Infiniti

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Infiniti
Rechtsform Division/Marke
Gründung 1989
Sitz Hongkong
Branche Automobilhersteller
Produkte AutomobileVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.infiniti.com

Infiniti ist die Luxusmarke des japanischen Autoherstellers Nissan Motor Co., Ltd. Der offizielle Verkaufsstart von Infiniti erfolgte am 8. November 1989 in Nordamerika. In der Folgezeit hat sich der Verkauf auf Mexiko, den Mittleren Osten, Südkorea, Taiwan, Russland, China und Europa ausgedehnt.

Markteinführung in Europa[Bearbeiten]

Infiniti concept

Seit Herbst 2008 erfolgt stufenweise die Einführung in 21 Ländern Europas. Die europäische Infiniti-Hauptniederlassung befindet sich im schweizerischen Rolle.

Anfangs wurden in Europa vier Modelle angeboten. Den Auftakt machte der Infiniti FX50. Er stellt eine direkte Konkurrenz zu den vergleichbaren Modellen der Mercedes-Benz M-Klasse, dem BMW X5, Lexus RX, Audi Q7, dem Porsche Cayenne und dem Range Rover Sport dar.[1][2] Mit der zweiten Generation des Infiniti G, ausgestattet mit einem 3,7-Liter V6-Motor, der es mit der 3er Serie von BMW, dem Audi A4, der Mercedes C-Klasse und dem Lexus IS aufnehmen soll, hält Infiniti auch auf dem Markt der Premium-Limousinen Einzug. Der Infiniti G Coupe hat viel Ausstattung mit seinem Gegenstück, der Limousine gemeinsam, aber das Styling zielt auf eine andere Käuferklasse ab, die normalerweise das Coupé der BMW 3er Serie, die Mercedes CLK-Klasse, den Audi A5 in Betracht ziehen würde. Der Infiniti EX, der mit gehobener Innenausstattung, einer erhöhten Fahrerposition und Allradantrieb aufwartet, ist das dritte Modell in Europa. Der EX37 ist das erste Serienfahrzeug der Welt mit dem Around View Monitor (AVM)-System, das dem Fahrer beim Einparken einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Fahrzeug gibt. Außerdem wird er mit „selbstheilendem“ Anti-Kratz-Lack (ASAP) ausgestattet. Der EX wird im gleichen Segment vermarktet wie der BMW X3, Audi Q5 und der Mercedes GLK.[1]

Die M-Limousine wurde erst später eingeführt und der QX wird gar nicht angeboten, aber es gibt Pläne für die Einführung eines ganz neuen V6-Dieselmotors bis 2010, der speziell für Europa entworfen wird.[3]

Alle derzeitigen Infiniti-Coupes, Limousinen und Crossover basieren auf dem Nissan FM-Aufbau.[4] Der Schwerpunkt des Motors liegt hinter den Vorderrädern. Dadurch wird eine optimierte Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse erzielt (z. B. beim FX50 54:46),[5] die Bremsen, Beschleunigung und Fahreigenschaften verbessert. Die einzige Ausnahme bildet das ausgewachsene QX56 SUV auf Nissan F-Alpha-Aufbau, für den es jedoch – abgesehen von Russland – keine Pläne für eine Einführung in Europa gibt.

Seit dem 3. Oktober 2009 wird Infiniti auch auf dem deutschen Markt verkauft. Die erste Filiale wurde in Hamburg, die zweite in Dresden und die dritte in Berlin eröffnet. Die vierte wurde Mitte November 2010 auf der Automeile Höherweg in Düsseldorf eröffnet. Insgesamt stehen sechs Modelle zur Verfügung. Neben der Limousine G37 und dem entsprechenden Coupé sowie dem Cabriolet mit Stahldach gibt es die Geländewagen EX und FX und die Limousine M der oberen Mittelklasse.

Mitte 2012 wurde nahe Wien in Brunn am Gebirge der erste österreichische Schauraum von Infiniti eröffnet.

Anders als die ebenfalls aus dem US-Markt kommenden Marken Lexus und Cadillac bietet Infiniti seit Ende 2010 die Modelle M, EX und FX auch mit einem neu entwickelten V6-Diesel-Motor an. Diesel-Motoren – vornehmlich allerdings mit vier Zylindern – dominieren in den entsprechenden Klassen in Europa, während sie in den USA praktisch unverkäuflich sind.

Das erste Sondermodell der Marke ist der Infiniti FX Sebastian Vettel, das von einem 420 PS starken Motor angetrieben wird. Der Preis des in Kleinserie hergestellten Modells ist nicht bekannt.[6]

Modelle[Bearbeiten]

Infiniti G35
Infiniti EX37

Modellbezeichnungen[Bearbeiten]

Die Zahlen der Modellbezeichnung geben die Hubraumgröße des Motors in Deziliter wieder (beispielsweise G20 ⇒ 2,0 Liter). Ausnahme bildet nur der erste SUV „QX4“, dessen Motor 3,3 beziehungsweise 3,5 Liter Hubraum hatte.

Bei der Bezeichnung der Infiniti-Modellnamen wird ein Buchstabe für Coupes und Limousinen (zwei Buchstaben für SUV) und eine Zahl vergeben, die Aufschluss über den Hubraum gibt. So ist der FX50 beispielsweise ein SUV mit einem 5,0 l-Motor. Ein x nach der Angabe des Hubraums für Infiniti-Limousinen bezeichnet ein Modell mit Allradantrieb (z. B. Infiniti G37x), ein h an dieser Stelle steht für einen Hybrid, d für einen Diesel.

Im Dezember 2012 kündigte Infiniti an, die Nomenklatur für seine Modelle zu ändern. Ab dem Modelljahr 2014 beginnen die Modellnamen der Coupés und Limousinen mit einem Q, während bei Crossovers und SUVs ein QX verwendet wird. Eine zweistellige Zahl, die sich an das Präfix anschließt, soll den entsprechenden Rang im Infiniti-Portfolio widerspiegeln. Das erste Modell, das der neuen Nomenklatur folgt, ist der Infiniti Q50.[7]

Aktuelle Modelle[Bearbeiten]

Konzeptfahrzeuge[Bearbeiten]

Zeitleiste[Bearbeiten]

Zeitleiste der Infiniti-Modelle (Marke von Nissan seit 1989)
Typ Karosserie-versionen 1980er 1990er 2000er 2010er
9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
Mittelklasse Stufenheck G20 (P10) G20 (P11) G35 (V35) G25/G35/G37 (V36) Q50
Coupé G35 (CV35) G37 (CV36)
Cabriolet G37 (CV36)
Obere Mittelklasse Coupé
Cabriolet
M30 (F31)
Stufenheck J30 (JPY32) I30 (A32) I30/I35 (A33)
M35/M45 (Y34) M35/M45 (Y50) M35h/M37/M56/M30d (Y51)
Oberklasse Stufenheck Q45 (G50) Q45 (FY33) Q45 (F50)
Kompact-SUV Steilheck EX25/EX35/EX37/EX30d
Mittelklasse-SUV QX4 (JR50) FX35/FX45 (S50) FX35/FX37/FX50/FX30d (S51)
JX/QX60 (QX60)
Fullsize-SUV QX56 (JA60) QX56 (QX80)


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Infiniti – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.auto-motor-und-sport.de
  2. www.autobild.de
  3. www.driving.timesonline.co.uk
  4. www.topspeed.com
  5. Infiniti FX50, auf: auto-motor-und-sport.de
  6. www.motorvision.de Infiniti baut Kleinserie des FX Sebastian Vettel 18. Oktober 2011
  7. www.motorvision.de Infiniti führt neue Modellbezeichnungen ein, 18. Dezember 2012