Jobs (Film)

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Jobs (deutscher Titel: jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs) ist eine 2013 veröffentlichte Filmbiografie über das Leben von Steve Jobs unter der Regie von Joshua Michael Stern. Sie deckt die Jahre 1974 von der kurzen Studentenzeit Jobs’ bis zur Rückkehr zu Apple 1997 ab und verwendete viele Originalzitate. Die Hauptrolle wird von Ashton Kutcher gespielt, die Rolle des Steve Wozniak spielt Josh Gad, Mike Markkula wird von Dermot Mulroney gespielt und John Sculley von Matthew Modine. Gedreht wurde der Film in den USA und Indien.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung beginnt im Jahr 2001, Steve Jobs präsentiert bei einem Town Hall Meeting den iPod. Es folgt eine Rückblende zum Reed College im Jahr 1974. Jobs hat das Studium aufgrund der hohen Studiengebühren bereits abgebrochen, besucht aber weiterhin Kurse, vor allem für den Kalligrafie-Kurs kann er sich begeistern. Jobs trifft seinen Freund Daniel Kottke, welcher fasziniert bemerkt, dass Jobs das Buch Be Here Now von Ram Dass bei sich trägt. Von diesem Buch inspiriert und deren Erfahrungen mit LSD, verbringen Jobs und Kottke einige Zeit in Indien.

Der Film springt ins Jahr 1976, Jobs wohnt wieder in Los Altos bei seinen Adoptiveltern Paul und Clara. Durch die Arbeit bei Atari entwickelt er eine Freundschaft mit seinem Jugendfreund Steve Wozniak welcher zurzeit einen Personal Computer baut. Nach der Gründung des Unternehmens Apple Computer nennen sie diesen Computer Apple 1. Durch Wozniaks Präsentation des Apple 1 beim Homebrew Computer Club erhalten er und Jobs einen Bestellauftrag durch Paul Terrell. Jobs’ Vater Paul überlässt den beiden seine Garage für ihr neues Unternehmen, in welchen nun Kottke, Bill Fernandez, Bill Atkinson, Chris Espinosa und später auch Rod Holt arbeiten, um den Apple 1 zu produzieren. Durch die Investition von Mike Markkula schafft es das Unternehmen, aufzusteigen und sich neuen Projekten zu widmen.

Jobs und Wozniak entwickeln den Apple II und präsentieren ihn 1977 bei der West Coast Computer Faire, einer Computer-Industrie-Konferenz. Der Apple II offenbart sich als großer Erfolg; Apple Computer und Jobs erfreuen sich nun großer Bekanntheit. Jobs beginnt sich plötzlich von alten Freunden zu distanzieren, wie auch von seiner Freundin Chris-Ann Brennan. Diese teilte Jobs zuvor mit, dass sie von ihm schwanger sei. Noch nach der Geburt von Lisa Brennan-Jobs bestreitet Jobs, sie sei seine Tochter.

John Sculley wird durch Jobs zum CEO von Apple Computer ernannt. Nachdem Jobs immer unberechenbarer wird – da er Mitarbeiter feuert, nur weil diese etwa nicht seine Liebe zu Computerschriften teilen –, wechselt Jobs von der Lisa- zur Macintosh-Gruppe. Wegen anhaltender Konflikte von Jobs mit Mitarbeitern wird er durch Sculley 1985 vom Unternehmen entlassen.

Der Film springt weiter nach vorne ins Jahr 1996. Jobs ist nun mit Laurene Powell Jobs verheiratet und sieht Lisa als seine Tochter, welche nun bei ihm lebt. Außerdem hat er einen Sohn und ist Geschäftsführer des Unternehmens NeXT, welches von Apple gekauft wird. Jobs wird vom derzeitigen CEO von Apple, Gil Amelio, gebeten, zum Unternehmen zurückzukehren. Jobs entscheidet sich dafür und wird neuer CEO von Apple. In seiner jetzigen Position feuert er Amelio und Markkula, da diese ihn vor 11 Jahren nach seinem Rauswurf bei Apple nicht unterstützt haben. Er interessiert sich für die Arbeit von Jonathan Ive und beschließt, Apple mit ihm neu zu erfinden. Der Film endet mit Jobs’ (erst später veröffentlichter) Tonaufnahme der Kampagne „Think Different“ von 1997.

Hintergrund[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

Die Filmcrew bei den Dreharbeiten zu Jobs in Steve Jobs’ Elternhaus, Los Altos (Kalifornien).

Drehbuchautor Matt Whiteley begann schon am Drehbuch zu arbeiten, als bekannt wurde, dass Steve Jobs Apple vorübergehend verlasse, um gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs anzukämpfen.[2] Regisseur Joshua Michael Stern erklärte in einem Interview, dass das gesamte Material für das Drehbuch aus Recherchen und Interviews stamme. Produzent Mark Hilme habe ein Expertenteam zusammengestellt, welches alle öffentlichen Aufzeichnungen und Interviews, die etwas mit Jobs zu tun hatten, durchforstete. Außerdem interviewte das Team einen großen Pool an Personen welche bei Apple oder mit Steve Jobs gearbeitet hatten.[3]

Die Dreharbeiten begannen im Juni 2012 in Jobs’ Elternhaus in Los Altos (Kalifornien) mit der Mithilfe von Jobs’ Stiefmutter Marilyn Jobs, welche noch heute dort wohnt.[4] Die Rückblende zu Jobs’ Zeit im Reed College wurde in der University of California, Los Angeles, gedreht.[5]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film feierte seine Premiere am 25. Januar 2013 beim Sundance Film Festival[6], in den US-amerikanischen Kinos startete er im August 2013.[7]

Der Film startete Ende August 2013 in den französischen Kinos. Aufgrund der geringen Einnahmen in den US-amerikanischen Kinos lief der Film nicht auf deutschen Leinwänden, allerdings wurde eine auf deutsch synchronisierte Fassung am 27. März 2014 auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.[8][9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.imdb.com/title/tt2357129/locations?ref_=tt_dt_dt
  2. Ashton Kutcher, Steve Jobs and the making of 'Jobs'. In: http://www.mercurynews.com, abgerufen am 26. August 2013 (englisch)
  3. Fragen und Antworten mit Joshua Michael Stern. Melbourne Publicity, abgerufen am 26. August 2013 (englisch)
  4. ‘Jobs’ producer on ‘the rise, the fall and the triumphant return of Steve Jobs’. In: http://dailycaller.com, abgerufen am 26. August 2013 (englisch)
  5. Cross-legged Ashton Kutcher adopts meditiation pose on set of Steve Jobs biopic. In: http://dailymail.co.uk, abgerufen am 26. August 2013 (englisch)
  6. http://www.sundance.org/festival/release/2013-sundance-film-festival-announces-films-in-premieres-and-documentary-pr/
  7. Release Info. In: Internet Movie Database, abgerufen am 26. August 2013 (englisch)
  8. „Jobs“-Film ein Flop – Deutschland-Premiere in Gefahr. In: http://www.t3n.de, abgerufen am 26. August 2013
  9. Jobs-Film floppt: Kinostart in Europa in Gefahr. In: http://www.salzburg.com, abgerufen am 26. August 2013