José Ernesto Sosa

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José Ernesto Sosa

José Ernesto Sosa (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 19. Juni 1985
Geburtsort CarcarañáArgentinien
Größe 183 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
bis 002002 Estudiantes de La Plata
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2007
2007–2010
2009–2010
2010–2011
2011–
2014–
Estudiantes de La Plata
FC Bayern München
Estudiantes de La Plata (Leihe)
SSC Neapel
Metalist Charkiw
Atlético Madrid (Leihe)
143 (12)
35 0(2)
17 0(3)
24 0(1)
64 (17)
12 0(0)
Nationalmannschaft2
2003
2008
2005–
Argentinien U-20
Olympia-Auswahl Argentinien
Argentinien
4 0(0)
5 0(0)
18 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. April 2014
2 Stand: 16. Oktober 2013

José Ernesto Sosa (* 19. Juni 1985 in Carcarañá, Santa Fe) ist ein argentinischer Fußballspieler. Sein Spitzname lautet El Principito (deutsch: Der kleine Prinz).

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Aus der Jugendabteilung von Estudiantes de La Plata hervorgegangen kam Sosa 2002 in den Profikader und gehörte ihm bis 2007 an. An der im Jahr 2006 gewonnen Meisterschaft - der ersten seit 1983 für seinen Verein - hatte Sosa großen Anteil, denn er verwandelte einen entscheidenden Freistoß im Endspiel gegen die Boca Juniors.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft waren einige europäische Vereine, unter anderem auch der FC Bayern München und der FC Valencia, an einer Verpflichtung Sosas interessiert. Eduardo Abadie, der Präsident der Estudiantes, verfügte jedoch einen Transferstop bis Juni 2006.

Nachdem er die sportmedizinische Untersuchung in München bestanden hatte, unterschrieb der Argentinier einen Vertrag bis 2011 beim FC Bayern München. Über die Höhe der Ablöse vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.[1] Bei den Bayern sollte Sosa nach Aussage von Manager Uli Hoeneß Sebastian Deisler ersetzen, der in der Winterpause der Saison 2006/07 seine Karriere beendet hatte.

Mit seinem ersten Pflichtspiel am 28. Juli 2007 gewann Sosa auch seinen ersten Titel im Ausland: Der FC Bayern München gewann das Finale um den Ligapokal mit 1:0 gegen den FC Schalke 04. Vor seinem ersten Bundesligaspiel kam er am 6. August 2007 in der 1. Runde des DFB-Pokals - in der 71. Minute für Zé Roberto eingewechselt - beim 5:4-Auswärtserfolg (nach Elfmeterschießen) beim SV Wacker Burghausen zum Einsatz.

Am 11. August 2007 (1. Spieltag) - in der 79. Minute für Franck Ribéry eingewechselt - beim 3:0-Heimsieg über Hansa Rostock gab Sosa unter Trainer Ottmar Hitzfeld sein Bundesligadebüt. Lange Zeit konnte Sosa die in ihn gesetzten Erwartungen aufgrund mangelnder Einsatzzeiten nicht erfüllen und glänzte einzig durch die Vorlage, die Luca Toni zum 3:3-Endstand in der 120. Minute gegen den FC Getafe verwertete und damit den Einzug ins Halbfinale des UEFA-Pokal-Wettbewerbs ermöglichte.

Infolgedessen sollte er in der Winterpause der Saison 2008/09 zum italienischen Klub US Palermo ausgeliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln. Der Transfer scheiterte jedoch in letzter Minute. Sein erstes überzeugendes Spiel lieferte er am 14. März 2009 (24. Spieltag) beim 2:0-Auswärtssieg über den VfL Bochum. Eine Woche später erzielte er im Heimspiel gegen den Karlsruher SC den 1:0-Siegtreffer, sein erstes Bundesligator für die Münchener. Sein bislang letzter Treffer fiel am 9. Mai 2009 (31. Spieltag) beim 3:1-Auswärtserfolg in Cottbus.

Um Sosa Spielpraxis zu geben, wurde er im Oktober 2009 bis zum 30. Juni 2010 an seinen ehemaligen Verein Estudiantes de La Plata mit Spielberechtigung ab Januar 2010 ausgeliehen.[2] In seinem achten Spiel am 20. März 2010 (10. Spieltag) erzielte er beim 3:1-Auswärtserfolg über Atlético Tucumán sein erstes Tor. Nach Ende der Ausleihfrist kehrte er zu Saisonbeginn 2010/11 zunächst ins Training der Bayern zurück; jedoch wechselte er nach längeren Verhandlungen zwei Tage vor Ende der Transferphase zum SSC Neapel in die italienische Serie A. Am 12. September 2010 (2. Spieltag) debütierte er beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen den AS Bari, nachdem er in der 76. Minute für Michele Pazienza eingewechselt worden war. Am 31. Oktober 2010 (9. Spieltag) beim 1:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen Brescia Calcio stand Sosa das erste Mal in der Startelf. Am 6. Februar 2011 (24. Spieltag) erzielte er – erst in der 90. Minute für Ezequiel Lavezzi eingewechselt – den Treffer zum 2:0-Endstand im Heimspiel gegen den AC Cesena.

Zur Saison 2011/12 wechselte Sosa zum ukrainischen Erstligisten Metalist Charkiw.[3] Er unterschrieb dort einen Vierjahresvertrag.[4] Sein Debüt gab er am 29. Juli 2011 (4. Spieltag) beim 3:0-Sieg bei Wolyn Luzk und erzielte hierbei den Treffer zum 1:0 in der 45. Spielminute.

Am 1. Januar 2014 wurde Sosa von Metalist Charkow bis zum Ende der Saison 2013/14 an den spanischen Verein Atletico Madrid ausgeliehen. Atletico erhielt eine Kaufoption.[5] In der 88. Minute für Koke eingewechselt, gab er am 19. Januar 2014 (20. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den FC Sevilla sein Debüt in der Primera Division. Vier Tage zuvor debütierte er für Atletico Madrid beim 2:0-Sieg gegen den FC Valencia im Achtelfinalrückspiel um den Königspokal.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 28. November 2003 trug Sosa erstmals das argentinische Nationaltrikot; er spielte eine Halbzeit lang gegen Spanien, das im Gruppenspiel der U-20-Weltmeisterschaft 2003 mit 2:1 Toren besiegt wurde.

Am 9. März 2005 kam er - in der 86. Minute für Rodrigo Palacio eingewechselt - in einem Test-Länderspiel gegen Mexiko zu seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft. Im März 2007 wurde er unter Nationaltrainer Alfio Basile wieder in den erweiterten Kreis der Albiceleste berufen und kam am 17. April 2007 beim 0:0 gegen Chile zu seinem zweiten Länderspieleinsatz. Beim 3:2-Sieg im Test-Länderspiel am 26. Januar 2010 gegen Costa Rica erzielte Sosa mit dem Treffer zum 1:0 in der 10. Minute sein erstes Tor für die Nationalmannschaft.

Er nahm 2008 am Olympischen Fußball-Turnier in Peking teil und gewann dort mit der Mannschaft die Goldmedaille.

Erfolge[Bearbeiten]

* Sosa war nur in der Hinrunde bei den Bayern aktiv

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. fcbayern.de: Sosa unterschreibt für vier Jahre
  2. fcbayern.de: FCB leiht Sosa bis Saisonende aus
  3. Sosa ceduto al Metalist Kharkiv (deutsch: Sosa an Metalist Charkiw verkauft), Mitteilung auf der Homepage des SSC Neapel vom 26. Juli 2011 (italienisch, abgerufen am 26. Juli 2011)
  4. metalist.ua: „Metalist signed Jose Sosa“ (englisch, abgerufen am 26. Juli)
  5. Pressemitteilung auf tz.de