Island beim Eurovision Song Contest
Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Islands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.
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Liste der Beiträge [Bearbeiten]
Island nahm erstmals 1986 am Eurovision Song Contest teil. Seitdem hat das Land nie freiwillig auf die Teilnahme verzichtet, musste aber 1998 und 2002 wegen schlechter Vorjahresergebnisse aussetzen.
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- Letzte Plätze sind dunkelrot, Jahre ohne Finalteilnahme hellrot gekennzeichnet.
| Jahr | Interpret | Titel (Musik / Text) |
Übersetzung | Platz | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1986 | ICY | Gleðibankinn (Magnús Eiríksson) |
Freudenbank | 16 / 20 | 19 |
| 1987 | Halla Margrét | Hægt og hljótt (Valgeir Guðjónsson) |
Langsam und leise | 16 / 22 | 28 |
| 1988 | Beathoven | Þú og þeir (Sókrates) (Sverrir Stormsker) |
Du und sie (Sokrates) | 16 / 21 | 20 |
| 1989 | Daníel Ágúst | Það sem enginn sér (Valgeir Guðjónsson) |
Was niemand sieht | 22 / 22 | 0 |
| 1990 | Stjórnin | Eitt lag enn (Hörður G. Ólafsson / Aðalsteinn Ásberg Sigurðsson) |
Noch ein Lied | 4 / 22 | 124 |
| 1991 | Stefán & Eyfi | Draumur um Nínu (Eyjólfur Kristjánsson) |
Der Traum über Nina | 15 / 22 | 26 |
| 1992 | Heart 2 Heart | Nei eða já (Friðrik Karlsson, Grétar Örvarsson / Stefán Hilmarsson) |
Nein oder ja | 7 / 23 | 80 |
| 1993 | Inga | Þá veistu svarið (Jon Kjell Seljeseth / Friðrik Sturluson) |
Dann wirst du die Antwort kennen | 13 / 25 | 42 |
| 1994 | Sigga | Nætur (Friðrik Karlsson / Stefán Hilmarsson) |
Nächte | 12 / 25 | 49 |
| 1995 | Bo Halldórsson | Núna (Bo Halldórsson, Ed Welch / Jón Örn Marinósson) |
Jetzt | 15 / 23 | 31 |
| 1996 | Anna Mjöll | Sjúbídú (Anna Mjöll Ólafsdóttir, Ólafur Gaukur Þórhallsson) |
Schubidu | 13 / 23 | 51 |
| 1997 | Paul Oscar | Minn hinsti dans (Paul Oscar, Trausti Haraldsson / Paul Oscar) |
Mein letzter Tanz | 20 / 25 | 18 |
| 1998 | Nicht qualifiziert | ||||
| 1999 | Selma | All out of Luck (Þorvaldur Bjarni Þorvaldsson, Sveinbjörn I. Baldvinsson, Selma Björnsdóttir / Þorvaldur Bjarni Þorvaldsson) |
Vom Glück verlassen | 2 / 23 | 146 |
| 2000 | August & Telma | Tell me! (Örlygur Smári / Örlygur Smári, Sigurður Örn Jónsson) |
Sag es mir! | 12 / 24 | 45 |
| 2001 | Two Tricky | Angel (Einar Bárðarson, Magnús Þór Sigmundsson / Einar Bárðarson) |
Engel | 22 / 23 | 3 |
| 2002 | Nicht qualifiziert | ||||
| 2003 | Birgitta | Open your heart (Birgitta Haukdal / Hallgrímur Óskarsson) |
Öffne Dein Herz | 8 / 26 | 81 |
| 2004 | Jónsi | Heaven (Sveinn Rúnar Sigurðsson / Magnús Þór Sigmundsson) |
Himmel | 19 / 24 | 16 |
| 2005 | Selma | If I had your love (Þ. Þorvaldsson, Vignir Vigfusson / Selma, Linda Thompson) |
Wenn Du mich lieben würdest | 16 / 25 (SF) | 52 |
| 2006 | Silvía Nótt | Congratulations (Þorvaldur Bjarni Þorvaldsson / Silvia Night) |
Herzlichen Glückwunsch | 13 / 24 (SF) | 62 |
| 2007 | Eiríkur Hauksson | Valentine lost (Sveinn Rúnar Sigurðsson / Peter Fenner) |
Verlorenes Valentinstagsgeschenk | 13 / 28 (SF) | 77 |
| 2008 | Euroband | This is My Life (Örlygur Smári / Paul Oscar & Peter Fenner) |
Das ist mein Leben | 14 / 25 | 64 |
| 2009 | Yohanna | Is it True ? (Óskar Páll Sveinsson, Chris Neil, Tinatin) |
Ist es wahr? | 2 / 25 | 218 |
| 2010 | Hera Björk | Je ne sais quoi (Örlygur Smári & Hera Björk) |
Ich weiß nicht was | 19 / 25 | 41 |
| 2011 | Sjonni's Friends | Coming Home (Sigurjón Brink / Þórunn Erna Clausen) |
Heimkehren | 20 / 25 | 61 |
| 2012 | Gréta Salóme & Jónsi | Never Forget (Gréta Salóme) |
Vergesse nie | 20 / 26 | 46 |
| 2013 | Eyþór Ingi Gunnlaugsson | Ég á Líf (Örlygur Smári, Pétur Örn Gudmundsson) |
Ich habe ein Leben | 17 / 26 | 47 |
Erfolge im Wettbewerb [Bearbeiten]
Mit 22 Finalteilnahmen gelang es Island erst fünf Mal, eine Platzierung unter den ersten zehn zu erreichen. Das beste Ergebnis erzielten bisher die Sängerinnen Selma im Jahr 1999 mit All out of Luck und Yohanna im Jahr 2009 mit Is it True?. Beide konnten jeweils den zweiten Platz erreichten. Auf den letzten Platz kamen der Sänger Daníel Agúst 1989 mit null Punkten sowie das Duo 2 Tricky 2001 auf einen geteilten letzten Platz mit Norwegen. In den Jahren 2005, 2006 und 2007 konnten sich die jeweiligen Sänger nicht für das Finale qualifizieren.
Sprachen [Bearbeiten]
[1] In den Jahren 1986 bis 1997 wurden die isländischen Beiträge regelkonform in der Landessprache vorgetragen, auch wenn von allen Liedern eine englische Fassung aufgenommen wurde. Nach dem Fall der Sprachregel änderte sich das Bild, seitdem wurden alle Beiträge komplett auf Englisch gesungen (2010: Französischsprachige Titelzeile). In den Jahren, in denen ein nationaler Vorentscheid stattfand, mussten bei diesem jeweils alle Beiträge auf isländisch vorgestellt werden, sodass in diesen Jahren auch isländische Fassungen existieren (2000, 2001, 2003, 2006 und 2007). 2013 wird Island zum ersten Mal mit einem Beitrag in der Landessprache teilnehmen, ohne dass die Regeln dies vorschreiben.[2]
Nationale Vorentscheide [Bearbeiten]
[3] Bis einschließlich 1994 wurden alle isländischen Beiträge in einem nationalen Vorentscheid gewählt, 1990 gab es zudem zwei Halbfinalrunden. Oft wurden die Auswahl nach der Entscheidung noch verändert: 1986 wurde der Beitrag ursprünglich nur von Pálmi Gunnarsson vorgetragen, die Gruppe Icy wurde erst später gebildet. 1994 war der Fernsehsender RUV unzufrieden und ersetzte zum Einen die Sängerin Sigrún Eva Ármannsdóttir durch Sigríður Beinteinsdóttir (mit der sie zwei Jahre zuvor noch das Duo Heart2Heart gebildet hat) und zum anderen wurde das Lied Nætur von Frank McNamara neu arrangiert.
In der Phase 1995 bis einschließlich 1999 wurden alle Beiträge intern ausgewählt, bevor bis 2003 wieder ein Vorentscheid nach altem Konzept eingeführt wurde, der aber 2004 und 2005 erneut der internen Auswahl weichen musste. 2006 wurde ein neuer Vorentscheidmodus eingeführt, der drei Halbfinalrunden mit je acht Titeln umfasste. Das Konzept erzielte hohe Quoten, sodass es 2007 erneut durchgeführt wurde.
2008 wurde ein neuer Modus eingeführt. Damals gab es elf Viertelfinals mit jeweils drei Liedern, von denen jeweils eines direkt weitergewählt wurde. Eine Jury wählte aus den anderen Liedern drei Beiträge für ein zwölftes Viertelfinale aus.[4] Die zwölf Gewinner wurden auf vier Halbfinals verteilt. Von drei Liedern wurden jeweils zwei per Telefonvoting in das Finale gewählt. Auch im Finale entschieden ausschließlich die Zuschauer über den Sieger.[5]
2009 wurde dieses komplizierte System entschlankt. Seitdem gibt es keine Viertelfinals mehr, die Entscheidung über die Finalteilnehmer und des Gewinners fällt nach wie vor durch Telefonvoting.
Verschiedenes [Bearbeiten]
- Die englischen Versionen sowohl der Beitrages von 1987 als auch von 1990 heißen One more song.
- Bevor er 1995 intern als Vertreter ausgewählt wurde, hatte Bo Halldórsson bereits sechs Mal an der isländischen Vorentscheidung teilgenommen.
- Island hat seit der ersten Teilnahme durchschnittlich am meisten Punkte an Dänemark vergeben - immerhin 10,7. Andererseits hat Island auch am meisten Punkte aus Dänemark erhalten - im Durchschnitt 7,9.
- In der Studiofassung des Beitrages von 2006, die auch auf der Compilation-CD des Eurovision Song Contest enthalten ist, ist die Zeile "I'll fucking win" enthalten, es ist das erste und bisher einzige Mal, dass ein "schmutziges Wort" auf einer offiziellen CD des Wettbewerbs enthalten ist. In der Live-Version ersetzte Silvia Night die Zeile nach Drohungen durch die EBU, sie zu disqualifizieren, durch das ähnlich klingende "I'll freaking win". Bei den Proben hatte sie zuvor auf der Originalversion beharrt.
- 2012 sollte das Lied ursprünglich auf isländisch (″Mundu eftir mér″) gesungen werden.
Belege [Bearbeiten]
- ↑ http://www.diggiloo.net/?is
- ↑ Iceland: Videoclip released - entry to be performed in Icelandic bei esctoday.com
- ↑ http://www.geocities.ws/national_finals_90s_00s/
- ↑ http://natfinals.50webs.com/90s_00s/Iceland2008QF.html
- ↑ http://natfinals.50webs.com/90s_00s/Iceland2008.html
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Zurückgenommene Teilnahmen oder vergebliche Bestrebungen: Libanon | Liechtenstein