Goldrausch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Goldrausch (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gold-Nuggets
Pfanne zum Goldwaschen

Ein Goldrausch (von englisch Gold Rush, wörtlich also „Gold-Hatz“, „Gold-Gedränge“, die Verbindung mit dem deutschen Begriff Rausch stellt sprachlich einen falschen Freund dar), seltener auch Goldfieber, ist eine Periode der verstärkten Einwanderung in ein Gebiet, in dem es entweder verwertbare Mengen Gold oder zumindest Gerüchte über solche Vorkommen gibt.

Die Goldräusche des 19. Jahrhunderts brachten viele tausende von Arbeitern der ganzen Welt dazu, ihren Arbeitsplatz, zum Beispiel in einer Fabrik der industriellen Revolution, aufzugeben und – teilweise samt ihrer Familie – zu einem Goldfeld zu ziehen, um dort ihr Glück zu suchen.

Geschichte und Entstehung des Goldrausches[Bearbeiten]

Besondere Eigenschaften des Goldes und seine Seltenheit waren der Anlass dafür, ihm eine eigene Mystik zuzuschreiben. Immer wieder kursierten Gerüchte sagenhafter Städte oder Länder, in denen „das Gold auf der Straße liegt“ (siehe auch Schlaraffenland). Schon in der Bibel wird ein sagenhaftes Goldland namens Ophir erwähnt.

Auch die spanischen Konquistadoren in Mittel- und Südamerika suchten nach einer goldenen Stadt namens Eldorado. Es gibt in verschiedenen Mythen ein Goldland.

Die Entstehung eines Goldrausches ist abhängig von Information und Transport, weswegen es nicht weiter verwundert, dass alle bekannten Goldräusche in einer Zeit und Gesellschaft stattfanden, die bereits über Dampfmaschinen (Eisenbahn, Dampfschiff) und Telegrafen verfügte, außer dem brasilianischen Goldrausch ab dem Jahr 1693. Gleichzeitig fanden große gesellschaftliche Umwälzungen statt. Durch die Maschinisierung von Industrie und Landwirtschaft wurden viele Menschen in ihrer Heimat entwurzelt und in die Emigration getrieben (siehe auch Auswanderung im 19. Jahrhundert). In ihrem Einwanderungsland mussten sie sich – oft unter schwierigen oder abenteuerlichen Bedingungen – eine neue Existenz aufbauen. Diese von ihrem Schicksal Getriebenen bildeten den Grundstock jedes echten Goldrausches. Dabei konnten Städte, auch große, entstehen, und in manchen Fällen (wie im Kalifornischen Goldrausch) begünstigte er die Verbreitung der Einwohner über ein ganzes Land.

Faktoren, die Goldräusche damals begünstigten, waren verbesserte Transportwege zu den Goldfeldern, erste schnelle Kommunikationswege und die Unzufriedenheit von Personen mit ihren Lebensumständen. Gerade bei Goldräuschen wie dem in Alaska bzw. Kanada, bei denen der Weg der Goldsucher beschwerlich und gefährlich war, starben viele Goldsucher bereits auf dem Hinweg. Gerade bei länger andauernden Goldräuschen wie dem Colorado Gold Rush kam es oft vor, dass die Goldsucher nach dem Ende des Goldrausches dort weiterlebten, wo sie nun einen beträchtlichen Teil ihres Lebens verbracht hatten.

Berühmte Goldräusche[Bearbeiten]

Der erste bekannte Goldrausch der Geschichte wurde ab 1693/95 durch umfangreiche Funde in Brasilien ausgelöst. Er brachte fast während des gesamten 18. Jahrhunderts jährlich 10 bis 15 Tonnen Gold nach Europa. [1]

Goldräusche in USA und Kanada[Bearbeiten]

In Nordamerika gab es drei große Goldräusche. Der erste dokumentierte Goldrausch auf US-Territorium ereignete sich 1799 in Charlotte, North Carolina. Der größte war der Kalifornische Goldrausch. Weiterhin gehören dazu auch der „Colorado Gold Rush“ und der Goldrausch am Klondike River in Kanada und am Yukon River in Kanada. 1874 wurde bei Custer in den Black Hills in South Dakota Gold entdeckt, und es entstand ebenfalls ein Goldrausch, in dessen Verlauf die Cheyenne vertrieben wurden. Bedeutende Goldfunde gab es auch in St. Virginia/Montana 1863, in Comstock Lode/Nevada 1859 (auch Silberfunde), in Oregon 1850, in British Columbia 1850 und Idaho 1863. Diese Funde lösten keinen oder nur einen unbedeutenden Goldrausch aus.

Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch

Kalifornischer Goldrausch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kalifornischer Goldrausch

  • Jahr des Beginns: 1848
  • Höhepunkt: 1849
  • Ort: um San Francisco, Sacramento etc.
  • Einwanderer: meist von der Ostküste der USA, z. B. aus Neuengland

Am 24. Januar 1848 entdeckte James W. Marshall die ersten Goldstücke beim Bau einer Sägemühle für Johann August Sutter am American River, nahe bei der heutigen kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Der Ladenbesitzer und Zeitungsverleger Samuel Brannan aus der damaligen Kleinstadt San Francisco eröffnete weitere Läden mit Waren für Goldschürfer und löste mit einem Zeitungsartikel über die Funde den Goldrausch in Kalifornien aus.[2] 1849 kamen die meisten Einwanderer per Schiff (um ganz Südamerika herum, der Panamakanal wurde erst 1914 eröffnet) oder über Land. Mehr als 80.000 Menschen kamen allein innerhalb eines Jahres. Gefunden wurden täglich durchschnittlich 30 Gramm Gold, welches dem 20-fachen Tageslohn eines Arbeiters von der Ostküste entsprach. 1853 wurde die Goldsuche durch die Einführung eines Hochdruck-Wasserstrahlgerätes revolutioniert. Am 3. September 1850 wurde Kalifornien (u. a. wegen der Goldfunde und der zunehmenden Besiedlung) zum 31. Bundesstaat der USA. Das Land, auf dem die Goldfunde stattfanden, gehörte eigentlich dem Großgrundbesitzer Johann August Sutter, dessen Rechte aber ignoriert wurden, der dadurch alles verlor und verarmt starb. Er versuchte vergeblich, die Goldfunde auf seinem Territorium geheim zu halten. Die Geschichte ist 1936 mit Luis Trenker unter dem Titel Der Kaiser von Kalifornien verfilmt worden.

Colorado Gold Rush[Bearbeiten]

  • Jahr des Beginns: 1858
  • Höhepunkt: 1860er und 1870er Jahre
  • Ort: im South Platte River, um Denver etc.
  • Einwanderer: meist aus Kalifornien (aufgrund der dort selten gewordenen Goldfunde)

1858 wurde im South Platte River (nördlich von Pike's Peak) Gold und später auch Silber gefunden. In den 1870ern hatte der Staat Colorado schon über 60.000 Einwohner. Viele Siedlungen wie Denver entstanden und wuchsen. 1876 wurde Colorado US-Bundesstaat.

Black Hills Gold Rush[Bearbeiten]

Um 1860 berichtete der römisch-katholische Missionar Father De Smet, dass er Sioux Gold aus den Black Hills habe tragen sehen. Obwohl das Gebiet den Ureinwohnern durch den Vertrag von Laramie aus dem Jahr 1868 zugesichert war, interessierten sich Goldsucher vermehrt für die Region. 1874 fanden dann Goldsucher erste kleine Vorkommen nahe Custer. Die wesentlich größeren Vorkommen wurden in Deadwood Gulch entdeckt, woraufhin tausende Goldsucher die Siedlung Deadwood gründeten, obwohl sie sich auf Indianer-Gebiet befand.

Goldrausch am Klondike River[Bearbeiten]

Hauptartikel: Klondike-Goldrausch

Goldgräbersiedlungen beim Goldrausch in Klondike
  • Jahr des Beginns: 1896
  • Höhepunkt: 1897/98
  • Ort: Dawson am Bonanza Creek, ElDorado Creek etc. (Alaska und Yukon)
  • Einwanderer: erst aus Kalifornien (um San Francisco), dann Europa und Asien

Bereits 1872 wurde in Alaska Gold entdeckt. Es waren Joe Juneau und Richard Harris, denen dies in Sitka gelang. 1873 folgten die Goldfunde in Circle und 1886 in Forty Mile. Städte wie Dawson oder Juneau, die Hauptstadt Alaskas, wurden gegründet.

Mögliche Routen zu den Goldfeldern am Klondike

Am 16. August 1896 fanden George Washington Carmack und seine indianischen Verwandten Tagish Charlie (auch dies ist umstritten, sein eigentlicher Name war Charlie Dawson) und Skookum Jim Gold im Rabbit Creek, in der Nähe des Zuflusses des Klondike River in den Yukon River, der daraufhin flugs in Bonanza Creek umbenannt wurde. Das Originaldokument der Claimreservierung ist allerdings etwas undeutlich zu lesen, es könnte durchaus auch auf den 14. oder 17. August datieren. Die Gegend war so abgelegen, dass die Kunde vom großen Goldfund erst am 14. Juli 1897 mit dem Raddampfer Excelsior die Außenwelt erreichte. Sofort begann der Goldrausch. Zuerst reisten vor allem Goldsucher aus San Francisco und der umliegenden Westküste zum Klondike River. Später kamen auch Europäer (z. B. Deutsche, Italiener, Norweger, Briten) und Asiaten (Chinesen und Japaner) dazu.

Goldsucher-Treck am Chilkoot-Pass im Winter 1897-98

Die meisten Goldsucher fuhren mit Dampfern nach Skagway oder Dyea in Alaska. Von dort ging es zu Fuß über den White oder den Chilkoot Pass bis zum Lake Bennett. Auf den Passhöhen befindet sich die Grenze zwischen den USA und Kanada, und die Royal Canadian Mounted Police ließ damals nur diejenigen passieren, die mindestens eine Tonne an Lebensmitteln und Ausrüstung mit sich führten. Am See wurden Boote und Flöße gebaut, mit denen die Goldsucher nach dem Eisaufbruch in den Yukon River und auf diesem die etwa 740 Kilometer bis zur Boomtown Dawson City fuhren. Viele kehrten auf dem strapaziösen Weg um, einige bezahlten das Wagnis mit ihrem Leben. Etwa 40.000 Abenteurer erreichten die legendären Goldfelder bei der ehemaligen Elchweide. Die wenigsten wurden reich, denn sie kamen viel zu spät, da sich die bereits in der Region befindlichen Goldsucher die besten Claims gesichert hatten.

Künstlerisch verarbeitet wurde der Goldrausch in Werken Jack Londons sowie in Gedichten von Robert W. Service. Weltruhm erlangte Charlie Chaplins Film Goldrausch, ein ironischer Kommentar zur Geldgier. In den Comics um die Figur Dagobert Duck legt dieser am Klondike den Grundstein für sein Vermögen und erinnert sich später gerne und oft an diese Zeit.

Noch heute gibt es viele Goldsucher in Alaska und im Yukon-Territorium. Diese gehen ihrer Arbeit jedoch nicht mehr mit Spitzhacke, Schaufel und Goldwaschpfanne nach, sondern benutzen modernste Maschinen. Das Erdreich wird mittels großer Planierraupen und Bagger bewegt und in sogenannten Sluice boxes gewaschen. Damit können auch geringste Mengen an Gold herausgewaschen werden.

Australischer Goldrausch[Bearbeiten]

In Australien gab es mehrere Goldräusche, wobei der erste, ausgelöst durch den Fund eines 40 kg schweren Gold-Nuggets, eine Einwanderungsbewegung bewirkte, die innerhalb etwa eines Jahrzehnts Australiens Bevölkerung nahezu verzehnfachte und gesellschaftliche Veränderungen auslöste, die Australien von der Sträflingskolonie Australien in einen zivilisierten Staat wandelten.

Goldrausch von Bathurst, Bendigo, Ballarat und Mount Alexander[Bearbeiten]

Denkmal des ersten anerkannten Goldfunds in Australien am Andersons Creek
  • Jahr des Beginns: 1851
  • Höhepunkt: 1850er
  • Orte: überall (ausgehend von Bathurst), besonders New South Wales und Victoria
  • Einwanderer: meist Kalifornier, Briten und Chinesen

Edward Hammond Hargraves aus New South Wales entdeckte am 12. Februar 1851 in einem Gewässer in der Nähe von Bathurst das erste Goldnugget in Australien. Es war ein Quarzgoldblock mit einem Goldgehalt von 40 kg Gewicht. Hargrave hatte schon zwei Jahre zuvor in Kalifornien erfolglos nach Gold gesucht, bevor es ihn nach Australien verschlug. Die australische Regierung wollte den Fund aus Angst vor einem ähnlichen Goldrausch wie in Kalifornien geheim halten, doch es gab weitere Goldfunde in der Nähe von Melbourne am Mount Alexander in Victoria und in zahlreichen weiteren Orten Australiens. Das Goldvorkommen am Mount Alexander galt 1852 als das größte der Erde, und 1854 kamen die ersten chinesischen Goldgräber dorthin.[3]

Bereits 1852 versiebenfachte sich die Zahl der Einwanderer auf 95.000. In nur einem Jahrzehnt wuchs die Bevölkerungs auf 1.200.000 Einwohner an. Die Bürger wurden immer reicher, aber es gab immer mehr Unruhen. In der ursprünglich als Sträflingskolonie angelegten britischen Kolonie waren die Rechte und Ansprüche freier Bürger nicht mit eingeplant. Es gab zwar von Anfang an zivile, nicht zur Verwaltung der Straflager gehörende Personen, aber alle waren doch von den Lagern abhängig. Sie bildeten mit den Justizangestellten eine eigene Klasse, die den Neueinwanderern wie den entlassenen Sträflingen ein deutliches Misstrauen entgegenbrachte.

Die Goldsuchereinwanderer mussten hohe Lizenzgebühren zahlen und hatten kein Wahlrecht, da sie keine Ländereien besaßen. 1854 wurde in Ballarat ein Goldsucher im Zuge der Eureka Stockade von Polizisten getötet, worauf es zu Aufständen in Victoria kam, bei denen 38 Goldsucher zu Tode kamen. Dabei attackierten 400 Polizisten eine aufständische Gruppe von 120 Goldsuchern.[4] Die Regierung beschloss daraufhin, doch auf die Forderungen (keine Lizenzgebühren, Wahlrecht,...) einzugehen. 1861 gründeten Chinesen eine Goldschürfgesellschaft, die jedoch bald darauf von den britischen Kolonialbehörden geschlossen wurde, weil die Chinesen das Gold direkt nach China schickten und so die Krone um die Steuer betrogen.

Goldrausch von Temora[Bearbeiten]

Bevor der Goldrausch in Temora in New South Wales im Jahre 1879 begann, war dieser Ort eine kleine Siedlung von Farmern vor allem aus Deutschland.[5] In der Nähe des Ortes wurde bereits 1869 Gold gefunden, der Goldrausch setzte aber erst 1879 ein. Auf dem Höhepunkt des Goldrausches hatte der Ort 20.000 Einwohner. In dem Goldfeld wurden sehr große Nuggets gefunden. Der Mother Shipton Nugget, der in drei Teile zerbrach, wog 308,35 Unzen.[5]

Goldrausch von Teetulpa[Bearbeiten]

Das Teetulpa-Goldfeld in South Australia hatte gegen Ende 1886 mehr als 5.000 Goldsucher, andere Quellen sprechen von 7.000. Entdeckt wurde es am 5. Oktober 1886 durch den Farmer Thomas Brady und Thomas Smith. Es fehlte vor allem an Wasser, und im Dezember baute das Water Conservation Department Gerätschaften auf, die 27.000 Liter Süßwasser täglich herstellten. Am ersten Handelstag für Gold, am Weihnachtstag 1886, wurden 200 Unzen angeboten.[6]

Goldrausch von Coolgardie[Bearbeiten]

Der Goldrausch von Coolgardie in Western Australia begann, als Arthur Bayley und William Ford dort 200 Unzen Gold in einem Zeitraum von fünf bis sechs Wochen fanden. Nach Angaben von Bayley war Ford der erste, der ein Nugget in einem Steinblock aus Quarz an einem Ort fand, der Fly Flat genannt wird. Drei Monate später, am 17. September 1892, kehrte Bayley mit 554 Unzen Gold (15,7 kg) nach Southern Cross zurück, womit dieser Goldrausch begann. Um 1898 war Coolgardie der drittgrößte Ort in Western Australia mit einer Bevölkerung von 15.000 Personen und weiteren Personen in der Umgebung. Zu seinem Höhepunkt waren 700 Gold-Gesellschaften aus Coolgardie an der London Stock Exchange gelistet.

Patrick Hannan fand unweit von Coolgardie im Kalgoorlie-Boulder-Gebiet am 17. Juni 1893 Gold. Auch hier war die Wasserversorgung das größte Problem, das erst im Jahre 1903 mit dem Bau einer 540 Kilometer langen Wasserleitung, der Golden Pipeline, gelöst wurde.

Infolge dieser Goldfunde im Yilgarn-Gebiet wurde der irische Geologe Edward Hardman von der Regierung von Western Australia zur Suche von wirtschaftlich verwertbaren Goldfeldern beschäftigt. 1884 fand die Expedition von Hardman Gold in Wasserläufen am Ord River im östlichen Kimberley, was darauf schließen ließ, dass Goldvorkommen in dieser entlegenen Gegend zu finden wären. Man fand ein Jahr später Goldvorkommen, aber ein Goldrausch setzte nicht ein, vermutlich waren die Vorkommen zu gering.

Neuseeländischer Goldrausch[Bearbeiten]

  • Jahr des Beginns: um 1861
  • Höhepunkt: 1860er
  • Ort: Otago
  • Einwanderer: meist aus Australien und Kalifornien, später aus dem Kaiserreich China

Im Mai 1861 wurde in Otago von Gabriel Read, der vorher auf den Goldfeldern Kaliforniens und Australiens geschürft hatte, Gold entdeckt. Reads Entdeckung wurde zu einer Zeit publik, als kapitalkräftige Bergbaugesellschaften in Australien die unabhängigen Schürfer verdrängten oder durch billigere chinesische Lohnarbeiter ersetzten. Deshalb fand die Nachricht großen Zuspruch bei den australischen Goldsuchern, die zu Zehntausenden nach Neuseeland übersetzten. In den ersten drei Jahren wurden dort über 60.000 kg Gold abgebaut. Später übernahmen Chinesen die verlassenen Stätten.

Südafrikanischer Goldrausch[Bearbeiten]

  • Jahr des Beginns: 1886
  • Höhepunkt: 1890er, 1900er,…
  • Ort: Transvaal, bes. Witwatersrand
  • Einwanderer: nur wenige

1886 wurde am Witwatersrand südl. von Pretoria in Transvaal Gold gefunden. Im Gegensatz zu anderen Goldvorkommen gab es in dem unwirtlichen südafrikanischen Wüstengebiet nur wenige Einwanderer. Diese Ausländer kauften die einheimischen Goldbergwerke auf. Viele Schwarze und arme Weiße bauten für die Bergwerksbesitzer das Gold ab. Nur wenige „echte“ Goldgräber kamen. Um 1900 wurde Transvaal der größte Goldproduzent der Welt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kevin Starr, Richard J. Orsi (Hrsg.) Rooted in Barbarous Soil. People, Culture, and Community in Gold Rush California (= California History Sesquicentennial Series 3). University of California Press, Berkeley CA u. a. 2000, ISBN 0-520-22497-3.
  • Malcolm J. Rohrbough: Days of Gold. The California Gold Rush and the American Nation. University of California Press, Berkeley CA u. a. 1997, ISBN 0-520-20622-3, S. 353 (Standardwerk).
  • William Weber Johnson: Der Goldrausch. 2. Auflage. Time-Life Bücher, Amsterdam 1995, ISBN 90-6182-527-X, 240 S. (reich bebilderter Time Life-Band)
  • James P. Delgado: Gold Rush Port: The Maritime Archæology of San Francisco's Waterfront. Publisher: University of California Press, March 2009 ISBN 978-0-5202-5580-7
  • Jack London: „Alaska Kid“ und „Kid & Co“.

Verfilmung[Bearbeiten]

  • Goldrausch (Originaltitel: The Gold Rush) ist eine Stummfilm-Komödie von Charles Chaplin aus dem Jahre 1925. Der Film thematisiert den Klondike-Goldrausch.
  • The Trail of '98 von 1928
  • Klondike Annie von 1936
  • Über den Todespaß, ein US-amerikanischer Western von Anthony Mann aus dem Jahre 1954. Der Film spielt 1896 in Alaska zur Zeit des legendären Klondike-Goldrauschs.
  • 1974 drehte die DEFA nach der Vorlage von Jack Londons Romanen „Alaska Kid“ und „Kid & Co“ den Spielfilm „Kit & Co“, der den beschwerlichen Weg des motivierten Abenteurers Kit Bellew vom Journalisten in San Francisco bis zum angesehenen Goldsucher in Dawson City darstellt.
  • Der Goldrausch. Die Schlüsselperiode der Geschichte der USA (Originaltitel: The American Experience. The Gold Rush), 52 Minuten, USA 2006. Produzenten: Randall MacLowry, Laura Longsworth. Regie: Randall MacLowry. In der Reihe „American Experience“. Erstausstrahlung: arte, 29. September 2012.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael North: Das Geld und seine Geschichte. C. H. Beck, München 1994, S. 121 (Auszug (Google))
  2. Goldrausch - Goldfieber - Kalifornien 1848–1854. Abgerufen am 18. November 2013 (Ausführlicher Artikel zum kalifornischen Goldrausch 1848-1854).
  3. dpcd.vic.gov.au (PDF; 663 kB): Castlemaine Diggings National Heritage Park, in englischer Sprache, abgerufen 16. November 2011
  4. environment.gov.au (PDF; 633 kB): Gold Strike, Victoria, in englischer Sprache, abgerufen am 16. November 2011
  5. a b Temora History. Abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).
  6. The Teetulpa Goldfield. Abgerufen am 1. Februar 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goldrausch – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Goldrausch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen