfabrik), Ginnheimer Landstr. 40-42 (vor und nach der Übernahme durch die Nationalsozialisten). Dokumentation i. A. des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main. Bestandskürzel: S6a, Signatur 304.
  10. Zum Passivhaus-Komplex Sophienhaus (PDF; 118 kB).
  11. Bockenheim: Passiv-Mehrfamilienhaus. auf: frankfurt.de
  12. Umbau Immobilie Adalbertstraße 44
  13. Frankfurter Strohhutfabrik AG und Schicksal ihres Geschäftsführers und Aktionärs Paul Gross und seiner Familie
  14. Chronik der Firma Kolben-Seeger, ehemals Frankfurt, Adalbertstraße 44–48
  15. Bockenheim zwischen gestern und morgen. VHS Ffm 1979/80, S. 104.
  16. Hermann Ludwig, S. 202, Adalbertstraße 9, Häuserchronik (PDF; 50,6 MB)
  17. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg, 2002, ISBN 3-8313-1279-6, S. 53, Adalbertstraße 9
  18. neue Apartmenthäuser am Westbahnhof mit Gleisanschluss (FAZ)
  19. Taubenhaus am Westbahnhof-Stadttaubenprojekt Frankfurt e. V.
  20. Gebäude mit Bossenwerk, Frankfurt-Bockenheim, Rohmerstraße 8
  21. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 44.
  22. BWV Beamten-Wohnsverein Frankfurt
  23. [www.hermann-ludwig.de/genealog/bockenheim/haeuserchronik.pdf Stadtrat Philipp Greif + 1884]
  24. BWV Beamten-Wohnungs-Verein Bockenheim
  25. Blockrandbebauung-Die Rückkehr der Mietskaserne
  26. Der Ochsengraben in Bockenheim
  27. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg, 2002, ISBN 3-8313-1279-6, die Häusergasse.
  28. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1279-6.
  29. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1279-6.
  30. Geschichte der „Bock Apotheke“
  31. Siehe auch: Unvollständige Liste öffentlicher Bücherschränke in Deutschland.
  32. Offene Bücherschränke für Alle in Frankfurt
  33. Nächtliche Attacke auf unbewachten öffentlichen Bücherschrank
  34. Hermann Ludwigs Bockenheimer Häuserchronik (PDF; 50,6 MB)
  35. „Montanus aktuell“, Leipziger Straße, eine Filiale der ersten überregionalen Buchhandelskette in Deutschland. Gegründet 1969.
  36. Thomas Michael Stein: Gesagt, getan. Autobiografie. Luebbe Verlag, 2009, ISBN 978-3-431-03804-0. (vormaliger Manager der Buchhandelskette „Montanus aktuell“)
  37. Hellmuth Karasek: Auf der Flucht: Erinnerungen. Ullstein Taschenbuch, 2006, ISBN 3-548-36817-4.
  38. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg, 2002, ISBN 3-8313-1279-6, zur Leipziger Straße 12.
  39. Die Frankfurter Polytechnischen Gesellschaft von 1822
  40. Die Geschichte der Flak-Kaserne im späteren Industriehof
  41. Frankfurt-Bockenheim, ab 1920, Postamt 13
  42. Weiterverkauf des Gebäudeensembles Rohmerplatz 33
  43. Frankfurter Maschinenbau AG (FMA) vormals Pokorny & Wittekind, spätere DEMAG AG
  44. Kompressor der Mannesmann- DEMAG-Pokorny
  45. G. Schiele & Co. GmbH, Frankfurt a.M.-Bockenheim. In: Historisch-biographische Blätter. Industrie, Handels und Gewerbe, Der Regierungsbezirk Wiesbaden. VII. Lieferung, Berlin, o.J. (um 1914), ohne Seitenzählung. G. Schiele & Co. GmbH, Frankfurt-Bockenheim 1875–1908/25.
  46. Gerhard Raiss: Die Demontage der Eschborner Firma Schiele & Co. nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Zwischen Main und Taunus. Jahrbuch des Main-Taunus-Kreises. 6 (1998), S. 52–57. Firma Schiele & Co. nach dem Zweiten Weltkrieg
  47. Verkauf der Firma Schiele an KK&K Frankenthal
  48. Schiele, KK&K, TLT-Turbo, Siemens AG
  49. Helmut Mielert: Lahmeyer, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 13, Duncker & Humblot, Berlin 1982, ISBN 3-428-00194-X.
  50. Lahmeyer Generator Frankfurt-Bockenheim
  51. baunetz.de vom 3. September 2003: Rücke vor bis zum E-Werk. Areal in Frankfurt/Main wird neu bebaut.
  52. Arthur von Weinberg
  53. ein weltweites Industrieimperium Böhlerstahl und die Gebrüder Böhler aus Frankfurt am Main
  54. Geschichte der Firma Böhlerstahl
  55. Senckenberg Zum Forschungsinstitut Senckenberg in der Kuhwaldstraße
  56. Anzag heißt jetzt Alliance-Healthcare
  57. Alliance Boots übernimmt alle ANZAG-Aktien
  58. Gewinn im Geschäftsjahr 2012/13 (nach Steuern): 805 Mio. GBP.
  59. 1975- Übergabe des Hauses Varrentrappstraße 38 als Jugendzentrum für die Bockenheimer
  60. Schullaufbahnen an der Gutenbergschule Frankfurt am Main
  61. Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode Frankfurt am Main
  62. Foto des noch besetzten JUZ Bockenheim, Varrentrappstraße
  63. 2008 Besetzung des JUZ Bockenheim durch Gruppe faites votre jeu
  64. Vermittler redet mit JUZ-Besetzern faites votre jeu
  65. Zukunft des JUZ Bockenheim (2009)
  66. Gedenktafel für Friedrich Wilhelm Delkeskamp auf dem Bockenheimer Friedhof Solmsstraße
  67. Foto der Bockenheimer Niederlassung des Pintsch Werkes
  68. Dokumente der Gasapparate- und Maschinenfabrik Gebrüder Pintsch, Frankfurt-Bockenheim eine von mehreren Niederlassungen der Firma Julius Pintsch in Fürstenwalde/Spree bei Berlin, später Pintsch Bamag AG
  69. Katalog der Gebr. Pintsch Bockenheim von 1893: Die Anwendung von vernickelten, goldvernirten oder farbig gebeizten Messing-Gestellen bei der Schaufenster-Dekoration
  70. Reklame Pintsch AG Werk Frankfurt-Bockenheim Sirius Lampen/Gas-Lötkloben
  71. Zur Baugeschichte des ehemaligen Kinos CAMERA
  72. Programmheft der Film-Festwoche (PDF; 1,2 MB)
  73. Quelle: Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main
  74. Die Frankfurter Geschäftsstelle des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz
  75. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1279-6.
  76. ISG Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main; Sammlung Ortsgeschichte; S3/D; Signatur:12.932
  77.  Amalia Barboza, Christoph Henning (Hrsg.): Diskussionsrunden in Forell’s Garten. In: Deutsch-jüdische Wissenschaftsschicksale: Studien über Identitätskonstruktionen in der Sozialwissenschaft. transcript Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-89942-502-2, S. 72 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  78. Aktie der Metallwerke Knodt Aktiengesellschaft Frankfurt
  79. Antike-Karbitlampe-Signallaterne-Metallwerke-G-Knodt-Frankfurt-Bockenheim
  80. Die Tellus AG
  81. 21. November 2013 – Spendenaufruf für einen stolzen Ritter
  82. Drahtweberei Metalltuchfabrik Ratazzi und May (1844)
  83. Roswag aus Schlettstadt Metalltuchfabrik in Straßburg und Bockenheim
  84. Rue Roswag. Google Maps, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  85. PACO Paul GmbH & Co. KG-Metallgewebe und Filterfabriken
  86. Hermann Ludwig-Häuserchronik Bockenheims (PDF; 50,6 MB)
  87. Foto einer fourage
  88. Hermann Ludwig-Häuserchronik Bockenheims (PDF; 50,6 MB)
  89. Verein AIDS-AUFKLÄRUNG e.V, Frankfurt-Bockenheim,Große Seestraße 31
  90. Reifert & Comp. in Bockenheim war 1838 einer der ersten deutschen Wagenbauhersteller
  91. Hermann Ludwig-Häuserchronik Bockenheims (PDF; 50,6 MB)
  92. Clemens Reifert’s Vorrichtung zum Abspannen des Wagenzuges von Locomotiven
  93. Otto von Glagau: Der Börsen- und Gründungsschwindel in Deutschland.
  94. Gründerkrach und Gründerkreise-die Spekulationsblase vom Frühjahr 1873
  95. Der Bockenheimer Familienverband Delkeskamp/Heerdt/Reifert-siehe ISG frankfurt am Main
  96. Nachbau eines Modells des Eisenbahnwaggon der Reihe Litera A124 der Reifertschen Waggonfabrik Frankfurt-Bockenheim
  97. 1886-1986: 100 Jahre Voigt & Haeffner-Broschüre von 1986-32 Seiten
  98. Voigt & Haeffner AG, Frankfurt am Main
  99. Ganzseitige Anzeige von 1920 der Voigt & Haeffner AG Frankfurt
  100. Prometheus – Badezimmerstrahler – Prometheus Expreßbügler – Bügeleisen – Designpreise 1954 – Hersteller Voigt & Haeffner AG Frankfurt
  101. Elektrische Koch- und Heizapparate System Prometheus GmbH-Frankfurt Bockenheim In: Reinhard Welz (Hrsg.): Alte Mannheimer Werbeanzeigen. Vermittlerverlag Mannheim, 2007, ISBN 978-3-86656-542-5, S. 136.
  102. Reklame 1912 – Elektrische Koch- und Heizapparate System Prometheus GmbH-Frankfurt Bockenheim
  103. General Electric (GE) kauft 1964 Prometheus GmbH
  104. Aktiengeschichte der Voigt & Haeffner AG
  105. Aktiengeschichte der Voigt & Haeffner AG bis zur norwegischen ELTEK ASA (2003)
  106.  Goliaths Geldgrah. In: Der Spiegel. Nr. 16, 1972 (General Electric (GE) verkauft Prometheus GmbH, online).
  107. Hugenotten und Waldener im südlichen Hessen
  108. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 45 ff.
  109. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim.Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1279-6, S. 34 Blick auf ehemaliges Bonifatius-Schulgebäude im ehemalig Französisch-reformiertem Kirchengebäude von Bockenheim
  110. Benno Nietzel: Handeln und Überleben: jüdische Unternehmer aus Frankfurt am Main 1924–1964. (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Band 204). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-37024-7.
  111. ISG, Stadtbild/Luftaufnahme Kaufhaus Wronker von 1930 in Bockenheim; S7A, Signatur 383
  112. nach der GvO-Insolvenz
  113. Neubauprojekte auf ehemaligen GvO-Gelände im Galllus
  114. 1963 – 50 Jahre Bockenheimer Voklsbank
  115. Rud. E. Lahr: Hundert Jahre im Dienste des Sparens und der heimischen Wirtschaft-Bockenheimer Volksbank eGmbH, 1863-1963.
  116. Die Höhere Bürgerschule von Bockenheim (1855) (PDF; 50,6 MB)
  117. Gedenkarchiv der Viktoria-Schule
  118. Der Frankfurter Samariter-Verein
  119. Die Kaufunger Straße in Bockenheim (PDF; 50,6 MB)
  120. Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1279-6, S. 60: Foto von Villa Wertheimer mit Kfz Adler Standard 6 S von 1927.
  121. Bockenheim zwischen gestern und morgen. VHS Ffm, 1979/80 und Frankfurter Hauptfriedhof Grabplatten bei Gruft 46.
  122. Geschichte der Villa Leonhardi.; Gabriele Mendelssohn: Die Familie Erlanger, Bankiers, Mäzene, Künstler. Leinpfad Verlag, Ingelheim 2005, ISBN 3-937782-24-9.
  123. Zur Geschichte des Gästehauses der Goethe Universität, vormals Villa Hauck
  124. Gästehaus Ditmarstraße vormals Villa Hauck
  125. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 105.
  126. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 11 ff.
  127. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 19 ff.
  128. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 46 ff.
  129. Hans-Dieter Schat: Mulanskystraße 23: Das Haus und sein Stadtteil. S. 27. (PDF; 4,5 MB)
  130. Frankfurter Rundschau vom 12. Februar 1998, S. 19.
  131. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): Die GrünGürtel Freizeitkarte. 7. Auflage. 2011.
  132. Rosemarie Heilig eröffnet neue Parks im Europaviertel, Journal Frankfurt, abgerufen am 28. März 2014
  133. Projektdarstellung Frankfurt-Bockenheim Zeppelinpark
  134. 1978-Prädikat „Vorbildliches Bauen in Hessen“
  135. Bockenheimer Gedenktafel auf Friedhof Bockenheim (Solmsstraße) Aufnahme 1950-70