Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Aschaffenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hochschule Aschaffenburg)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Aschaffenburg
Logo
Gründung 1995
Trägerschaft staatlich
Ort Aschaffenburg
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Präsident Wilfried Diwischek
Studenten 3.141 WS 2013/14[1]
Website www.h-ab.de

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Aschaffenburg (kurz Hochschule Aschaffenburg - bis 30. September 2007 Fachhochschule Aschaffenburg)[2] ist eine Fachhochschule im bayerischen Aschaffenburg, die 1995 gegründet wurde. Sie gehört damit zu den neueren Hochschulen in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bayerische Ministerrat beschloss im Jahre 1991, neben den Hochschulstandorten in Amberg/Weiden, Ansbach, Deggendorf, Hof, Ingolstadt und Neu-Ulm auch in Aschaffenburg eine neue Fachhochschule aufzubauen - zunächst als Abteilung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, später als eigenständige Hochschule.

Am 9. Oktober 1995 wird der Lehrbetrieb mit 89 Studenten der Betriebswirtschaftslehre sowie vier Professoren und acht Lehrbeauftragten unter dem Präsidenten der FH Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, Wolfgang Fechner aufgenommen. Gründungsdekan und Leiter der Hochschulabteilung Aschaffenburg ist von 1995 bis 2000 Ulrich Brunsmann. Erster gewählter Rektor ist seit 2001 der Volkswirtschaftler Wilfried Diwischek. Seit 2007 hat die Hochschule Aschaffenburg einen Präsidenten, nach seiner Wiederwahl 2012 ist dies erneut Wilfried Diwischek.

Im Wintersemester 2001/2002 zählt die Fachhochschule Aschaffenburg über 950 Studierende, 29 Professoren, rund 60 Lehrbeauftragte und 35 weitere Mitarbeiter. Im Wintersemester 2013/2014 studieren bereits mehr als 3.000 Studierende an der Hochschule. Die Zahl der Professoren ist auf 80 angewachsen, die Zahl der Lehrbeauftragten ebenfalls auf über 90 und die der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter auf rund 200.

Seit 1990 unterstützt die Gesellschaft der Förderer und Freunde der Hochschule Aschaffenburg e.V. die Entwicklung der Hochschule.

Am 1. Oktober 2007 trat eine neue Grundordnung in Kraft, nach der die Fachhochschule Aschaffenburg jetzt Hochschule Aschaffenburg heißt.

Ausrichtung[Bearbeiten]

Der Schwerpunkt der Hochschule liegt im betriebswirtschaftlichen und technisch orientierten Studienangebot. Der Studiengang Betriebswirtschaft und Recht wurde in Bayern erstmals angeboten und vermittelt betriebswirtschaftliche und rechtliche Lehrinhalte. Als einzige Hochschule in Bayern bietet sie die Studiengänge Internationales Immobilienmanagement sowie Internationales Technisches Vertriebsmanagement an. Seit dem Wintersemester 2005/06 bietet die Hochschule Aschaffenburg Bachelor- und Master-Studiengänge an.

Die Hochschule Aschaffenburg setzt auf Kooperation mit Unternehmen der Region zum Austausch im Bereich anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung. Sie arbeitet zusammen mit Großunternehmen und mittelständischen Unternehmen und beteiligt sich am Innovationsnetz Bayerischer Untermain.

Neben den üblichen Hochschuleinrichtungen stehen ein Sprachenzentrum, ein Zentrum Naturwissenschaften sowie verschiedene Labore zur Verfügung. Mit dem berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Elektro- und Informationstechnik und dem als Fernstudium angebotenen Masterstudiengang Elektrotechnik, der in Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt und der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen ZFH angeboten wird, haben entsprechend Qualifizierte die Möglichkeit, sich nebenberuflich weiterzubilden. Der 2012 neu eingerichtete Career Service steht sowohl Studieninteressierten als auch eingeschriebenen Studierenden und Absolventen beratend zur Seite und veranstaltet Workshops und Seminare, die auf das Studium bzw. den Weg in die Arbeitswelt vorbereiten.

Mit dem Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) hat die Hochschule Aschaffenburg eine praxisorientierte Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung geschaffen. Unter der Leitung von Hans-Georg Stark bietet die Einrichtung Auftragsforschung, Entwicklungsleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten auf folgenden Gebieten: Automotive, Wissenstransfer, Energieeffizienz, Intelligente Systeme/Automatisierung, Materials. Auf den 1000 m² Labor- und Büroflächen im Industrie Center Obernburg arbeiten rund 20 Hochschulprofessoren und ihre Mitarbeiter mit modernsten Technologien. Die Forschungsbereiche im ZeWiS bauen auf langjährigen und etablierten Kooperationen mit regionalen Unternehmen auf. Studierende profitieren ebenfalls von der Forschungseinrichtung und können am ZeWiS aktuelle Fragestellungen aus den Forschergruppen im Rahmen von Master- und Bachelorarbeiten sowie Promotionen behandeln.[3]

Gebäude[Bearbeiten]

FH-Aschaffenburg-11.jpg
FH-Aschaffenburg-2.jpg

Die Hochschule Aschaffenburg hat ihren Sitz in der ab 1896 erbauten Jäger-Kaserne, in der im 19. Jahrhundert das 2. Königlich-Bayerische Jägerbataillon stationiert war. Diesen Namen trägt die Anlage auch heute noch.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zwar durch Bomben getroffen, war aber schnell wieder benutzbar. Noch im Jahre 1945 zog mit einem Motorpool der 1. US-Infanteriedivision die US-Armee in die Jägerkaserne ein, wo sie bis 1992 blieb.

Danach begannen die Umbauarbeiten zur Fachhochschule. Ziel war es, ältere Gebäude mit guter Bausubstanz und zum Teil denkmalgeschützter Architektur funktionsgerecht zu sanieren, jüngere Bauten mit minderer Qualität abzureißen. Im ersten Bauabschnitt wurden Verwaltungsgebäude, Hörsaalgebäude und Rechenzentrum fertiggestellt. Von 1996 bis 1998 wurden im zweiten Bauabschnitt der Hörsaal, Aula, Mensa, Heizzentrale, Bibliothek, Labor, Verwaltungs- und Bürogebäude errichtet. Im Jahre 2004 wurde ein Neubau mit Laboren für die Mechatronik in Betrieb genommen.

Das alte Offizierswohnheim wurde ebenfalls im Jahre 2005 abgerissen, an seiner Stelle entstand ein Studentenwohnheim.

Im 2. Quartal 2008 begannen die Abrissarbeiten an den Gebäuden, die durch die US-Armee errichtet wurden. Im Herbst 2008 wurde mit dem Bau eines Labor- und Hörsaalgebäudes für die Mechatronik und das Wirtschaftsingenieurwesen begonnen. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2011. Im Frühjahr 2010 wurden außerdem 3 teils aus Studienbeiträgen finanzierte Modulbauten errichtet, die zum WS2010/2011 in Betrieb genommen wurden und den neuen Studiengängen die bisher fehlenden Raumkapazitäten zur Verfügung stellen.

Im November 2013 begannen die Arbeiten für den Neubau einer Energiezentrale. Die Grundsteinlegung erfolgte im März 2014. Die neue Energiezentrale soll im Herbst 2014 in Betrieb genommen werden und einen Beitrag zur Energieeffizienz der Hochschule Aschaffenburg leisten. Der Gesamtabschluss des Projektes ist für Mitte 2015 geplant.

Haltepunkt Aschaffenburg Hochschule

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Am 12. September 2007 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des neuen, an der Maintalbahn von Aschaffenburg nach Miltenberg gelegenen Bahnhalts „Aschaffenburg – Hochschule“. Nach über 100 Jahren erhält Aschaffenburg damit wieder einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt. Die Inbetriebnahme des 140m langen Bahnsteigs erfolgte zum Fahrplanjahr 2008.[4]

Fakultäten, Studiengänge und Studienschwerpunkte[Bearbeiten]

Fakultät Betriebswirtschaft und Recht[Bearbeiten]

Der Master-Studiengang "Wirtschaft und Recht" sowie die Bachelor-Studiengänge "Betriebswirtschaft", "Betriebswirtschaft und Recht" und "Internationales Immobilienmanagement" sind bei der Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditiert. Der Master-Studiengang ermöglicht den Absolventen den Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion.

In der Fakultät forschen und lehren die Professoren Achenbach, Alm, Angress, Balleis, Banzhaf, Bodenbach, Butz-Seidl, Faß, Feldhoff, Focke, Gehrke, Grau, Hinrichs, Hirdina, Hofmann, Hufgard, Jost, Kaps, Krepold, Krüger, Lauer, Link, Lohrer, Paschedag, Rittich, Rock, Ruppert, Schädlich, Schäfer, Schott, Schulz, Schütze, Seidel, Spamer, Szebel-Habig, Webersinke, Wendler, Wichmann, Wiggenhorn, Wölm, Zeißler sowie Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben und Lehrbeauftragte. Dekan ist Hartwig Webersinke.

Studiengang Betriebswirtschaft[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Arts" ab. Schwerpunkte sind

  • Controlling,
  • Einkauf und Qualitätsmanagement,
  • Finance,
  • Human Resources Management,
  • Immobilienmanagement,
  • Information Management - Process Management,
  • Information Management - Service Management,
  • International Business and Law,
  • International Sales,
  • Internationales Management (Auslandsmodul),
  • Marketing Intelligence,
  • Marketingkonzeptionen,
  • Rechnungs- und Prüfungswesen,
  • Sanierungs- und Insolvenzmanagement,
  • Steuern,
  • Unternehmensführung: Konzepte und Fallstudien.

Studiengang Betriebswirtschaft und Recht[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Arts" bzw. seit Einführung des Y-Modelles im Studiengang Betriebswirtschaft und Recht mit Wahl eines Teilstudiengangs (Wirtschaft/ Recht) "Bachelor of Law" ab. Schwerpunkte sind

  • Controlling,
  • Einkauf und Qualitätsmanagement,
  • Finance,
  • Immobilienmanagement,
  • Information Management - Process Management,
  • Information Management - Service Management,
  • Internationales Management (Auslandsmodul),
  • International Business and Law,
  • International Sales,
  • Markenmanagement und Recht,
  • Marketing Intelligence,
  • Rechnungs- und Prüfungswesen,
  • Rechtsfragen des Personalmanagements,
  • Sanierungs- und Insolvenzmanagement,
  • Steuern,
  • Unternehmensführung: Konzepte und Fallstudien.

Internationales Immobilienmanagement[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Arts" ab. Schwerpunkte sind

  • Bestandsmanagement,
  • Immobilienbewertung und -Rechnungslegung,
  • Immobilien-Investmentmanagement,
  • Internationales Management,
  • Projektentwicklung.

Des Weiteren werden in der Fakultät Wirtschaft und Recht zwei Masterstudiengänge angeboten. Der Master-Studiengang Wirtschaft und Recht schließt mit dem Titel "Master of Business Administration and Law" ab. Als Schwerpunkt kann Finance oder Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung gewählt werden. Bei Wahl der Vertiefung "Wirtschaftsprüfung" kann eine teilweise Anrechnung von Prüfungsleistungen auf das Wirtschaftsprüferexmanen nach § 8 WPAnRV erfolgen. Seit dem Sommersemester 2014 wird erstmals ein Master-Studiengang in Immobilienmanagement angeboten, der die Kompetenzfelder Immobilienmanagement, BWL und VWL in einem Studiengang verknüpft.

Fakultät Ingenieurwissenschaften[Bearbeiten]

In der Fakultät forschen und lehren die Professoren Abke, Beck-Meuth, Bochtler, Borgeest, Bothen, Bruhm, Brunsmann, Czinki, Denner, Döhring, Doll, Eley, Elsebach, Fischer P., Fischer S., Gromball, Hartmann, Hellmann, Hugo, von Jouanne-Diedrich, Kaloudis, Kovacs, Krauße, Krieger, Meier-Wiechert, Meißner, Mewes, Pasckert, Pütz, Sautter, Schneider-Störmann, Stark, Stollenwerk, Teigelkötter, Thielemann, Tschirpke, Volpe, Wegener, Weiche, Zindler und Zwanzer sowie Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben und Lehrbeauftragte. Dekan ist Michael Kaloudis.

Studiengang Elektro- und Informationstechnik[Bearbeiten]

Die Bachelor-Studiengänge Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen sind bei der Akkreditierungsagentur ASIIN akkreditiert.

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Schwerpunkte sind

  • Antriebstechnik und Robotik,
  • Anwendungen der Mikroelektronik,
  • Erneuerbare Energien,
  • Fahrzeugmechatronik,
  • Informations- und Automatisierungstechnik,
  • Mikroelektronische Systeme und Entwurf,
  • Mikrosystemtechnik,
  • Produktionstechnik.

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Schwerpunkte sind

  • Antriebstechnik und Robotik,
  • Informations- und Automatisierungstechnik,
  • Konstruktion und Entwicklung,
  • Logistik,
  • Mikrosystemtechnik,
  • Produktionstechnik.

Studiengang Mechatronik[Bearbeiten]

Der Gumpert Apollo mit Hybridantrieb von Heinz-Harald Frentzen im Labor für Fahrzeugmechatronik

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Schwerpunkte sind

  • Antriebstechnik und Robotik,
  • Fahrzeugmechatronik,
  • Informations- und Automatisierungstechnik,
  • Konstruktion und Entwicklung,
  • Produktionstechnik.

Studiengang Internationales Technisches Vertriebsmanagement[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Schwerpunkte sind

Studiengang Erneuerbare Energien und Energiemanagement[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit dem "Bachelor of Engineering" ab. Schwerpunkte sind

  • Antriebstechnik und Robotik,
  • Anwendungen der Mikroelektronik,
  • Mikrosystemtechnik,
  • Produktionstechnik,
  • Vertriebsmanagement.

Studiengang Kommunikation und Dokumentation[Bearbeiten]

Der Studiengang schließt mit einem "Bachelor of Engineering" ab. Es handelt sich um einen interdisziplinären Studiengang, der Inhalte aus verschiedenen, sich ergänzenden Fachbereichen wie Medien- und Kommunikationsmanagement, Informationstechnik und multimediale Dokumentation, Technik, Betriebswirtschaft sowie sprachliche und kommunikative Kompetenz verbindet.

Masterstudiengänge[Bearbeiten]

Auf die Bachelorstudiengänge Elektro- und Informationstechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen baut ein Masterstudiengang "Elektro- und Informationstechnik" auf. Der Studiengang ist bei der Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditiert.

In Kooperation mit der Hochschule Darmstadt und der Zentralstelle für Fernstudiengänge an Fachhochschulen (ZFH) wird der Weiterbildungsstudiengang "Master of Science" in Elektrotechnik im Fernstudium angeboten. Der Master-Studiengang Elektrotechnik wurde bei der Agentur ZEvA akkreditiert. In Planung ist der Master-Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen".

Die Master-Studiengänge ermöglichen den Absolventen den Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion.

Internationale Hochschul-Kooperationen[Bearbeiten]

Hochschulpartnerschaften innerhalb Erasmus[Bearbeiten]

Belgien

Dänemark

  • Aarhus School of Marine and Technology Engineering

Finnland

Frankreich

Italien

Lettland

Litauen

Niederlande

Österreich

Portugal

Schweden

Schweiz

  • Haute École de Gestion Fribourg (HEG)

Slowenien

Spanien

Tschechien

Türkei

  • Aydin-Universität Istanbul

Ungarn

Vereinigtes Königreich

Hochschulpartnerschaften außerhalb Erasmus[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. h-ab.de (abgerufen am 27. Mai 2014)
  2. PDF bei www.h-ab.de
  3. h-ab.de, abgerufen am 1. April 2014
  4. Seit Mittwoch hängt die Bahnhofsuhr. In: Main-Netz.de, 28. März 2008. Abgerufen am 11. Juli 2011.

49.9719444444449.1613888888889Koordinaten: 49° 58′ 19″ N, 9° 9′ 41″ O